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	<title>Whistleblower-Netzwerk &#187; Medien</title>
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		<title>SPD-Fraktion beschlie&#223;t Gesetzesentwurf zum Whistleblowerschutz</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 07:21:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was lange w&#228;hrt. Bereits vor &#252;ber einem Jahr hatte di [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was lange w&#228;hrt. Bereits vor &#252;ber einem Jahr hatte die SPD Bundestagsfraktion einen Gesetzesentwurf zum Schutz von Whistleblowern/Hinweisgebern <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/01/20/spd-kuendigt-gesetzentwurf-zum-informantenschutz-an/">angek&#252;ndigt</a>. Nun scheint ein konkreter Text vorzuliegen und soll noch in dieser Woche offiziell in den Bundestag eingebracht werden. Dies ergibt sich aus <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&#038;n_firmanr_=109407&#038;sektor=pm&#038;detail=1&#038;r=482749&#038;sid=&#038;aktion=jour_pm&#038;quelle=0">zwei</a> <a href="http://www.spd.de/aktuelles/News/23694/20120207_whistleblower_schutz.html">Pressemitteilungen</a> der SPD und <a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-02/gesetzentwurf-whistleblower">mehreren</a> <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/transparenz-gesetzentwurf-will-besseren-schutz-von-whistleblowern/6169092.html">Berichten</a> in den Medien.</p>
<p>Nach den uns vorliegenden Informationen verfolgt die SPD den Ansatz eines eigenst&#228;ndigen Gesetzes. Dies ist aus Sicht von Whistleblower-Netzwerk ein Vorteil gegen&#252;ber den lediglich auf die &#196;nderung bestehender arbeits- und beamtenrechtlicher Regelungen setzenden Vorschl&#228;gen von <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/251/1/lang,de/">B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen</a>, dem <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/08/berliner-senat-kopiert-csu-vorschlag-zum-whistleblower-schutz/">Land Berlin</a> und der <a href="http://webarchiv.bundestag.de/archive/2010/0304/bundestag/ausschuesse/a10/anhoerungen/a10_81/16_10_849.pdf">gro&#223;en Koalition des Jahres 2008</a>. Erst eine genaue Analyse des SPD-Vorschlages wird jedoch zeigen, ob die SPD auch bereit ist, die sich hierdurch er&#246;ffnenden gr&#246;&#223;eren M&#246;glichkeiten f&#252;r den Schutz von Whistleblowern zu nutzen. Wie dies aussehen sollte, hat <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/229/1/lang,de/">Whistleblower-Netzwerk e.V. in seinem eigenen Gesetzesvorschlag</a> schon im April 2011 aufgezeigt.</p>
<p>Spannend wird auch zu beobachten, welche Voraussetzungen die SPD an &#8220;rechtm&#228;&#223;ige Hinweise&#8221; kn&#252;pfen wird, denn nur jene sollen den Schutz des Benachteiligungs- und K&#252;ndigungsverbotes ausl&#246;sen. Jedenfalls sollen &#8220;leichtfertige&#8221; Hinweise auch nach dem Willen der SPD wohl nicht gesch&#252;tzt werden. Unklar ist allerdings noch, wer das Vorliegen von Leichtfertigkeit im Streitfall wird beweisen m&#252;ssen. Zur Durchsetzung des Benachteiligungsverbots will die SPD dem Whistleblower Anspr&#252;che auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, sowie unter besonderen Voraussetzungen auch ein Leistungsverweigerungsrecht zuerkennen.</p>
<p>Whistleblower-Netzwerk unterst&#252;tzt die Feststellung der SPD, dass es an der Zeit ist die Rechte und Pflichten von Hinweisgebern endlich verbindlich zu regeln und deren Leistungen als Fr&#252;hwarner mit Zivilcourage gesellschaftlich zu w&#252;rdigen. Wir fordern die Koalitionsfraktionen auf, sich diesen Erkenntnissen nicht mehr zu verschlie&#223;en. Die aufgrund eines <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/064/1706492.pdf">Antrags der Linksfraktion</a> am <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/37624772_kw09_pa_arbeit_soziales/index.html">27.02.2012 stattfindende &#246;ffentliche Anh&#246;rung </a>im Ausschuss f&#252;r Arbeit und Soziales des Bundestages, bei der Whistleblower-Netzwerk durch seinen Vorsitzenden Guido Strack vertreten sein wird, bietet hierzu eine weitere Gelegenheit. </p>
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		<title>Neues von Manning und Assange</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 08:10:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die US-Army hat jetzt endg&#252;ltig entschieden, Bradley M [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die US-Army hat jetzt endg&#252;ltig entschieden, Bradley Manning wegen der Weitergabe von Dokumenten an Wikileaks in Bezug auf 22 Anklagepunkte vor dem Kriegsgericht <a href="http://www.gulli.com/news/18038-manning-muss-vors-kriegsgericht-2012-02-04">anzuklagen</a>. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Richter und der Termin der Verhandlung stehen noch nicht fest. </p>
<p>Die Verhandlung vor dem Supreme-Court in London im Hinblick auf die m&#246;gliche Auslieferung von Julian Assange an Schweden ist <a href="http://www.zdnet.de/news/41559923/assange-urteil-kommt-fruehestens-in-vier-wochen.htm">abgeschlossen</a>. Das Urteil wird aber erst in einigen Wochen erwartet. Assange der sich jetzt auch einer <a href="http://www.faz.net/aktuell/gerichtsverfahren-um-julian-assange-der-eigene-anwalt-klagt-11635572.html">zivilrechtlichen Kostenklage seines fr&#252;heren Anwaltes ausgesetzt sieht</a> plant derweil neue Medienaktivit&#228;ten in Form einer Talkshow bei Russia TV.</p>
