Veranstaltungstipp: Schweigen oder Reden – Chancen und Risiken von Whistleblowing (Nürnberg)

Im Flyer der kda-Bayern ist die Veranstaltung wie folgt angekündigt:

Alarm schlagen, Rechtsverstöße und gravierende Misstände am Arbeitsplatz anzeigen, dafür braucht es Mut und Zivilcourage. Altenpflegerin Brigitte Heinisch und sieben Kolleginnen haben das Bekanntmachen von Personal- und Qualitätsmängeln in der Altenpflege nicht als Verrat, sondern als verantwortliches Handeln verstanden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat ihnen mit Urteil vom 21.7.2011 recht gegeben.

Über ihre Erfahrungen im Kampf um ihre Rechte berichtet Referentin Brigitte Heinisch Altenpflegerin und Autorin (Altenpflegerin schlägt Alarm – Über das Recht, Misstände anzuzeigen, 2012)

Über die rechtliche Situation der Whistleblower (Hinweisgeber) informiert Referentin Irena Schauer Fachanwältin für Arbeitsrecht

Ort: Epiphaniaskirche, großer Gemeindesaal – Nürnberg, Fürther Str. 155 (U-Bahn-Halt Maximilianstr.)

Zeit: Mittwoch, 26.9.2012 | 18.00 Uhr

Eine evangelische Tagesandacht zum Thema Whistleblowing

Im Nachgang zur erfolgreich verlaufenen Tagung „Whistleblowing oder: Der Aufstand der Anständigen“ an der Evangelischen Akademie im Rheinland, dokumentieren wir an dieser Stelle die Tagesandacht die ev. Landespfarrers und Studienleiter Peter Mörbel am 24.09.2011 anlässlich dieser Tagung gehalten hat. Eine vollständige Dokumentation der Tagung ist in Vorbereitung:

Lied: EG 262, 1-4 Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit (ök Textfassung)

Psalm 43 (EG 723)

Lied: 262, 5-6

Liebe Tagungsgemeinde,

Professor Gerd Meyer hat uns gestern gesagt: „Sozialen Mut kann man nicht nur durch spontanes Eingreifen oder Sich-Wehren, sondern genauso durch überlegtes, geplantes, organisiertes Handeln zeigen – am Arbeitsplatz, in Institutionen und im politischen Bereich.“

Ein Beispiel für überlegtes, geplantes und organisiertes Handeln in einer Institution findet sich in einer berühmten Jesusrede im Matthäusevangelium. Es ist mal nicht die Bergpredigt, sondern die sogenannte „Gemeinderegel“ aus dem 18. Kapitel. Hier ein kleiner Ausschnitt:

„Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für die Schwester – ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurück gewonnen. Den ganzen Beitrag lesen

Ein beachtenswerter Bericht

Der gestern vorgestellte Bericht der Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl, Spilker und Wastl in Auftrag der Erzdiözese München und Freising zu sexuellem Missbrauch und anderen Übergriffen scheint ein Dokument bemerkenswerter Klarheit zu sein. Leider ist dieser bisher auf der Webseite der Diözese nur in Form der Zusammenfassung verfügbar, aber bereits diese benennt klar Mechanismen die wahrscheinlich auch in anderen Organisationen als der katholischen Kirche zu beobachten sind wenn Vorwürfe gegen hochangesehene Mitglieder der verschworenen Gemeinschaft erhoben werden:

Diese nicht zu rechtfertigende Behandlung der Opfer ging einher mit einer inadäquaten Fürsorge für den jeweiligen Täter. Ihm und auch der Kirche galt jede Anstrengung, eine öffentliche Wahrnehmung des Tatgeschehens und – wie man meinte – einen Skandal zu vermeiden. Mit dieser aufklärungsfeindlichen Priorität steht das Fehlen jeglicher innerkirchlicher Sanktion in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle in Einklang.

Die durchgängig, wenn auch in unterschiedlicher Entschlossenheit ausgeprägte Bereitschaft, selbst gravierende Vergehen unaufgeklärt und ungesühnt zu belassen, findet ihre Wurzel auch in einem nach Überzeugung der Gutachter fehlinterpretierten klerikalen Selbstverständnis, das einem brüderlichen Miteinander verpflichtet in einem im Ergebnis rücksichtslosen Schutz des eigenen Standes eine Rechtfertigung für nicht tolerable Vertuschung sucht. Den ganzen Beitrag lesen

WBNW-Newsletter Dezember 2009

Liebe Freunde undUnterstützer und Mitglieder des Netzwerkes,
Liebe Abonnenten des Newsletters undRegistrierte Benutzer der Webseite,

Mitdiesem Newsletter möchte der Vorstand des Whistleblower-Netzwerk e.V. einen Überblicküber die Arbeit und die Entwicklungen seit unserem letzten Rundbrief aus dem April2009 geben und zugleich auf einige bevorstehende Veranstaltungen hinweisen.

SchwerpunktInternationales
Im letzten halben Jahrbestand ein Schwerpunkt unserer Arbeit darin, die internationale Vernetzung zuvertiefen. Neben der Teilnahme unseres Vorsitzenden an einem Wissenschaftlerkongressin London haben wir uns in ein Projekt von Transparency Internationaleingebracht. Im Rahmen einer Studie zum Stand der Whistleblowing-Gesetzgebungin 10 europäischen Ländern und unter Mitarbeit von Whistleblowing-Experten ausaller Welt wurde ein „Entwurfempfohlener Grundsätze für Whistleblowing Gesetzgebung“ erarbeitet. Diesersoll im nächsten Jahr noch breiter diskutiert und ergänzt und dann alsinternationaler Standard etabliert werden. Angedacht ist auch eine eigenständigeStruktur zur besseren Vernetzung von Whistleblowing Organisationen weltweit.Wir hoffen, so auch internationalen Druck auf die Bundesregierung ausüben zu können,damit sich die Situation von Whistleblowern endlich verbessert. Den ganzen Beitrag lesen

Tagung: Zivilcourage in der Risikogesellschaft (Einladung)

vom 29. September  bis  1. Oktober 2006

an der Evangelischen Akademie in Iserlohn

Zivilcouragierte Menschen berichten über ihre Erfahrungen. Zwei Fernsehjournalisten werden Filme zeigen. Es wird George Carlo kommen, ein prominenter Whistleblower aus Washington und ein Preis für Zivilcourage von der Solbach-Freise Stiftung an Prof. Siegwart Horst Günther vergeben.

Es laden herzlich ein:

Antje Bultmann, Wissenschaftsjournalistin, Wolfratshausen

Dr. Peter Markus, Evangelische Akademie Iserlohn, IKG

Hier weitere Infos und das vollständige Programm