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	<title>Whistleblower-Netzwerk &#187; Allgemein</title>
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		<title>Freie Meinungs&#228;u&#223;erung und Whistleblowing in &#214;sterreichs &#246;ffentlichem Dienst</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2012/01/03/freie-meinungsaeusserung-und-whistleblowing-in-oesterreichs-oeffentlichem-dienst/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entscheidung der unabh&#228;ngigen Berufungskommission  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung der unabh&#228;ngigen Berufungskommission im Fall des &#246;sterreichischen Generalstabschef <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Entacher">Edmund Entacher</a> (<a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Dok&amp;Dokumentnummer=BEKRS_20111103_108_13_BK_11_01">108/13-BK/11</a> vom 03. November 2011) l&#228;sst interessante R&#252;ckschl&#252;sse auf das Ausma&#223; des Beamten und Vertragsbediensteten zustehende Rechtes auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung zu.</p>
<p>Da Hinweise auf Missst&#228;nde nach der Rechtsprechung des Europ&#228;ischen Gerichtshofes f&#252;r Menschenrechte (EGMR) auch in Aus&#252;bung dieses Rechtes erfolgen k&#246;nnen, lassen sich weiters R&#252;ckschl&#252;sse auf die Rechtm&#228;&#223;igkeit von <em>Whistleblowing</em> im &#246;sterreichischen Staatsdienst ziehen. Dies umso mehr als mit der am 01. J&#228;nner 2012 in Kraft getretenen  <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00495/fname_238315.pdf">Dienstrechts-Novelle 2011</a> ein dienstrechtlicher Schutz f&#252;r Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber (d.h. Whistleblower) geschaffen werden (siehe § 53a  Beamtendienstrechtsgesetz, § 58b Richter und Staatsanwaltsdienstgesetzes sowie § 5 Abs. 1 Vertragsbedienstetengesetz).</p>
<p>Das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung ist in &#214;sterreich sowohl durch <a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR12000053">Artikel 13</a> des Staatsgrundgesetzes &#252;ber die allgemeinen Rechte der Staatsb&#252;rger (StGG) als auch durch <a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR12016941">Artikel 10</a> der Europ&#228;ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verbrieft.</p>
<p>Nun stellte die Berufungskommission im Fall Entacher fest, dass nach Rechtsprechung des Europ&#228;ischen Gerichtshofes f&#252;r Menschenrechtes zu Artikel 10 EMRK, „<em>bei kritischen &#196;u&#223;erungen gegen&#252;ber Politikern (beim Minister handelt es sich um einen solchen) die Grenzen zul&#228;ssiger Kritik weiter sind. Der Politiker hat selbstverst&#228;ndlich das Recht auf den Schutz seines guten Rufes, auch wenn er nicht als Privatmann handelt. </em><strong><em>Aber die Notwendigkeit dieses Schutzes muss abgewogen werden mit den Interessen einer offenen Diskussion politischer Fragen</em>“</strong>.</p>
<p>Weiters f&#252;hrte die Berufungskommission aus, dass „<em>die politische Willensbildung betreffend der Agenden des Bundesministeriums f&#252;r Landesverteidigung und Sport dem Bundesminister f&#252;r Landesverteidigung und Sport obliegt, dass aber wegen des verbrieften Rechts auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung in keiner Weise davon ausgegangen worden sei, dass sich der BW (bei Meinungs&#228;u&#223;erungen) an die Auffassungen des Bundesministers f&#252;r Landesverteidigung und Sport zu halten habe</em>“.</p>
<p>Nun hatte sich General Entachter in einem <a href="http://www.profil.at/articles/1103/560/287050/wir-klippe-general-edmund-entacher-interview">„Profil“ Interview vom 22. J&#228;nner 2011</a> gegen eine Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ge&#228;u&#223;ert und damit der Meinung seines Ministers widersetzt.</p>
