Zivilgesellschaft unterstützt Chelsea Manning im Kampf gegen Urteil der ersten militärgerichtlichen Instanz

Im Jahre 2011 erhielt die US-Soldatin Chelsea (damals noch: Bradley) Manning den Whistleblower-Preis für ihre Enthüllungen über schwere Menschenrechtsverletzungen durch US-Soldaten im Irak.

Den Fall und die weitere Entwicklung haben wir in dem Doku-Buch „Whistleblower in der Sicherheitspolitik – Whistleblowers in Security Politics“ (Hrsg. von D.Deiseroth und A. Falter, Berliner Wissenschaftsverlag , 2014, ISBN 978-3-8305-3333-7) im Einzelnen dokumentiert.  Flyer_Whistleblower_deutsch // Manning_Preis_2011

Manning wurde in erster Instanz von einem US-Militärgericht zu 35 Jahren Haft verurteilt. Über das dagegen von ihr eingelegte Rechtsmittel ist bisher nicht entschieden worden.

Zwischenzeitlich haben die US-basierte „Open Society Justice Initiative“ und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen  Amicus-Curiae-Stellungnahmen beim zuständigen Rechtsmittelgericht (UNITED STATES ARMYCOURT OF CRIMINAL APPEALS) einreicht. Die Stellungnahme der OSF ist über den nachstehenden Link zugänglich: https://www.opensocietyfoundations.org/litigation/united-states-v-private-first-class-chelsea-manning

Die Stellungnahme enthält eine Untersuchung  in 30 Ländern und kommt zu dem Schlusss, das Urteil gegen Manning sei  “far higher than the penalties that our closest allies would consider proportionate in light of the evidence regarding her motive and intent, and the public interest value of some of the disclosures.”

Und hier die Presseerklärung: https://www.opensocietyfoundations.org/press-releases/chelsea-manning-appeal-brief-35-year-prison-sentence-far-exceeds-norms

Whistleblower-Netzwerk untersucht im Auftrag der „Open Society Justice Initiative“ Fälle von Whistleblowing und Geheimnisverrat in Deutschland aus den Jahren 2014/15. Wir sind für alle Hinweise dankbar.

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