Veranstaltungstipp: Schweigen oder Reden – Chancen und Risiken von Whistleblowing (Nürnberg)

Im Flyer der kda-Bayern ist die Veranstaltung wie folgt angekündigt:

Alarm schlagen, Rechtsverstöße und gravierende Misstände am Arbeitsplatz anzeigen, dafür braucht es Mut und Zivilcourage. Altenpflegerin Brigitte Heinisch und sieben Kolleginnen haben das Bekanntmachen von Personal- und Qualitätsmängeln in der Altenpflege nicht als Verrat, sondern als verantwortliches Handeln verstanden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat ihnen mit Urteil vom 21.7.2011 recht gegeben.

Über ihre Erfahrungen im Kampf um ihre Rechte berichtet Referentin Brigitte Heinisch Altenpflegerin und Autorin (Altenpflegerin schlägt Alarm – Über das Recht, Misstände anzuzeigen, 2012)

Über die rechtliche Situation der Whistleblower (Hinweisgeber) informiert Referentin Irena Schauer Fachanwältin für Arbeitsrecht

Ort: Epiphaniaskirche, großer Gemeindesaal – Nürnberg, Fürther Str. 155 (U-Bahn-Halt Maximilianstr.)

Zeit: Mittwoch, 26.9.2012 | 18.00 Uhr

Stellungnahme zum Entwurf der Grünen für ein Gesetz zum Whistleblowerschutz

Anfang November 2011 hat die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen unter http://gruener-gesetzentwurf.de/ einen Entwurf für ein Gesetz zum Whistleblowerschutz zur öffentlichen Diskussion gestellt. Am 30. November wird dieser Entwurf auch Gegenstand eines öffentlichen Fachgesprächs sein. Whistleblower-Netzwerk e.V., ein gemeinnütziger Verein, der sich seit mehr als fünf Jahren für einen anderen Umgang mit Whistleblowing und für effektiven Whistleblowerschutz in Deutschland einsetzt, nimmt mit dieser Stellungnahme aktiv an diesem Diskussionsprozess, dessen Durchführung wir als neues Element demokratischer Kultur begrüßen, teil.

UPDATE: Die weitere Diskussion mit den GRÜNEN kann in unserem Blog verfolgt werden!

Angesichts einiger inhaltlicher Defizite des Entwurfs der Grünen hoffen wir, dass die Fraktion auch tatsächlich bereit sein wird, die notwendigen Änderungen ihres Entwurfs vorzunehmen, bevor dieser offiziell in den Bundestag eingebracht wird.

Wir teilen die Analyse der Grünen: Informationen über Risiken und Missstände von öffentlicher Relevanz dürfen nicht ungenutzt in Dunkelräumen in Behörden oder Unternehmen versickern. Menschen die Missstände im Unternehmen, gegenüber zuständigen Behörden oder wenn sie dort kein Gehör finden, auch gegenüber der Öffentlichkeit ansprechen, dürfen dafür nicht länger Kündigungen oder anderen Repressalien ausgesetzt werden. Whistleblower-Schicksale wie jene, die die Grünen in ihrer Gesetzesbegründung ansprechen und wie wir sie in unserer Ausstellung „Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen!“ aus unterschiedlichsten Branchen dokumentiert haben, dürfen sich so nicht wiederholen. Das Heinisch-Urteil des EGMR aus dem Sommer 2011 hat erneut gezeigt: Die Rechtslage in Deutschland schützt Whistleblower, bzw. Hinweisgeber, derzeit völlig unzureichend. Deutschland liegt im internationalen Vergleich zurück und sollte auch im Sinne der Forderungen von internationalen NGOs,UNEuroparatEU und G20 endlich einen effektiven gesetzlichen Whistleblowerschutz schaffen. Den ganzen Beitrag lesen

WBNW-Newsletter September 2011

Fünf Jahre Whistleblower-Netzwerk e.V. 

Wir schenken Ihnen den online-Zugang zu Whistleblower Ausstellung

Am 29.09.2011 feiert Whistleblower-Netzwerk e.V. sein fünfjähriges Bestehen. Seit seiner Gründung anlässlich einer Tagung der evangelischen Akademie in Iserlohn ist der gemeinnützige Verein stetig gewachsen und hat derzeit über 70 Mitglieder, die als Fachleute oder Privatleute die Bedeutung von Whistleblowing erkannt haben und sich gemeinsam für dessen Förderung einsetzen.

