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	<title>Whistleblower-Netzwerk &#187; Recht</title>
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		<title>Tipps f&#252;r Whistleblower von J. Assange von Wikileaks</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 18:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Julian Assange von Wikileaks hat in einem Video seinen  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Julian Assange von Wikileaks hat in einem Video seinen <strong>&#8220;Guide to Whistleblowers&#8221;</strong> vorgestellt. Da das <a href="http://www.tcij.org/whistleblower-guidelines">Video</a> derzeit leider nur in Englisch verf&#252;gbar ist, nachfolgend in Deutsch eine grobe Zusammenfassung der wichtigsten Tipps.</div>
<p><object id="viddler" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="437" height="370" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="flashvars" value="fake=1" /><param name="src" value="http://www.viddler.com/player/f6703762/" /><param name="name" value="viddler" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="viddler" type="application/x-shockwave-flash" width="437" height="370" src="http://www.viddler.com/player/f6703762/" name="viddler" flashvars="fake=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<div id="_mcePaste"></div>
<div><strong>1. Sehen Sie nicht nur die Risiken sondern auch die Chancen!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Fragen Sie sich: Was kann das Beste sein was Sie erreichen k&#246;nnen. Schauen Sie nach erfolgreichen Whistleblowern. Diese sind oft nicht namentlich bekanntm, sondern haben es geschafft anonym zu bleiben. Es gibt aber viele solcher F&#228;lle in denen die Medien z.T. vage Referenzen auf &#8220;Dokumente die uns vorlagen&#8221; enthalten. Aufgrund solcher Berichte wurde schon vieles Ver&#228;ndert und letztlich beruhen die meisten investigativen Berichte in den Medien auf erfolgreichen &#8211; anonymen &#8211; Whistleblowern als Quelle. Wikileaks konnte seine Erfolge nur dank anonymer Whistleblower erreichen &#8211; die Chancen sind gr&#246;&#223;er, die Risiken sind geringer als Sie denken.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>2. Finden Sie einen journalistischen Experten der Ihnen bei der Verbreitung hilft!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Dies kann Wikileaks sein aber auch erfolgreiche und professionell agierende investigative Journalisten in den Mainstream Medien. Suchen sie nach jemandem dem Sie trauen k&#246;nnen, nach erfolgreichen Experten, nach Stories die erkennbar auf anonymene Whistleblower zur&#252;ckgehen und die auch tats&#228;chlich etwas bewegt und ver&#228;ndert haben.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>3. Seien Sie sorgsam bei dem Kontakt mit ihrem Experten!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Sie brauchen nicht paranoid zu werden. Es gibt sichere Wege, z.B. die Kontaktaufnahme &#252;ber eine Telefonzelle (Stimme verstellen) oder einen &#246;ffentlichen PC (nicht zu freiz&#252;gig mit dem Inhalt sein) au&#223;erhalb ihrer Umgebung und ohne Video&#252;berwachung oder &#252;ber einen Umschlag ohne Absender. In der Folge k&#246;nnen Sie auch ein (am besten mehrere) bar bezahltes, nicht auf Sie r&#252;ckf&#252;hrbares pre-paid Second-Hand Handy benutzen. Beachten Sie dass Sie dieses ausschlie&#223;lich f&#252;r den Kontakt mit Ihrem Experten benutzen und dass weder Handy noch Simkarte auf Sie registriert sein d&#252;rfen. Auch hier gilt Benutzung nur au&#223;erhalb ihres Wohn- und Arbeitsumfeldes und nie parallel zu ihrem sonstigen Handy.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>4. Reden Sie mit niemandem au&#223;er Ihrem Experten &#252;ber Ihr Whistleblowing!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Es war seine Schwiegermutter die Daniel Ellsbergs als Whistleblower der Pentagon Papiere enttarnte. Sie k&#246;nnen Stolz sein etwas zu bewirken, zeigen d&#252;rfen Sie diesen Stolz aber erst sp&#228;ter wenn Sie nicht mehr gef&#228;hrdet sind. Warten Sie zuerst ab was passiert.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>5. Planen Sie die Herausgabe weiterer Informationen!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Es ist immer gut, wenn Sie noch etwas nachlegen und so weitere Berichterstattung ausl&#246;sen k&#246;nnen. Aber denken Sie daran es ist Ihre Verantwortung nicht erwischt zu werden, f&#252;r Sie selbst und auch um andere nicht unn&#246;tig vor anonymem Whistleblowing abzuschrecken.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>6. Bleiben Sie wie Sie sind!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Viele Whistleblower fallen dadurch auf, dass Sie sich und Ihre Gewohnheiten ver&#228;ndern, z.B. misstrauischer werden oder geheimnisvoll agieren. Je entspannter Sie bleiben um so besser. Gute Agenten die auf Sie angesetzt sind werden Sie ohnehin nicht bemerken, also h&#246;ren Sie auf sich zuviel Sorgen zu machen.</div>