<p>Nun k&#246;nne auch eine einmalige schwer wiegende Dienstpflichtverletzung, die gegen den Kernbereich der Dienstpflichten eines Beamten verst&#246;&#223;t und auch sonst in keiner Weise eine Entschuldigung oder Rechtfertigung erfahren kann, zu einem Vertrauensverlust in den Beamten und somit zu seiner Untragbarkeit &#8211; mithin zu dessen Versetzung oder Entlassung &#8211; f&#252;hren (vgl. <a href="http://www.ris.bka.gv.at/MarkierteDokumente.wxe?Abfrage=Vwgh&amp;Entscheidungsart=Undefined&amp;Sammlungsnummer=&amp;Index=&amp;AenderungenSeit=Undefined&amp;SucheNachRechtssatz=True&amp;SucheNachText=True&amp;GZ=&amp;VonDatum=&amp;BisDatum=28.12.2011&amp;Norm=&amp;ImRisSeit=Undefined&amp;ResultPageSize=50&amp;Suchworte=2000/09/0176&amp;WxeFunctionToken=aa9c8f74-df9a-42b7-b527-5a60ea739787">VwGH 18.4.2002, 2000/09/0176</a>). Das genannte Interview sei aber nicht geeignet, einen Vertrauensverlust des Ministers in den Chef des Generalstabs zu rechtfertigen, weil keines der Gr&#252;nde, die eine Einschr&#228;nkung der Meinungsfreiheit im Sinne des Artikels 10 Abs. 2 EMRK erlaube, vorgelegen habe.</p>
<p>Nur solche Einschr&#228;nkung der Meinungsfreiheit sind gem&#228;&#223; Artikel 10 Abs. 2 MRK zul&#228;ssig, die in einer demokratischen Gesellschaft f&#252;r die nationale Sicherheit, die territoriale Unversehrtheit oder die &#246;ffentliche Sicherheit, zur Aufrechterhaltung der Ordnung oder zur Verh&#252;tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral, zum Schutz des guten Rufes oder der Rechte anderer, zur Verhinderung der Verbreitung vertraulicher Informationen oder zur Wahrung der Autorit&#228;t und der Unparteilichkeit der Rechtsprechung notwendig sind. Notwendig sind solche Massnahmen, die sich aus einem „<em>drigenden gesellschaftlichen Bedarf</em>“ ergeben (siehe EGMR, Steel and Morris v. das Vereinigte K&#246;nigreich, no. 68416/01, § 87, ECHR 2005-II).</p>
<p>Bei der Auseinandersetzung zwischen General Entacher und Verteidigungsminister Darabos ging es um die politische Frage der Beibehaltung der allgemeinen Wehrplicht. Zweifellos ist eine solche Frage als politisch zu qualifizieren, an der es in einer demokratischen Gesellschaft Interesse an einer offenen Diskussion gibt.</p>
<p>Anders als Privatpersonen<strong> </strong>setzen sich Politiker von vornherein unvermeidlich und wissentlich<strong> der eingehenden Kontrolle aller ihrer Worte und Taten durch die Presse und die allgemeine &#214;ffentlichkeit aus</strong> (vgl. dazu das Urteil des EGMR vom 8. Juli 1986, Lingens gegen &#214;sterreich, case number 12/1984/84/31).</p>
<p>Wie steht es jedoch mit dem Aufzeigen von Missst&#228;nden durch &#246;ffentlich Bedienstete ? In nicht wenigen F&#228;llen werden die Missst&#228;nde politische Fragen darstellen, die einer offenen Diskussion zug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssen. Doch wie steht es mit der Aufdeckung von Missst&#228;nden unterhalb der Schwelle des Politischen ? Dabei ist nat&#252;rlich zu gew&#228;rtigen, dass eine scharfer Umriss dieser Schwelle kaum m&#246;glich ist.</p>
<p>Der Europ&#228;ische Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) wiederholt festgestellt, dass Staatsangestellte, die Missst&#228;nde aufdecken, unter gewissen das Umst&#228;nden ebenfalls in den Genuss des Artikels 10 MRK kommen.</p>
<p>Dieser sch&#252;tzt eine(n) BeamtIn insbesondere dann vor Repressalien durch den Dienstgeber, wenn er (oder sie) der einzige ist oder zu einer kleinen Gruppe geh&#246;rt, welcher Umst&#228;nde am Arbeitsplatz bekannt ist und daher am besten platziert ist, im &#246;ffentlichen Interesse dem Dienstgeber oder der &#214;ffentlichkeit, Missst&#228;nde anzuzeigen (siehe <a href="http://merlin.obs.coe.int/iris/2008/6/article1.en.html">Guja v. Moldau</a> [GC], no. 14277/04, § 72, 12. Februar 2008 und <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=1&amp;portal=hbkm&amp;action=html&amp;highlight=Marchenko&amp;sessionid=84050939&amp;skin=hudoc-en">Marchenko v. Ukraine</a>, no. 4063/04, § 46, 19.Februar 2009).</p>
<p>Erst j&#252;ngst hat der EGMR im Fall der <em>Whistleblowerin</em> <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/viewhbkm.asp?sessionId=73885530&amp;skin=hudoc-en&amp;action=html&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649&amp;key=91708&amp;highlight=28274/08">Brigitte Heinisch</a> wieder festgehalten, dass das Recht auf Meinungsfreiheit mit Verantwortung und Verpflichtungen einher geht. Daher m&#252;sse jede Person, die Informationen offenlegt, unter den gegebenen Umst&#228;nden m&#246;glichst sorgf&#228;ltig pr&#252;fen, ob diese auch den Tatsachen entsprechen, insbesondere wenn sie ihrem Arbeitgeber Verschwiegenheit und Loyalit&#228;t schuldet Heinisch v. Deutschland, no. 28274/08 (Sect. 5) § 77 – 21. Juli 2011).</p>