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		<title>TV-TIPP: ZDF-Zoom zu Behandlungsfehlern</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:00:34 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 1.2.2012 l&#228;uft im ZDF ab 22:45 Uhr die Reportage &#8220;&#196;rztepfusch? Patienten klagen an&#8221; aus der Reihe Zoom. Laut <a href="http://www.presseportal.de/pm/7840/2190135/aerzte-bekennen-sich-erstmals-oeffentlich-zu-behandlungsfehlern-zdfzoom-ueber-missstaende-im">Vorank&#252;ndigung</a> sollen in der Sendung &#196;rzte sich vor der Kamera zu Behandlungsfehlern bekennen. Weiter hei&#223;t es:</p>
<p>&#8220;Behandlungsfehler in Kliniken k&#246;nnen in einem sich selbst kontrollierenden System aus Krankenhausverwaltung und &#196;rztekammer verschwiegen werden. Sollte ein Arzt dann doch einmal auspacken und Missst&#228;nde beim Namen nennen, wird dieser so genannte &#8220;Whistleblower&#8221; durch Androhung der K&#252;ndigung beziehungsweise juristischer Folgen massiv unter Druck gesetzt.&#8221;</p>
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		<title>Buchbesprechung: Whistleblower im nuklear-industriellen Komplex</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2012/01/21/buchbesprechung-whistleblower-im-nuklear-industriellen-komplex/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:08:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine gute Tradition, dass im Anschluss an die Verleihung des Whistleblowerpreises die Preistr&#228;ger nochmals in Buchform gew&#252;rdigt werden. So haben Dieter Deiseroth und Annegret Falter es auch diesmal wieder unternommen, den Fall des Preistr&#228;gers 2011, Dr. Rainer Moormann und zugleich die Reden zur Preisverleihung, zu dokumentieren. Man darf gespannt sein, ob dies auch noch dem anderen Preistr&#228;ger wiederfahren wird: demjenigen der das Collateral Murder Video an Wikileaks geleakt hat (wof&#252;r Bradley Manning in den USA derzeit angeklagt ist). </p>
<p>Der Fall von Dr. Rainer Moormann spielt am (Kern-)Forschungszentrum in J&#252;lich, an dem Moormann 35 Jahre als Wissenschaftler und Experte f&#252;r Kugelhaufen/Hochtemperatur-Kernreaktoren (HTR) gearbeitet hat. Ein solcher Reaktor war bis 1988 in J&#252;lich als Forschungsreaktor in Betrieb. In der Bundesrepublik setzte man offiziell noch Anfang der 80iger Jahre gro&#223;e Hoffnungen in diesen alternativen Reaktortyp der angeblich &#8220;inh&#228;rent sicher&#8221; sei, weil das, bei anderen Reaktortypen bestehende Risiko der Kernschmelze, bei ihm baulich ausgeschlossen ist. Der f&#252;r die Stromproduktion vorgesehene gro&#223;e Bruder des J&#252;licher Forschungsreaktors in Hamm Uentrop wurde aber schon 1989, nur f&#252;nf Jahre nach seiner Inbetriebnahme, wieder vom Netz genommen. Das Kapitel HTR schien damit f&#252;r die Bundesrepublik beendet und auch f&#252;r einen scheinbar unbedeutenden St&#246;rfall, den es 1978 in J&#252;lich gegeben hatte, interessierte sich niemand mehr.</p>
<p>Dann aber entdeckten die Bef&#252;rworter jener Technologie die M&#246;glichkeit die Technologie HTR mit dem Siegel &#8220;Made in Germany&#8221; im Ausland, zu vermarkten. Z.B. in S&#252;dafrika wurde mit dem Versprechen von sicherer und g&#252;nstiger Energie ein Milliardenprojekt aus der Taufe gehoben. Dr. Moormann hingegen war nicht bereit, sich von dieser Euphorie anstecken zu lassen. Er tat was ein Wissenschaftler tun sollte: er versuchte unerkl&#228;rliche Effekte (z.B. die gegen&#252;ber den Berechnungen in der Praxis erheblich h&#246;here Temperatur im Reaktor im Reaktor) und auch die Ursachen und Folgen des St&#246;rfalls in J&#252;lich zu ergr&#252;nden und er publizierte dar&#252;ber. Seine Erkenntnis: zwar k&#246;nnen beim HTR bestimmte Risiken anderer Kernreaktoren tats&#228;chlich bauartbedingt vermieden werden, dies hei&#223;t aber noch lange nicht, dass jene Technologie risikofrei oder auch nur insgesamt sicherer ist. </p>
<p>Das Moormann Zweifel an <em>ihrem Baby</em> streute, passte den Technologiebef&#252;rwortern nicht ins Konzept. Sie wollten keine neue teure Forschung, um den von Moormann aufgezeigten Problemen nachzugehen, sie hatten kein Interesse daran, dass jemand erfuhr wie knapp die Region zwischen Aachen und K&#246;ln 1978 einer gro&#223;en Nuklearkatastrophe entgangen war. Dies alles war schlecht f&#252;r ihren Ruf und ihre Gesch&#228;fte. Man reagierte, indem man versuchte Moormann als Unglaubw&#252;rdig darzustellen. Seine Aufs&#228;tze wurden in Mails an Kollegen (z.B. im lesenswerten Dokument 5 im Anhang des Buches) als Pamphlete und L&#252;gen, er selbst als verbittert und verr&#252;ckt bezeichnet. Auch das Forschungszentrum J&#252;lich reagierte. Pl&#246;tzlich war kein Geld mehr da, um lang geplante Kongressreisen von Moormann zu bezahlen und versetzt wurde er auch. Doch Moormann blieb standhaft, lies sich nicht einsch&#252;chtern und trug, insbesondere dadurch, dass er auch mit den Medien sprach dazu bei, dass mittlerweile auch das Projekt in S&#252;dafrika gestoppt und die Sensibilit&#228;t f&#252;r die Risiken des HTR auch au&#223;erhalb Deutschlands gewachsen ist. </p>
