Whistleblowing in Russland

Die St. Petersburg Times berichtet heute über den Armeepiloten Igor Sulim, der suspendiert wurde, nachdem er publik gemacht hatte, dass ranghohe Offiziere am Luftwaffenstützpunktes Lipetsk von Untergebenen verlangt hatten, deren Gehaltszulagen mit ihnen zu teilen.
Untersuchungen wegen Amtsmissbrauches seien von den Militärbehörden gegen Sulims Vorgesetzten, Oberst Kovalsky, sowie gegen den Leiter der Disziplinarabteilung, Sergei Sidorenko, eingeleitet worden. Beide sollen mit Wissen ihrer Vorgesetzten seit 2010 umgerechnet
€ 50.000.- von Luftwafenpiloten abverlangt haben. Es drohen ihnen bis zu vier Jahren Haft.
Gleichzeitig soll der stellvertretende Luftwaffenchef Bondarev angeordnet haben, dass Korruptionsvorwürfe innerhalb der Einheit nur an Vorgesetzte weitergeleitet werden dürfen.
Igor Sulim erwarte, gekündigt zu werden und möchte nach Beendigung seiner Militärlaufbahn Rechtsanwalt werden.
Sulim habe erkärt, von einem anderen russischen Whistleblower, Alexej Dymowsky, Unterstützung bekommen zu haben. Dymowsky, ein ehemaliger Polizist, hatte 2009 auf YouTube ein Video gepostet, in welchem er an Premierminister Vladimir Putin appelliert hatte, die Korruption in den Reihen der Polizei der Hafenstadt Novorossijsk zu beenden: http://youtu.be/38Ma_kSJWS4
Anfang 2010 lehnte sich dann eine Eliteeinheit des russischen Innenministeriums u.a. gegen korrupte Vorgesetzte auf.
Whistleblowing Austria / Walter Gehr

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