Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-33/2015)

Ermittlungen wegen Landesverrats gegen Netzpolitik.org eingestellt

Nach einer Welle der Empörung und der Solidarität mit den Journalisten von Netzpolitik.org hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen Landesverrats eingestellt. Gegen die Quelle der Journalisten wird allerdings weiter ermittelt.
Tagesschau.de, „Ermittlungen gegen Netzpolitik.org eingestellt“

Netzpolitik.org selbst fordert jetzt Aufklärung darüber, wie und auf Druck von wem die „juristische Fehleinschätzung“ zustande gekommen ist, inwieweit die Bundesregierung informiert war und ob Überwachungsmaßnahmen gegen sie eingeleitet wurden. Außerdem sieht man den Zeitpunkt gekommen, endlich einen besseren Whistleblower-Schutz durchzusetzen.
Netzpolitik.org, „Generalbundesanwalt stellt Ermittlungen wegen Landesverrat ein – Das reicht uns nicht!“, Markus Beckedahl

WikiLeaks sammelt 100.000 € Belohnung für TTIP-Whistleblower

Nachdem WikiLeaks schon große Teile der zwei anderen großen Freihandelsabkommen TPP und TiSA veröffentlicht hat, liegt nun der Fokus auf TTIP, welches unter schärfster Geheimhaltung verhandelt wird. Per Crowdfunding sollen 100.000 € für mögliche Informanten gesammelt werden.
Wikileaks.org , „WikiLeaks goes after hyper-secret Euro-American trade pact“ Den ganzen Beitrag lesen

Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-48/2014)

Absturz in der Ukraine – Whistleblower gesucht
Von nunmehr zwei Seiten wird ein Whistleblower gesucht.

Belohnung: Der Privatermittler Resch, der an der Aufklärung des MH17-Absturzes arbeitet, erzählt im Interview mit dem Magazin Capital von seinen Ermittlungen und der Auslobung einer Belohnung von 17 Millionen Dollar für einen „zweiten Edward Snowden“, der Hinweise darauf gibt, wie die Aufklärung zu MH17 in bestimmten Ländern vereitelt wird.
Jens Brambusch, „Wir brauchen einen zweiten Snowden“, Capital

Bestrafung: Auch die Bundesregierung sucht – in diesem Fall aber mit der entgegengesetzten Intention.
„Regierung plant Strafanzeige gegen unbekant, Spiegel Online

Edward Snowden – und die Folgen
Die Spyware Regin, die unter anderem auch in EU-Computersystemen gefunden wurde, soll angeblich von dem britischen und amerikanischen Geheimdienst ausgehen. Dies legen Snowden-Dokumente und sowohl die Angriffsziele als auch die Professionalität der Malware nahe.

Stefan Krempl, „GCHQ & NSA stecken angeblich hinter ausgefeilter Spyware Regin“, heise.de
Sascha Lobo, „Die Mensch-Maschine: Auf frischer Tat ertappt“, Spiegel Online
Ausführlicher Artikel von The Intercept:
Morgan Marquis-Boire, Claudio Guarnieri, Ryan Gallagher„Secret Malware in European Attack linked to US and Britisch Intelligence“, The Intercept Den ganzen Beitrag lesen