Hinweise für Einsendungen an Whistleblower-Netzwerk

Wenn Sie uns einen oder Ihren „Fall“ mitteilen und/oder uns um Hilfe bitten wollen, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:

1)      Wir sind ein kleiner Verein, der ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis arbeitet.

2)      Das bedeutet, dass wir nur (sehr) beschränkte Kapazitäten haben

3)      Trotzdem erhalten wir (sehr) viel Post und Anfragen, meistens per email. Und alle bitten uns um Hilfe oder um Unterstützung. Etwa um einen bestimmten Fall in den Medien oder der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Oder um konkrete Beratung und anderes mehr.

4)      Das alles können wir nur in (sehr) begrenztem Umfang leisten.

5)      Was wir in keinem Fall können: die Ungerechtigkeiten dieser Welt beseitigen. Leider. Wir würden es gerne können. Es geht aber nicht. Jedenfalls nicht auf die Schnelle. Und alles oder alles auf einmal schon garnicht.

6)      Deswegen beachten Sie bitte folgende Dinge, wenn Sie uns anschreiben oder anmailen und auf schnelle Antwort und/oder Hilfe warten. Wir tun was wir können, aber mehr geht einfach nicht.
Auf folgende Dinge kommt es an:
Wir können (und wollen) uns nur um „Fälle“ kümmern, in denen es um Whistleblowing geht. Also darum, auf bestimmte relevante Probleme, Missstände, Gefahren oder Verstöße gegen Gesetze oder andere Normen  aufmerksam zu machen. Egal, ob Sie selbst direkt davon betroffen sind oder nicht. Vor allem wenn sich dies alles in Ihrem eigenen beruflichen Umfeld abspielt. Was Whistleblowing ist, erfahren Sie hier. Wenn Sie der Meinung sind, dass das, was Sie uns mitteilen möchten, unter Whistleblowing fällt:

  • rufen Sie uns an unter 0162 7393651
  • oder schicken uns eine kleine Email (max 1-2 Seiten) an info[at]whistleblower-net.de, in der Sie kurz schildern, worum es geht.
  • gerne können Sie auch das Formular auf unserer Webseite nutzen (nach Abschaltung von Privacy-Box haben wir derzeit jenseits der verschlüsselten Email-Kommunikation aber noch kein Angebot zur anonymisierten elektronischen Kontaktaufnahme, wir bemühen uns aber darum dieses baldmöglichst einzurichten).

Bitte vermeiden Sie in jedem Falle eine Kontaktaufnahme von ihrem Arbeitsplatz aus.  

Wir nehmen dann Kontakt mit Ihnen auf. Und wir sagen Ihnen, ob wir Ihnen helfen können oder nicht.

7)      Und wenn wir meinen, dass wir Ihnen helfen können, besprechen wir das weitere Prozedere mit Ihnen – am Telefon oder schriftlich. Alles weitere klären wir danach.

8)      Wenn Sie uns Ihr Anliegen schildern – schriftlich oder telefonisch, so teilen Sie uns bitte ebenfalls von vorneherein ebenfalls mit, was Sie von uns erwarten. Denn auch in diesem Punkt können wir Ihnen dann schnell signalisieren, was wir leisten können und was nicht.

9)      Anschreiben, die gleichzeitig auch an andere Organisationen gehen, wir also in einer email nur „cc“ stehen, berücksichtigen wir nicht. Deswegen, weil es hierbei in der Regel selten um Whistleblowing geht. Ebensowenig gehen wir auf emails ein, in denen wir einfach nur auf Links irgendwelcher Seiten hingewiesen werden. Die alle zu studieren, ist uns aus Zeitgründen völlig unmöglich.

10)  Aus diesen vielen Gründen sind wir, wenn wir Ihnen helfen können, darauf angewiesen, dass auch Sie uns helfen, dass wir Ihnen helfen (können).

 

Ein Gedanke zu „Hinweise für Einsendungen an Whistleblower-Netzwerk

  1. Liebe Netzwerker,

    eine wundervolle, unterstützenswerte Idee.
    Heute Abend habe ich meinen Entschluß gefasst, nach 40 Dienstjahren als Krankenschwestester den Beruf aufzugeben.
    Ich werde kündigen, ohne noch genau zu wissen, wie sich für mich die berufliche Zukunft gestalten wird, aber es ist vorbei. Und dieser Gedanke gibt mir ein gutes Gefühl. Es könnte meinen Ruin bedeuten, aber ich muß das Risiko eingehen, ich ertrage es nicht mehr. Diese Art der Fließbandarbeit die ich täglich am Rande der Legalität zu verrichten habe, unterminiert meine Vorstellung vom rechten Handeln Denken, geschweige Fühlen. Manchmal kommt es mir so vor, als spiele sich ein falscher Film ab, der niemals Realität sein kann.
    Über 11 Jahre habe ich als Betriebskrankenschwester in Nigeria gearbeitet, hierzulande wird es oft mit Not, Mangel, schlechter Versorgung in Verbindung gebracht, und es trifft auch häufig zu. Aber hier? Hier, mitten in der sogenannten
    wohlhabenden 1. Welt? Wenn es dort manchmal an Finanziellem mangelt, so ist die soziale Armut, die Fühllosigkeit, mit der Patienten als Kostenfaktor degradiert, schnell abzuarbeiten sind, unsere Personalposition, die Umkehrung aller Werte, für mich beispiellos, und ich kann es mit mir als Mensch nicht mehr vereinbaren, ich ertrage es nicht mehr.
    Seltsam, daß ich gerade heute rein zufällig auf Ihre web-site stieß.
    Irgendwie hat mich das zusätzlich bestätigt, und ich danke Ihnen dafür, denn es gibt mir das Gefühl, nicht alleine mit meiner Einschätzung zu sein.
    Beinahe täglich nach Dienstschluss der Gedanke, zum Glück nichts passiert….
    anstelle von gut durchstrukturierter Arbeit, beim Durchhetzen das Schlimmste nur verhindert……
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, aber medileaks wird sich bald herumgesprochen haben. Spenden könnte ich wenig, aber vielleicht könnte ich anderweitig unterstützen, wäre gerne dabei.
    Liebe Grüße
    Ingrid Ekpenyong

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