Whistleblower-Netzwerk präsentiert Fotoausstellung: "Whistleblowing - Licht ins Dunkel bringen!"
„Wer das Schweigen bricht,
bricht die Macht der Täter“.
Mit diesem Plakattext hat die Bundesregierung reagiert, als im Jahr 2010 ein Missbrauchsskandal nach dem anderen ans Tageslicht kam: katholische Kirche, Jesuiteneinrichtungen, Odenwaldschule, Regensburger Domspatzen usw. Die Aufklärer gelten als Helden.
Das Whistleblower-Netzwerk (www.whistleblower-net) zeigt in Zusammenarbeit mit dem DokZentrum ansTageslicht.de (www.ansTageslicht.de/Whistleblower) sowie dem Fotografen Petrov Ahner in der Ausstellung „Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen!“ andere Beispiele von mutigen Menschen, die ebenfalls ihr Schweigen gebrochen haben, um auf Missstände aufmerksam zu machen:
Eine Altenpflegerin, die nicht bereit war, die unmenschlichen Zustände
hinzunehmen und deshalb gekündigt wurde und jetzt vor dem Europäischen
Menschengerichtshof klagt; ein ehemaliger Staatsanwalt, der sich mit der
Großchemie angelegt hatte; eine Ex-Bankerin (Prokuristin), die sich
gegen Insidergeschäfte zur Wehr gesetzt hatte und derzeit ihren 20.
Arbeitsgerichtsprozess führt; ein Lastwagenfahrer, der einen der größten
Gammelfleischaffären ins Rollen brachte und heute arbeitslos ist sowie
andere Beispiele.
Diese Menschen, die als „Whistleblower“ Alarm geschlagen haben, gelten
nicht als Helden, sondern oft als „Nestbeschmutzer“. Ihr Schicksal läuft
fast immer auf das Gleiche hinaus: erst gemieden und gemobbt, dann
gekündigt.
Volker Kauder, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Deutschen Bundestag hat kürzlich Whistleblower
mit „Blockwarten“ der NS-Zeit verglichen. Andere im Bundestag
vertretene Parteien wähnen sich im Glauben, dass Menschen, die Alarm
schlagen, rechtlich ausreichend geschützt seien. Kein Wunder, dass
Deutschland im internationalen Vergleich einen der hinteren Plätze beim
Rechtsschutz belegt. Aufgrund der Vereinbarungen des letzten G 20 – Gipfels in Seoul muss die Politik nun (endlich) handeln.
Die 20 vorgestellten Beispiele (Fotos und Kurztext mit Verweis auf
weitere Quellen) quer aus allen ‚Branchen’ und Bundesländern zeigen
anhand der Missstände, wie unverzichtbar couragierte Menschen sind –
darunter fünf Fälle aus Berlin.
Die „Ausstellung“ bzw. Vorstellung der 20 Whistleblower wird am Freitag, den 20.5.2011 um 19 Uhr im Kunsthaus Tacheles
(Oranienburgerstr. 54-56a, 10117 Berlin) eröffnet, im Rahmen einer
Vernissage, und ist bis zum 29.05.2011 geöffnet täglich 16.00 – 20.00
Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Geschichten aus der Ausstellung sind bei unserem Kooperationspartner ansTageslicht.de jetzt auch online verfügbar.
Kontaktdaten und Interview-Angebot:
Whistleblower-Netzwerk e.V. - zHd. Herrn Guido Strack, Allerseelenstr. 1n, 51105 Köln, Tel.: 0221-1692194,
This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
. Guido Strack steht Ihnen auch gerne für ein Interview zur Verfügung.
Weitere
Informationen:
Whistleblower-Netzwerk
bietet auf seiner Webseite
http://whistleblower-netz.de
viele weitere Basis-Informationen rund um das Thema Whistleblowing
und über die Arbeit des Vereins an. Darüber hinaus
informieren wir in unserem Blog
http://whistleblower-netz.de/blog
auch ständig über aktuelle Entwicklungen im In- und
Ausland. Fallbeispiele zu Whistleblowing und Geschichten,
von Menschen die etwas Bewegen
finden sie auch unter http://www.ansTageslicht.de/whistleblower
bei unserem Kooperationspartner der Hochschule für angewandte
Wissenschaften Hamburg.
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