<p>Im Falle bestehender Verschwiegenheitspflichten hat der EGMR in den beiden obgennannten F&#228;llen <em>Guja</em> und <em>Marchenko</em> erkl&#228;rt, dass Missst&#228;nde zun&#228;chst dem oder der Vorgesetzten oder einer zur Entgegennahme solcher Hinweise zust&#228;ndigen Beh&#246;rde angezeigt werden sollte. Erst wenn sich dies eindeutig als impraktikabel erweise, k&#246;nnten die entsprechenden Informationen als letzter Ausweg der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemacht werden (siehe <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=1&amp;portal=hbkm&amp;action=html&amp;highlight=Guja&amp;sessionid=84063682&amp;skin=hudoc-en"><em>Guja</em></a>, § 73).</p>
<p>Also l&#228;uft es grunds&#228;tzlich auf eine Interessensabw&#228;gung zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit einerseits und den Verschwiegenheits- und Loyalit&#228;tspflichten andererseits hinaus, eine Abw&#228;gung die kaum anders als im Einzelfall vorgenommen werden kann.</p>
<p>Doch hat der Verwaltungsgerichtshof schon in seinem Erkenntnis vom 28. Juli 2000, Zl. 97/09/0106, darauf hingewiesen, dass das Disziplinarrecht nicht dazu dient, die sachliche, in gebotener Form vorgetragene Kritik an tats&#228;chlichen oder - aus der Sicht des Kritisierten - nur vermeintlichen Missst&#228;nden zu verhindern, weil das Grundrecht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung nicht nur f&#252;r &#8220;Nachrichten&#8221; oder &#8220;Ideen&#8221;, gilt, die ein positives Echo haben oder die als unsch&#228;dlich oder gleichg&#252;ltig angesehen werden, sondern auch f&#252;r solche, die provozieren, schockieren oder st&#246;ren. <strong>Dies ergibt sich aus den Erfordernissen des Pluralismus, der Toleranz und der Gro&#223;z&#252;gigkeit, ohne die eine &#8220;demokratische Gesellschaft&#8221; nicht bestehen kann</strong>. Die Freiheit der Meinungs&#228;u&#223;erung, die in Art. 10 EMRK verankert ist, unterliegt einer Reihe von Ausnahmen, die jedoch eng ausgelegt werden m&#252;ssen (Art 10 Abs. 2 EMRK), wobei &#252;berzeugend nachgewiesen werden muss, warum die Einschr&#228;nkungen erforderlich sind (<a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Vwgh&amp;Dokumentnummer=JWT_2001090035_20041117X00&amp;ResultFunctionToken=fc1c3c82-6c29-4847-b2ee-b4fbb8b10ec0&amp;Position=1&amp;Entscheidungsart=Undefined&amp;Sammlungsnummer=&amp;Index=&amp;AenderungenSeit=Undefined&amp;SucheNachRechtssatz=True&amp;SucheNachText=True&amp;GZ=&amp;VonDatum=&amp;BisDatum=28.12.2011&amp;Norm=BDG+%C2%A7+46&amp;ImRisSeit=Undefined&amp;ResultPageSize=50&amp;Suchworte=">VwGH 17.11.2004,  2001/09/0035</a>)</p>
<p>Die M&#246;glichkeit zur sachlichen, in der gebotenen Form ge&#228;u&#223;erten Kritik ist ein unverzichtbares, aus der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit nach Art 10 EMRK erflie&#223;endes, jedermann zustehendes Recht in einem demokratischen Gemeinwesen. Sie muss auch einem Beamten gegen&#252;ber der Beh&#246;rde, der er angeh&#246;rt, offen stehen. Wenn ein Beamter Es bedeutet ferner keine Verletzung des § 43 Abs. 2 Beamtendienstrechtsgesetz (BDG 1979), wenn ein Beamter in der &#214;ffentlichkeit andere Beamte oder die ganze Beamtenschaft, die Bundesregierung oder einen Bundesminister kritisiert, bedeutet dies noch keine Dienstpflichtverletzung  Eine disziplin&#228;re Verantwortlichkeit begr&#252;ndet eine Kritik in solchen F&#228;llen dann, wenn sie (abgesehen von der Verletzung der Pflicht zur <strong>Amtsverschwiegenheit</strong>) die durch § 43 Abs. 2 BDG 1979 gezogene Grenze &#252;berschreitet, indem sie geeignet ist, das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung der dienstlichen Aufgaben des Beamten ua. dadurch zu beeintr&#228;chtigen, dass sie den guten Ruf anderer oder das Ansehen und die Unparteilichkeit der Rechtsprechung gef&#228;hrdet (<a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Vfgh&amp;Dokumentnummer=JFT_10048988_93B01166_00">VfSlg. 14.316/1995</a>).</p>
<p>Die <strong>Pflicht zur Amtsverschwiegenheit ist dort nicht geboten</strong>, wo keine schutzw&#252;rdige Interessen diese begr&#252;nden. Bei der Beurteilung, ob ein Interesse schutzw&#252;rdig ist, sind die in Konflikt stehenden Interessen gegeneinander abzuw&#228;gen (<a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Vwgh&amp;Dokumentnummer=JWR_2000090079_20001129X04&amp;ResultFunctionToken=b747022b-9201-49bc-ac08-bb4d9aa252a9&amp;Position=1&amp;Entscheidungsart=Undefined&amp;Sammlungsnummer=&amp;Index=&amp;AenderungenSeit=Undefined&amp;SucheNachRechtssatz=True&amp;SucheNachText=False&amp;GZ=&amp;VonDatum=&amp;BisDatum=01.01.2012&amp;Norm=&amp;ImRisSeit=Undefined&amp;ResultPageSize=50&amp;Suchworte=Amtsverschwiegenheit">VwGH 29.11.2000, 2000/09/0079</a>).</p>
