Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-38/2015)

Dating-Plattform Lovoo wird der Abzocke verdächtigt

Über Fake-Profile soll Lovoo Nutzer zu kostenpflichtigen Aktionen verführt haben, die bei diesen für einige Frustration sorgten, dem Unternehmen wohl aber hohe Umsatzgewinne einbrachten. Dies geht aus Dateien eines anonymen Whistleblowers hervor, die c’t zugespielt wurden.
c’t Magazin, „Herzensbrecher“, Holger Bleich, Ronald Eikenberg, Heiko Frenzel, Torsten Kleinz

Whistleblower-Preis 2015

Mit dem von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler vergebenen Whistleblower-Preis werden dieses Jahr der Ex-Drohnenpilot Brandon Bryant und der Molekularbiologe Gilles-Eric Séralini ausgezeichnet. Bryant wies unter anderem auf die wichtige Rolle von Ramstein im US-Drohnenkrieg hin und Séralini beschäftigt sich in seinen Studien mit den Gefahren von Gentechnik.
VDW, „Whistleblower Preisverleihung 2015“

Kritik an der Auszeichnung Séralinis kommt von der Süddeutschen Zeitung, die die wissenschaftliche Neutralität des Biologen anzweifelt und ihn eher als Aktivisten, denn als Whistleblower sieht.
Süddeutsche Zeitung, „Aktivist statt Whistleblower“, Sebastian Herrmann

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Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-23/2015)

Freedom Act schränkt Überwachung von US-Bürgern ein

Der Senat hat nach dem Repräsentantenhaus ebenfalls der Geheimdienstreform Obamas zugestimmt und damit den Zugriff der NSA auf Telefonverbindungsdaten von US-Bürgern eingeschränkt. Der sogenannte USA Freedom Act kann als erster kleiner Erfolg nach Snowdens Enthüllungen gelten, setzt der Auslandsüberwachung allerdings weiterhin keine Grenzen.
Der Standard, „Freedom Act: US-Kongress nimmt Geheimdienstreform an“

Snowden zeigt sich erfreut über diesen „historischen Sieg“ und den eingetretenen Bewusstseinswandel hin zu einer neuen „Post-Terror-Generation“.
Spiegel Online, „‚Das Machtgleichgewicht beginnt sich zu verschieben'“

WikiLeaks will 100.000 Dollar für TPP-Dokumente zahlen

Das Freihandelsabkommen TPP für den Pazifikraum wird ähnlich intransparent wie TTIP verhandelt und steht ebenso in der Kritik. WikiLeaks will nun einen finanziellen Anreiz für mögliche Enthüller der geheimen Dokumente des Abkommens schaffen und dafür per Crowdfunding 100.000 US-Dollar sammeln. Dieser Ansatz wird vielfach als unmoralisch angesehen, weil der Enthüller so einen persönlichen Vorteil erlangt und die Gefahr der Kommerzialisierung von Whistleblowing besteht.
Zeit Online, „Wie viel ist ein Geheimnis wert?“, Eike Kühl Den ganzen Beitrag lesen