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	<title>Whistleblower-Netzwerk &#187; Finanzen</title>
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		<title>Weimars R&#252;ckzug Chance f&#252;r Neustart in Steuerfahnderaff&#228;re</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:49:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Whistleblower-Netzwerk hat jetzt einen eigenen Kanal be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Whistleblower-Netzwerk hat jetzt einen <a href="http://www.youtube.com/user/WhistleblowerNetz">eigenen Kanal bei YouTube</a> eingerichtet, in dem wir in loser Folge Videos ver&#246;ffentlichen werden.</p>
<p>Den Anfang macht ein 10 min&#252;tiger Ausschnitt aus einem Vortrag von <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Rudolf Schmenger</a>, anl&#228;sslich unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/10/nachlese-seminar-und-mitgliederversammlung/">Whistleblower-Tagung Ende Mai 2010</a>. Unmittlebar zuvor hatte Roland Koch seinen R&#252;cktritt als Ministerpr&#228;sident angek&#252;ndigt. Schmenger berichtet hier &#252;ber seine Erfahrungen mit der hessischen Finanzverwaltung aber auch mit Politik und Medien.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PQbvQe9Lciw&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/PQbvQe9Lciw&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Mittlerweile hat mit Finanzminister Weimar auch der zweite Hauptverantwortliche der hessischen Steuerfahnderaff&#228;re angek&#252;ndigt seinen Hut nehmen zu wollen. Nachfolgend dokumentieren wir hierzu eine aktuelle Pressemitteilung des Anwaltes von Rudolf Schmenger:</p>
<blockquote><p>Die Chance f&#252;r einen Neustart in der Steuerfahnderaff&#228;re durch den R&#252;ckzug von Finanzminister Weimar sieht der ehemalige hessische Steuerfahnder Rudolf Schmenger. „Weimars R&#252;cktritt war lange &#252;berf&#228;llig,“ so Schmenger. „Die Tatsache, dass nach Presseberichten der R&#252;ckzug Weimars wohl nicht freiwillig, sondern auf Veranlassung Bouffiers erfolgte zeigt, dass der Minister nicht mehr haltbar war. Er hat Hessen und sich selbst durch sein Vorgehen gegen&#252;ber den kritischen Frankfurter Steuerfahndern schwer geschadet“, so Schmenger weiter. „Jahrelang waren wir f&#252;r unsere Ermittlungen gegen Steuerflucht und die Transferierung von Geldern ins Ausland durch in Frankfurt ans&#228;ssige Gro&#223;banken hoch gelobt. Dann sollten wir die Ermittlungen mit angezogener Handbremse fortf&#252;hren. Hiergegen haben viele meiner Kollegen und ich protestiert. Deswegen wurde ich versetzt, mit haltlosen Disziplinarvorw&#252;rfen &#252;berzogen und schlie&#223;lich mit Hilfe eines falschen psychiatrischen Gutachtens aus dem Dienst entfernt“.</p>
<p>„Ein Personalwechsel an der Spitze des Hessischen Finanzministeriums reicht jedoch nicht aus, um die Sache zu bereinigen“, sagte Rechtsanwalt Otto J&#228;ckel, der den ehemaligen Steuerfahnder, der jetzt erfolgreich als Steuerberater und Hochschuldozent t&#228;tig ist, vertritt. Eine Rehabilitierung der hessischen Landesregierung in der Steuerfahnderaff&#228;re l&#228;uft nicht ohne die Rehabilitierung der Opfer, so J&#228;ckel. „Mein Mandant muss finanziell so gestellt werden, als ob er nicht entlassen worden w&#228;re. Dar&#252;ber hinaus steht ihm f&#252;r das erlittene Mobbing und den Rufschaden eine Entsch&#228;digung zu. Mein Mandant kann sich unter bestimmten Umst&#228;nden auch vorstellen, wieder in den Landesdienst zur&#252;ckzukehren“, so J&#228;ckel. Dazu muss er aber von der Landesregierung vollst&#228;ndig rehabilitiert werden. „Wir sind gespannt, ob Bouffier und der von ihm noch zu benennende Nachfolger im Amt des hessischen Finanzministers die Chance f&#252;r einen Neustart nutzt“, so J&#228;ckel abschlie&#223;end.</p></blockquote>
