Vom Umgang mit Whistleblowern – auf die harte Tour

In seiner letzten Sendung berichtete Frontal 21 über den Whistleblower Peter Jebens, der über sich selbst sagt:

Ich bin der Kronzeuge in einem sehr umfangreichen Ermittlungsverfahren. Ich habe im Jahr 2005 entdeckt, dass sich in der Betriebskette von Arzneimitteln für Tumorpatienten gefälschte Medikamente befanden und diesen Tatbestand habe ich den zuständigen Behörden und später auch den Krankenkassen gemeldet.

Besonders interessant wurde der Fall als Frontal 21 zugetragen bekam, wie eine betroffene Firma sich hiergegen angeblich zur Wehr setzte. Mit dem Anheuern von Detektiven und Journalisten, die kompromittierendes Material über Jebens beschaffen und ihn mit öffentlich fertig machen sollten. Frontal Reporter boten sich für diese Dienste an, erhielten mehr als 10.000 EUR und machten daraus eine interessante Story die Einblicke darin gibt, was Whistleblowern so alles an Reaktionen entgegenschlagen kann.
Aber zumindest im internationalen Maßstab scheint dies keineswegs die Spitze des Eisberges zu sein. Eine Google-Suche nach „whistleblower murdered“ liefert immerhin 1.210.000 Ergebnisse aus aller Welt. Fälle in denen allerdings meistens der letzte Beweis nicht erbracht werden kann. Wie z.B. im Fall von Karen Silkwood, die auf Sicherheitsmängel und Strahlungsgefährdungen in der Kerr-McGee-Plutonium-Aufbereitungsanlage in der Nähe von Crescent, Oklahoma hinwies und bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kam. Ihr Fall wurde mit Meryl Streep in der Hauptrolle verfilmt. Cresent Oklahoma ist auch heute wieder in den Schlagzeilen: Es ist der Geburtsort von Bradley Manning.

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