Rechtsfolgen für sonstige Beschäftigte

Die Chancen von sonstigen Beschäftigten, also solchen die weder Arbeitnehmer noch Beamte sind, sich gegen Sanktionen nach einem Whistleblowing rechtlich erfolgreich zu Wehr zu setzten sind aber eher gering.

Zwar gelten im Prinzip zur Beurteilung der rechtlichen Zulässigkeit des Whistleblowings die generellen Maßstäbe mangels klarer gesetzlicher Verfahrensregelungen wie in den beamtenrechtlichen Disziplinargesetzen und mangels Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetz und dessen § 1 Abs. 2 a.E. KSchG muss der sonstige Beschäftigte aber vollumfänglich beweisen, dass die Kündigung bzw. die Vertragsbeendigung rechtswidrig war, also z.B. aus sittenwidrigen Gründen (§ 138 BGB) oder unter Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot (§ 134 BGB) wie z.B. jenes des § 612a BGB erfolgte.

Noch schlechter stehen die Chancen dort wo es gar nicht um die Beendigung eines bestehenden Vertragsverhältnisses sondern rechtlich formal nur darum geht dass keine neunen Vertragsverhältnisse abgeschlossen, also z.B. keine neuen Freelance-Aufträge an den Whistleblower mehr vergeben werden.

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