<div></div>
<div id="_mcePaste"><strong>7. Hinterlassen Sie keine Spuren im Haus oder am Arbeitsplatz!</strong></div>
<div id="_mcePaste">Neben Dokumenten und Emails hinterlassen auch von Ihrem PC aus get&#228;tigte Suchabfragen im Internet dauerhaft Spuren die Sie vermeiden m&#252;ssen. Benutzen Sie nur PCs die nicht auf Sie zur&#252;ckf&#252;hrbar sind. F&#252;r Telefone gilt das Gleiche.</div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 13.3333px;"><strong>8. Besorgen Sie sich rechtzeitig einen guten Anwalt!<br />
</strong></span><span style="font-size: 13.3333px;"><strong><span style="font-weight: normal; font-size: 13.3333px;">Haben Sie dessen Kontaktdaten</span> </strong>immer bei sich. Wenn Sie von der Polizei befragt werden fragen Sie nach ob Sie gerade als Zeuge oder Beschuldigter befragt werden. Als Zeuge m&#252;ssen und sollten Sie bei der Polizei nichts aussagen &#8211; Sie haben halt einfach keine Zeit &#8211; und als Beschuldigter sagen Sie nie etwas ohne ihren Anwalt. Den finden Sie indem Sie nach Anw&#228;lten bekannter Whistleblower suchen oder sich bei Fachleuten oder Anwaltskammern erkundigen.</span></div>
<p>Tipps f&#252;r Whistleblower gibt es auch auf der <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/34/42/lang,de/">Webseite von Whistleblower-Netzwerk </a>und <a href="http://whistleblowerinfo.de/5000_verhaltensregeln.htm">bei unserem Kooperationspartner</a> <a href="http://whistleblowerinfo.de/">whistleblowerinfo.de</a></p>
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		<title>Weimars R&#252;ckzug Chance f&#252;r Neustart in Steuerfahnderaff&#228;re</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/26/weimars-rueckzug-chance-fuer-neustart-in-steuerfahnderaffaere/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:49:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Whistleblower-Netzwerk hat jetzt einen eigenen Kanal be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Whistleblower-Netzwerk hat jetzt einen <a href="http://www.youtube.com/user/WhistleblowerNetz">eigenen Kanal bei YouTube</a> eingerichtet, in dem wir in loser Folge Videos ver&#246;ffentlichen werden.</p>
<p>Den Anfang macht ein 10 min&#252;tiger Ausschnitt aus einem Vortrag von <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Rudolf Schmenger</a>, anl&#228;sslich unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/10/nachlese-seminar-und-mitgliederversammlung/">Whistleblower-Tagung Ende Mai 2010</a>. Unmittlebar zuvor hatte Roland Koch seinen R&#252;cktritt als Ministerpr&#228;sident angek&#252;ndigt. Schmenger berichtet hier &#252;ber seine Erfahrungen mit der hessischen Finanzverwaltung aber auch mit Politik und Medien.</p>
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<p>Mittlerweile hat mit Finanzminister Weimar auch der zweite Hauptverantwortliche der hessischen Steuerfahnderaff&#228;re angek&#252;ndigt seinen Hut nehmen zu wollen. Nachfolgend dokumentieren wir hierzu eine aktuelle Pressemitteilung des Anwaltes von Rudolf Schmenger:</p>
<blockquote><p>Die Chance f&#252;r einen Neustart in der Steuerfahnderaff&#228;re durch den R&#252;ckzug von Finanzminister Weimar sieht der ehemalige hessische Steuerfahnder Rudolf Schmenger. „Weimars R&#252;cktritt war lange &#252;berf&#228;llig,“ so Schmenger. „Die Tatsache, dass nach Presseberichten der R&#252;ckzug Weimars wohl nicht freiwillig, sondern auf Veranlassung Bouffiers erfolgte zeigt, dass der Minister nicht mehr haltbar war. Er hat Hessen und sich selbst durch sein Vorgehen gegen&#252;ber den kritischen Frankfurter Steuerfahndern schwer geschadet“, so Schmenger weiter. „Jahrelang waren wir f&#252;r unsere Ermittlungen gegen Steuerflucht und die Transferierung von Geldern ins Ausland durch in Frankfurt ans&#228;ssige Gro&#223;banken hoch gelobt. Dann sollten wir die Ermittlungen mit angezogener Handbremse fortf&#252;hren. Hiergegen haben viele meiner Kollegen und ich protestiert. Deswegen wurde ich versetzt, mit haltlosen Disziplinarvorw&#252;rfen &#252;berzogen und schlie&#223;lich mit Hilfe eines falschen psychiatrischen Gutachtens aus dem Dienst entfernt“.</p>