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		<title>Primat der Politik sichern und Missbrauch von Wirtschaftsmacht verhindern: mit Whistleblowing</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Versuch, die Ursachen der Finanzkrise anzugehen un [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Beim Versuch, die Ursachen der Finanzkrise anzugehen und staatliche Kontrollmechanismen auszubauen, setzen die USA jetzt verst&#228;rkt auf ein Instrument, welches diesseits des Atlantiks noch weitgehend unbekannt ist: Whistleblowing. Nach Meinung des Whistleblower-Netzwerks sollten sich Politiker in Deutschland und Europa hieran ein Beispiel nehmen.<br />
</em></p>
<p>Schon beim Entstehen der Finanzkrise hatte es immer wieder Whistleblower, also Brancheninsider, wie z.B. Harry Markopoulos oder Paul Moore gegeben, die fr&#252;hzeitig auf Fehlentwicklungen aufmerksam gemacht haben. Leider hatten die Aufsichtsbeh&#246;rden ihnen kein Geh&#246;r geschenkt. Stattdessen wurden sie von ihren Arbeitgebern abgestraft oder vor die T&#252;r gesetzt.</p>
<p>Dies alles soll das soeben in Kraft gesetzte US-Gesetz zur Finanzmarkreform jetzt &#228;ndern. Es enth&#228;lt zahlreiche Elemente, die daf&#252;r sorgen sollen, dass:</p>
<p>    * Whistleblower zuk&#252;nftig kompetente Ansprechpartner haben (z.B. durch Schaffung einer eigene Abteilung bei der B&#246;rsenaufsicht SEC),<br />
    * es f&#252;r sie nicht nur Risiken, sondern auch Anreize gibt (Ausweitung der z.B. im Pharmabereich bewehrten Regelungen des False Claims Acts)<br />
    * sie im Verwaltungsverfahren und vor Gericht bessere Chancen haben (Verl&#228;ngerung von Ausschlussfirsten, Ausweitung von Jury-Verfahren),<br />
    * sie besser vor Repressalien aller Art gesch&#252;tzt sind (ausgeweiteter arbeitsrechtlicher Schutz und strafrechtliches Sanktionierungsverbot).</p>
<p>Mit dieser Reform werden f&#252;r die Privatwirtschaft neue Ma&#223;st&#228;be im Hinblick auf Whistleblowerschutz und Whistleblowingf&#246;rderung gesetzt. Dies wird auch von US-Whistleblower-Organisationen begr&#252;&#223;t. Letztere fordern allerdings zus&#228;tzlich die Schaffung entsprechender Regelungen auch f&#252;r Whistleblower aus der &#246;ffentlichen Verwaltung, aus Milit&#228;r und Geheimdiensten, gegen welche die US-Regierung derzeit besonders hart vorgeht.</p>
<p>Nach Meinung von Guido Strack, dem Vorsitzenden des Whistleblower-Netzwerk e.V., wird das Thema von Politikern in Deutschland und Europa verschlafen: „Es ist doch absurd, wenn unsere Politiker zwar eine &#220;bermacht der Wirtschafts- und Finanzlobby und eigene Informationsdefizite beklagen, aber beim Thema Whistleblowing, bei dem sie handeln k&#246;nnten, unt&#228;tig bleiben.“ Das Wissen, wo sich die n&#228;chsten Risiken verbergen, ist nach Meinung Stracks heute schon vorhanden: bei kritischen Menschen in den agierenden Unternehmen und Verwaltungen. Hier g&#228;be es viele, die gerne ethisch handeln und der Demokratie eine Chance zum agieren geben m&#246;chten. Aber derzeit w&#252;rden sie von der Justiz, Politik und Gesellschaft alleine gelassen, als Nestbeschmutzer verunglimpft und als Geheimnisverr&#228;ter verfolgt. Dort, wo sie dennoch die Zivilcourage aufbr&#228;chten, sich an Beh&#246;rden zu wenden, h&#246;re ihnen keiner zu. Oder aber die zust&#228;ndigen Stellen sind unterbesetzt und glauben dann, ohne wirkliche Untersuchungen durchzuf&#252;hren, allzu gerne den Beschwichtigungen der M&#228;chtigen.</p>
<p>Das Whistleblower-Netzwerk fordert die Politik auf, dieses zu &#228;ndern und Whistleblowern auch in Deutschland und Europa durch klare gesetzliche Regelungen endlich eine faire Chance zu geben, sich f&#252;r das Gemeinwohl einzusetzen ohne dabei ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel setzen zu m&#252;ssen: N&#246;tig seien positive Best&#228;rkung f&#252;r Whistleblowing, effektiven Whistleblowerschutz und Ansprechpartner die zuh&#246;ren und &#252;ber gen&#252;gend Macht verf&#252;gen Missst&#228;nden rechtzeitig entgegenzutreten.</p>
