Veranstaltungstipps: Die Grünen, WikiLeaks und Whistleblowing

In den nächsten Tagen gibt es einige öffentliche Veranstaltungen der Grünen zu den Themen WikiLeaks und Whistleblowing:

31.01.2011: München
Am Montag, 31.01.2011, ab 19:00 Uhr findet im Bürgersaal Fürstenried (U-Bahnstation Forstenrieder Allee), Züricher Straße 35, die Stadtversammlung der Grünen in München statt.  In TOP2 geht es im Gespräch mit Jerzy Montag, MdB und Guido Strack vom Whistleblower-Netzwerk e.V.  um Whistleblowing und Wikileaks.  Besonders interessant ist der zu diesem Tagesordnungspunkt vorliegende Resolutionsentwurf. Hierin wird unter Benennung zahlreicher konkreter Elemente ein bessserer gesetzlicher Whistleblowerschutz gefordert und zur Unterstützung der laufenden E-Petition aufgerufen.

08.02.2011: Berlin
Am Dienstag,  08.02. 2011, ab 20:00  Uhr, lädt die Heinrich-Böll-Stiftung zu einer Diskussionsveranstaltung aus der Reihe „Gespräche zur Netzpolitik“ mit dem Titel „Whistleblowing, WikiLeaks und die neue Transparenz“ ein. Auf dem Podium: Daniel Domscheit-Berg, OpenLeaks.org / Ex-WikiLeaks-Sprecher; Constanze Kurz, Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs (angefragt) und Konstantin von Notz, MdB, Bündnis 90/Die Grünen. Die Veranstaltung wird unter boell.de/stream live gestreamt werden. Den ganzen Beitrag lesen

Die Schweiz und ihre WhistleblowerInnen

Gleich zwei Gerichtsverfahren mit WhistleblowerInnen sorgen derzeit in der Schweiz für Schlagzeilen:

Gestern sind die beiden Züricher Sozialamtsmitarbeiterinnen Ester Wyler und Margit Zopfi denen in erster Instanz noch ein rechtmäßiges Handeln attestiert worden war in zweiter Instanz vom Obergericht Zürich wegen Geheimnisverrat verurteilt worden (20 Tagessätze a 80 Franken). Sie hatten als Whistleblowerinnen auf tatsächliche Missstände im Sozialamt Zürich hingewiesen, dies zunächst erfolglos intern und dann letztlich über die Medien. Das Obergericht anerkannte ihr moralisches Vorgehen, hielt ihnen daber dennoch vor, sie hätten vor dem Gang an die Medien zunächst noch weitere interne und behördliche Aufklärungsversuche unternehmen müssen. In der Bevölkerung sind Wyler und Zopfi spätenstens seit dem sie den Prix Courage Publikumspreis erhalten haben sehr angesehen und haben auch mit ProCourage ihre eigene Organisation zur Unterstützung von Whistleblowern gegründet. Ob sie ein Rechtsmittel zum Bundesgericht einlegen werden haben sie noch nicht entschieden.

Bevor steht außerdem am 19.01.2011 ebenfalls in Zürich das Gerichtsverfahren wegen Verstoßes gegen das Bankgeheimnis gegen Rudolf Elmer, der als Whistleblower bei der Julius Bär Bank Bankdaten der Filiale Cayman Islands z.B. an deutsche Staatsanwaltschaften, Medien und Wikileaks weitergegeben hatte. In Deutschland hatte dies u.a. die Enttarnung einiger Steuerhinterzieher zur Folge, wobei anzumerken ist, dass Elmer im Gegensatz zu anderen für seine Daten nie Geld verlangt hat. Bei Wikileaks sorgte die Reaktion der Julius Bär Bank (nur kurzzeitig gewährte gerichtliche Untersagungsverfügung mit anschließendem Streisand-Effekt) dafür das Wikileaks erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Und Wikileaks scheint Rudolf Elmer auch nicht vergessen zu haben: Den ganzen Beitrag lesen