<p>„Ein Personalwechsel an der Spitze des Hessischen Finanzministeriums reicht jedoch nicht aus, um die Sache zu bereinigen“, sagte Rechtsanwalt Otto J&#228;ckel, der den ehemaligen Steuerfahnder, der jetzt erfolgreich als Steuerberater und Hochschuldozent t&#228;tig ist, vertritt. Eine Rehabilitierung der hessischen Landesregierung in der Steuerfahnderaff&#228;re l&#228;uft nicht ohne die Rehabilitierung der Opfer, so J&#228;ckel. „Mein Mandant muss finanziell so gestellt werden, als ob er nicht entlassen worden w&#228;re. Dar&#252;ber hinaus steht ihm f&#252;r das erlittene Mobbing und den Rufschaden eine Entsch&#228;digung zu. Mein Mandant kann sich unter bestimmten Umst&#228;nden auch vorstellen, wieder in den Landesdienst zur&#252;ckzukehren“, so J&#228;ckel. Dazu muss er aber von der Landesregierung vollst&#228;ndig rehabilitiert werden. „Wir sind gespannt, ob Bouffier und der von ihm noch zu benennende Nachfolger im Amt des hessischen Finanzministers die Chance f&#252;r einen Neustart nutzt“, so J&#228;ckel abschlie&#223;end.</p></blockquote>
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		<title>Primat der Politik sichern und Missbrauch von Wirtschaftsmacht verhindern: mit Whistleblowing</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:44:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beim Versuch, die Ursachen der Finanzkrise anzugehen un [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Beim Versuch, die Ursachen der Finanzkrise anzugehen und staatliche Kontrollmechanismen auszubauen, setzen die USA jetzt verst&#228;rkt auf ein Instrument, welches diesseits des Atlantiks noch weitgehend unbekannt ist: Whistleblowing. Nach Meinung des Whistleblower-Netzwerks sollten sich Politiker in Deutschland und Europa hieran ein Beispiel nehmen.<br />
</em></p>
<p>Schon beim Entstehen der Finanzkrise hatte es immer wieder Whistleblower, also Brancheninsider, wie z.B. Harry Markopoulos oder Paul Moore gegeben, die fr&#252;hzeitig auf Fehlentwicklungen aufmerksam gemacht haben. Leider hatten die Aufsichtsbeh&#246;rden ihnen kein Geh&#246;r geschenkt. Stattdessen wurden sie von ihren Arbeitgebern abgestraft oder vor die T&#252;r gesetzt.</p>
<p>Dies alles soll das soeben in Kraft gesetzte US-Gesetz zur Finanzmarkreform jetzt &#228;ndern. Es enth&#228;lt zahlreiche Elemente, die daf&#252;r sorgen sollen, dass:</p>
<p>    * Whistleblower zuk&#252;nftig kompetente Ansprechpartner haben (z.B. durch Schaffung einer eigene Abteilung bei der B&#246;rsenaufsicht SEC),<br />
    * es f&#252;r sie nicht nur Risiken, sondern auch Anreize gibt (Ausweitung der z.B. im Pharmabereich bewehrten Regelungen des False Claims Acts)<br />
    * sie im Verwaltungsverfahren und vor Gericht bessere Chancen haben (Verl&#228;ngerung von Ausschlussfirsten, Ausweitung von Jury-Verfahren),<br />
    * sie besser vor Repressalien aller Art gesch&#252;tzt sind (ausgeweiteter arbeitsrechtlicher Schutz und strafrechtliches Sanktionierungsverbot).</p>
<p>Mit dieser Reform werden f&#252;r die Privatwirtschaft neue Ma&#223;st&#228;be im Hinblick auf Whistleblowerschutz und Whistleblowingf&#246;rderung gesetzt. Dies wird auch von US-Whistleblower-Organisationen begr&#252;&#223;t. Letztere fordern allerdings zus&#228;tzlich die Schaffung entsprechender Regelungen auch f&#252;r Whistleblower aus der &#246;ffentlichen Verwaltung, aus Milit&#228;r und Geheimdiensten, gegen welche die US-Regierung derzeit besonders hart vorgeht.</p>
<p>Nach Meinung von Guido Strack, dem Vorsitzenden des Whistleblower-Netzwerk e.V., wird das Thema von Politikern in Deutschland und Europa verschlafen: „Es ist doch absurd, wenn unsere Politiker zwar eine &#220;bermacht der Wirtschafts- und Finanzlobby und eigene Informationsdefizite beklagen, aber beim Thema Whistleblowing, bei dem sie handeln k&#246;nnten, unt&#228;tig bleiben.“ Das Wissen, wo sich die n&#228;chsten Risiken verbergen, ist nach Meinung Stracks heute schon vorhanden: bei kritischen Menschen in den agierenden Unternehmen und Verwaltungen. Hier g&#228;be es viele, die gerne ethisch handeln und der Demokratie eine Chance zum agieren geben m&#246;chten. Aber derzeit w&#252;rden sie von der Justiz, Politik und Gesellschaft alleine gelassen, als Nestbeschmutzer verunglimpft und als Geheimnisverr&#228;ter verfolgt. Dort, wo sie dennoch die Zivilcourage aufbr&#228;chten, sich an Beh&#246;rden zu wenden, h&#246;re ihnen keiner zu. Oder aber die zust&#228;ndigen Stellen sind unterbesetzt und glauben dann, ohne wirkliche Untersuchungen durchzuf&#252;hren, allzu gerne den Beschwichtigungen der M&#228;chtigen.</p>
