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22.05.2012
 
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Montag, 15 Januar 2007

Guido StrackGuido Strack war nach dem Studium der Rechts- und Politikwissenschaften in Trier als Jurist zunächst beim Bundeswirtschaftsministerium in Bonn tätig. Von 1995 - 2005 war er Beamter bei der EU-Kommission in Luxemburg. Dort machte er das Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) auf Unregelmäßigkeiten in seiner Dienststelle aufmerksam.

 

OLAF leitete auch eine Untersuchung ein, stellte diese aber nach 1 1/2 Jahren ohne Ergebnis ein. Der Europäische Ombudsmann stellte hierbei ein Fehlverhalten von OLAF fest (Az: 140/2004/PB). Guido Strack erhob daraufhin Klage bei Europäischen Gericht 1. Instanz, um die Unrechtmäßigkeit dieser Einstellung feststellen zu lassen. Trotz der im Beamtenstatut vorgesehen Whistleblowerschutzbestimmung haben das EuG (T-4/05) und der EuGH (C-237/06P) ihm aber das Recht auf Überprüfung der Einstellungsentscheidung abgesprochen.

In der Folge seines Whistleblowings ist Guido Strack mittlerweile aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Er hat weitere Klagen vor den Gerichten der Europäischen Gemeinschaften angestrengt, in denen z.B. auch die Rechtswidrigkeit seiner Beurteilung (T-85/04) und seiner Nichtbeförderung (T-394/04) festgestellt wurden. Zahlreiche weitere Klagen sind derzeit noch anhängig. Außerdem gibt es zur Zeit, neben der o.g.,  sieben weitere Entscheidungen des Europäischen Ombudsmanns, in denen dieser Fehlverhalten der Europäischen Kommission feststellte (Az: 1434/2004/PB, 3402/2004/PB, 144/2005/PB, 3002/2005/PB, 429/2007/PB, 672/2007/(WP)PB und 56/2007/PB ). Seine Geschichte wird auch in der Ausstellung "Whistleblowing - Licht ins Dunkel bringen!" und ausführlich unter ansTageslicht.de/strack dargestellt.

Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst hat Guido Strack im Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsjurist an der Universität Köln den Magister des Wirtschaftsrechts (LL.M. oec.) erworben und beim Friedensbildungswerk Köln eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen. Er setzt sich im Whistleblower-Netzwerk für effektiven Whistleblowerschutz ein.und nahm sowohl im Bundestag, als auch im Europäischen Parlament, als Sachverständiger an Anhörungen zum Thema Whistleblowing teil. 

 
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"Warum muß der Gerechte so viel leiden auf Erden? Warum muß Talent und Ehrlichkeit zugrunde gehen, während der schwadronierende Hanswurst sich räkelt auf Pfühlen des Glücks und fast stinkt vor Wohlbehagen?"

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