Kongressnachlese mit Präsentationen zu Whistleblowing

Im November veranstaltete die dbb-Akademie in Köln einen internationalen Kongress zum Thema „Korruptionsprävention in der Krise?“. Teil war auch ein Workshop zum Thema Whistleblowing mit den Referenten Björn Rhode-Liebenau (RCC) und Cathy James (pcaw). Deren Präsentationen sind jetzt auf der Webseite der dbb-Akademie verfügbar. Interessant ist die in einem Papier von Herrn Rhode-Liebenau zu findende These, wonach Whistleblowing in nahezu 99% der Fälle erfolgreich, meist aber unsichtbar ist sowie, dass somit wohl erstmals Inhalte der Broschüren der britischen Whistleblower Organisation Public Concern at Work (pcaw) in deutscher Sprache vorliegen.

Piratenpartei mit Infostand zu Whistleblowing in der Kölner Innenstadt

Parallel zur ersten Deutschen Wikileaks Demo in Hamburg führt am 18.12 um 13.30 Uhr die Piratenpartei Köln einen Infostand zum Thema Whistleblowing durch. Weiter heißt es in der Einladung:

Piratenparteien aus der ganzen Welt, darunter auch die Piratenpartei Deutschland, haben ihre Unterstützung für sogenannte Whistleblowing-Plattformen bestärkt. Besorgt um die Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit haben die Piraten in einer Gemeinschaftsaktion dafür gesorgt, dass Wikileaks auf internationaler und mehrfach gespiegelter Infrastruktur verfügbar bleibt. Die Spiegelungen werden dafür sorgen, dass die Veröffentlichung der diplomatischen Depeschen, der Korruptionsenthüllungen etcetc. weiter geführt werden und die bisherigen Inhalte online verfügbar bleiben. Man kann über Wikileaks geteilter Meinung sein, aber wir stehen immer denen zur Seite, die unethisches Verhalten in Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen.
Genau deshalb protestieren jetzt überall auf der Welt Menschen gegen den Zensur-Versuch von Regierungen und Unternehmen.
Wer mehr wissen, oder einfach auch im Reallife Solidarität zeigen will, ab 13:30 Uhr Schildergasse Ecke Krebsgasse (nähe Neumarkt) in Köln. Den ganzen Beitrag lesen

WBNW-Newsletter November 2010

Liebe Freunde und Unterstützer und Mitglieder des Netzwerkes,
Liebe Abonnenten des Newsletters und registrierte Benutzer der Webseite,

In den letzten Monaten hat sich rund um das Thema Whistleblowing einiges getan und diese positive Entwicklung scheint sich auch fortzusetzen. Deshalb möchte ich Sie mit diesem Newsletter kurz über die wichtigsten Entwicklungen und Aktivitäten unseres Vereins informieren. Aktuelle Informationen gibt es regelmäßig auch in unserem Blog, das Sie auch per Email-Abonnement beziehen können.

Ausstellungsprojekt: Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen!
Whistleblower-Netzwerk e.V. ist derzeit dabei eine Ausstellung zu erstellen, in der wir Whistleblowerinnen und Whistleblowern aus Deutschland in Bild und Text porträtieren. Damit können wir zeigen, in wie vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Sektors Whistleblowing vorkommt und welche wichtige Rolle Whistleblower z.B. bei der Aufdeckung von Kriminalität und Gefahren für Menschen und Umwelt spielen und gespielt haben. So machen wir Whistleblowing und die Menschen dahinter anschaulich. Eine Vor-Version der Ausstellung mit sechs Fällen konnten wir bereits Anfang Oktober in Berlin anlässlich des Kongresses Öffentlichkeit und Demokratie zeigen. Derzeit reist unser Fotograf durch Deutschland um weitere Aufnahmen zu machen. Um die Ausstellung weiter ausbauen zu können, brauchen wir aber dringend Ihre Spenden. Schildern Sie uns Fälle von Menschen, die es verdient haben auch in unsere Ausstellung aufgenommen zu werden und vor allem helfen Sie uns die Kosten bewältigen zu können.  Hierzu brauchen wir dringend noch Spenden. Auch kleine Beiträge, z.B. über Flattr helfen. Wie Sie spenden können, erfahren Sie auf unserer Webseite. Den ganzen Beitrag lesen