<p>Das Buch von Deiseroth und Falter dokumentiert diesen Fall in auch f&#252;r Nicht-Techniker verst&#228;ndlicher Sprache und setzt ihn zugleich in Bezug. In Bezug zu den Ereignissen in Fukushima, zu der von TEPCO gesponserten Ausbildung Japanischer Atomwissenschaftler, zum auch dort aufzufinden Gruppendenken der selbsternannten Wissenschaftler-Eliten, die auch dort jene, die schon fr&#252;hzeitig auf Risiken hingewiesen hatten, mundtot machten. In Bezug aber auch zu generellen Fragen im Zusammenhang mit Whistleblowing, z.B. zur Frage wie Journalisten sich ein Bild &#252;ber Whistleblower machen (im Beitrag des WDR-Journalisten Martin Herzog) oder auch zur Frage welchem psychischen Druck Whistleblower ausgesetzt sind, wenn sie auf einmal wahrnehmen, dass ihre Sicht der Welt von ihrer unmittelbaren Umwelt nicht geteilt und vielleicht sogar als unrichtig zur&#252;ckgespiegelt wird. Hierzu hei&#223;t es schon im Vorwort von Ulrich Bartosch: <em>&#8220;Die damit einhergehende Einsamkeit ist schmerzlich und wird sehr wahrscheinlich noch verst&#228;rkt durch die wahrgenomme Gef&#228;hrdung von eigener beruflicher, wirtschaftlicher Zukunft und vielleicht sogar k&#246;rperlicher Unversehrtheit. Man darf sich nicht wundern, wenn solche Menschen auf ihre Umgebung, bisweilen sonderbar, verbissen oder auch unsicher wirken sollten.&#8221;<br />
</em><br />
Umso wichtiger ist es aber, gerade bei der wissenschaftlichen Beurteilung von gesellschaftlich relevanten Risiken, jene Stimmen und die vorgebrachten Argumente als Fr&#252;hwarnsystem ernst zu nehmen. Das vorliegende Buch und der darin geschilderte Fall sind eine wichtige Erinnerung daran.</p>
<p><em>Deiseroth, Dieter; Falter, Annegret (Hg.): Whistleblower im nuklear-industriellen Komplex &#8212; Preisverleihung 2011 &#8211; Dr. Rainer Moormann; ISBN: 978-3-8305-3021-3; 2011.</em></p>
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		<title>Whistleblowing: Wochen-Nachlese</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 19:53:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Leider war in der letzten Woche keine Zeit f&#252;r Blogmel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider war in der letzten Woche keine Zeit f&#252;r Blogmeldungen, d.h. aber nicht, dass nichts passiert ist, z.B.:</p>
<p>Der Leiter der Anh&#246;rung im Fall Manning, der <a href="http://www.politico.com/blogs/under-the-radar/2012/01/the-script-for-alleged-wikileaker-bradley-mannings-109863.html">diese nach Skript ausf&#252;hrte</a>, erf&#252;llt die in ihn gesetzten Erwartungen und <a href="http://www.gulli.com/news/17853-militaerrichter-manning-soll-vor-ein-kriegsgericht-2012-01-12?utm_source=twitterfeed&#038;utm_medium=twitter">schl&#228;gt die Er&#246;ffnung eines formellen Milit&#228;rstrafverfahrens gegen Manning vor</a>.</p>
<p>In Deutschland wird wieder f&#252;r die Freilassung Mannings demonstriert: <a href="http://www.gulli.com/news/17833-manning-unterstuetzer-wollen-am-15-januar-in-berlin-demonstrieren-update-2012-01-09">am 15.01.</a> anl&#228;sslich der dezentralen Global-Change Demonstrationen und <a href="http://www.bradleymanning.de/2012/01/freiheit-fur-bradley-manning-demo-am-sa-21-01-12-frankfurt-hauptbahnhofkaisersack/">am 21.01. in einer Pro-Manning-Demo in Frankfurt am Main</a>.</p>
<p>In der Schweiz <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/philipp_hildebrand_tritt_zurueck_1.14232949.html">trat der Pr&#228;sident der Nationalbank wegen eines Devisenspekulationsgesch&#228;fts zur&#252;ck</a>. Der Hinweis darauf stammte von einem Banker, der sich nach Ver&#246;ffentlichung der Geschichte der Staatsanwaltschaft stellte und sich nun wegen Verletzung des Bankgeheimnisses verantworten muss. Den Whistleblower hat dies alles psychisch so sehr ersch&#252;ttert, dass er einen <a href="http://newsbloggers.ch/2012/01/09/devisenaffare-informant/">Selbstmordversuch</a> unternahm. Dies hat eine intensive <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/reto-t-ist-ein-armer-kerl-191661">Diskussion zum Thema Whistleblowing</a> in der Schweiz angeregt, in der sich u.a. auch <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Jetzt-beginnt-die-Aera-der-Whistleblower/story/23432257">Rudolf Elmer</a> zu Wort gemeldet hat. </p>
<p>Der Untersuchungsausschuss zum Fall der hessischen Steuerfahnder muss sich einen neunen Vorsitzenden suchen. Der bisherige Vorsitzende Leif Blum, der <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/13/nachtrag-zum-gestrigen-liveblogging/">sich u.a. durch das Verbot der Berichterstattung dieses Blogs einen Namen gemacht hatte</a>, hat angesichts der gegen ihn <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/10/leif-blum-laesst-ausschussvorsitz-ruhen/">laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen</a> jetzt <a href="http://www.fr-online.de/rhein-main/der-fall-blum-leif-blum-verlaesst-den-ausschuss,1472796,11436978.html">endg&#252;ltig hingeschmissen und auch seine Mitgliedschaft im Untersuchungsausschuss niedergelegt</a>.</p>
