Diskussionsveranstaltung am Montag: Wie flog der Bottroper Skandal um die gepanschten Krebsmedikamente auf?

Die Whistleblower und ehemaligen Mitarbeiter der „Alten Apotheke“ in Bottrop erzählen am Montagabend, 11. September, von der Geschichte ihrer Enthüllung. Was erlebten Marie Klein und Martin Porwoll während ihrer Zeit in der Apotheke? Und was bewegte sie die Machenschaften ihres Chefs Peter S. bekannt zu machen und letztendlich zur Anzeige zu bringen?

Wir wollen mit Klein und Porwoll über ihre Geschichte und die der „Alten Apotheke“ sprechen. Und uns dabei mit der Frage beschäftigen, wie wichtig Menschen wie sie für den Journalismus und die Gesellschaft sind. Welche juristischen Konsequenzen müssen Whistleblower noch immer fürchten? Welche Veränderungen müssen angestoßen werden, damit ihre Funktion und Rolle in der Gesellschaft besser geschützt wird?

Als weitere Gäste werden wir Annegret Falter, Vorsitzende von Whistleblower-Netzwerk e.V. und Prof. Julius Reiter von der Kanzlei Baum Reiter & CollegenDüsseldorf, begrüßen. Den Abend wird CORRECTIV-Publisher David Schraven moderieren.

Wann?          
Montag, 11.9.2017, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr

Wo?
CORRECTIV-Büro Bottrop, Hansastraße 1, 46236 Bottrop (Google Maps)

  • Presseerklärung (PDF)
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    The Return of the Reformer – A „Tribute“ to Edward Snowden

    For the exhibition “Luther and the Avant-garde,” the artist Achim Mohné developed the idea for an Edward Snowden portrait composed of 672 concrete slabs on a lawn between the former prison and courthouse in Wittenberg. Based on a shared interest in furthering democracy and supporting whistleblowers, Achim Mohné answered questions posed by the Whistleblower-Network (interview conducted by Ali Fahimi on 05/17/2017 in the office of the Whistleblower-Network, Berlin)

    WBNW How did you come up with the idea of choosing Snowden for the theme of Reformation in the exhibition “Luther and the Avant-garde”?

    Mohné The medium of printing, which was “fast” at the time, made the Reformation possible for Luther; Edward Snowden’s worldwide disclosures beat today’s prevailing digital technology at its own game. Both “whistleblowers” aimed at revealing systematic injustices. Lucas Cranach’s Luther portrait is an icon of the Reformation; the portrait of Snowden circulating around the world stands for the personified resistance against digital surveillance methods. Paradoxically, the portrait of Edward Snowden, consisting of 672 concrete slabs and measuring 12 x 14 meters, cannot be recognized on the ground. It only becomes visible by means of a surveillance medium. As soon as it is captured by satellites, it also appears on Google Earth, Apple Maps and other navigation systems. So Snowden can return to the United States at least virtually in this manner. Den ganzen Beitrag lesen

    BR-Feature zu Chelsea Manning

    Am 16. März lief im Bayerischen Rundfunk ein Feature über Chelsea Manning und das Video „Collateral Murder“, das den Mord an Zivilisten im Irakkrieg dokumentiert. Manning hatte das Material an Wikileaks gegeben und wurde u.a. dafür zu 35 Jahren Haft verurteilt, aber kürzlich vom scheidenden Präsidenten Obama begnadigt.
    Manning erhielt den Whistleblower-Preis 2011.

    Einladung zur Pressekonferenz

    Kann unsere Gesellschaft wirklich auf Menschen verzichten, die ihre Schweigepflicht über intern erlangte Kenntnisse im öffentlichen Interesse brechen? Brauchen wir keine Hinweise auf unhaltbare Zustände in Altenheimen, auf BSE-Rinder, auf Luxemburger Steuer-Rulings und Übergriffe der Geheimdienste?

    Pressekonferenz am 27.1.2017, 12.00 Uhr
    Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
    Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin (am Gendarmenmarkt)

    Zu Beginn des Wahljahres möchte Whistleblower-Netzwerk e.V. (WBNW) seine Erwartung an Parteien und Bundesregierung wiederholen, ihrer Verpflichtung zum Whistleblowerschutz gemäß internationalen Vorgaben nachzukommen. Dies hat die Bundesregierung bisher versäumt, wie aus einem Gutachten von Prof. Fischer-Lescano im Auftrag des DGB hervorgeht (Kurzgutachten).

    Nach wie vor gibt es kein Whistleblowerschutzgesetz in Deutschland. De facto hat sich die Lage der Whistleblower eher verschlechtert als verbessert. WBNW fordert die Politiker in Parteien und Regierung auf einer Entwicklung Einhalt zu gebieten, die durch immer mehr Rechtsunsicherheit und Überwachung auch Whistleblower einschüchtert und journalistische Aufklärungsarbeit behindert.

    Außerdem wollen wir potentielle Whistleblower mit einem neu gegründeten Rechthilfefonds ermutigen, sich vom Risiko gerichtlicher Auseinandersetzungen nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Damit möchten wir unseren Beitrag leisten Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein im Dienste des Gemeinwohls zu schützen. Den ganzen Beitrag lesen