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		<title>Hessen: Steuerfahnderaff&#228;re besch&#228;ftigt Staatsgerichtshof</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 13:43:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Aff&#228;re um die rechtswidrige Psychiatrisierung mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Aff&#228;re um die rechtswidrige Psychiatrisierung mehrerer hessischer Steuerfahnder um den Whistleblower-Preistr&#228;ger Rudolf Schmenger</a> zieht weitere Kreise und wird jetzt zumindest indirekt auch den Hessischen Staatsgerichtshof besch&#228;ftigen. Hintergrund ist die mit der Mehrheit von CDU/FDP durchgesetzte Erweiterung des Untersuchungsauftrages des Steurfahnder-Untersuchungsausschusses 18/1 des hessischen Landtages in der Gr&#252;ne und SPD ein Ablenkungsman&#246;ver und eine Verletzung ihrer Minderheitsrechte sehen. N&#228;her erl&#228;utert wird die Position von SPD und Gr&#252;nen jetzt in einer <a href="http://www.spd-fraktion-hessen.de/meldungen/23229/87175/Staatsrechtler-sieht-Verfassungsbruch--Klage-bei-Staatsgerichtshof-eingereicht.html">Pressmitteilung</a>. </p>
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		<title>Flattr &#8211; oder ein neuer Weg des Fundraisings?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 09:17:24 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Whistleblower-Netzwerk e.V. braucht f&#252;r seine Arbeit und Projekte <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/blogcategory/13/36/lang,de/">Mitglieder</a>, Unterst&#252;tzer und auch Geld. Neben Mitgliedsbeitr&#228;gen und klassischen <a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_wrapper/Itemid,56/lang,de/">Spenden </a>wollen wir jetzt auch &#252;ber das Internet Mircopayment System <a href="http://flattr.com/thing/30813/Whistleblower-Netzwerk-e-V-">Flattr</a> versuchen an die dringend n&#246;tige Mittel zu kommen um z.B. die Kosten der Webseite, von Flyern, Seminaren und unserer derzeit in Vorbereitung befindlichen Whistleblower-Ausstellung finanzieren zu k&#246;nnen. Flattr erfordert eine einmalige Registrierung und eine monatliche Flattrate-Zahlung in H&#246;he von mindestens 2 Euro.  Danach kann dieser monatliche Flattrate-Betrag dann ganz einfach &#252;ber<a href="http://flattr.com/thing/30813/Whistleblower-Netzwerk-e-V-"> Klicks auf Flattr-Buttons</a> &#8211; die sich jetzt bei uns auch unter jedem Blogbeitrag und in der rechten Spalte unserer Webseite und des Blogs befinden &#8211; auf Webseiten und Blogbeitr&#228;ge verteilt werden die gefallen. Also:  Please flattr us!</p>
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		<title>Radiotipp: Whistleblower und Ex-Steuerfahnder auf WDR5</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 13:33:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag, dem 20.6.2010 l&#228;uft ab 11:05 Uhr beim Radi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 20.6.2010 l&#228;uft ab 11:05 Uhr beim Radiosender WDR5 eine Sendung, die sich schwerpunktm&#228;&#223;ig mit der <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Affaire um die hessischen Steuerfahnder und Whistleblower-Preistr&#228;ger 2009</a> befasst. Es wird aber auch die Frage aufgeworfen, wie es rechtlich und tats&#228;chlich um Beamte steht, die auf Missst&#228;nde hinweisen und was f&#252;r Verbesserungen hier n&#246;tig sind.  Dazu kommen auch Experten wie <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/10/buchbesprechung-deiserothfalter-whistleblower-in-der-steuerfahndung/">Dieter Deiseroth</a> und Betroffene wie <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/91/34/lang,de/">Werner Borcharding</a> und <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/04/buchbesprechung-schloetterer-macht-und-missbrauch/">Wilhelm Schl&#246;tterer</a> zu Wort. Die Sendung wird am Montag, dem 21.06.2010 ab 20:05 Uhr wiederholt.</p>