<p>Das Whistleblower-Netzwerk fordert die Politik auf, dieses zu &#228;ndern und Whistleblowern auch in Deutschland und Europa durch klare gesetzliche Regelungen endlich eine faire Chance zu geben, sich f&#252;r das Gemeinwohl einzusetzen ohne dabei ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel setzen zu m&#252;ssen: N&#246;tig seien positive Best&#228;rkung f&#252;r Whistleblowing, effektiven Whistleblowerschutz und Ansprechpartner die zuh&#246;ren und &#252;ber gen&#252;gend Macht verf&#252;gen Missst&#228;nden rechtzeitig entgegenzutreten.</p>
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		<title>Whistleblower haben es schwer &#8211; ob am Main oder am Neckar</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/22/whistleblower-haben-es-schwer-ob-am-main-oder-am-neckar/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 18:21:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Mainpost berichtet &#252;ber einen Hauptkommissar Georg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.mainpost.de/lokales/franken/Wegen-Sex-Attacke-in-eigenen-Reihen-ermittelt;art1727,5660712">Mainpost</a> berichtet &#252;ber einen Hauptkommissar Georg B. der 2006 hinsichtlich eines sexuellen &#220;bergriff auf eine Bedienung bei einem Fest in seiner Heimatgemeinde, in der N&#228;he von W&#252;rzburg ermittelte. B tat nur seine Pflicht. Sein Pech, verd&#228;chtigt wurden ein Vorgesetzter Polizist. Obwohl der Verd&#228;chtigte sp&#228;ter ein Begrapschen zugab, gab es negative Folgen nur f&#252;r Herrn B. der seit vier Jahren einen Albtraum an Verfolgung erlebt und jetzt wei&#223; <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/09/amnesty-mehr-verantwortung-bei-der-polizei/">wer bei der Polizei am l&#228;ngeren Hebel sitzt</a>.</p>
<p>Auf den Seiten von <a href="http://www.neckar-chronik.de/Home/nachrichten/nachrichten-horb_artikel,-Ermittlungsverfahren-gegen-den-KLF-Boss-%E2%80%93-dem-Anzeigenerstatter-droht-deshalb-ein-Disziplinarverfahr-_arid,106659.html">Neckar-Chronik.de</a> findet sich ein Bericht &#252;ber einen Whistleblower der es gewagt hat, als Mitarbeiter den Gesch&#228;ftsf&#252;hrer eines Kreiskrankenhauses wegen Verdachts der Untreue anzuzeigen. Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat mittlerweile sogar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nichts desto trotz pr&#252;ft der zust&#228;ndige Landrat gerade disziplinarrechtliche Schritte gegen den Whistleblower. Zitat aus dem <a href="http://www.neckar-chronik.de/Home/nachrichten/nachrichten-horb_artikel,-Ermittlungsverfahren-gegen-den-KLF-Boss-%E2%80%93-dem-Anzeigenerstatter-droht-deshalb-ein-Disziplinarverfahr-_arid,106659.html">Artikel</a>: &#8220;Der Kreisklinik-Gesellschaft schadet angeblich, wer auf Missst&#228;nde aufmerksam macht – das haben Peter Dombrowsky und Heinz Hornberger, der Fraktionsvorsitzende der Kreistags-CDU, immer wieder erkl&#228;rt.&#8221; Am Ende stellt der Autor dann aber auch die richtige Frage: &#8220;Was tun bei Korruptions-Verdacht gegen den Boss – soll sich ein Mitarbeiter an eine solche „Dienststellenleitung“ wenden?&#8221; </p>
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		<title>Berlin: Dix hat Vorbehalte gegen anonyme Meldungen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bereits berichtet, will das Land Berlin demn&#228;chst  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/06/25/berlin-will-hinweisgeberportal-einrichten/">bereits berichtet,</a> will das Land Berlin demn&#228;chst ein Portal zur Abgabe von Hinweisen auf Korruptionsdelikte einrichten bei dem eine anonyme Meldung im Internet m&#246;glich sein soll. Hiergegen hat der Berliner Beauftragte f&#252;r Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Alexander Dix jetzt laut einem Bericht von <a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_1279742381.php">berlinonline.de</a> Vorbehalte angemeldet:</p>
<blockquote><p>Anonyme Hinweise k&#246;nne man nicht verbieten, sagte Dix. «Es ist aber ein Unterschied, ob der Staat jemandem die M&#246;glichkeit gibt, mal schnell, n&#228;mlich per Mausklick und auf dem Sofa sitzend, seinem ungeliebten Nachbarn alles m&#246;gliche anzuh&#228;ngen. Dem kann ich nicht zustimmen.»</p></blockquote>
<p>Bereits im <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/11/16/whistleblowing-und-datenschutz/">November letzten Jahres</a> hatten Whistleblower-Netzwerk anl&#228;sslich eines Gespr&#228;chs mit Dix auf die Problematik anonymer Hinweisgebersysteme und auf Vorteile anderer Verfahren hingewiesen. </p>