Im Laufe seines Bestehens konnte Whistleblower-Netzwerk e.V. bereits einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten, dass auch in Deutschland verstärkt über die Notwendigkeit von Whistleblowing als gesellschaftlichem Frühwarnsystem zur Aufdeckung und Beseitigung von Missständen diskutiert wird. Im privaten und im öffentlichen Sektor wird heute über die Einführung von Hinweisgebersystemen nachgedacht und auch die Forderung nach effektivem gesetzlichen Schutz von Whistleblowern bzw. Hinweisgebern findet immer mehr Anhänger. Whistleblower-Netzwerk e.V. hat durch die Teilnahme an Anhörungen im Bundestag und im Europäischen Parlament, durch Gespräche mit Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Wissenschaft und nicht zuletzt durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit diesen Prozess unterstützt. Den ganzen Beitrag lesen

WBNW-Newsletter Mai 2011

Liebe Freunde und Unterstützer und Mitglieder des Netzwerks, Liebe Abonnenten des Newsletters und registrierte Benutzer der Webseite, Endlich ist es soweit! Ab dem 20.05.2011 können wir unsere Fotoausstellung mit jetzt 20 Protraits von Whistleblowerinnen und Whistleblowern aus allen Lebensbereichen unter dem Titel „Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen!“ erstmals einem größeren Publikum präsentieren: Im Berliner Kunsthaus Tacheles (Oranienburgerstr. 54-56a) vom 20.-29.05.2011. Am 20.05.2011 findet um 19.00 Uhr ein Opening statt, zu dem wir Euch herzlich einladen möchten. Alle weiteren Informationen zur Ausstellung findet Ihr auf unserer Webseite www.whistleblower-netzwerk.de. Hinweisen möchte ich an dieser Stelle aber auch noch auf: * ein sehr ausführliches Interview zum Thema Whistleblowing bei http://medienradio.org/mr/mr044-whistleblower/ * eine Anhörung im Haushaltskontrollausschuss des Europäischen Parlaments am 25.05.2011, zum Thema „The effectiveness of Whistleblowing“. Die Veranstaltung bei der auch Whistleblower-Netzwerk e.V. vertreten ist, wird wahrscheinlich auch im Internet gestreamt werden. Weitere Infos dazu unter: www.europarl.europa.eu/activities/committees/eventsCom.do?language=DE&body=CONT * unsere Mitgliederversammlung, die am 24.09.2011 in Bonn Bad-Godesberg im Rahmen einer am 23.09.2011 beginnenden Tagung „Whistleblowing – Der Aufstand der Anständigen. Hinweisgebersysteme zwischen Verrat und Zivlicourage“ stattfinden wird. Nähere Infos hierzu demnächst in unserem Blog:www.whistleblower-net.de/blog Mit freundlichem Gruß

Guido Strack
1. Vors. Whistleblower-Netzwerk e.V.

PS: Bitte unterstützt unsere Arbeit durch MitgliedschaftMitarbeit und/oder eine Spende.

WBNW-Newsletter Januar 2011

Liebe Freunde und Unterstützer und Mitglieder des Netzwerks, Liebe Abonnenten des Newsletters und registrierte Benutzer der Webseite, „Der Bundestag möge gesetzliche Regelungen zum bestmöglichen Schutz von Whistleblowern beschliessen.“ So lautet seit unserer Gründung im Jahre 2006 eine der Kernforderungen von Whistleblower-Netzwerk e.V. und genauso lautet jetzt auch der Text einer E-Petition beim Deutschen Bundestag. Deshalb bitten wir Sie: Zeichnen Sie diese Petition jetzt mit! Dies können sie unter: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=15699 tun, wobei Sie sich eventuell zuvor unter https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=register registrieren müssen. Die Bundesregierung sträubt sich gegen effektiven Whistleblowerschutz. Dies zeigt die Reaktion auf den jüngsten Futtermittelskandal genauso wie der Entwurf zum Beschäftigtendatenschutz. Bei ersterem fehlt Whistleblowerschutz komplett, mit zweiterem sollen die Rechte von Whistleblowern sogar noch beschnitten werden. Mehr dazu in unserer heutigen Pressemitteilung, die sowohl im Blog als auch auf unserer der Webseite verfügbar ist. Dort finden Sie unter „Whistleblowerschutz“ auch konkrete Vorschläge wie ein bestmöglicher Schutz von Whistleblowern ausgestaltet werden sollte. Also schauen Sie doch einfach mal wieder vorbei. Aber jetzt erst einmal selbst die Petition mitzeichnen und dann Freunde und Bekannte – z.B. über Facebook – bitten, dies auch zu tun! Mit freundlichem Gruß

Guido Strack
1. Vors. Whistleblower-Netzwerk e.V.
www.whistleblower-netzwerk.de

PS: Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch MitgliedschaftMitarbeit und/oder eine Spende.