Investigativer Journalismus, das Geld und die Demokratie

In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und der publizierten öffentlichen Meinung werden die Medien immer noch gerne als 4. Gewalt und Stützpfeiler der Demokratie bezeichnet. (Medien-)Wirksames öffentliches Whistleblowing ist ohne die Unterstützung durch kritische Journalisten chancenlos.

Aber inwieweit können sie diese Rolle heute überhaupt noch erfüllen wenn Oligopole den Markt unter sich aufteilen, öffentlich-rechtliche den Quoten nachhecheln, nur 5% der Bevölkerung überhaupt regelmäßig politische Informationen kritisch zur Kenntnis nehmen und Anzeigenkunden und Hedge-Fonds bestimmen, dass knappe Ressourcen in das Abdrucken von PR und nicht in  investigativen Journalismus gesteckt werden?

Dazu: Kann nicht sein was nicht sein darf? mit Interview mit Stefan Enderle auf spreerauschen und sein Film und das Focus-Interview mit Robert J. Rosenthal vom Center for Investigative Reporting.

Hier noch ein Zitat von Dr. Dr. h.c. Bernd Hamm aus dem letzten Teil des Films:

„Es ist so schwer zu verstehen und es ist auch schwer zu leben, dass Demokratie nicht etwas ist, was man einmal erreicht hat und dann ist es gut, sondern etwas was man jeden Tag in jeder seiner Handlungen neu schaffen muss.
Es ist schwer zu verstehen und schwer zu leben, finde ich.
Also man darf eben nicht das Maul halten, wenn irgendwo was falsch läuft! „

oder um es mit dem Whistleblowing-Motto von Martin Luther King zu sagen:

„Our lives begin to end the day we become silent about things that matter.“

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