Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-15/2015)

Kritik an geplanter EU-Richtlinie mehrt sich

In einem offenen Brief wenden sich Kritiker der geplanten Richtlinie zum besseren Schutz von Betriebsgeheimnissen an die Verantwortlichen und stellen sich gegen die befürchtete Kriminalisierung von Whistleblowern, investigativen Journalisten und Gewerkschaftsaktivisten.
Der Appell auf Deutsch: taz, „Unsere Freiheit ist bedroht“, übersetzt von Marlene Halser
Interview mit Sarah Harrison: taz, „Unsicherheit für Whistleblower“, Marlene Halser

US-Comedian John Oliver interviewt Snowden

Eine neue Idee, wie man die Tragweite des NSA-Skandals am besten vermitteln kann kommt von John Oliver. Der Satiriker weiß was den Menschen wirklich wichtig ist: Das ihre Penisbilder privat bleiben.
Chip, „‚Verschickt weiter Penis-Fotos‘: Snowdens humorvoller Auftritt im Video“

Österreichisches Whistleblower-Portal gilt als „Erfolgsmodell“

Auf dem Whistleblower-Portal der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gingen seit dem Start vor zwei Jahren über 2500 Meldungen ein die zu mehr als 350 Ermittlungsverfahren führten. Jetzt soll die noch auf Probebetrieb laufende Website auch gesetzlich verankert werden.
Der Standard, „Whistleblower-Homepage wird gesetzlich verankert“

Veranstaltungstipp: Den ganzen Beitrag lesen

Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-01/2015)

Wie ticken Whistleblower?
Sonderlinge oder Rebellen oder doch strikt konservative Geister? Whistleblower nehmen große Nachteile auf sich, wenn sie aufdecken, was zuvor geheim gehalten werden sollte. Ihnen geht es nicht mehr um das eigene Wohl, sondern um das der Betroffenen Menschen. Einige interessante Fälle hat der Freitag nun von einem Autor des Guardian übernommen.
Der Freitag, „Sonderlings Schicksal“, Andrew Smith

NSA-Leaks: Europa wird überwacht
Arte Future liefert zahlreiche Hintergründe, Analysen und Interviews zu den Themen Whistleblowing und Überwachung. Unter anderem wurde die US-Anwältin Jesselyn Radack befragt, warum Edward Snowden in Deutschland kein Asyl erhält.
Arte Future, „NSA-Leaks: Europa wird überwacht“

Überwachungsexperte fordert Gefängnis für NSA-Chefs
NSA-Whistleblower James Bamford schildert am Rande des Chaos Computer Congress 31C3 seine Sicht auf die Snowden-Enthüllungen. Aus seiner Erfahrung als ehemaliger Mitarbeiter und seinen jahrelangen Recherchen ist ihm kein Fall bekannt, in dem die NSA-Überwachung Terroranschläge verhindert hätte.
Süddeutsche, „Die NSA-Chefs gehören ins Gefängnis“, Hakan Tanriverdi Den ganzen Beitrag lesen

Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-52/2014)

CIA-Folterreport
Die New York Times hat einen ehemaligen Verteidiger von Khalid Shaikh Mohammed interviewt.
New York Times, „The Case Against Toture“, Brian Knappenberger

Dienstleistung Folter
Der CIA-Foltereport zeigt nur einen Teil der gesamten Verwicklung der USA in Folter, da er nur die direkt durch die CIA begangene Folter beschreibt. Viele Gefangene wurden allerdings an ausländische Geheimdienste ausgeliefert und dann in diesen Ländern misshandelt und gefoltert.
ACLU, „The Horrific Stories of CIA-sponsored Torture That Aren’t in the Senate Report“ , Steve M.Watt

Dick Cheney, der Vize-Präsident unter George Bush war, bestätigt, dass er und der Präsident sich täglich mit dem CIA-Direktor trafen und über die Verhömethoden nicht nur unterrichtet waren, sondern sie auch befürworteten. Cheney zeigt indes keine Reue und sagt, er würde sofort wieder so handeln wie damals.
Washington Post, „Dick Cheny confirms it: Bush deserves blame for CIA torture“, Stephen Stromberg

Der Ruf nach Konsequenzen und einer Strafverfolgung der Täter und Verantwortlichen wird auch in den USA immer lauter. Obama will allerdings keine weiteren Untersuchungen oder gar Konsequenzen ziehen, sondern den Blick nach vorne richten.
New York Times, „Prosecute Torturers and Their Bosses“, Editorial Board Den ganzen Beitrag lesen

Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-49/2014)

Investigativkonferenz – Whistleblower technisch schützen

Am Wochenende tauschten in London Hacker und Journalisten beim Logan Symposium 2014 ihre Erfahrungen im Umgang mit dem sensiblen Thema Whistleblowing aus. Daten schützen – aber wie? Pressefreiheit und Informantenschutz sind nicht erst seit den Snowden-Leaks untrennbar mit dem Thema IT-Sicherheit verknüpft.

Martin Kaul,„Gegenmacht jetzt!“, taz

Im Interview ordnet der Investigativjournalist Duncan Campbell ein, warum die Diskussion um das Thema Whistleblowing gerade in Großbritannien so wichtig ist.

Martin Kaul & Duncan Campbell, „Ich beneide sie“, taz

IFG – eine Expertenkritik

Das neue Informationsfreiheitsgesetz in Baden-Württemberg soll Bürgern einen besseren Informationszugang ermöglichen. Der Entwurf wird indes vom Bündnis für Informationsfreiheit Baden-Württemberg vor allem aufgrund diverser Ausnahmen und einer „Missbrauchsklausel“, die nach Meinung des Bündnisses die Ablehnung unliebsamer Anfragen erleichtere, kritisiert. Hinzu kommt noch, dass Bürger die Kosten der Anfrage selbst tragen sollen.

Manfred Redelfs, „Neue IFG-Eckpunkte bringen Informationsfreiheit auf Sparflamme“, Netzwerk Recherche Den ganzen Beitrag lesen

Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-48/2014)

Absturz in der Ukraine – Whistleblower gesucht
Von nunmehr zwei Seiten wird ein Whistleblower gesucht.

Belohnung: Der Privatermittler Resch, der an der Aufklärung des MH17-Absturzes arbeitet, erzählt im Interview mit dem Magazin Capital von seinen Ermittlungen und der Auslobung einer Belohnung von 17 Millionen Dollar für einen „zweiten Edward Snowden“, der Hinweise darauf gibt, wie die Aufklärung zu MH17 in bestimmten Ländern vereitelt wird.
Jens Brambusch, „Wir brauchen einen zweiten Snowden“, Capital

Bestrafung: Auch die Bundesregierung sucht – in diesem Fall aber mit der entgegengesetzten Intention.
„Regierung plant Strafanzeige gegen unbekant, Spiegel Online

Edward Snowden – und die Folgen
Die Spyware Regin, die unter anderem auch in EU-Computersystemen gefunden wurde, soll angeblich von dem britischen und amerikanischen Geheimdienst ausgehen. Dies legen Snowden-Dokumente und sowohl die Angriffsziele als auch die Professionalität der Malware nahe.

Stefan Krempl, „GCHQ & NSA stecken angeblich hinter ausgefeilter Spyware Regin“, heise.de
Sascha Lobo, „Die Mensch-Maschine: Auf frischer Tat ertappt“, Spiegel Online
Ausführlicher Artikel von The Intercept:
Morgan Marquis-Boire, Claudio Guarnieri, Ryan Gallagher„Secret Malware in European Attack linked to US and Britisch Intelligence“, The Intercept Den ganzen Beitrag lesen