Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-45/2015)

Whistleblower-App im Kampf gegen Korruption in Uganda

Innovative Methoden bei der Korruptionsbekämpfung erprobt Transparency International in Uganda: Eine App zeigt die aufgeschlüsselten Budgets der Regierung für Schulen und Krankenhäuser, sodass die Nutzer vor Ort prüfen können, ob die Gelder dort tatsächlich ankommen. Wenn Unregelmäßigkeiten bemerkt werden, können diese dann direkt an das Büro von Transparency International gemeldet werden.

Deutschlandradio Kultur, „Mit einer App gegen die Korruption“, Leonie March

VW-Entwickler meldet weitere Manipulationen

Der VW-Abgas-Skandal weitet sich immer stärker aus – ein Ingenieur berichtete nun offenbar von weiteren Betrügereien beim CO₂-Ausstoß. Die Manipulationen kamen laut Mitarbeiter-Aussagen auch durch unrealistische Vorgaben der VW-Führung zustande, die Ziele setzte, welche technisch nicht machbar gewesen seien. Niemand habe sich getraut, dies zu kommunizieren – „aus Angst“, wie es jetzt auch bei VW intern heißt.
Jener Ingenieur, der das eingestanden hat, soll jetzt straffrei ausgehen. Ein kleiner erster Lernschritt bei VW.

Süddeutsche Zeitung, „VW-Ingenieure manipulierten aus Angst vor Winterkorn“, Max Hägler, Michael Bauchmüller

Vermutliche Vatikan-Whistleblower festgenommen

Nach den „Vatileaks“ von 2012 zeichnet sich derzeit ein neuer Skandal um die Finanzverwaltung des Vatikans ab. Zwei vermutliche Informanten aus der Kurie, die Details zur  Verschwendung und Veruntreuung von Geldern weitergegeben haben sollen, wurden jetzt kurz vor der Veröffentlichung von zwei Enthüllungsbüchern festgenommen.

Frankfurter Rundschau, „Wie der Vatikan Geld verprasst“, Regina Kerner

Berliner Morgenpost, „Vatikan entlarvt Informanten und fürchtet neue Enthüllungen

 

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