Whistleblower haben es schwer – ob am Main oder am Neckar

Die Mainpost berichtet über einen Hauptkommissar Georg B. der 2006 hinsichtlich eines sexuellen Übergriff auf eine Bedienung bei einem Fest in seiner Heimatgemeinde, in der Nähe von Würzburg ermittelte. B tat nur seine Pflicht. Sein Pech, verdächtigt wurden ein Vorgesetzter Polizist. Obwohl der Verdächtigte später ein Begrapschen zugab, gab es negative Folgen nur für Herrn B. der seit vier Jahren einen Albtraum an Verfolgung erlebt und jetzt weiß wer bei der Polizei am längeren Hebel sitzt.

Auf den Seiten von Neckar-Chronik.de findet sich ein Bericht über einen Whistleblower der es gewagt hat, als Mitarbeiter den Geschäftsführer eines Kreiskrankenhauses wegen Verdachts der Untreue anzuzeigen. Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat mittlerweile sogar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nichts desto trotz prüft der zuständige Landrat gerade disziplinarrechtliche Schritte gegen den Whistleblower. Zitat aus dem Artikel: „Der Kreisklinik-Gesellschaft schadet angeblich, wer auf Missstände aufmerksam macht – das haben Peter Dombrowsky und Heinz Hornberger, der Fraktionsvorsitzende der Kreistags-CDU, immer wieder erklärt.“ Am Ende stellt der Autor dann aber auch die richtige Frage: „Was tun bei Korruptions-Verdacht gegen den Boss – soll sich ein Mitarbeiter an eine solche „Dienststellenleitung“ wenden?“

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