<p>Der englischsprachige Blog von Transparency International berichtet &#252;ber <a href="http://blog.transparency.org/2012/01/12/blowing-the-whistle-in-central-america-not-as-easy-as-it-sounds/">Whistleblower in Latein-Amerika und die Gefahren denen sie ausgesetzt sind</a>. Die Forderungen, die diese an die Politik haben, decken sich dabei weitgehend mit denen von Whistleblower-Netzwerk.</p>
<p>Und dann war da noch die Aff&#228;re um die mit gef&#228;hrlichem Industriesilikon gef&#252;llten <a href="http://www.rp-online.de/gesundheit/news/tuev-entzog-pip-siegel-schon-2010-1.2671411http://www.rp-online.de/gesundheit/news/tuev-entzog-pip-siegel-schon-2010-1.2671411">Brustimplantate aus Frankreich</a>: Aufgedeckt durch <a href="http://pharmagossip.blogspot.com/2012/01/breast-implant-scandal-whistleblowers.html?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+blogspot%2FDlJuM+%28PharmaGossip%29">Whistleblower</a>.</p>
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		<title>Radiotipp: Deutschlandradio Kultur &#8211; Breitband &#8211; zu Leakingplattformen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 21:17:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[An diesem Samstag, den 07.01.2012, ab 14:05 Uhr auf Deu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An diesem Samstag, den 07.01.2012, ab 14:05 Uhr auf Deutschlandradio Kultur, geht es u.a. um Leakingplattformen, Transparenz und Whistleblowing. In der <a href="http://breitband.dradio.de/leakingtrends-wulffsche-authentizitat-und-audio-games/">Ank&#252;ndigung</a> hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Wie weit darf das Leaken von Informationen gehen? Diese Frage steht erneut im Raum, nachdem die Hacker-Gruppe Anonymous Anfang dieser Woche ein Webportal gegen Neonazis gestartet hat. Die Aussteiger-Initiative EXIT h&#228;lt diese Aktion f&#252;r das falsche Mittel im Kampf gegen Rechts. Anlass f&#252;r Breitband, einen Blick auf die Entwicklung von Leakingplattformen seit Wikileaks zu werfen und nach den Wertma&#223;st&#228;ben zu fragen, die beim Leaken gelten sollten. Wir diskutieren mit Guido Strack vom Whistleblower Netzwerk, Christian Humborg, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Transparency International Deutschland und Kollegen Markus Heidmeier, ehemals Leaks-Blog-Autor bei Zeit Online.</p></blockquote>
<p>Weitere Themen sind Wulffsche Authentizit&#228;t und Audio Games. Die Sendung ist nach Ausstrahlung auch <a href="http://breitband.dradio.de/leakingtrends-wulffsche-authentizitat-und-audio-games/">online abrufbar</a>.</p>
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		<title>Petition zur Freilassung von Gustl Mollath wegen gravierender Verfahrensfehler und Falschgutachten</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 16:38:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Edith und Gerhard D&#246;rner von der AG Solidarit&#228;t mit G [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Edith und Gerhard D&#246;rner von der AG Solidarit&#228;t mit Gustl Mollath aus N&#252;rnberg haben jetzt bei OpenPetition.de eine <a href="http://openpetition.de/petition/online/freilassung-von-gustl-mollath-wegen-gravierender-verfahrensfehler-und-falschgutachten">Petition an den Bayerischen Landtag zur Mitzeichnung eingestellt</a>. </p>
<p>Wir hatten bereits &#252;ber den Fall Mollath, der auf m&#246;gliche Steuerhinterziehung hinwies und seit dem 27.02.2006 in der bayerischen Psychiatrie weggesperrt ist, <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/13/tv-tipp-i-gustl-mollath-unschuldig-in-der-psychiatrie/">berichtet</a> und weisen gerne nochmal auf den ausf&#252;hrlichen, <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=8940916/dgvq5/index.html">online abrufbaren</a>, Bericht bei Report Mainz und die <a href="http://www.gustl-for-help.de/index.html">hervorragende Unterst&#252;tzer-Webseite</a> hin.</p>
<p>Die Kernforderungen der aktuellen Petition lauten:</p>
<blockquote><p>• Die sofortige Freilassung von Gustl Mollath aus der forensischen Psychiatrie.</p>
<p>• Die umfassende und unabh&#228;ngige juristische Kl&#228;rung des Falles Mollath, hinsichtlich der Fehlurteile und Falschgutachten, die zu seiner Zwangsverwahrung in den bayerischen Forensiken gef&#252;hrt haben.</p>
<p>• Die juristische Verfolgung der damaligen Anzeigen hinsichtlich von Steuerhinterziehung, Schwarzgeldtransfers und Insidergesch&#228;ften.</p>
<p>Da die Vorg&#228;nge im Fall Gustl Mollath keinen Einzelfall darstellen sondern ein strukturelles Problem sind, fordern wir ebenfalls:</p>
<p>• Die Aufkl&#228;rung &#228;hnlich gelagerter F&#228;lle von Rechtsbeugung und versuchter Psychiatrisierung von Whistleblowern (Hinweisgebern) in Bezug auf Wirtschaftskriminalit&#228;t.</p>
<p>• Die unabh&#228;ngige &#220;berpr&#252;fung der bayerischen forensischen psychiatrischen Anstalten hinsichtlich menschenunw&#252;rdiger Zust&#228;nde und das Abstellen dieser, soweit vorhanden.</p></blockquote>
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		<title>Zwischen den Jahren</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:30:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wir wissen, dass wir das Leid der Angeh&#246;rigen der Opfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir wissen, dass wir das Leid der Angeh&#246;rigen der Opfer nicht wiedergutmachen k&#246;nnen. Aber ihnen und uns gemeinsam sind wir es schuldig, die Taten umfassend aufzukl&#228;ren und alle Beteiligten, auch die Helfershelfer, zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist unsere Pflicht, die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft entschlossen zu verteidigen &#8211; jederzeit und gegen jede Form von Gewalt. Das ist eine Daueraufgabe &#8211; f&#252;r die Politik wie f&#252;r uns alle.</p></blockquote>
