Beratung und Tipps für Psychologen & Ärzte

Whistleblowing kann mit großem Stress verbunden sein. Schon die Frage, ob und wie man sich beim Verdacht auf einen Missstand verhalten soll, löst Stress aus. Richtig schwierig wird es aber dann, wenn das Whistelblowing zu negativen Reaktionen des Adressaten oder Dritter führt, zu Mobbing, zu arbeitsrechtlichen und sonstigen Sanktionen und sich beim Whistleblower in der Folge massive psychische und psychosomatische Beeinträchtigungen einstellen. Dies natürlich erst recht, wenn sich eine Situation mit Ohnmachtsgefühlen und Ängsten, z.B. im Rahmen einer langandauernden, über mehrere Jahre hinziehenden rechtlichen Auseinandersetzung, was beim Whistleblowing durchaus keine Seltenheit ist. Spätestens dann braucht der Whistleblower auch Unterstützung durch Ärzte und Psychologen.

Leider ist Whistleblowing bei uns aber noch relativ unbekannt und seine gesundheitlichen Folgen und mögliche Präventions- und Hilfsmaßnahmen sind nur wenig erforscht. Aus dem Ausland gibt es jedoch einige wenige Studien, die darauf hindeuten, dass Whistleblowing mit psychischen und gesundheitlichen Problemen einhergehen kann, z.B.:

Besonders interessant und zumindest auf einige Whistleblower-Fälle anwendbar scheint uns darüber hinaus das von Prof. Linden an der Charité entwickelte Konzept der Posttraumatischen Verbitterungsstörung (PTED).

Mit unserer Webseite hoffen wir auch für Ärzte und Psychologen Informationen anbieten zu können, die Ihnen helfen Whistleblower besser zu verstehen und ihnen damit auch besser helfen zu können.

Zugleich möchten wir zukünftig Ärzte und Psychologen, die Erfahrungen mit der Betreuung und Behandlung von Whistleblowern gesammelt haben, miteinander und vielleicht auch mit anderen Unterstützern von Whistleblowern zu vernetzen. Wenn Sie hieran oder an anderen Aspekten unseres Themas interessiert sind, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme.