Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-29/2015)

Assange will im NSA-Untersuchungsausschuss aussagen

Julian Assange bietet sich den Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss als Zeuge an und würde ihnen auch die ungeschwärzte Version der jüngst von Wikileaks veröffentlichten Listen der deutschen Spionageziele der NSA übergeben.
Spiegel Online, „NSA-Untersuchungsauschuss: Assange will Abgeordneten ungeschwärzte Listen übergeben“

Die Opposition ist hoch erfreut über das Angebot Assanges, als Zeuge auszusagen und zeigt großes Interesse am Einsehen der Originaldokumente.
Spiegel Online, „NSA-Ausschuss: Opposition begrüßt Assanges verlockendes Angebot“, Michael Sontheimer, Jörg Schindler

OLAF registriert Rekordzahl an Hinweisen zu Betrugsfällen

Beim Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) sind im vergangenen Jahr so viele Hinweise wie nie zuvor eingegangen. Insgesamt 1417 Hinweise führten zu 234 Ermittlungsverfahren, in denen den Verdachtsmomenten auf mögliche Betrugsfälle nachgegangen werden.
Haufe Online, „In der EU packen immer mehr aus“

Whistleblower im BND?

Nach einem Hinweis auf BND-Mitarbeiter in seinem nahen Arbeitsumfeld war im Februar 2015 der CDU-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss Roderich Kiesewetter ausgeschieden. Nun gibt es laut Welt am Sonntag Erkenntnisse, dass der BND-Hinweisgeber ein möglicher Doppelagent mit russischen Beziehungen sei.
Welt am Sonntag, „Moskaus Schatten über dem NSA-Ausschuss“, Manuel Bewarder, Florian Flade, Thorsten Jungholt

Die Parlamentarier der Opposition kritisieren die Aufklärungsarbeit und Informationspolitik rund um diesen Fall. Die Presse ist erneut eher im Bild, als die betroffenen Ausschussmitglieder selbst.
Welt, „BND zeigt Mitarbeiter wegen Geheimnisverrats an“, Manuel Bewarder, Florian Flade