<p>Link zum Sendeinfo: http://www.wdr5.de/sendungen/dok-5/s/d/20.06.2010-11.05.html</p>
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		<title>Beh&#246;rdlicher Informantenverrat?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 16:23:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA["Honi soit qui mal y pense" - Nein, nat&#252;rlich ging es  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Honi soit qui mal y pense&#8221; &#8211; Nein, nat&#252;rlich ging es nicht darum Seilschaften zu sch&#252;tzen und Nachahmer davon abzuschrecken Bundesl&#228;nder weiter mit CDs mit Daten &#252;ber Steuerhinterzieher, am Ende gar noch Politiker und Wirtschaftspromis,  zu bel&#228;stigen. Aber letzteres k&#246;nnte als Effekt schon eintreten, wenn die Geschichte stimmt von der <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:geheimdossier-schwere-ermittlerpanne-um-steuersuender-cd/50125046.html">FTD und Capital</a> berichten:</p>
<p>Demnach hat die D&#252;sseldorfer Staatsanwaltschaft pikante Details des Ankaufs einer Steuerdaten-CD an andere Staatsanwaltschaften &#8211; u.a. mit einer detaillierten Beschreibung des Informanten &#8211; verschickt und auch in ihre Ermittlungsakte aufgenommen &#8220;- womit es von den Anw&#228;lten der Beschuldigten eingesehen werden kann und damit quasi &#246;ffentlich ist.&#8221;  Gef&#228;hrdet sein k&#246;nnten damit sowohl der Erfolg der Verfahren gegen die Steuerhinterzieher als auch das Verfahren gegen die Bank Credit Suisse. Die CD soll n&#228;mlich auch eine Pr&#228;sentation &#252;ber eine besondere Beratungspraxis der Bank f&#252;r Privatkunden im Hinblick auf Steuersachverhalte enthalten. Den Anw&#228;lte der Gegenseite scheinen durch den Lapsus jetzt jedenfalls auch insoweit deutlich bessere M&#246;glichkeiten der Verfahrensbetreuung und -gestaltung einger&#228;umt worden zu sein.</p>
<p>Update: In der <a href="http://bazonline.ch/ausland/europa/Deutsche-Steuerbehoerden-planen-angeblich-Klage-gegen-CSBanker/story/23745275">Basler Zeitung</a> findet sich &#252;brigens noch eine andere Sicht der Dinge:</p>
<p>&#8220;Der Sprecher der D&#252;sseldorfer Schwerpunktstaatsanwaltschaft f&#252;r Wirtschaftsstrafsachen, Nils Bussee, wies im Gespr&#228;ch mit DAPD den Vorwurf einer Ermittlungspanne entschieden zur&#252;ck. Die Staatsanwaltschaft habe gar keine andere Wahl, als alles in die Akten zu nehmen, was f&#252;r das Verfahren von Bedeutung sei. «Das Gesetz verlangt, dass wir da mit offenem Visier spielen», sagte Bussee. Dass dadurch das Verfahren vor die Wand gefahren wurde, «halten wir f&#252;r reine Spekulation», meinte er. «Wir sehen die Ermittlungen nicht gef&#228;hrdet.»&#8221;</p>
<p>Da stellt sich schon die Frage, ob <a href="http://dejure.org/gesetze/StPO/147.html">dieses Gesetz</a> nicht vielleicht doch ge&#228;ndert werden m&#252;sste, um die Anonymit&#228;t von Informanten besser  sch&#252;tzen zu k&#246;nnen?</p>
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		<title>EU-Kommission beantwortet EP-Anfrage zu Whistleblowing</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 12:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zust&#228;ndige Kommissarin V. Reading hat vor kurzem i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zust&#228;ndige Kommissarin V. Reading hat vor kurzem im Namen der Europ&#228;ischen Kommission eine <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/02/10/neue-anfrage-im-eu-parlament-zu-whistleblowing/">Anfrage der italienischen Europaabgeordneten Sonia Alfano zu Whistleblowing</a> <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2010-0376+0+DOC+XML+V0//DE&#038;language=DE">beantwortet</a>, die wir nachfolgend im englischen Original dokumentieren:</p>
<blockquote><p>E-0376/10EN<br />
Answer given by Ms Reding<br />
on behalf of the Commission<br />
(29.3.2010)</p>
