Worum es geht

Whistleblower sind Menschen die illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt nicht länger schweigend hinnehmen, sondern aufdecken. Sie tun dies intern innerhalb ihres Betriebes, ihrer Dienststelle oder Organisation oder auch extern gegenüber den zuständigen Behörden, Dritten oder auch der Presse.

Die Whistleblowerin oder der Whistleblower hat die Zivilcourage, Missstände aufzuzeigen und handelt vor allem aus Pflichtbewusstsein aus selbstlosen, ethischen, religiösen oder Gewissensgründen. Von denjenigen die Missstände decken oder einfach nur ihre Ruhe haben wollen, müssen sich Whistleblower oft anhören, sie seien Nestbeschmutzer oder Anschwärtzer und handelten aus persönlichem Vorteil, Renommiersucht oder Illoyalität gegenüber Arbeitgeber und Kollegen.

In der deutschen Sprache gibt es aus unserer Sicht kein gutes Äquivalent zu „Whistleblower“, weshalb wir uns für die Verwendung des englischsprachigen Begriffs entschieden haben. Der Begriff und das dahinter stehende Phänomen sind in den USA und Großbritannien seit langem bekannt und dort gibt es auch Organisationen und Gesetze die Whistleblower unterstützen und schützen. In Deutschland nimmt das Bewusstsein um die Bedeutung von Whistleblowing und Zivilcourage für eine transparente, nachhaltige und auf ethischen Werten basierende Wirtschaft und Zivilgesellschaft in einem demokratischen Staat zu.

Bei uns sind Whistleblower aber zumeist immer noch auf sich alleine gestellt. Oft erfahren sie weder persönliche Unterstützung noch gesellschaftliche Anerkennung. Wer den Mund aufmacht riskiert Ausgrenzung und Mobbing durch Vorgesetzte und Kollegen und mangels klarer und umsetzbarer rechtlicher Regeln oft auch die berufliche Existenz.

 

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