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		<title>Zivilcourage zeigen: Whistleblowing! &#8211; Video im CCC-TV</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/22/zivilcourage-zeigen-whistleblowing-video-im-ccc-tv/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 10:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club hat jetzt den Vortrag unseres V [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chaos Computer Club hat jetzt den Vortrag unseres Vereinsvorsitzenden auf der SIGINT10 &#8211; vom Mai 2010 in K&#246;ln &#8211; <a href="http://media.ccc.de/browse/conferences/sigint10/sigint10_3781_de_whistleblowing.html">als Video online</a> gestellt. </p>
<p>Wir dokumentieren den zugeh&#246;rige Ank&#252;ndigungstext:</p>
<blockquote><p><strong>Zivilcourage zeigen: Whistleblowing!</p>
<p>Whistleblowing: Demokratie braucht Zivilcourage und Transparenz<br />
</strong><br />
<em>The presentation deals with the importance of whistleblowing and the hurdels it faces. Starting point is the need for information as a basis of a democracy and the lacks of transparency in several important areas of state, economy and society.<br />
</em><br />
Dunkelr&#228;ume in Wirtschaft und Verwaltung beschr&#228;nken unsere Demokratie. Das Amtsgeheimnis triumphiert &#252;ber Informationsfreiheit und &#252;bertriebener Schutz von Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnisssen und Zwang zur Loyalit&#228;t verhindern, dass die &#214;ffentlichkeit rechtzeitig von Korruption, Umweltgefahren, Menschenrechtsverletzungen, Gesundheitsrisiken u.a.m.erf&#228;hrt. Dass wir es rechtzeitig erfahren, wenn in der Wirtschaft &#246;ffentliche Interessen und die Einhaltung von Gesetzen dem Profitstreben geopfert werden. Am Ende bleibt uns dann nur noch mal wieder die Zeche zu zahlen.</p>
<p>Whistleblower, Menschen die Zivilcourage zeigen und auf fr&#252;hzeitig auf Missst&#228;nde und Dreck im eigenen Laden hinweisen, werden als Nestbeschmutzer und Denunzianten verunglimpft, gemobbt oder gleich gek&#252;ndigt. Deutsche Gesetze bieten ihnen keinen Schutz. Dies muss sich &#228;ndern und das Netz bietet Chancen. Chancen f&#252;r einen Kulturwandel, eine Whistleblowing-Bewegung f&#252;r mehr Transparenz und auch f&#252;r Tools wie z.B. Wikileaks die ganz nebenbei den investigativen Journalismus neu definieren.</p>
<p>Aber soll wirklich alles &#246;ffentlich werden? Wie vertr&#228;gt es sich mit Datenschutz, wenn ich Missst&#228;nde und Schuldige beim Namen nennen, selbst aber anonym bleiben will? Wo bleibt die Qualit&#228;t der Informationen? Muss und kann es heute noch Grenzen f&#252;r Meinungsfreiheit vor allem im Netz geben, die nicht sp&#228;testens bei Versuch sie durchzusetzen in Zensur und &#220;berwachungsstaat umschlagen? &#8211; Spannende Fragen f&#252;r eine kontroverse Diskussion</p>
<p>Referent: Guido Strack vom Whistleblower-Netzwerk</p></blockquote>
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		<title>Gr&#252;ne stellen Gesetzesentwurf zu Besch&#228;ftigtendatenschutz (inkl. Whistleblowing-Regelung) zur Diskussion</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/21/gruene-stellen-gesetzesentwurf-zu-beschaeftigtendatenschutz-inkl-whistleblowing-regelung-zur-diskussion/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 08:34:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist durchaus begr&#252;&#223;enswert, dass die Gr&#252;nen zum T [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist durchaus begr&#252;&#223;enswert, dass die Gr&#252;nen zum Thema Arbeitnehmerdatenschutz jetzt <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gruene-laden-zur-Mitarbeit-an-Gesetz-zum-Arbeitnehmerdatenschutz-ein-1042087.html">erstmals</a> einen <a href="http://beschaeftigten-datenschutz.de/">Gesetzesentwurf vorab zur Diskussion ins Netz gestellt</a> haben. </p>
<p>Nach Meinung von Guido Strack, dem Vorsitzenden des Whistleblower-Netzwerks, sind die in den<a href="http://beschaeftigten-datenschutz.de/2010/07/6-abschnitt-rechte-und-pflichten/comment-page-1/#comment-23"> §§ 24 und 25 des derzeitigen Entwurfs enthaltenen Regelungen</a> aber aus Whistleblower-Sicht v&#246;llig unzureichend. Wir dokumentieren hier seinen Diskussionsbeitrag:</p>