<p>Anders als beim Whistleblowerschutz der <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00495/fname_238315.pdf">Dienstrechts-Novelle 2011</a>, wo es um Informantenschutz bei Korruption und anderen Wirtschaftsdelikten geht, war in den <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/I/I_00396/fname_169769.pdf">Erl&#228;uterungen zum Umweltinformationsgesetz</a> der Informantenschutz im Umweltbereich sehr wohl die allgemeinere &#220;berlegung wert, dass unlautere Gesch&#228;ftspraktiken <strong>oder gesetzwidriges Verhalten</strong> nicht zu den Umst&#228;nden, an deren Geheimhaltung der Arbeitgeber ein objektiv berechtigtes Interesse hat, z&#228;hlen.</p>
<p>Jedenfalls ist f&#252;r <a href="http://www.faa.unisg.ch/de/~/media/Internet/Content/Dateien/InstituteUndCenters/FAA/Publikationen/Whistleblowing%2520als%2520Menschenrecht_Rieder_Jusletter.ashx">grund- und menschenrechtliche &#220;berlegungen</a> des Gesetzgebers f&#252;r die Einf&#252;hrung der <strong>Whistleblowerregelungen</strong> ab 01. J&#228;nner 2012 keine Spur zu finden. Man wollte durch diese Regelungen vielmehr der seit 2008 ge&#228;u&#223;erten und wohl als l&#228;stig empfundene <a href="http://www.justiz.gv.at/internet/html/default/2c94848525f84a63012d565c7f582a2e.de.html;jsessionid=6D82234263036E30BAF4089919E02704">Kritik der Europarats-Staatengruppe gegen Korruption (GRECO)</a> &#8211; siehe den Wind aus den Segeln nehmen. &#220;ber das absolute Minimalerfordernis hinaus &#8211; mit Ausnahme der Einf&#252;hrung des Whistleblowerschutzes nicht nur f&#252;r Beamte und Vertragsbedienstete, sonder auch Richter und Staatsanw&#228;lte &#8211; ist man weder qualitativ noch quantitativ hinausgekommen.</p>
<p><em>Qualitativ</em>, weil man sich offenbar keine Gedanken zum Verh&#228;ltnis von Meinungsfreiheit und <em>Whistleblowing</em> im allgemeinen gemacht hat, wiewohl der EGMR im Falle <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/viewhbkm.asp?sessionId=73885530&amp;skin=hudoc-en&amp;action=html&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649&amp;key=91708&amp;highlight=28274/08">Heinisch</a>, erst im vergangenen Sommer auf diese Frage eingegangen ist. Man hat sich offenbar auch nicht wie in Irland die Frage gestellt, ob Repressalien gegen <em>WhistleblowerInnen</em>, die  Korruption aufdecken, nicht wie in <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/8/11_Irischer_Justizminister__Schurken-Banker_bestrafen_-_Zwei_Jahre_Haft_fur_Repressalien_gegen_Whistleblower.html">Irland</a> unter Strafe gestellt werde sollten. Dabei gilt &#214;sterreich in OECD Kreisen als <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/8/6_Osterreich_weiterhin_Oase_der_Bestechungskultur.html">Oase der Korruption</a>.</p>
<p><em>Quantitativ</em>, weil man sich nicht die Frage gestellt hat, ob man Hinweisgeber, die auch andere Straftaten als Wirtschaftsdelikte aufdecken, sch&#252;tzen soll (der GRECO geht es ja nur um Korruptionsbek&#228;mpfung). Dies h&#228;tte &#8211; frei nach Kant &#8211; bedeutet, die Methode des des Whistleblowing bei Korruption zu einem allgemeinen Prinzip der Missstandsbek&#228;mpfung zu erheben. Aber kant‘sche Kategorien waren f&#252;r den republikanischen &#246;sterreichischen Gesetzgeber offenbar ebenso wenig naheliegend wie der Blick ins <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/International.html">Vereinigte K&#246;nigreich</a>, wo <em>Whistleblower</em> ganz allgemein gesetzlich gesch&#252;tzt sind, d.h. nicht nur bei Offenlegung von Korruptionsdelikten sondern auch bei Offenlegung anderer rechtlicher Vergehen und Straftaten, einschlie&#223;lich Umweltdelikten.</p>
<p>&#196;hnliches h&#228;tte man auch feststellen k&#246;nnen, wenn man sich die <a href="http://www.unops.org/SiteCollectionDocuments/Ethics%20documents/SGB-2005-21%20EN.pdf"><em>Whistleblower</em> Regelungen</a> einer anderen, sogar im Inland ans&#228;ssigen &#246;ffentlich-rechtlichen K&#246;rperschaft, n&#228;mlich der Vereinten Nationen, zu dessen stolzen Mitgliedern &#214;sterreich z&#228;hlt, angeschaut h&#228;tte.</p>