<p>So manche Whistleblowerin und so mancher Whistleblower h&#228;tten sich gew&#252;nscht, dass jene <a href="http://www.tagesschau.de/inland/merkelrede108.html">Worte aus der Neujahrsansprache der Kanzlerin</a> auch auf sie bezogen w&#228;ren. Sie w&#252;nschten: Dass in Deutschland Whistleblower nicht l&#228;nger als Nestbeschmutzer diffamiert w&#252;rden. Dass es mehr Ansprechpartner g&#228;be, an die man sich mit Fragen und Hinweisen bez&#252;glich m&#246;glicher Rechtsbr&#252;che wenden k&#246;nnte. Dass diese Ansprechpartner und Ermittlungsbeh&#246;rden &#8211; wie z.B. die <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/09/eugh-verlangt-wirkliche-unabhaengigkeit/">Staatsanwaltschaften in den meisten anderen Staaten Europas &#8211; unabh&#228;ngig</a> w&#228;ren. Dass die zust&#228;ndigen Stellen den Hinweisen unbefangen und gr&#252;ndlich nachgehen w&#252;rden &#8211; auch dann, wenn die Vorw&#252;rfe zun&#228;chst unglaublich klingen, weil sie sich gegen <a href="http://www.ethikverband.de/cms/front_content.php?client=1&#038;lang=1&#038;idcat=66&#038;idart=628">wohlangesehene Wirtschaftslenker</a> oder hohe und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13790894/Bundespraesident-Wulff-soll-sich-selbst-anzeigen.html">h&#246;chste Staatsdiener</a> richten. </p>
<p>Dann, h&#228;tte es vielleicht auch bei der Polizei und in den Verfassungsschutz&#228;mtern fr&#252;hzeitig Whistleblower gegeben, die schon vor Jahren erfolgreich h&#228;tten einfordern k&#246;nnen, dass beim rechten Terror &#8211; und auf diesen bezieht sich die Kanzlerin im Eingangszitat &#8211; nicht l&#228;nger bezahlt und weggeschaut wird. So aber wurden die wenigen Whistleblower, die es gab, wie z.B. <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/Sven_Gratzik.htm">Sven Gratzik</a> und seine beiden Kollegen, die beim LKA Sachsen-Anhalt gegen Neo-Nazis vorgingen, zur&#252;ckgepfiffen und ins Puppentheater versetzt. </p>
<p>Whistleblower-Netzwerk e.V. nimmt sich der von der Kanzlerin beschriebenen Daueraufgabe an. Wir bieten auch eine Antwort auf ihre Frage &#8221; Wie lernen wir als Gesellschaft?&#8221;: In dem wir hinschauen, Whistleblowern zuh&#246;ren, ihre Hinweise pr&#252;fen und wo n&#246;tig Konsequenzen daraus ziehen. In dem wir Whistleblowern eine bestm&#246;gliche Chance geben, Ver&#228;nderungen von Missst&#228;nden anzusto&#223;en, ohne selbst dabei zu Schaden zu kommen.</p>
<p>F&#252;r dieses Ziel haben wir auch 2011 gearbeitet: Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem <a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=dok-zentrum%20anstageslicht.de&#038;source=web&#038;cd=2&#038;ved=0CCwQFjAB&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.anstageslicht.de%2FWhistleblower%2F&#038;ei=WBf_ToveIJDTsgaAgrGADA&#038;usg=AFQjCNH3XBZDBmMIapEHAZplEP0nWlpS7g&#038;sig2=f57AB7U-bSw3yIWWhWKk3w">Dok-Zentrum AnsTageslicht.de</a> haben wir die Geschichte von Sven Gratzik und seiner Kollegen und mehr als zwanzig weitere Whistleblowerf&#228;lle in unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/intro.htm">Ausstellung &#8220;Whistleblowing &#8211; Licht ins Dunkel bringen!&#8221; </a>dokumentiert und pr&#228;sentiert. Im Auftrag der Hans B&#246;ckler Stiftung haben wir in einer <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/244/1/lang,de/">Studie interne Whistleblowing-Systeme</a> in der deutschen Wirtschaft untersucht und ein detailliertes <a href="http://www.boeckler.de/mbf_bvd_gr_whistleblowing.pdf">Gestaltungsraster</a> entwickelt, wie Unternehmen in transparenter Weise und im Dialog mit ihren Mitarbeitern internes Whistleblowing f&#246;rdern und als Fr&#252;hwarnsystem nutzen k&#246;nnen. Wir haben die Diskussion um die Notwendigkeit effektiven gesetzlichen Whistleblowerschutzes national und international eingefordert und konstruktiv begleitet und auch 2011, soweit dies mit unseren bescheidenen Mitteln m&#246;glich, war einzelne Whistleblowerinnen und Whistleblower unterst&#252;tzt. </p>
<p>Erfolge blieben dabei nicht aus: Unser Vorstandsmitglied Brigitte Heinisch hat ein bedeutsames <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/07/21/urteil-des-egmr-whistleblowing-von-meinungsfreiheit-geschuetzt/">Urteil des Europ&#228;ischen Gerichtshofs f&#252;r Menschenrechte</a> erreicht. Unsere Arbeit wurde international wahrgenommen und gew&#252;rdigt, sowohl bei <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/16/internationale-ngos-wollen-bestmoeglichen-whistleblowerschutz-in-g20-staaten/">NGOs</a> und im neu gegr&#252;ndete <a href="http://fairwhistleblower.ca/content/international-whistleblowing-conference-brings-together-best-brains">WIN (Whistleblowing International Network)</a> als auch bei der <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/11/29/oecd-legt-studie-und-empfehlungen-fuer-g20-staaten-vor-und-zitiert-whistleblower-netzwerk/">OECD und den G20-Staaten</a>. Wir stehen auch im Dialog mit der <a href="http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2011/11/16/interview-mit-guido-strack-whistleblower-netzwerk-e-v/">Wissenschaft</a> und der Politik und auch die Medien greifen unsere Themen und Vorschl&#228;ge immer mal wieder auf. In Deutschland haben wir es mittlerweile immerhin erreicht, dass <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/30/bundestagsdebatte-zum-gesetzlichen-whistleblowerschutz/">sich alle Oppositionsfraktionen im Bundestag f&#252;r gesetzlichen Whistleblowerschutz aussprechen</a>. Bis zur Umsetzung unseres <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/229/1/lang,de/">eigenen Gesetzesentwurfs</a> ist es zwar noch<br />
