Trauer um Mark Felt (alias Deep Throat)

Im Alter von 95 Jahren ist einer der bekanntesten und folgenreichsten Whistleblower gestorben. Als stellvertretender FBI-Chef hatte Felt die Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein der Washington Post mit Hintergrundinformationen rund um den Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten während des Wahlkampfes 1972 versorgt und wurde so zur entscheidenden Quelle zur Aufklärung der Watergate-Affaire.

Erfolgreich war Felt zum einen hinsichtlich der Folgen seines Whistleblowings, nämlich des Rücktritts des US-Präsidenten Nixon, zum anderen hinsichtlich der Geheimhaltung seiner Identität über mehr als 30 Jahre. Dies war neben der Professionalität der beteiligten Journalisten vor allem auch seiner eigenen Vorsicht und seiner beruflichen Erfahrung zu verdanken.

Während sich Felt demnach sowohl bei Aufklärungserfolg als auch hinsichtlich der Anonymitätswahrung positiv von den typischen Whistleblowerschicksalen abhebt, galt dies nicht für seine Motivation. Befragt nach dem Motiv seines Handelns äußerte sich Felt ähnlich wie viele andere Whistleblower: „Ich habe nicht versucht, ihn loszuwerden, ich habe nur meine Pflicht getan.“

Möge uns allen dies als sein Vermächtnis und Auftrag im Gedächtnis bleiben.

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