M. Vanunu mit Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet

Wie bereits in diesem Blog angekündigt sollte der Whistleblower Mordechai Vanunu am 12.12.2010 in Berlin mit der Carl-von Ossietzky-Medaille ausgezeichnet werden. Dies musste aber auf Grund eines Ausreiseverbots durch Israel, ganz ähnlich wie kurz zuvor die Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo und jene an den Namensgeber des Medaille, aber ohne den Preisträger stattfinden. Aus der Preisverleihung wurde somit eine „eine Protestveranstaltung gegen die Einschränkung von Vanunus Rechten und der Startschuss für eine internationale Kampagne für seine Freiheit“ über die der Freitag berichtet:

Die Präsidentin der Liga, Fanny Michaela Reisin, nannte Vanunu einen Whistleblower, der mit seiner Enttarnung des Atomprogramms nur der Wahrheit sowie dem Ziel verpflichtet gewesen sei, für einen atomwaffenfreien Nahen Osten zu kämpfen. „Wir wenden uns in erster Linie gegen das Atomprogramm von Israel, weil wir dort leben. Aber unser Kampf gilt auch den atomaren Plänen der Nachbarländer, wie dem Iran“, erklärte Gideon Spiro. Der gebürtige Berliner organisiert seit Jahren die Solidaritätskampagne für Vanunu. Dabei gehe es ihm um die Utopie eines friedlichen Zusammenlebens von Palästinensern und Juden, betonte Spiro.

Übrigens teilt Whistleblower-Netzwerk e.V. nicht die Ansicht des Moderators des ZDF Heute-Journals, wonach Vergleiche zwischen Vanunu (der vor seinem jetzigen Ausreiseverbot über zwei Jahrzehnte in Haft und Hausarrest verbringen musste) und Xiaobo „überzogen“ wären. Unrecht sollte als Unrecht bezeichnet werden, egal von wem es verübt wird.

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