<blockquote><p>§ 24 ist offensichtlich inspiriert vom <a href="http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=1423&#038;id=1134">Regierungsvorschlag zu § 612a BGB aus dem Jahre 200</a>8. Insoweit verweise ich auf die Kritik des <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/87/99/lang,de/">Whistleblower-Netzwerks</a> und <a href="http://webarchiv.bundestag.de/archive/2010/0304/bundestag/ausschuesse/a10/anhoerungen/a10_81/16_10_850-B.pdf">meine &#196;u&#223;erungen</a> in der damaligen <a href="http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=1423&#038;id=1134">Anh&#246;rung</a>. Die Formulierung &#8220;bei Gefahr erheblicher Verst&#246;&#223;e&#8221; f&#228;llt sogar noch hinter den damaligen Regierungsvorschlag zur&#252;ck und schafft weiteren Raum f&#252;r Verunsicherung. Soll denn wirklich weiterhin jemand fristlos gek&#252;ndigt werden d&#252;rfen der sich an die zust&#228;ndigen Beh&#246;rden gewandt hat, nur weil zwar ein Versto&#223; gegen Datenschutzbestimmungen vorlag, ein Gericht diesen dann aber Jahre sp&#228;ter als nicht &#8220;erheblich&#8221; genug einstuft?</p>
<p><a href="http://dejure.org/gesetze/GG/17.html">Art. 17 GG </a>gestattet jedermann sich direkt an die Aufsichtsbeh&#246;rden wenden zu d&#252;rfen, auch wenn das BAG dies ignoriert, sollte der Gesetzgeber Art. 17 GG st&#228;rken und nicht mit Regelungen wie der hier vorgeschlagenen noch weiter aush&#246;hlen. Erst wenn die Verpflichtung &#8220;zuerst intern&#8221; abgeschafft wird haben Unternehmen ein wirkliches Interesse daran interne Mechanismen so auszugestalten, dass sie auch die Interessen der Whistleblower ber&#252;cksichtigen. Untersuchungen belegen, dass Whistleblower gerne intern bleiben und nur dann zu Beh&#246;rden eskalieren wenn sie kein Vertrauen in interne Mechanismen haben. Dies muss ausreichen ohne dass dem Whistleblower dann noch eine Beweisf&#252;hrung hinsichtlich des vorliegens wieterer Kriterien aufgeb&#252;rdet wird.</p>
<p>In § 25 fehlt eine Regelung zur Beweislastumkehr etwa nach dem Muster: &#8220;(2) Macht der Besch&#228;ftigte glaubhaft, dass eine nach dem vorstehenden Absatz nicht sanktionierbare Handlung bzw. Unterlassung vorgenommen bzw. unterlassen wurde und dass es danach zu einer Benachteiligung kam, so obliegt es dem Arbeitgeber nachzuweisen, dass die Benachteiligung aus anderen Gr&#252;nden gerechtfertigt war.&#8221; </p></blockquote>
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		<title>CCC fordert besseren Whistleblowerschutz als Teil der Netzpolitik</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 16:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club (CCC) hat 11 "Forderungen f&#252;r  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chaos Computer Club (CCC) hat 11 &#8220;<a href="http://ccc.de/de/updates/2010/forderungen-lebenswertes-netz">Forderungen f&#252;r ein lebenswertes Netz</a>&#8221; vorgelegt. Aus Whistleblower-Sicht sind dabei die folgenden drei Thesen, die auch &#252;ber die Netzpolitik hinausreichen, besonders relevant:</p>
<blockquote><p>4. &#214;ffentliche Daten transparent handhaben</p>
<p>Mit Steuermitteln finanzierte Ergebnisse und Inhalte m&#252;ssen allgemeinfrei werden. Der Staat hat daf&#252;r zu sorgen, da&#223; sie im Internet f&#252;r jeden verf&#252;gbar sind. Patente auf Ergebnisse, die aus Steuermitteln finanziert wurden, sind unzul&#228;ssig.<br />
Die Allgemeinheit betreffende Daten wie statistische Erhebungen, Wetterdaten, geographische Daten und Karten, Satellitenaufnahmen etc. fallen auch unter diese Regelung, selbst wenn sie nicht mit Steuermitteln finanziert wurden.</p>
<p>9. Recht auf Anonymit&#228;t etablieren</p>
<p>Anonymit&#228;t ist ein wichtiges Gut, sowohl in der realen Welt als auch im Internet. F&#252;r die politische Willensbildung ist es wichtig, da&#223; B&#252;rger sich informieren und diskutieren k&#246;nnen, ohne sich beobachtet oder verfolgt zu f&#252;hlen. Authentizit&#228;t im Internet darf nicht zu Lasten der Anonymit&#228;t gehen und nicht durch erkennungsdienstliche Behandlung erkauft werden.<br />
Wir fordern daher, da&#223; Betreiber bestehender anonymer Kommunikationsm&#246;glichkeiten wie etwa Tor nicht weiter Verfolgung und Repressalien ausgesetzt werden, sondern eindeutig gesetzlich gekl&#228;rt wird, da&#223; sie nicht f&#252;r &#252;ber ihre Dienste get&#228;tigte &#196;u&#223;erungen belangt werden d&#252;rfen. Die vermehrten Beschlagnahmen von Computern, die Anonymisierungsdienste betreiben, sind zu beenden. Dies gilt umso mehr, da Menschen aus nicht-demokratischen Staaten auf die Bereitstellung solcher Dienste angewiesen sind.</p>
<p>11. Whistleblower-Schutz verbessern</p>
<p>Whistleblower m&#252;ssen gesch&#252;tzt und d&#252;rfen nicht verfolgt werden. Keiner, der den Mut zeigt, verborgene Mi&#223;st&#228;nde &#246;ffentlich zu machen, darf benachteiligt werden. Wer unbequeme Wahrheiten auch unter pers&#246;nlicher Gefahr ausspricht und weitergibt, soll daher gesetzlich gesch&#252;tzt werden.