ein weiter Weg, aber wir wollen auch zuk&#252;nftig das Gespr&#228;ch suchen, Schwachpunkte in der bisherigen Rechtslage und den <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/14/replik-in-sachen-gesetzesentwurf-der-gruenen/">ersten zaghaften &#196;nderungsvorschl&#228;gen der Parteien</a> aufzeigen und effizienten gesetzlichen Whistleblowerschutz einfordern.</p>
<p><strong>Das Jahresende wollen wir nutzen, um all jenen ganz herzlich zu danken, die uns 2011 unterst&#252;tzt haben.</strong> </p>
<p>Unsere Arbeit geht 2012 weiter: Im Januar stehen gleich mehrere Gerichtsverhandlungen von Whistleblowerinnen und Whistleblowern an, die wir begleiten wollen. Im Februar wird es eine <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a11/anhoerungen/index.html">&#246;ffentliche Anh&#246;rung zur Notwendigkeit gesetzlichen Whistleblowerschutzes im Bundestagsausschuss f&#252;r Arbeit und Soziales</a> geben, bei dem wir vertreten sind. Ende M&#228;rz werden wir <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/intro.htm">unsere Ausstellung</a> im Europ&#228;ischen Parlament in Br&#252;ssel pr&#228;sentieren.</p>
<p>Um all dies und noch viel mehr auch 2012 erfolgreich leisten zu k&#246;nnen,  brauchen wir noch mehr Menschen, die unsere Ziele teilen, die mitarbeiten (sei es <a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_contact/task,view/contact_id,1/Itemid,4/lang,de/">projektbezogen</a> z.B. bei &#220;bersetzungen unserer Ausstellungstexte oder regelm&#228;&#223;ig als <a href="http://www.whistleblower-net.de/images/stories/downloads/WBNW_beitritt.pdf">neues Vereinsmitglied</a>) und wir brauchen auch mehr <a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_wrapper/Itemid,56/lang,de/">Spenden</a> um unsere Aktivit&#228;ten finanzieren zu k&#246;nnen. Hierf&#252;r bitten wir um Ihre Unterst&#252;tzung!</p>
<p><strong>Whistleblower Netzwerk e.V. w&#252;nscht Ihnen allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2012.<br />
</strong></p>
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		<title>Vergessen ist der gr&#246;&#223;te Feind!</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 12:18:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachfolgend dokumentieren wir die Rede die Annegret Fal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend dokumentieren wir die Rede die Annegret Falter (Mitglied der Jury von VDW und IALANA, die Bradley Manning den <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/174/98/lang,de/">Whistleblowerpreis</a> 2011 verliehen hat) am letzten Samstag anl&#228;sslich der <a href="http://www.freebradleymanning.de/?page_id=129">Kundgebung f&#252;r Bradley Manning vor der US-Botschaft in Berlin</a> gehalten hat:</p>
<p><a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Manning_Demo.jpg"><img src="http://www.whistleblower-net.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Manning_Demo.jpg" alt="" title="Support_Manning" width="128" height="85" class="alignright size-full wp-image-2975" /></a></p>
<blockquote><p>Bradley Manning steht in diesen Tagen zum ersten Mal vor Gericht. Nach 18 Monaten Haft in Milit&#228;rgef&#228;ngnissen. </p>
<p>Warum ? Was hat Bradley Manning getan? </p>
<p>Der US-Soldat soll geheime Dokumente der US-Regierung an Wikileaks gegeben haben. Aus ihnen konnte man erfahren, dass US-Soldaten im Irak mit Hubschraubern Jagd auf Zivilisten gemacht haben; es wurden weitere schockierende Einzelheiten &#252;ber den menschenrechtswidrigen Umgang mit Gefangenen in Guantanamo bekannt; man erfuhr von geheimen v&#246;lkerrechtswidrigen Absprachen zwischen Regierungsvertretern weltweit. Da tauchen sie alle auf: von A wie Arabische Emirate bis Z wie Zimbabwe.</p>
<p>Der Pr&#228;sident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, Mannings oberster Befehlshaber, hatte vor Amtsantritt gesagt, dass er seine Regierung auf »einen beispiellosen Grad der Offenheit« und die Errichtung »eines Systems der Transparenz und &#246;ffentlichen Teilhabe« verpflichten wollte. Er hatte auch gesagt, dass bis Juni 2012 alle Regierungseinrichtungen ihre als geheim klassifizierten Dokumente sichten und je nach dem freigeben sollten.</p>
<p>Das war fr&#252;her. Im vergangenen Jahr wurden 77 Mio Dokumente in verschiedene Geheimhaltungsstufen klassifiziert. Gerechtfertigt oder nicht. Das bedeutete einen Anstieg von 40% gegen&#252;ber dem Vorjahr. &#8211; Es ist ja auch bequem, alle belastenden oder peinlichen Informationen zu Staatsgeheimnissen zu erkl&#228;ren – aber es ist das Gegenteil von vern&#252;nftigem Regierungshandeln.</p>
