Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-48/2015)

Swissleaks-Informant zu 5 Jahren Haft verurteilt

Der HSBC-Whistleblower Hervé Falciani wurde in der Schweiz wegen Wirtschaftsspionage in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte illegale Machenschaften der Großbank aufgedeckt und dem französischen Fiskus zu zusätzlichen Milliardeneinnahmen verholfen. Dem Prozess bliebt Falciani fern, da er an der Fairness der Schweizer Justiz zweifelt, die ihn mit aller Macht verfolge, große Banken aber schone.

Süddeutsche Zeitung, „In Abwesenheit verurteilt“, Charlotte Theile

Türkischer Whistleblower warnte vor Abschuss russischer Flugzeuge

Der unter dem Pseudonym „Fuat Avni“ agierende türkische Whistleblower prophezeite bereits sechs Wochen vor dem jetzt erfolgten Abschuss, dass Erdogan mit einer solchen Aktion bewusst einen Konflikt mit Russland anfachen könnte. Noch immer ist die Identität Fuat Avnis unbekannt, es gilt aber als sicher, dass er aus dem innersten Kreis um Präsident Erdogan stammen muss, da er immer wieder hoch brisante Informationen im Voraus bekannt gab.

Stern, „Russische Zeitung prophezeite Abschuss durch Türkei – vor einem Monat“, Ellen Ivits

Drohnen-Whistlebowern werden Konten eingefroren

Brandon Bryant und drei weiteren Whistleblowern aus dem US-Drohnenprogramm, die sich in einem offenen Brief gegen Obamas Drohnenpolitik aussprachen, wurden nun Kreditkarten und Konten eingefroren. Damit werden ihre Aussagen noch vor Beginn eines möglichen rechtsstaatlichen Prozesses sanktioniert.

Bitcoin Blog, „Drohnen-Whistleblower: Bankkonten und Kreditkarten eingefroren“, Christoph Bergmann

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