Journalismus und Whistleblowing

Wirecard, Cum-Ex, Panamapapers, Rechtsextreme bei der Bundeswehr: Erst dank medialer Berichterstattung wurden in diesen Whistleblowing-Fällen Täter*innen zur Rechenschaft gezogen und politische Konsequenzen folgten. Zuvor hatten organisationsinterne Hinweise keine Auswirkungen. Als journalistische Quellen besitzen Whistleblower*innen eine wesentliche Bedeutung für die Kontrollfunktion der Medien in demokratischen Gesellschaften. Und doch wird ihnen weder ausreichend Schutz vor digitaler, staatlicher Überwachung noch vor Repressalien am Arbeitsplatz geboten.

Gemeinsam mit Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament, Georg Mascolo, Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR, SZ und ehemaliger Chefredakteur des Spiegel, Annegret Falter, Vorsitzende des Vereins WBN-Whistleblower Netzwerk und Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer für digitale Sicherheit, haben wir unter der Moderation von Thomas Kastning über folgenden Fragen diskutiert:

Wie wichtig sind Whistleblower*innen für investigative Berichterstattung zu Fällen von öffentlichem Interesse? Wie können Gesetzgeber und Journalist*innen Quellenschutz sicherstellen? Ist das im digitalen Zeitalter überhaupt noch möglich? Welche Risiken bestehen für Whistleblower*innen? Was muss die kommende Bundesregierung tun, um Whistleblower*innen besser zu schützen?

Agenda

Begrüßung
Christian Mihr, Geschäftsführer Reporter ohne Grenzen e. V.

Schlaglicht: Whistleblowing und Steuergerechtigkeit
Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament

Whistleblower als journalistische Quelle
Georg Mascolo, Leiter Recherchekooperation von NDR, WDR und SZ

Quellenschutz im digitalen Zeitalter
Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer für digitale Sicherheit

Öffentliches Whistleblowing und die EU-Whistleblowing-Richtlinie
Annegret Falter, Vorsitzende WBN – Whistleblower Netzwerk e. V.

Diskussionsrunde mit dem Publikum

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