Deutsche Finanzdienstleister nutzen Whistleblowing zu wenig

Eine aktuelle Studie ?“Wirtschaftkriminalität bei Banken und Versicherungen 2006?“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat u.a. folgendes ergeben:

„Banken und Versicherungen hierzulande haben bei den Maßnahmen zur Vorbeugung von Wirtschaftsstraftaten noch einiges aufzuholen. … immerhin 80 Prozent der befragten nordamerikanischen Unternehmen vertrauen bei der Vorbeugung und Früherkennung von Straftaten auf die Hilfe von Hinweisgebern (Whistleblower) ? eine Methode, die sich als effizientes Instrument zur Aufdeckung von Korruption und Bestechung erwiesen hat. In Deutschland verfügen lediglich 32 Prozent der befragten Gesellschaften über ein derartiges System.

Während knapp zwei Drittel der nordamerikanischen Finanzdienstleister ihre Hinweisgeber nach eigenen Angaben vor Repressalien schützen, sind es in Deutschland erst ein Drittel. Ein besserer Schutz der Hinweisgeber würde diesen Informationsweg erheblich attraktiver machen und das noch viel zu hohe Dunkelfeld deutlich aufhellen.

Durch Wirtschaftskriminalität ist in den 240 deutschen befragten Finanzdienstleistern laut Studie in den Jahren 2003 und 2004 ein Schaden von mehr als 250 Millionen Euro entstanden. (13.11.2006) „

Quelle: csr-news

Die ganze Studie (kostenloser Download) enthält noch weiterführende Daten und eine Kritik an der häufig unzulänglichen Implementierung des Whistleblowerschutzes (vgl. Kapitel 6).

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