<p>Schlie&#223;lich sei auch hier der Fall <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/viewhbkm.asp?sessionId=73885530&amp;skin=hudoc-en&amp;action=html&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649&amp;key=91708&amp;highlight=28274/08">Heinisch</a> erw&#228;hnt, wo es nicht um das Aufdecken von Korruption sondern von mangelnder hygienischer Grundversorgung in einem Pflegeheim ging. Der EGMR merkte in diesem Zusammenhang an, das die von der <em>Whistleblowerin</em> <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/viewhbkm.asp?sessionId=73885530&amp;skin=hudoc-en&amp;action=html&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649&amp;key=91708&amp;highlight=28274/08">Heinisch</a> offengelegte Information &#252;ber die Qualit&#228;t of Mangelhaftigkeit der Pflege wesentlich gewesen sei, um weiteren Missbr&#228;uchen vorzubeugen (vgl. § 71). Es w&#228;re wohl insbesondere angesichts der in &#214;sterreich j&#252;ngst wieder ans Tageslicht gekommenen <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/10/17_Wie_kann_man_systematische_Vergewaltigungen_in_Kinderheimen_verhindern.html">Kindesmissbrauch</a> durch staatliche und kirchliche Institutionen, Whistleblower Regelungen nicht nur zur Eind&#228;mmung von Wirtschaftsdelikten, <strong>sondern auch von anderen Missst&#228;nden</strong> einzuf&#252;hren.</p>
<p>Der &#246;sterreichische Gesetzgeber hat sich lediglich begn&#252;gt, weiterhin seinem „Patchwork“ Ansatz zu fr&#246;nen und immer nur dann von Fall zu Fall zu reagieren, wenn &#214;sterreich international nicht anders kann und dessen Politiker sich bequemer Weise hinter internationale Gremien verstecken k&#246;nnen, um notwendige Schritte zu setzen.</p>
<p>Dabei war man sich bei der Verabschiedung der <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00495/fname_238315.pdf">Dienstrechts-Novelle 2011</a> durchaus dessen bewusst, das der Europarat via GRECO nicht nur die Einf&#252;hrung von Whistleblowerregelungen zur Unterst&#252;tzung der Korruptionsbek&#228;mpfung urgiert hatte, sondern dass er via <a href="http://www.coe.int/lportal/de/web/coe-portal/press/newsroom?p_p_id=newsroom&amp;_newsroom_articleId=736488&amp;_newsroom_groupId=10226&amp;_newsroom_tabs=newsroom-topnews&amp;pager.offset=0">Ministerkomitee</a> ganz allgemein die <strong>Rolle von <em>Whistleblowern</em> als Teil des „<em>medialen Ecosystems</em>“ bei der Verteidigung des Rechtes auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung</strong> hervorgehoben hatte.</p>
<p>Ebenso war die Bundesregierung seit Ende September 2011 &#252;ber die <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/42/43/48972967.pdf">OECD Leitlinien</a> f&#252;r einen Whistleblowerschutz unterrichtet, die sich f&#252;r eine umfassende und gegen eine fragmentierte Gesetzgebung auf diesem Gebiet ausgesprochen hatten. Auch Sanktionen gegen diejenigen, die Vergeltungsmassnahmen gegen <em>Whistleblower</em> ergreifen, werden von der OECD empfohlen. Doch dies alles wollte man offenbar in &#214;sterreich bei der Verabschiedung der <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00495/fname_238315.pdf">Dienstrechts-Novelle 2011</a> nicht sehen.</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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		<title>Zwischen den Jahren</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/31/zwischen-den-jahren/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir wissen, dass wir das Leid der Angeh&#246;rigen der Opfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir wissen, dass wir das Leid der Angeh&#246;rigen der Opfer nicht wiedergutmachen k&#246;nnen. Aber ihnen und uns gemeinsam sind wir es schuldig, die Taten umfassend aufzukl&#228;ren und alle Beteiligten, auch die Helfershelfer, zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist unsere Pflicht, die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft entschlossen zu verteidigen &#8211; jederzeit und gegen jede Form von Gewalt. Das ist eine Daueraufgabe &#8211; f&#252;r die Politik wie f&#252;r uns alle.</p></blockquote>
