Whistleblowing in Brüssel

Spiegel-Online berichtet über einen Betrugsverdacht bei dem Brüsseler Zentrum für Unternehmensentwicklung, CDE, in dem EU-Vertreter und Manager aus Entwicklungsländern zusammen EU-Steuergelder verteilen. Nach Recherchen von OLAF über Betrugsvorwürfe trat dort ein Direktor aus Mali überstürzt die Heimreise an. Aufgeflogen war alles durch einen Whistleblower und über dessen Schicksal heißt es bei Spiegel-Online:

Terry Battersby, 53, der Mann, der die Sache ans Licht brachte, ist heute in der Tat mächtig verbittert. Denn bevor sein Chef Hamed Sow Brüssel verließ, sagt Battersby, habe der erfahren, von wem die Behörden die heiklen Unterlagen hatten. Als eine seiner letzten Amtshandlungen habe Sow seinen IT-Abteilungsleiter Battersby gefeuert. Nach 16 Jahren beim CDE dürfe er sich nun mit Zeit-Verträgen im Archiv über Wasser halten.

Weder der neue Direktor noch die EU-Kommission finden das offenbar anstößig.

Wir schon! Und abgesehen von moralischen Erwägungen sollte die EU-Kommission eigentlich auch ein ökonomisches Interesse daran haben, jene zu unterstützen, die sich für die ordnungsgemäße Verwendung von EU-Steuergeldern einsetzen.

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