Bildungsarbeit

Workshop: „Whistleblowing – Was geht mich das an?“

Ob die Ukraine-Affäre um Donald Trump, die Aufdeckung weltweiter Steuerhinterziehungen oder Edward Snowdens Enthüllungen über die Ausspähung unserer Internetkommunikation – inzwischen sind wohl jedem ein paar Fälle bekannt. Doch nur wenigen ist bewusst, dass Whistleblowing sich nicht immer auf oberster Geheimhaltungsebene des Staates abspielen muss, sondern von einem Tag auf den anderen Teil der eigenen Realität werden kann.

Denn Fälle wie die des Apothekers Martin Porwoll, der die systematische Unterdosierung von Krebsmedikamenten in einer Apotheke aufdeckte, Brigitte Heinisch, die wegen ihrer Veröffentlichung von Pflegemissständen in Krankenhäusern bis vor den Europäischen Gerichtshof zog oder Juan Moreno, der den größten SPIEGEL-Skandal der letzten Jahrzehnte anstieß, sind zwar die unbekannteren, aber ebenso wichtigen Whistleblower-Geschichten.

Deswegen bieten wir Online-Workshops, Seminare und Vorträge für Schulen, Jugendorganisationen und andere Bildungseinrichtungen an, bei denen junge Menschen für das Thema sensibilisiert werden. Wir möchten mit jungen Menschen, die ihren Berufseinstieg vielleicht erst noch vor sich haben, über dieses Thema ins Gespräch kommen, die Bedeutung von Whistleblowing mit ihnen gemeinsam erarbeiten und ihnen einen ersten Überblick über ihre eigenen Rechte im Arbeitskontext geben.

Das Projekt wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert und von Antonia Peißker betreut, die Ihnen sowohl für Anmeldung, Durchführung sowie für weitere Fragen zum Workshop zur Verfügung steht:

Bildungsreferentin

Antonia Peißker
peissker@whistleblower-net.de
+49 162 73 93 65 1

 

 

 

 

 

 

Informationsbroschüre

Die Bedeutung von Whistleblowing für junge Menschen

Hinweisgeber*innen zeigen letztlich Zivilcourage – ein Thema, für das wir bereits von klein auf vielseitig sensibilisiert werden. Trotzdem wird Whistleblowing als wichtige Ausprägung dessen in unseren Schulklassen oder anderen Bildungseinrichtungen nur selten thematisiert.

Whistleblowing ist vielen jungen Menschen kein Begriff. Welche Schulabgänger*innen wissen schon um ihre eigenen Rechte im Arbeitsverhältnis oder gar um Meldemöglichkeiten, falls sie Straftaten und Missstände entdecken sollten? Wohl nicht viele. Aber woher sollten sie auch?

Diese bedenkliche Ausgangslage haben wir als Anlass genommen, in unseren Workshops mit jungen Menschen zwischen 15 und 21 Jahren gezielt über Whistleblowing und mögliche Konfliktverhältnisse im zukünftigen Arbeitsverhältnis zu sprechen. Über kleine Spiele, reale Fälle und viel Raum zum Diskutieren möchten wir spielerisch und ohne spezielles Vorwissen die Teilnehmer*innen an diese schwierige, aber wichtige Thematik heranführen.

Denn bekannte Whistleblower wie z.B. Edward Snowden werden oft in der öffentlichen Debatte als entrückte Helden stilisiert und ihre Fälle erscheinen fernab der eigenen Realität. Wir möchten mit unserem Workshop deutlich machen, dass Whistleblowing uns allen begegnen kann. Letztlich kann jede*r in die Situation geraten, mit gravierenden Missständen konfrontiert zu werden und sich an einem gewissen Punkt entscheiden zu müssen: Sag‘ ich was – oder bleibe ich stumm?

Informieren

Q&A - Die wichtigsten Fragen rund um unseren Workshop

Unsere Ziel- und Altersgruppen

Grundsätzlich richtet sich unser Workshop an Menschen zwischen ungefähr 15 und 21 Jahren. Neben Oberstufen in Schulen können sich auch viele andere Interessierte sich für unseren Workshop anmelden.

Mögliche Teilnehmer*innengruppen:

  • Schulklassen ab der zehnten Klasse
    (ISS, OSZ, Berufsschulen, Gymnasien, …)
  • Arbeits- oder Nachmittagsgruppen in Schulen
  • Universitäten, Hochschulgruppen
  • Jugendorganisationen
    (Jugendparteien, Gewerkschaftsgruppen, Arbeitskreise, thematische Sitzungen, …)
  • andere Bildungseinrichtungen
    (Jugendzentren, ehrenamtliche Jugendbetreuungen, …)
  • Veranstalter mit Themenschwerpunkten für junge Menschen
  • andere Vereine oder Organisationen

Ablauf und Ort des Workshops

Wie läuft der Workshop genau ab?