<p>So manche Whistleblowerin und so mancher Whistleblower h&#228;tten sich gew&#252;nscht, dass jene <a href="http://www.tagesschau.de/inland/merkelrede108.html">Worte aus der Neujahrsansprache der Kanzlerin</a> auch auf sie bezogen w&#228;ren. Sie w&#252;nschten: Dass in Deutschland Whistleblower nicht l&#228;nger als Nestbeschmutzer diffamiert w&#252;rden. Dass es mehr Ansprechpartner g&#228;be, an die man sich mit Fragen und Hinweisen bez&#252;glich m&#246;glicher Rechtsbr&#252;che wenden k&#246;nnte. Dass diese Ansprechpartner und Ermittlungsbeh&#246;rden &#8211; wie z.B. die <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/03/09/eugh-verlangt-wirkliche-unabhaengigkeit/">Staatsanwaltschaften in den meisten anderen Staaten Europas &#8211; unabh&#228;ngig</a> w&#228;ren. Dass die zust&#228;ndigen Stellen den Hinweisen unbefangen und gr&#252;ndlich nachgehen w&#252;rden &#8211; auch dann, wenn die Vorw&#252;rfe zun&#228;chst unglaublich klingen, weil sie sich gegen <a href="http://www.ethikverband.de/cms/front_content.php?client=1&#038;lang=1&#038;idcat=66&#038;idart=628">wohlangesehene Wirtschaftslenker</a> oder hohe und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13790894/Bundespraesident-Wulff-soll-sich-selbst-anzeigen.html">h&#246;chste Staatsdiener</a> richten. </p>
<p>Dann, h&#228;tte es vielleicht auch bei der Polizei und in den Verfassungsschutz&#228;mtern fr&#252;hzeitig Whistleblower gegeben, die schon vor Jahren erfolgreich h&#228;tten einfordern k&#246;nnen, dass beim rechten Terror &#8211; und auf diesen bezieht sich die Kanzlerin im Eingangszitat &#8211; nicht l&#228;nger bezahlt und weggeschaut wird. So aber wurden die wenigen Whistleblower, die es gab, wie z.B. <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/Sven_Gratzik.htm">Sven Gratzik</a> und seine beiden Kollegen, die beim LKA Sachsen-Anhalt gegen Neo-Nazis vorgingen, zur&#252;ckgepfiffen und ins Puppentheater versetzt. </p>
<p>Whistleblower-Netzwerk e.V. nimmt sich der von der Kanzlerin beschriebenen Daueraufgabe an. Wir bieten auch eine Antwort auf ihre Frage &#8221; Wie lernen wir als Gesellschaft?&#8221;: In dem wir hinschauen, Whistleblowern zuh&#246;ren, ihre Hinweise pr&#252;fen und wo n&#246;tig Konsequenzen daraus ziehen. In dem wir Whistleblowern eine bestm&#246;gliche Chance geben, Ver&#228;nderungen von Missst&#228;nden anzusto&#223;en, ohne selbst dabei zu Schaden zu kommen.</p>
<p>F&#252;r dieses Ziel haben wir auch 2011 gearbeitet: Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem <a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=dok-zentrum%20anstageslicht.de&#038;source=web&#038;cd=2&#038;ved=0CCwQFjAB&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.anstageslicht.de%2FWhistleblower%2F&#038;ei=WBf_ToveIJDTsgaAgrGADA&#038;usg=AFQjCNH3XBZDBmMIapEHAZplEP0nWlpS7g&#038;sig2=f57AB7U-bSw3yIWWhWKk3w">Dok-Zentrum AnsTageslicht.de</a> haben wir die Geschichte von Sven Gratzik und seiner Kollegen und mehr als zwanzig weitere Whistleblowerf&#228;lle in unserer <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/intro.htm">Ausstellung &#8220;Whistleblowing &#8211; Licht ins Dunkel bringen!&#8221; </a>dokumentiert und pr&#228;sentiert. Im Auftrag der Hans B&#246;ckler Stiftung haben wir in einer <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/244/1/lang,de/">Studie interne Whistleblowing-Systeme</a> in der deutschen Wirtschaft untersucht und ein detailliertes <a href="http://www.boeckler.de/mbf_bvd_gr_whistleblowing.pdf">Gestaltungsraster</a> entwickelt, wie Unternehmen in transparenter Weise und im Dialog mit ihren Mitarbeitern internes Whistleblowing f&#246;rdern und als Fr&#252;hwarnsystem nutzen k&#246;nnen. Wir haben die Diskussion um die Notwendigkeit effektiven gesetzlichen Whistleblowerschutzes national und international eingefordert und konstruktiv begleitet und auch 2011, soweit dies mit unseren bescheidenen Mitteln m&#246;glich, war einzelne Whistleblowerinnen und Whistleblower unterst&#252;tzt. </p>
