Veranstaltungstipp: WikiLeaks und Schwarze Hafen-Nächte in Hamburg

WikiLeaks und Schwarze Hafen-Nächte? Aber sicher doch: Abgesehen davon, dass gute Krimis immer auch unsere sozialen Verhältnisse thematisieren: Nichts ist spannender als die Realität. Manchmal jedenfalls. Die Dokumentation „Staatsfeind WikiLeaks“ der Spiegel-Redakteure Marcel Rosenbach und Holger Starke jedenfalls „liest sich wie ein Drehbuch für einen Spionage-Thriller“, begeisterte sich das NDR-Kulturjournal über den Bestseller.
Einer der Autoren,
Marcel Rosenbach, kommt am Dienstag, 12. April, 20:30 Uhr (5 €)
in die Speicherstadt-Kaffeerösterei, (Kehrwieder 5, 20457 Hamburg)
zu einer ganz besonderen Lesung, zur
24. Schwarzen Hafen-Nacht „STAATSFEIND WIKILEAKS“.


Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Geschichte des derzeit wichtigsten Politaktivisten der Welt.
Denn die Enthüllungen von WikiLeks haben die politische Landschaft erschüttert. „Julian Assange hat mit seiner Organisation WikiLeaks die Regierungen der mächtigsten Nationen herausgefordert, er hat der globalen Öffentlichkeit einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Weltpolitik ermöglicht, indem er schrittweise 251 000 Botschaftsdepeschen aus dem amerikanischen Außenministerium publik macht. Es war WikiLeaks’ vierter Coup innerhalb von sieben Monaten, nach den Veröffentlichungen des Videos »Collateral Murder« und der Kriegstagebücher aus Afghanistan und dem Irak. Vergleichbare Nahaufnahmen des militärischen und diplomatischen Innenlebens einer Supermacht hat es nie zuvor gegeben“, heißt es im Vorwort zu „Staatsfeind WikiLeaks“, aus dem Marcel Rosenbach lesen wird. Er hat mit seinem Kollegen Holger Stark die Organisation eng begleitet und an den Veröffentlichungen der US-Botschaftsdepeschen und der Kriegstagebücher aus Afghanistan und dem Irak für den SPIEGEL maßgeblich mitgearbeitet.
Japan etwa hat das Thema WikiLeaks mittlerweile nahezu völlig verdrängt. So scheint es. Denn die Frage nach Transparenz stellt sich brisanter denn je: Der japanischen Regierung und dem AKW-Betreiber von Fukushima waren die eklatanten Sicherheitsrisiken ihrer Kraftwerke schon Jahre vor der derzeitigen Katastrophe bekannt – stellte der Daily Telegraph und die Süddeutsche fest – unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Wikileaks. – Rainer Brüderle dagegen verglich Wikileaks schon mit der StaSi und durchaus einflußreiche US-Kreise fordern nicht mehr und nicht weniger als die Liquidierung von Julian Assange… – Kurzum: Am 12. April gibt es eine ganz besondere Schwarze Hafen-Nacht in der Speicherstadt-Kaffeerösterei!

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