Je nach Teilnehmer*innengruppe und Zeitrahmen sind unsere Workshops auf mindestens 90 Minuten ausgelegt.

Zu Beginn wird der Begriff „Whistleblowing“ im gemeinsamen Gespräch sowie über ein kleines Spiel erarbeitet. Über die Bearbeitung realer Fälle soll die Nähe von Whistleblowing zum eigenen Alltag verdeutlicht werden. Anhand der Figur des Whistleblowers setzen sich die Teilnehmer*innen u.a. damit auseinander, wie bestehende Abhängigkeiten sowie Macht- und Herrschaftsverhältnisse Handeln und Denken beeinflussen. Im letzten Drittel kann die Teilnehmer*innengruppe selbst bestimmen, welche Themenbereiche von Whistleblowing sie vertiefen möchte. Wir möchten genügend Raum geben für Fragen und Diskussionen über z.B. die teils ambivalenten Motive von Whistleblowern, ihren rechtlichen Schutz oder über die Folgen von Whistleblowing für die Gesellschaft sowie für den Einzelnen, um das Thema möglichst vielseitig zu beleuchten.

Ort des Workshops

Die Workshops finden jeweils in den Räumen der Anfragenden statt (Klassenräume, Vereinsräume, usw.). Falls kein Raum zur Verfügung stehen sollte, ist eine Durchführung des Workshops in den Räumen von Whistleblower-Netzwerk e.V. organisierbar.

 

Kontakt

Online-Workshops und Kurzvorträge

Neuerdings bieten wir außerdem kostenlose Online-Workshops an. Auch dort erarbeiten wir uns den Begriff Whistleblowing über anschauliche Videos, Quizze und Reflexionsaufgaben sowie Diskussionen in Gruppen-Chats gemeinsam mit den Teilnehmer*innen. Zugleich können wir den Teilnehmer*innen in diesem Format mehr Freiraum in ihrer eigenen Gestaltung und Vertiefung des Workshops einräumen.

Auf Wunsch oder für bestimmte Veranstaltungsformate sind außerdem Kurzvorträge von ungefähr 15 – 30 Minuten möglich.

Vorbereitung

Müssen die Teilnehmer*innen bereits Vorwissen mitbringen?

Nein, Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Bereits während der Anmeldung wird ausführlich über die Teilnehmer*innengruppe gesprochen, um den Workshop entsprechend anpassen zu können.

In Schulen ist gegebenenfalls eine vor- oder nachbereitende Besprechung innerhalb der Klasse oder auch ein Gespräch der Schüler*innen mit ihren Eltern sinnvoll, um einen tieferen Bezug zum Workshop erhalten zu können.

Muss ich als anmeldende Person etwas vorbereiten?

Prinzipiell nicht, da wir vorbereitete Workshopmodelle für verschiedene Alters- und Teilnehmer*innengruppen anbieten.

Falls allerdings spezielle Fälle, Vorgehensweisen oder andere Besonderheiten für einen Workshop gewünscht werden, kann gegebenenfalls eine gemeinsame Vorbereitung sinnvoll sein.

Anmeldung

Unsere Workshops sowie sämtliche besonderen Wünsche können per E-Mail oder telefonisch mit unserer Referentin und Betreuerin der Workshops, Antonia Peißker, vereinbart werden.

Sie erreichen sie unter:

peissker@whistleblower-net.de

info@whistleblower-net.de

Tel. +49 162 7393651

Nennen Sie uns für eine Anmeldung bitte kurz die möglichen Zeiträume sowie genauere Informationen zur Teilnehmer*innengruppe. Wir bitten um mindestens eine Woche Vorlaufzeit, soweit möglich.

Stimmen

Unser Workshop: „Whistleblowing – Was geht mich das an?“

Wir möchten mit unseren Workshops einen Beitrag leisten, junge Menschen möglichst selbstbewusst, aufgeklärt und engagiert in das Arbeitsleben starten lassen können. Zugleich wollen wir uns damit auseinandersetzen, inwiefern Loyalitäten, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse innerhalb unseres Arbeitsverhältnisses unser Handeln und Denken beeinflussen.

Whistleblowing ist Zivilcourage, für die wir jetzt gemeinsam sensibilisieren können. Helfen Sie mit?

Melden Sie sich für unseren Workshop an unter:

peissker@whistleblower-net.de

info@whistleblower-net.de

Folgen Sie uns!

Unser Newsletter

Wollen Sie über Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten werden?

Unterstützen Sie uns!