BR-Feature zu Chelsea Manning

Am 16. März lief im Bayerischen Rundfunk ein Feature über Chelsea Manning und das Video „Collateral Murder“, das den Mord an Zivilisten im Irakkrieg dokumentiert. Manning hatte das Material an Wikileaks gegeben und wurde u.a. dafür zu 35 Jahren Haft verurteilt, aber kürzlich vom scheidenden Präsidenten Obama begnadigt.
Manning erhielt den Whistleblower-Preis 2011.

Einladung zur Pressekonferenz

Kann unsere Gesellschaft wirklich auf Menschen verzichten, die ihre Schweigepflicht über intern erlangte Kenntnisse im öffentlichen Interesse brechen? Brauchen wir keine Hinweise auf unhaltbare Zustände in Altenheimen, auf BSE-Rinder, auf Luxemburger Steuer-Rulings und Übergriffe der Geheimdienste?

Pressekonferenz am 27.1.2017, 12.00 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin (am Gendarmenmarkt)

Zu Beginn des Wahljahres möchte Whistleblower-Netzwerk e.V. (WBNW) seine Erwartung an Parteien und Bundesregierung wiederholen, ihrer Verpflichtung zum Whistleblowerschutz gemäß internationalen Vorgaben nachzukommen. Dies hat die Bundesregierung bisher versäumt, wie aus einem Gutachten von Prof. Fischer-Lescano im Auftrag des DGB hervorgeht (Kurzgutachten).

Nach wie vor gibt es kein Whistleblowerschutzgesetz in Deutschland. De facto hat sich die Lage der Whistleblower eher verschlechtert als verbessert. WBNW fordert die Politiker in Parteien und Regierung auf einer Entwicklung Einhalt zu gebieten, die durch immer mehr Rechtsunsicherheit und Überwachung auch Whistleblower einschüchtert und journalistische Aufklärungsarbeit behindert.

Außerdem wollen wir potentielle Whistleblower mit einem neu gegründeten Rechthilfefonds ermutigen, sich vom Risiko gerichtlicher Auseinandersetzungen nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Damit möchten wir unseren Beitrag leisten Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein im Dienste des Gemeinwohls zu schützen.

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Whistleblower-Netzwerk gründet Rechtshilfefonds

Verein begeht am Freitag sein 10-jähriges Bestehen

Nur wenn Insider Hinweise geben, kann man frühzeitig Gegenmaßnahmen gegen kriminelle Machenschaften, rücksichtslose Profitgier, Vertuschung und Gefahren für Mensch, Umwelt, Demokratie und Frieden ergreifen. Nur wenn Insidern, die reden wollen, auch die Möglichkeit gegeben wird, dies ohne Angst vor Repressalien zu tun, erfährt man rechtzeitig von Missständen und Risiken in Behörden, Organisationen und Unternehmen.

Darum setzt sich der gemeinnützige Whistleblower-Netzwerk e.V. (WBNW) seit 10 Jahren für Whistleblower und gesetzlichen Whistleblowerschutz ein.

Anlässlich des Jubiläums gründet der Verein einen Rechtshilfefonds und möchte diesen sowie die Gründe, die dazu führten, interessierten Medienvertretern vorstellen:

Freitag, 25. November 2016, 10.30 Uhr
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz,
Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55 in 10117 Berlin

An der Pressekonferenz werden teilnehmen:

  • Annegret Falter, Vorsitzende WBNW
  • Martin Wenning-Morgenthaler, Vors. Richter am Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
  • Frank Wehrheim, Autor und ehemaliger Steuerfahnder
  • Markwart Faussner, Unternehmer

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Wochenrückblick Whistleblowing – unsere Medienauswahl (KW-39/2016)

EULeaks.eu: Europäische Grüne künden Whistleblowing-Plattform an

ein Beitrag von Katharina Meyer

 