<p>Vielleicht besteht Bradley Mannings Fehlverhalten ja nur darin, dass er die Ank&#252;ndigungen seines Oberbefehlshabers ernst genommen hat. </p>
<p>Das sieht Au&#223;enministerin Hillary Clinton allerdings anders. Sie sagte im vergangenen Jahr: „Diese Enth&#252;llungen sind nicht nur ein Angriff auf die US-Au&#223;enpolitik, sie sind ein Angriff auf die internationale Gemeinschaft. (&#8230;) Wir werden aggressive Schritte unternehmen, um jene zur Rechenschaft zu ziehen, die diese Informationen gestohlen haben.“</p>
<p>Das hat die US-Regierung ja nun getan.</p>
<p>Sie hat Bradley Manning seit eineinhalb Jahren weggesperrt &#8211; unter zeitweise folter&#228;hnlichen Bedingungen, wie namhafte US-Juristen in einem offenen Brief an ihren Kollegen, den Pr&#228;sidenten Obama, geschrieben haben. Jetzt steht Manning vor einem Milit&#228;rgericht, dessen Unbefangenheit Mannings Verteidiger Coombs noch vor Prozessbeginn anzweifelte. </p>
<p>Wenn Manning die Dokumente weitergegeben hat: Er h&#228;tte es getan f&#252;r die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger Tunesiens, f&#252;r die H&#228;ftlinge in Guantanamo, f&#252;r die Zivilisten in Irak und Afghanistan und f&#252;r d i e amerikanischen Freunde, die versuchen, den zunehmenden Geheimhaltungswahn der US-Regierung einzud&#228;mmen. Denn d e r gef&#228;hrdet die Rechte der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger &#8211; die Informationsfreiheit, die Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit, die Demokratie! Er h&#228;tte es f&#252;r uns alle getan!</p>
<p>Darum m&#252;ssen wir uns jetzt fragen: Was k&#246;nnen w i r f&#252;r ihn tun? </p>
<p>Was k&#246;nnen wir, die wir hier in Berlin am Brandenburger Tor versammelt sind, was kann die Zivilgesellschaft f&#252;r einen Mann tun, der tausende Meilen entfernt in einem Hochsicherheitstrakt einsitzt, milit&#228;risch abgeschirmt vor Freunden und Unterst&#252;tzern. Abgeschirmt vor allem von den Medien und ihren Vertretern. Seine Haftbedingungen in Fort Leavensworth wurden nach massiven Protesten aus dem In-und Ausland und der UN ein wenig erleichtert. Es wurden nach einem komplizierten Verfahren einige Besucher zugelassen. Journalisten werden es nach wie vor nicht.</p>
<p>Was also kann man f&#252;r Bradley Manning tun? </p>
<p>Man kann zeigen, dass und warum die Informationen, die er an Wikileaks gegeben haben soll, f&#252;r Menschen auf der ganzen Welt wichtig sind. Nicht alle. Aber viele. Etwa 250.000 Dokumente wurden inzwischen ver&#246;ffentlicht. Der Spiegel hatte ein Vierteljahr lang 50 Redakteure an die Auswertung gesetzt. Der Guardian, Le Monde, El Pais – die k&#246;nnen das. K&#246;nnen sich das leisten, haben die Leute. Wikileaks konnte es nicht. Und Bradley Manning schon gleich gar nicht. Folgt daraus, dass Manning, dass Wikileaks die Finger von der ganzen Sache h&#228;tte lassen m&#252;ssen? Weil es f&#252;r Einzelne unm&#246;glich ist, 250.000 Dokumente zu pr&#252;fen unter Gesichtspunkten wie Pers&#246;nlichkeitsschutz und &#246;ffentliche Relevanz? </p>
<p>Die US-Regierung greift Wikileaks mit diesem Argument seit Jahren massiv an. Sie wirft Julian Assange und nun Bradley Manning vor, milit&#228;risches Personal und die nationale Sicherheit der USA zu gef&#228;hrden sowie ausl&#228;ndischen Geheimdiensten und Terroristen in die H&#228;nde zu arbeiten. „To help the enemy“ – darauf steht schlimmstenfalls die Todesstrafe. Ein Nachweis wurde bisher nicht gef&#252;hrt. Im Gegenteil. Der damalige Verteidigungsminister Gates gab Mitte Oktober 2010 offiziell zu, dass die Ver&#246;ffentlichung von „70.000 Geheimdokumenten des Pentagon aus Afghanistan … keinen nennenswerten Schaden angerichtet hat. So seien keine Informanten in den Dokumenten enttarnt worden.“ </p>
<p>Darum kann es also nicht wirklich gehen. Worum dann? Wohl eher darum, die Informationen und die Deutungshoheit der Regierung zu sichern. Es geht darum, an Bradley Manning ein Exempel zu statuieren. Es geht darum, potentielle Whistleblower einzusch&#252;chtern und abzuschrecken. Keiner schlage mehr Alarm!</p>
<p>Wir alle sollen unsere Nase nicht in Herrschaftsgeheimnisse stecken. Wir alle sollen den Mund halten. Wir alle sollen die Finger von geheimen Dokumenten lassen! </p>
<p>Genau das werden wir n i c h t tun. Es stehen jetzt 250.000 Dokumente im Netz. Die Vorhut des globalen investigativen Journalismus hat sie nach Scoops durchforstet. Allerdings hat der „Spiegel“ andere Auswahlkriterien als wir – auch Verkaufskriterien. Daf&#252;r mag diplomatischer Klatsch und Tratsch relevant sein. </p>
<p>Jetzt aber sollten w i r weitersuchen. Die Obama-Administration besteht darauf, dass die im Internet ver&#246;ffentlichten „geheimen“ Dokumente weiterhin geheim zu halten seien. Regierungsbeamten ist es bei Strafe verboten, sie zu lesen oder herunter zu laden. Die US-Regierung wird ihre Gr&#252;nde haben. </p>
<p>Viele B&#252;rgerinnen und B&#252;rger aber, politisch bewusste und demokratisch gesinnte Menschen werden weitersuchen und die Dokumente finden, die die demokratische &#214;ffentlichkeit tats&#228;chlich kennen sollte. Weil sie ein Recht darauf hat. Solche wie das Video „Collateral Murder“. Dieses Staatsgeheimnis ist ein illegales Staatsgeheimnis. </p>