</p></blockquote>
<p>Erfreulich ist dabei, dass CCC damit auch im Hinblick auf Whistleblower-Schutz eine umfassendere Forderung aufgestellt und die <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2008/06/03/ccc-fordert-schutz-von-whistleblowern/">in fr&#252;heren Ver&#246;ffentlichungen</a> noch enthaltenen Beschr&#228;nkungen auf &#8220;Arbeitnehmer, die Datenverbrechen in ihrer Firma aufdecken&#8221; aufgegeben hat.</p>
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		<title>TV-Tipp: Whistleblower in den USA</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 17:29:54 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weltspiegel besch&#228;ftigt sich morgen (18.7.2010 ab 19:20 Uhr in der ARD) mit den <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/12/obama-will-whistleblowerschutz-unterstuetzen/">Versprechungen</a> und der <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/06/14/daniel-ellsberg-ueber-whistleblower-loyalitaet-u-a-m/">Realit&#228;t</a> in Sachen Whistleblowerschutz unter dem US-Pr&#228;sidenten B. Obama. <a href="http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=6658434/1jg5jk1/index.html">Hier finden Sie die Vorank&#252;ndigung des SWR</a> und hier das <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel278.html">ARD-Ank&#252;ndigungsvideo</a>.</p>
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		<title>Buchbesprechung: Korte &#8211; Die Information des Aufsichtsrats durch die Mitarbeiter</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 15:16:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Grund warum diese juristische Promotion Eingang in  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grund warum diese juristische Promotion Eingang in dieses Blog findet, wird im Untertitel deutlich: &#8220;Whistleblowing und Mitarbeiterbefragung als Mitel zur Verbesserung der Informationsasymetrien in der AG&#8221;. Es geht also u.a. darum der Frage nachzugehen, ob Whistleblowingf&#246;rderung nicht eigentlich auch durch die Aufsichtsr&#228;te von Aktiengesellschaften betrieben werden sollte?</p>
<p>W&#252;rden diese dann nicht zuk&#252;nftig besser und vor allem fr&#252;her mitbekommen, was im Unternehmen wirklich l&#228;uft, ohne allein auf diejenigen Informationen angewiesen zu sein, die ihnen der Vorstand zur Verf&#252;gung stellt. Und b&#246;te ein solches System nicht auch eine Chance einerseits das &#8211; auch von den meisten Whistleblowern selbst pr&#228;ferierten &#8211; interne Whistleblowing zu f&#246;rdern und dabei gleichzeitig eine gesteigerte Unabh&#228;ngkeit der Nachpr&#252;fung des Whistleblowervorbringens von den Managementinteressen des Vorstandes zu gew&#228;hrleisten?</p>
<p>Wie schon die Zwischen&#252;berschrift &#8220;Whistleblowing als Chance f&#252;r die Unternehmen&#8221; zeigt erkennt die Autorin das Potentialvon Whistleblowing durchaus. Mehr noch, es findet sich auch Aussagen wie: &#8220;Nur wenn den Beschwerden nachgegangen wird und die Whistleblower ein Feedback bekommen, nutzt das Unternehmen die Mitarbeiter als ihm zur Verf&#252;gung stehende Ressource optimal&#8221; oder &#8220;Kann er [der Whistleblower] davon ausgehen, dass seine Enth&#252;llungen nicht nur geh&#246;rt werden, sondern, dass auch geeignete Gegenma&#223;nahmen erfolgen, wird er den Missstand aufdecken&#8221;, &#8220;Geht er davon aus, dass seine Enth&#252;llung keinen Erfolg haben wird, schweigt er&#8221;.</p>
<p>Es w&#228;re &#228;u&#223;erst w&#252;nschenswert, wenn sich diese Erkenntnisse nicht nur bei immer mehr jungen Wissenschaftlern, sondern auch bei den Unternehmensleitungen durchsetzen w&#252;rden, die derzeit bei Whistleblowerhotlines und Hinweisgebersystemen h&#228;ufig noch auf bestimmte eng begrenzte Bereiche &#8211; wie z.B. Korruptionsbek&#228;mpfung &#8211; und auf Anonymit&#228;t und Schutz vor Repressalien focussieren, statt auf Chancen zur Ver&#228;nderung und klare Kommunikation.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zum Buch und zur spezifischen Rolle des Aufsichtsrates. Hier ist die Autorin leider weniger fortschrittlich und mutig. Entgegen anderer Autoren, wie z.B. Hopt und Roth ist sie der Auffassung: &#8220;Da der Aufsichtsrat auf die &#220;berwachung des Vorstandes beschr&#228;nkt ist &#8230; kann er die Mitarbeiter weder auffordern ihm Informationen zur Verf&#252;gung zu stellen, noch unaufgefordert &#252;bergebene Informationen der Mitarbeiter entgegennehmen. Scheidet der Vorstand allerdings als Ansprechpartner aus, weil seine Handlungen Gegenstand der Beschwerden sind, muss den Mitarbeitern die M&#246;glichkeit gegeben werden, sich an vom Vorstand unabh&#228;ngige Stellen zu wenden.&#8221;</p>
