Presseerklärung zum Rechtshilfefonds für Whistleblower

Whistleblowing geht alle an! Whistleblower-Netzwerk setzt mit Rechtshilfefond auf Unterstützung durch die Bevölkerung

Licht ins Dunkel bringen: kriminelle Machenschaften, rücksichtslose Profitgier, Vertuschung und Gefahren für Mensch, Umwelt, Demokratie und Frieden aufdecken und Missstände sowie Risiken in Behörden, Organisationen und Unternehmen an die Öffentlichkeit bringen. Seit zehn Jahren setzt sich der gemeinnützige Whistleblower- Netzwerk e.V. (WBNW) für Whistleblower und ihren gesetzlichen Schutz ein, um jedem das freie Aufdecken von Missständen ohne Angst vor Repressalien zu ermöglichen. Anlässlich seines 10. Jubiläums gründet der Verein dank der Einlage des Dresdner Unternehmers Markwart Faussner einen Rechtshilfefond mit einem Startkapital von 25.000 Euro (…)

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LuxLeaks Whistleblower verurteilt

Die Whistleblower Antoine Deltour und sein ehemaliger Kollege Raphaël Halet wurden am 29.06.2016 in Luxemburg wegen Diebstahls und Verrat von Geschäftsgeheimnissen verurteilt. Sie gaben Dokumente ihres ehemaligen Arbeitgebers, PricewaterhouseCoopers (PwC) an Journalisten weiter. Diese Dokumente belegen, dass PwC ihren Klienten, in Kooperation mit der luxemburgischen Regierung, zur systematischen Steuervermeidung verhalf. Die Weitergabe dieser Dokumente führte 2014 zu den LuxLeaks-Enthüllungen die durch eine weltweite journalistische Recherche des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten, Dokumente von mehr als 350 Firmen offenlegen konnten.

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Solidarität mit Antoine Deltour

Das Whistleblower-Netzwerk hat zusammen mit internationalen Unterstützergruppen von Whistleblowern in einem gemeinsamen Schreiben gefordert,  dass die Anklage gegen Antoine Deltour fallen gelassen wird.
Deltours Enthüllungen liegen offensichtlich im öffentlichen Interesse. In Anbetracht dessen hat das Europäische Parlament ihm den Europäischen Bürgerpreis 2015 verliehen. Die Unterzeichner befürchten, dass die Anklage gegen Deltour der Einschüchterung potentieller Whistleblower dient, aber zu Betrug, Korruption und Machtmissbrauch ermutigt. Bei Prozesseröffnung wurde der Brief Deltours Anwalt zur Verfügung gestellt.

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Buchbesprechung: Bowden – In the Public Interest

Peter Bowden, ehemals Professor für Verwaltungswissenschaften in Manchester und nun Philosophie-Dozent in Sydney beschäftigt sich seit langem wissenschaftlich mit Organisationsethik, hat sich aber auch selbst schon als Whistleblower betätigt.  Eine spannende Kombination, die zugleich hohe Erwartungen an sein Buch über den Schutz von Whistleblowern und jenen, die im öffentlichen Interesse auf Missstände hinweisen, weckt. Vielleicht zu hohe Erwartungen, denen das doch recht schmale Büchlein mit seinen 115 Seiten letztlich nicht gerecht wird. Dennoch bietet es jenen, die sich einen ersten Einblick in die Thematik verschaffen wollen, einen recht guten Überblick vor allem hinsichtlich der (auch rechtlichen) Situation von Whistleblowern in den USA, in Großbritannien und in Australien. Es enthält darüber hinaus einige Schilderungen von Whistleblowerfällen aus jenen Ländern.

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Whistleblower-Ausstellung „Licht ins Dunkel bringen!“ jetzt bei ver.di in Berlin

VerdiBSchon mehrfach in deutschen Städten und auch im Europäischen Parlament gezeigt, ist die Wanderausstellung des Whistleblower-Netzwerks jetzt im ver.di-Haus, Köpenicker Str. 30, in 10179 Berlin zu sehen. Bis zum 8. Februar kann man sich über die Schicksale und Erfolge von 25 Menschen informieren, die an ihrem Arbeitsplatz nicht geschwiegen oder weggeschaut haben. Sondern die Zivilcourage gezeigt, gehandelt und Alarm geschlagen haben – Bürger aus allen Lebens- und Arbeitsbereichen: öffentlicher Dienst wie z.B. Polizei, Wissenschaft und Forschung oder Arbeitsverwaltung, aber auch aus der privaten Wirtschaft wie Medizin und Pflege, Bankwesen oder Atomwirtschaft.

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