Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-14/2015)

„Interaktiver Überwachungsabend“ greift Schicksal von Whistleblowern auf

Der WDR will am 28. Mai ein interaktives Theaterstück zu Enthüllung und digitaler Überwachung inszenieren, das sich mit dem Schicksal von Whistleblowern befasst. Edward Snowden und Julian Assange sollen live zugeschaltet werden und das Publikum kann sich online beteiligen und die Handlung des Stücks beeinflussen.
Heise Online, „WDR plant ‚interaktiven Überwachungsabend‘ mit Snowden und Assange

Obama unterzeichnet Gesetz gegen Hackerangriffe

Die US-Regierung will stärker gegen Cyberangriffe vorgehen und droht Hackern und Unternehmen die von Attacken etwa durch den Diebstahl von Industriegeheimnissen profitieren mit Wirtschaftssanktionen. Es gibt allerdings aufgrund von teils uneindeutigen Formulierungen die Befürchtung, dass das Gesetz auch gegen Whistleblower wie Edward Snowden angewendet werden könnte.
Stern, „Obama stuft Cyberattacken als ’nationalen Notstand‘ ein
ZD Net, „After Obama’s cybersecurity order threatens Snowden fund, bitcoin donations spike„, Zack Whittaker

Geplante EU-Richtlinie tangiert Pressefreiheit

Eine geplante EU-Richtlinie zum Schutz von Unternehmensgeheimnissen könnte die Arbeit von investigativen Journalisten erschweren, da sie die Verwendung von Informationen von Whistleblowern nur erlaubt, wenn sie einen Missstand im öffentlichen Interesse betreffen. Es wird befürchtet, dass die Richtlinie missbraucht werden und Journalisten einschüchtern könnte, die überprüfen müssten, ob ihre Berichterstattung dem Rechtsbegriff des „öffentlichen Interesses“ entspricht.
Der Standard, „Geplante EU-Richtlinie erschwert Arbeit von Whistleblowern, Journalisten

Österreichische Partei startet Whistleblowing-Plattform

Die liberale Partei NEOS in Österreich hat eine eigene Whistleblower-Plattform eingerichtet, an die sich Informanten wenden können. Das nun auch Parteien einen solchen Dienst anbieten zeigt die gesellschaftliche Relevanz von Whistleblowing, wird aber durchaus auch kritisch gesehen wie die Kommentare zum Artikel zeigen, in denen darauf hingewiesen wird, dass eine Partei nicht unabhängig und deshalb als Anlaufstelle für Whistleblower ungeeignet sei.
Der Standard, „NEOS starten Whistleblower-Plattform ‚NEOSLeaks‘

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