Korruption – wegducken oder öffentlich machen?

Unter diesem Titel veranstaltet die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen am 17.9.2007 von 19-21 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus eine Podiumsdiskussion mit den Whistleblowerexperten Dr. D. Deiseroth, B. Rohde-Liebenau und mit Fraktionsmitglied MdB C. Ströbele.

Die Veranstaltung lässt hoffen, dass die Parteien langsam aus dem Dornröschenschlaf aufwachen und die Bedeutung des Themas Whistleblowing erkennen. Allerdings sollte man jene nicht auf den Bereich der Korruptionsbekämpfung in Unternehmen verengen, sondern auch Möglichkeiten in Bereichen wie z.B. Gammelfleisch, Pflegemissstände oder Reaktorsicherheit mit in den Blick nehmen.

Apropos aufwachen, auch bei den Gewerkschaften scheint sich etwas zu regen. So ist das Thema nunmehr schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit in Verdi Publikationen aufgetaucht und wie bei jedem Fleischskandal hat die NGG auch jüngst wieder einen besseren Schutz von Whistleblowern gefordert.

Ach ja und selbst Verbraucherminister Seehofer hat zuletzt bei J.B. Kerner die Courage des Lastwagenfahrers gelobt der den letzten Gammelfleischskandal aufdeckte und dabei sogar seinen Job riskierte. Aber Herr Seehofer ist derzeit wohl zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, um daraus zu schließen, dass es doch eigentlich sinnvoll wäre Whistleblowerschutz so auszugestalten, dass der Nächste der Missstände meldet dabei vielleicht nicht seinen Job riskieren muss.

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