Am 28. September fand der Internationale Tag des „Right to Know“ statt – des Rechts auf Zugang zu Informationen. Die Fraktion der GRÜNEN auf Europaebene nutzte diesen Anlass für die Ankündigung einer gemeinsamen Initiative: euleaks.eu ist eine Plattform, die Bürgern (und Beamten) künftig die Möglichkeit gibt, den Untersuchungsausschuss des Europaparlaments anonym über Missstände innerhalb der Institutionen der EU zu informieren. Erreichen kann man die Seite euleaks.eu ausschliesslich über das „Darknet“ – nach Herunterladen des TOR-Browsers unter  -> eulkspoobuj2ymt7.onion.

euronews: Neue Plattform Euleaks für Whistleblower

greens-efa: Zivilcourage ist keine Straftat

greens-efa.eu

Das Glas der Vernunft für Edward Snowden – er wird mit dem Kassler Bürgerpreis geehrt

In der hessischen Kulturstadt Kassel wurde am 25. September der Whistleblower Edward Snowden mit dem Kasseler Bürgerpreis dem „Glas der Vernunft“ geehrt. Snowden nahm per Videolink an der Verleihung teil. Das Preisgeld von 10.000€ werde ihm nach der Krönung überwiesen, so Bernd Leifeld, Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Bürgerpreises.

Deutsche Welle: Whistleblower Edward Snowden erhält Kasseler Bürgerpreis

Frankfurter Neue Presse: Kasseler Bürgerpreis geht an Edward Snowden

Hinweisgeber im Pharmagroßhandel

Das Bundeskartellamt soll Informationen von einem Whistleblower erhalten haben, die die Absprache zwischen Pharmagroßkonzernen betreffen. Am 14.09.16 wurden die Hauptniederlassungen einiger Konzerne in Berlin durchsucht. Das Kartellamt bestätigt lediglich die Durchsuchungen, wollte sich jedoch nicht weiter über den Vorgang äußern.

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Wochenrückblick Whistleblowing- unsere Medienauswahl (KW-32/2016)

Wie Edward Snowden zum russischen Spion gemacht wird

ARD FAKT nimmt die Desinformationskampagne und Behauptungen gegen Edward Snowden, dieser sei ein russischer Spion, auseinander. Die Berliner Morgenpost zeichnet die Debatte nach und berichtet über die heftigen Reaktionen des Bild.de-Chefredakteurs Reichelt auf den Bericht.

ard, Wie Edward Snowden zum russischen Spion gemacht wird

netzpolitik.org, ARD: Wie Edward Snowden zum russischen Spion gemacht wird, Markus Beckedahl

Berlin Morgenpost, „Bild.de“-Chef wettert über Bild-kritischen MDR-Beitrag, Christine Holthoff

Jüdische Gemeinde Berlin – Whistleblower belastet Vorstandschef

Seit Monaten wird Gideon Joffe, Vorstandschef der Jüdischen Gemeinde Berlin, vorgeworfen, er sei möglicherweise unrechtmäßig im Amt. Bislang konnte er alle Vorwürfe der Wahlmanipulation aussitzen. Nun aber ist ein ehemaliger Insider an die Öffentlichkeit gegangen.

Deutschlandfunk, Jüdische Gemeinde Berlin – Whistleblower belastet Vorstandschef, Jens Rosbach

Spekulationen nach mysteriösem Tweet Wo ist Whistleblower Edward Snowden?

Die Hamburger Morgenpost berichtet, dass es nach einem kryptischen Tweet von Edward Snowden in der letzten Woche massive Spekulationen gab – Einige Medien und Blogger vermuteten, es handele sich bei dem Tweet um einen „Dead Man’s Switch“. Eine solche Totmanneinrichtung ist ein automatisch ausgelöstes Signal, falls ein Nutzer sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht zurückmeldet. Glenn Greenwald indes verkündet, dass es dem Whistleblower gut gehe.

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