<p>Erfolge blieben dabei nicht aus: Unser Vorstandsmitglied Brigitte Heinisch hat ein bedeutsames <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/07/21/urteil-des-egmr-whistleblowing-von-meinungsfreiheit-geschuetzt/">Urteil des Europ&#228;ischen Gerichtshofs f&#252;r Menschenrechte</a> erreicht. Unsere Arbeit wurde international wahrgenommen und gew&#252;rdigt, sowohl bei <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/16/internationale-ngos-wollen-bestmoeglichen-whistleblowerschutz-in-g20-staaten/">NGOs</a> und im neu gegr&#252;ndete <a href="http://fairwhistleblower.ca/content/international-whistleblowing-conference-brings-together-best-brains">WIN (Whistleblowing International Network)</a> als auch bei der <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/11/29/oecd-legt-studie-und-empfehlungen-fuer-g20-staaten-vor-und-zitiert-whistleblower-netzwerk/">OECD und den G20-Staaten</a>. Wir stehen auch im Dialog mit der <a href="http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2011/11/16/interview-mit-guido-strack-whistleblower-netzwerk-e-v/">Wissenschaft</a> und der Politik und auch die Medien greifen unsere Themen und Vorschl&#228;ge immer mal wieder auf. In Deutschland haben wir es mittlerweile immerhin erreicht, dass <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/09/30/bundestagsdebatte-zum-gesetzlichen-whistleblowerschutz/">sich alle Oppositionsfraktionen im Bundestag f&#252;r gesetzlichen Whistleblowerschutz aussprechen</a>. Bis zur Umsetzung unseres <a href="http://www.whistleblower-net.de/content/view/229/1/lang,de/">eigenen Gesetzesentwurfs</a> ist es zwar noch<br />
ein weiter Weg, aber wir wollen auch zuk&#252;nftig das Gespr&#228;ch suchen, Schwachpunkte in der bisherigen Rechtslage und den <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/14/replik-in-sachen-gesetzesentwurf-der-gruenen/">ersten zaghaften &#196;nderungsvorschl&#228;gen der Parteien</a> aufzeigen und effizienten gesetzlichen Whistleblowerschutz einfordern.</p>
<p><strong>Das Jahresende wollen wir nutzen, um all jenen ganz herzlich zu danken, die uns 2011 unterst&#252;tzt haben.</strong> </p>
<p>Unsere Arbeit geht 2012 weiter: Im Januar stehen gleich mehrere Gerichtsverhandlungen von Whistleblowerinnen und Whistleblowern an, die wir begleiten wollen. Im Februar wird es eine <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a11/anhoerungen/index.html">&#246;ffentliche Anh&#246;rung zur Notwendigkeit gesetzlichen Whistleblowerschutzes im Bundestagsausschuss f&#252;r Arbeit und Soziales</a> geben, bei dem wir vertreten sind. Ende M&#228;rz werden wir <a href="http://www.whistleblower-net.de/ausstellung/intro.htm">unsere Ausstellung</a> im Europ&#228;ischen Parlament in Br&#252;ssel pr&#228;sentieren.</p>
<p>Um all dies und noch viel mehr auch 2012 erfolgreich leisten zu k&#246;nnen,  brauchen wir noch mehr Menschen, die unsere Ziele teilen, die mitarbeiten (sei es <a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_contact/task,view/contact_id,1/Itemid,4/lang,de/">projektbezogen</a> z.B. bei &#220;bersetzungen unserer Ausstellungstexte oder regelm&#228;&#223;ig als <a href="http://www.whistleblower-net.de/images/stories/downloads/WBNW_beitritt.pdf">neues Vereinsmitglied</a>) und wir brauchen auch mehr <a href="http://www.whistleblower-net.de/component/option,com_wrapper/Itemid,56/lang,de/">Spenden</a> um unsere Aktivit&#228;ten finanzieren zu k&#246;nnen. Hierf&#252;r bitten wir um Ihre Unterst&#252;tzung!</p>
<p><strong>Whistleblower Netzwerk e.V. w&#252;nscht Ihnen allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2012.<br />
</strong></p>
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		<title>Der Lonely Heart Whistleblower Club oder Whistleblower Schicksale in Kenia und anderswo</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/12/03/der-lonely-heart-whistleblower-club-oder-whistleblower-schicksale-in-kenya-und-anderswo/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 08:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Beitrag ist die &#220;bersetzung eines am 10.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Beitrag ist die &#220;bersetzung eines am 10. J&#228;nner 2010 in der kenyanischen Zeitung „Daily Nation“ unter dem Titel „<em>Treten Sie dem</em> <em>Lonely Heart Whistleblowers Club bei</em>“ erschienen <a href="http://www.nation.co.ke/oped/Opinion/-/440808/839268/-/5psiy8/-/index.html">Artikels</a> der Journalistin <a href="http://wpmu.mah.se/comdev/2010/08/10/testimonials-rasna-warah/">Rasna Whara</a>.</p>
<p>„Ich habe neulich wieder daran gedacht, einen <em>Whistleblower</em> Klub in der Art der „Anonymen Alkoholiker“ zu gr&#252;nden, einschliesslich eines 12-stufigen Genesungsprogramm.</p>
<p>Ein Gespr&#228;ch mit einem <em>Whistleblower</em>, der beschrieb, wie es sich anf&#252;hlt, Fehlverhalten zu melden und dabei nicht ernst genommen zu werden, brachte mich auf diese Idee.</p>
