Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-7/2015)

Anonym gegen Korruption und Gewalt
In Berlin wurde nach einer mehrjährigen Debatte nun ein Postfach für Whistleblower eingerichtet. Hinweisgeber können dem Landeskriminalamt nun anonym melden, wenn sie Zeugen von Korruptionsfällen in Behördern oder Unternehmen geworden sind.
Berliner Zeitung, „Ein Postfach für Berlins Whistleblower“, Jan Thomsen

Eine dringend notwendige Initiative, wie der Kommentator Frederik Bombosch deutlich macht, denn besonders, wenn es um Gewalt durch Polizisten im Dienst geht, lässt die Aufklärungsquote derzeit stark zu wünschen übrig.
Berliner Zeitung, „Schutz den Whistleblowern“, Frederik Bombosch

Unterstützung: professionell – rechtlich – finanziell
Die „SwissLeaks“ brachten Steuerhinterziehung, Schwarzgeldkonten und allein in Deutschland eine Liste von mindestens 1136 Steuerbetrügern ans Tageslicht. Der ehemalige Mitarbeiter Hervé Falciani , der durch eine Datenübermittlung an französische Behörden den Skandal offenlegte fordert mehr Unterstützung für Menschen in seiner Situation, die mit ihrem whistleblowing einen Dienst an der Gesellschaft tun, die gefährlichen Folgen jedoch meist allein zu ertragen haben.
Die Welt, „Ex-HSBC-Mitarbeiter fordert mehr Schutz für Hinweisgeber“

Derweil laufen die Ermittlungen gegen deutsche Kunden der HSBC-Bank. Laut Handelsblatt gehen die Ermittler bereits von 2000 betroffenen deutschen Steuerhinterziehern aus. Auch 229 Off-Shore Briefkastenfirmen, die von Deutschland aus geführt werden konnten enttarnt werden.
Handelsblatt, „Staatsanwälte haben deutsche HSBC-Kunden im Visier“, Volker Votsmeier, Alexander Möthe

Die Süddeutsche Zeitung nahm SwissLeaks dann auch zum Anlass die Whistleblower zum Mitarbeiter der Woche zu küren:

 

Plädoyer für internes Whistleblowing
Verlust des Ansehens, Millionenstrafen und letztlich die Gefähdrung der Arbeitsplätze: Unternehmen wären besser bedient, durch interne Regelungen und ein intelligentes Fehlermanagement die Missstände, die Whistleblower aufdecken abzustellen. Doch über 40 % der deutschen Unternehmen haben kein internes Vorwarnsystem.
Deutscher AnwaltSpiegel, „Internes Whistleblowing fördern“, Dr. Boris Dzida

 

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