<p>Erst hier kann nach Korte der Aufsichtsrat ins Spiel kommen. Dies allerdings auch in Bereichen wie z.B. der Rechnungslegung oder bei Missmangement und auch ohne das gleich ein strafbares Handeln n&#246;tig w&#228;re. Insgesamt beharrt Korte somit auf der ihrer Meinung nach aus dem f&#252;r Deutschland typischen und aus dem Aktiengesetz folgenden strengen Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und dem Aufsichtsrat als dessen &#220;berwachungsorgan. Sie bejaht nur jene Informationsm&#246;glichkeiten die dieser spezifischen auf den Vorstand fixierten &#220;berwachungsaufgabe dienen.</p>
<p>Auf dieser Basis spricht Korte dann konsequenter Weise dem Aufsichtsrat, dem die Befugnis zu organisatorischen Ma&#223;nahme fehle, auch die Befugnis ab, eigene Beschwerde- und Anlaufstellen zu schaffen. Auch aus § 111 Abs. 2 S.1 AktG ergebe sich letztlich nichts anderes.</p>
<p>M&#246;glich und vorzugsw&#252;rdig ist laut Korte vielmehr eine Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bei der Einrichtung von Hinweisgebersystemen (bei der je nach Ausgestaltung au&#223;erdem auch die Zustimmung des Betriebsrates erforderlich sein kann) und der Abschluss einer gemeinsamen Organisationsordnung. Betont wird dabei auch die Notwendigkeit zu Transparenz und Information der Mitarbeiter, deren Akzeptanz und Schutz, wobei die Autorin davon abr&#228;t eine Whistleblowing-Pflicht der Mitarbeiter vorzusehen.</p>
<p><span style="font-size: 13.3333px;">Die Einf&#252;hrung von Hinweisgebersystemen sollte dabei nach Meinung Kortes nicht durch Gesetz verpflichtend geregelt, sondern vielmehr durch Aufnahme in die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach dem Prinzip comply-or-explain rechtlich gef&#246;rdert werden. Was die Rolle des Aufsichtsrates in einem solchen System angeht, so sollte dieser nach Meinung der Autorin durch dessen Aussch&#252;sse und das Plenum handeln, notfalls unterst&#252;tzt durch einen zuarbeitenden Aufsichtsratsasisstenten. Der Aufsichtsrat sei nach § 109 Abs. 2 S. 2 AktG zur h&#246;chstpers&#246;nlichen Amtsf&#252;hrung verpflichtet. Daher k&#246;nnten auch Sachverst&#228;ndige nur zur Beratung &#252;ber einzelne Gegenst&#228;nde, nicht aber als st&#228;ndige Berater oder Ombudsleute speziell des Aufsichtsrates hinzugezogen werden. Daneben regt Korte eine gesetzliche Regelung an, die dem Aufsichtsrat die Pflicht zur Befragung von Mitarbeitern mit bestimmten Leitungsfunktionen z.B. in der internen Revision &#252;bertragen sollte.</span></p>
<p>Auch wenn die strikte Betonung des rechtlichen Trennungsprinzips nach Ansicht des Verfassers von der Autorin nicht in allen F&#228;llen &#252;berzeugend begr&#252;ndet wird, so ist ihr doch zuzugestehen, dass sie die Grundprobleme des Whistleblowing weit besser verstanden hat, als viele Unternehmen. Dabei wird jedoch eine gewisse Parodoxie deutlich, wenn sie trotz Trennungsprinzip letztlich eine gemeinsame Einrichtung des Hinweisgebersystems durch Vorstand und Aufsichtsrat bef&#252;rwortet und dabei die Reflexion dar&#252;ber unterl&#228;sst wie sich diese Gemeinsamkeit auf das Vertrauen des Whistleblowers auswirkt. Dieser hofft ja auf eine korrekte Bearbeitung seines Falles auch dann, wenn er die Beachtung von Recht und Moral in Bereichen einfordert, in denen diese den kurzfristigen Eigeninteressen der Mitglieder des Vorstandes &#8211; nicht aber zwangsl&#228;ufig auch den langfristigen Unternehmensinteressen an denen sich der Aufsichtsrat orientieren sollte &#8211; entgegensteht. Ein Hinweisgebersystem sollte daher immer so beschaffen und ausgestaltet sein, dass es auch in jener Konstellation funktioniert.</p>
<p><em>Korte, Kathrin: Die Information des Aufsichtsrats durch die Mitarbeiter — WHistleblowing und Mitarbeiterbefragung als Mittel zur Verbesserung der Infromationsasymmetrien in der AG; ISBN: 978-3-631-59228-1; 2010. </em><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=978-3-631-59228-1&amp;tag=whistleblowne-21&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><em>[amazon]</em></a><em><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=whistleblowne-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> <img src="http://ad.zanox.com/ppv/?8697610C228083478" border="0" alt="" hspace="1" width="1" height="1" align="bottom" /></em></p>
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