<p>1.	The importance of whistleblowing in preventing corruption was recognised by the Commission in its 2003 Communication on a comprehensive EU policy against corruption1 in which, inter alia, Member States were invited to introduce common standards for the protection of whistleblowers. Given the legal framework before the entry into force of the Lisbon Treaty and the exclusive competence of Member States in the field in question, to date the Commission is not in the possession of a complete overview of the domestic legal provisions in the Member States. </p>
<p>However, in recognition of the importance of whistleblowing as an effective tool to countering corruption, a project on Enhancing Whistleblower Protection in the European Union is currently funded by the Commission under the Programme Prevention and Fight against Crime (ISEC). The project, implemented by Transparency International, is aiming at enhancing the protection of whistleblowers and developing a comprehensive overview of existing protection mechanisms in 10 EU Member States. The findings have been compiled into a regional report2 that gives an overview of domestic legislation in the 10 Member States considered.</p>
<p>2.	The 3rd Anti Money Laundering Directive (Directive 2005/60/EC3) in Article 27 also provides for the protection of whistleblowers. It follows from here that Member States shall take all appropriate measures in order to protect employees of the institutions or persons covered by the Directive which report suspicion of money laundering or terrorist financing.</p>
<p>Reflecting the importance attached to the protection of whistleblowers within EU institutions, the Staff Regulations of officials of the European Communities contains explicit provisions on such protection4. </p>
<p>As concerns Member States, at this stage, the Commission is not in the position to provide a comprehensive overview of legal instruments that incorporate whistleblowers protection.</p>
<p>3.	The recently adopted Stockholm Programme provides for evaluation mechanism of anti-corruption policies in the Member States against the background of common indicators. The strengthening of the EU anti-corruption policy is indeed an important issue. To the extent to which protection of whistleblowers will be identified among minimum standards to be applied EU wide, the Commission will consider at the appropriate stage of developing the EU anti-corruption policy to propose appropriate mechanisms.  </p>
<p>4.	Further to the implementation of the project mentioned in point 1 above and depending on its conclusions and recommendation, the Commission will consider the most appropriate ways of further promoting research on whistleblowing as part of an overall EU comprehensive policy against corruption. The Commission may also address the issue as part of its regular surveys on the attitude of Europeans towards corruption.   </p>
<blockquote>
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		<title>Keiner h&#246;rt zu &#8211; &#196;hnlichkeiten von Whistleblowing-Erfahrungen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 05:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der Lekt&#252;re konnte ich nur staunen, wie sehr seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei der Lekt&#252;re konnte ich nur staunen, wie sehr seine Erfahrungen den meinen &#228;hnelten. Genau wie ich war Markopolos mal verbissen, dann schockiert, frustriert und wurde wie ein Auss&#228;tziger behandelt.</p></blockquote>
<p>So beschreibt, Time Women of the Year 2002 und Whistleblowerin, Sherron Watkins ihre Empfindungen bei der Lekt&#252;re des j&#252;ngst erschienen Buchs &#8220;No One Would Listen&#8221; von Harry Markopolos, der als Whistleblower im Fall Madoff die SEC auf ein Betrugs- und Schneeballsystem im Volumen von 50 Mrd US-$ hinwies, ohne Geh&#246;r zu finden. Die <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:fall-madoff-die-faszinierende-geschichte-eines-frustrierten-whistleblowers/50088610.html#utm_source=rss2&#038;utm_medium=rss_feed&#038;utm_campaign=/">vollst&#228;ndige Rezension gibt es bei der FTD.</a> Hier nur noch eine weitere kleine Kostprobe die auch mit unseren <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/34/42/lang,de/">Tipps f&#252;r Whistleblower</a> &#252;bereinstimmt:</p>