<p>Die Menschen werden auch k&#252;nftig unterschiedliche Kriterien haben, nach denen sie die Dokumente beurteilen. Sie werden auf Dinge sto&#223;en, die sie nur vage verstehen und nicht zureichend in ihren Kontext einordnen oder gewichten k&#246;nnen. Aber sie werden wissen oder in Erfahrung bringen, wer denn sie einordnen und auswerten kann. Daf&#252;r gibt es Netzwerke. Sie werden sie an Zeitungen schicken, an Blogs, an Internetforen und Twitter. An Greanpeace, an die IALANA, an Transparency International und das Whistelblower Netzwerk. An Truthout und Democracy Now. An Wissenschaftler und Juristen. An ihre Freunde in den USA, in Pakistan und im Kongo. Und die Menschen dort werden ihrerseits nach Enth&#252;llungen in den Dokumenten suchen – und sie finden. </p>
<p>D a s k&#246;nnen wir f&#252;r Bradley Manning tun. Im &#246;ffentlichen Interesse. F&#252;r Demokratie und Gemeinwohl. F&#252;r uns.</p>
<p>250.000 Dokumente sind viele Dokumente. Aber wir sind auch viele.</p>
<p>Gebt Bradley Manning nicht dem Vergessen anheim. Sorgt vor allem daf&#252;r, dass die Regierungen ihn nicht vergessen. Denn das ist es, was diejenigen hoffen, die ihn f&#252;r viele Jahre aus dem Verkehr ziehen wollen: Dass die Angelegenheit im Weltget&#252;mmel untergeht. </p>
<p>Das Vergessen aber ist der gr&#246;&#223;te Feind der politischen Gefangenen!<br />
Bradley Manning darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir sollten das nicht zulassen.
</p></blockquote>
<p>Unterdessen geht die Anh&#246;rung Mannings, wie <a href="http://netzpolitik.org/tag/whistleblower/">Blogs</a> und <a href="http://www.gulli.com/news/tags/p/tag/bradley+manning">andere</a> <a href="http://www.spiegel.de/thema/bradley_manning/">Medien</a> berichten, weiter. Und auch von WikiLeaks gibt es Neuigkeiten, denn die haben ein <a href="https://wlfriends.org/">Unterst&#252;tzernetzwerk</a> ins Leben gerufen. </p>
<p>Bitte unterst&#252;tzen Sie auch <a href="http://www.freebradleymanning.de/">http://www.freebradleymanning.de/</a>!</p>
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		<title>IALANA und VDW unterst&#252;tzen Manning</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 08:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem offenen Brief an Bradley Manning haben IALANA  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem offenen Brief an Bradley Manning haben IALANA und VDW &#8211; die gemeinsam den deutschen <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/174/98/lang,de/">Whistleblowerpreis</a> vergeben &#8211; die Verteidigung von Bradley Manning unterst&#252;tzt. Zugleich gaben die beiden Organisationen bekannt Manning zur Unterst&#252;tzung seines Verteidigungsfonds nunmehr das Preisgeld aus dem <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/06/06/whistleblowerpreis-2011/">Whistleblower-Preis 2011</a> zukommen zu lassen. Jener Preis war zur H&#228;lfte an den unbekannten Whistleblower gegangen, der das Collateral Murder Video an WikiLeaks geleakt und damit schwerste Menschen- und Kriegsrechtsverletzungen der US-Streitkr&#228;fte dokumentiert hatte.</p>
<p>Nachfolgend dokumentieren wir die Presseerkl&#228;rung der beiden Institutionen und den <a href="http://whistleblower-net.de/pdf/VDW_IALANA_l_t_Manning.pdf">zugeh&#246;rigen Brief (PDF)</a> und erinnern auch nochmals an die <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/14/kundgebung-fuer-bradley-manning-am-samstag-in-berlin/">Kundgebung zur Unterst&#252;tzung von Bradley Manning die am Samstag ab 16:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin</a> stattfinden wird.</p>
<blockquote><p><strong>Ist der US-Soldat Bradley Manning der Whistleblower?</strong></p>
<p>Hat er im April 2010 Wikileaks die Daten zum Video „Collateral Murder“ &#252;bermittelt? Das dienstlich aufgenommene Bord-Video zeigt die gezielte T&#246;tung einer Gruppe von Zivilpersonen durch die Besatzung eines US-Kampfhubschraubers am 12.7.2007 im Irak. Es dokumentiert ein Kriegsverbrechen, das sowohl nach nationalem als auch nach internationalem Recht als schwere Straftat zu verfolgen ist.<br />
IALANA und VDW haben dem bislang anonymen Informanten / der Informantin bereits im Sommer dieses Jahres den Whistleblowerpreis 2011 verliehen. Das Preisgeld und zus&#228;tzliche Spenden sollen der Verteidigung dessen zu Gute kommen, der/die sich zu dem Whistleblowing bekennt oder deswegen angeklagt wird.<br />
Vom 16.12.2011 an findet in Fort Meade nahe Washington DC die Anh&#246;rung von Bradley Manning gem&#228;&#223; dem Art. 32 des US-amerikanischen Wehrstrafrechts statt. Nach dieser Anh&#246;rung entscheidet das Gericht, ob ein Milit&#228;rgerichtsverfahren gegen Manning er&#246;ffnet wird.</p>
<p>IALANA und VDW appellieren an die Einsicht des Gerichts, dass es dem &#8220;nationalen Interesse&#8221; eines demokratischen Rechtsstaates niemals widersprechen kann, gravierende V&#246;lkerrechtsverst&#246;&#223;e &#246;ffentlich zu machen. Jede rechtsstaatliche Demokratie ist auf die Kontrolle ihrer Amtstr&#228;ger durch ihre B&#252;rgerinnen und B&#252;rger und die Medien existenziell angewiesen.</p></blockquote>
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