WBNW-Newsletter Februar 2007

Mit diesem Newsletter möchte der Vorstand des Whistleblower-Netzwerks Ihnen einen Überblick über die bisher geleistete Arbeit geben, Sie über die Planungen für die nächsten Monate informieren und Sie bitten, unsere Arbeit durch Ihre Mitgliedschaft, aktive Mitarbeit oder eine Spende zu unterstützen.

Gründungsformalitäten:

Am 28.11.2006 wurde das Whistleblower-Netzwerk e.V unter der Nummer 15250 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen. Vom Finanzamt erhielten wir einen vorläufigen Bescheid über die Gemeinnützigkeit unserer Satzung, der uns derzeit aber noch nicht zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen berechtigt. Parallel zur Kontoerrichtung (Kontoverbindung s.u.) hatten wir uns beim LG Düsseldorf um Gelder aus dem Mannesmann-Topf beworben – dies aber leider erfolglos.

Beratung von Whistleblowern

Neben diesen organisatorischen Dingen bestand die Vereinsarbeit vor allem aus der Beratung und Betreuung von Whistleblowern, der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und aus der Planung von Veranstaltungen. Über die Webseite erreichten uns bereits einige Anfragen von Whistleblowern, denen wir mit Ratschlägen, der Vermittlung von Medienkontakten und durch die Mobilisierung von Prozessbeobachtern für eine Gerichtsverhandlung weiterhelfen konnten. Den ganzen Beitrag lesen

Rückgang der Pressefreiheit

Pressefreiheit ist für Whistleblower essentiell, da sie, wenn andere Wege blockiert sind, sehr oft darauf angewiesen sind ihre Anliegen über die Presse und als deren Informant an die Öffentlichkeit zu bringen.
Mit umso größerer Sorge ist es daher zu beobachten, wenn die Pressefreiheit in Deutschland nach Feststellungen der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen auf dem Rückzug ist. Dies ergibt die neueste Ausgabe der jährlichen Rangliste.

„Deutschland ist vom 18. auf den 23. Platz zurückgefallen. Der Bundesnachrichtendienst hat über zehn Jahre hinweg bis zum Herbst 2005 Journalisten illegal überwacht. Im Fall „Cicero“ gab es Redaktions- und Hausdurchsuchungen; das Verfahren wegen „Beihilfe zum Geheimnisverrat“ gegen zwei Journalisten wurde inzwischen eingestellt. Der Zugang zu Daten ist – trotz Verabschiedung des Informationsfreiheitsgesetzes – zum Teil immer noch erschwert.“

Armes Deutschland! Dass auch die USA, Frankreich und Japan abrutschten, gibt eher noch mehr Anlass sich Sorgen zu machen und weiter für die Pressefreiheit zu kämpfen.