<blockquote><p>Wer auf Missst&#228;nde aufmerksam machen will kann sich den Luxus der &#220;bertreibung nicht leisten. Glaubw&#252;rdigkeit und Integrit&#228;t sind die einzigen Waffen des Whistleblowers. Ist nur der Hauch einer &#220;bertreibung wahrzunehmen, haben diejenigen, die &#252;berzeugt werden m&#252;ssen, eine Entschuldigung gefunden, eine Botschaft zu missachten, die sie nie h&#246;ren wollten.</p></blockquote>
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		<title>Radio-Interview zum Download</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:49:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 18. Februar 2010 waren zwei Vorstandsmitglieder des  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Februar 2010 waren zwei Vorstandsmitglieder des Whistleblower-Netzwerks zu Gast beim K&#246;lner domradio.de. Im Interview mit Birgitt Schippers sprachen Guido Strack und Werner Borcharding &#252;ber ihre eigenen Erfahrungen, die Bedeutung von Whistleblowing f&#252;r den Einzelnen, Unternehmen und die Gesellschaft  sowie &#252;ber die Ziele und die konkrete Arbeit des Whistleblower-Netzwerks.</p>
<p>Wir freuen uns dieses Interview nunmehr als kostenlosen <a href="http://whistleblower-net.de/mp3/WBNW_Domradio_2010.mp3">MP3-Download</a> anbieten zu k&#246;nnen. Auf unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/194/6/lang,de/">Homepage</a> stellen wir jetzt au&#223;erdem in einer neuen Rubrik als weitere Audiodatei ein Gespr&#228;ch mit Rado Dreyeckland Freiburg zur Verf&#252;gung.</p>
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		<title>Buchbesprechung: Deiseroth/Falter &#8211; Whistleblower in der Steuerfahndung</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:16:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In sch&#246;ner Tradition geben Dieter Deiseroth und Annegr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_wrapper/Itemid,65/lang,de/">In sch&#246;ner Tradition</a> geben Dieter Deiseroth und Annegret Falter nun auch anl&#228;sslich des <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/174/98/lang,de/">Whistleblower-Preises</a> 2009 ein Buch heraus, in dem die Preistr&#228;ger und ihr Fall vorgestellt und dokumentiert werden. Diesmal sind es die hessischen <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/149/82/lang,de/">Ex-Steuerfahnder Rudolf Schmenger und Frank Wehrheim</a>, die auch in Anerkennung der Verdienste anderer Steuerfahnder mit Zivilcourage, den Preis von ILANA und VDW erhalten haben.</p>
<p>Obwohl es schwer ist bei der Aff&#228;re um die hessischen Steuerfahnder, von denen vier nach ihrem Whistleblowing mit falschen &#228;rztlichen Gutachten als &#8220;paranoid-querulatorisch&#8221; zwangspensioniert wurden, <a href="http://fr-online.de/steuerfahnder/">angesichts st&#228;ndig neuer Entwicklungen und Enth&#252;llungen vor allem der Frankfurter Rundschau</a>, auf dem Laufenden zu bleiben, bildet dieses Buch eine wertvolle Ressource f&#252;r all jene, die sich noch einmal die Urspr&#252;nge und Hintergr&#252;nde der Aff&#228;re vor Augen f&#252;hren wollen. Neben der Dokumentation der Preisverleihung aus dem Mai 2009 und der dortigen Reden u.a. von Stephan Albrecht, Johannes Ludwig, Otto J&#228;ckel und der Preistr&#228;ger selbst, enth&#228;lt es eine Einleitung mit Ausblick von Annegret Falter. Abgerundet wird das Ganze durch das juristische Gutachten &#8216;&#8221;Zwangspensionierung&#8221; als Disziplinierungsmittel&#8217; des Richters am Bundesverwaltungsgericht Dieter Deiseroth und die Wiedergabe zahlreicher Originaldokumente rund um den Fall.</p>
<p>Besonders empfohlen sei an dieser Stelle der Beitrag von Annegret Falter in welchem sie  hinsichtlich des Falschgutachtens des mittlerweile rechtskr&#228;ftig verurteilten Psychiaters Dr. H.  der Fragestellung &#8220;cui bono&#8221; &#8211; wem nutzt es &#8211; nachgeht. Ihre erste Hypothese, jene eines Gef&#228;lligkeitsgutachtens ganz im Sinne der hessischen Finanzverwaltung und ihres Ministers Weimar, untermauert Falter durch deutliche Zahlen. W&#228;hrend bundesweit bei Bankenf&#228;llen das Minimum an Steuermehreinnahmen dank Steuerfahndung bei ca. 50.000 EUR pro Fall d&#252;rfte, waren es in Hessen in 192 F&#228;llen die aus einer Durchsuchung bei einer Frankfurter Gro&#223;bank resultierten gerade einmal durchschnittlich 208,20 EUR, wobei die Gro&#223;banken in Frankfurt ja nicht gerade f&#252;r Ihre Fokussierung auf Kleinsparer bekannt sind. Auch Parallelen zum Fall Flick macht Falter deutlich, und sieht mehrere plausible Gr&#252;nde &#8220;angefangen mit dem Schutz bestimmter Personen und Parteien, bis hin zur F&#246;rderung einer &#8216;Standortpolitik&#8217; zugunsten des Finanzplatzes Frankfurt am Main, die Finanzminister Weimar nat&#252;rlich bis heute weit von sich weist.</p>
<p>Aber auch einer zweiten Hypothese, jener von strukturellen Defiziten in der Verwaltungspraxis in Hessen, geht Falter nach. Hierbei kann sie sich vor allem auf das schon erw&#228;hnte Gutachten von Deiseroth st&#252;tzen. Demnach h&#228;tte das hessische Finanzministerium aufgrund einschl&#228;giger Rechtsnormen bereits generell, aber auch gerade in den speziellen F&#228;llen der Steuerfahnder, angesichts der Notwendigkeit den &#8220;b&#246;sen Schein&#8221; der Kaltstellung von Kritikern zu vermeiden, eine sorgf&#228;ltige eigene &#220;berpr&#252;fung der Gutachten von Dr. H. vornehmen m&#252;ssen. Angesichts der eklatanten Fehler jener Gutachten, die z.B. weitgehend wortgleich waren und nicht einmal eine Einstufung des angeblichen Krankheitsbildes in die anerkannten Klassifikationssysteme (ICD-10 oder DSM-IV) enthielten, h&#228;tte aber schon eine kursorische Pr&#252;fung zur Unbeachtlichkeit jener Gutachten f&#252;hren m&#252;ssen. Angesichts von Behauptungen des Finanzministeriums &#8220;wie in jedem anderen Fall verfahren zu sein&#8221; und des Hessischen Gesundheitsministeriums &#8220;ergab sich f&#252;r eine kritische Hinterfragung hinsichtlich der Qualit&#228;t der Gutachten kein Anlass&#8221;, allesamt nach dem Urteil gegen Dr. H get&#228;tigt, kommt Falter zu dem Schlu&#223;:  &#8221;Da kann einem nur angst und bange werden. Man fragt sich, wer oder was einen Beamten vor (korrupten) Gutachtern und einer willk&#252;rlichen Verwaltungspraxis noch sch&#252;tzt&#8221;.</p>
<p>Da das hessische Parlament mit in seinem ersten Untersuchungsausschuss diesbez&#252;glich ebenfalls eklatant versagt hat, ist diese Frage heute vor allem eine, die sich an den neuen Untersuchungsausschuss richtet. Sollte auch dort Regierungs- und diesmal auch Koalitionsdisziplin wieder &#252;ber die Wahrheit siegen, w&#228;re letztlich aber der Souver&#228;n gefragt, wie lange er sich das Theater noch bieten lassen will.</p>
<p><em>Deiseroth, Dieter; Falter, Annegret (Hg.): Whistleblower in der Steuerfahndung &#8212; Preisverleihung 2009 &#8211; Rudolf Schmenger &#8211; Frank Wehrheim; ISBN: 978-3-8305-1756-6; 2010. </em><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=978-3-8305-1756-6&amp;tag=whistleblowne-21&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><em>[amazon]</em></a><em><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=whistleblowne-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> <img src="http://ad.zanox.com/ppv/?8697610C228083478" border="0" alt="" hspace="1" width="1" height="1" align="bottom" /></em><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?8697610C228083478T&amp;ULP=978-3-8305-1756-6" target="_blank"><em>[buch.de]</em></a></p>
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