<p>Ich diesen Bekannten angerufen, weil ich selbst auf Missst&#228;nde aufmerksam gemacht hatte und mich fragte, ob mein Verhaltens f&#252;r uns <em>Whistleblower</em> &#252;bliche Konsequenzen nach sich gezogen hatten.</p>
<p>Ich wollte zum Beispiel wissen, ob meine Wutgef&#252;hle sowie das Gef&#252;hl, verrate worden zu sein, normal waren. Ich wollte auch wissen,  ob meine Schlaflosigkeitsphasen auch irgendwann einmal wieder aufh&#246;ren w&#252;rden.</p>
<p>“Es wird m&#246;glicher Weise Monate dauern bis Du davon los kommst“, erkl&#228;rte mir mein Bekannter. „Man wird Dich alleine lassen. Freunde und Kollegen werden Dich verlassen. Du wirst anfangen, Deine Beziehungen in Frage zu stellen. Das Leben wird niemals wieder das Gleiche sein.”</p>
<p>Weltweit haben <em>Whistleblower</em> unisono, nachdem sie Korrution, Fehlleistungen oder Amtsmissbrauch gemeldet haben, &#252;ber Gef&#252;hle von Isolation, Verrat und Verlassensein berichtet.</p>
<p>Im Jahre 2002, nachdem Cynthia Cooper dem Revisionausschuss des Vorstandes der Firma <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MCI_WorldCom">WorldCom</a> &#252;ber die von ihr vermuteten Unregelm&#228;&#223;igkeiten in deren Buchhaltung berichtet hatte, redeten ihre Kollegen nicht mehr mit ihr, und kein einziger leitender Manager dankte ihr f&#252;r die Information.</p>
<p>Im selben Jahr berichtete <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,300178,00.html">Sherron Watkins</a> bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enron">Enron</a> dem Vorstandsvorsitzenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kenneth_Lay">Kenneth Lay</a> &#252;ber einen „ausgekl&#252;gelten Betrug in der Buchhaltung“; schnell wurde sie daraufhin herabgestuft (doch Lay wurde schliesslich angeklagt und des Betruges sowie der Verschw&#246;rung f&#252;r schuldig befunden; er starb aber bevor er die Strafe antreten konnte).</p>
<p>Meine eigenen Versuche, m&#246;gliche Misswirtschaft bei Steuergeldern und unethisches Verhalten in einer internationalen Organisation, zu melden, wurden rasch mit dem Abstreiten der Vorf&#228;lle und Einsch&#252;chterung quittiert.</p>
<p>Man versuchte, mich durch Mobbing zum Schweigen zu bringen, doch als dies nicht fruchtete, folgte eisernes Schweigen. Die Botschaft war klar: Wenn Du die Sache weiterverfolgst, wirst Du ge&#228;chtet.</p>
<p>Ein Management Berater, mit dem ich &#252;ber diese Marter sprach, erkl&#228;rte mir, dass eine solche Reaktion in gro&#223;en B&#252;rokratien &#252;blich sei, denn dort sei Selbsterhalt und weniger Effizienz die treibende Kraft der Manager. Manager in solchen Organisationen denken, dass es ihr Job sei, ihre Untergebenen weniger zu motivieren als zu kontrollieren.</p>
<p>Ich dachte dann an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Githongo">John Githongo</a> und an den verstorbenen <a href="http://heinz-kuehn-stiftung.de/pdf/jahrb19/jahrb19_13.pdf">David Munyakei</a>. Hatten sie sich selbst in den dunkelsten Stunden vorgeworfen, derartig naiv gewesen zu sein ? Hatten sie ihre Entscheidung, <em>Whistleblower</em> zu werden, bedauert ?</p>
<p>Als sich nichts &#228;nderte, nachdem sie die Misst&#228;nde offengelegt hatten, und die Kr&#228;fte der Korruption gemeinsam auf eine massive Vertuschung hinarbeiteten, h&#228;tten sie es sich gew&#252;nscht, kl&#252;ger gewesen zu sein und die einfachere Option des Wegschauens gew&#228;hlt zu haben ?</p>
<p>Ironischer Weise sind <em>Whistleblower</em> sehr oft diejenigem, die sich am meisten nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch f&#252;r die Ziele der Organisationen, denen sie dienen, engagieren.</p>
<p>Gemeinsam mit dem FBI Agenten <a href="http://www.smoking-guns.info/index.php/Coleen_Rowley">Coleen Rowley</a>, die aufgedeckt hatte, dass ihre Beh&#246;rde es unterlassen hatte, gegen mutmasslichen Terroristen zu ermitteln, wurden Cooper und Watkins vom <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/0,28757,2022164,00.html">Time Magazine</a> zu den Personen des Jahres 2002 gew&#228;hlt. Das Magazin beschrieb beide als “die wahrhaftigsten unter den wahren Gl&#228;ubigen, immer treu dem Gedanken, dass sie an einer Stelle arbeiteten, wo sie ma&#223;geblich der ganzen Welt dienlich sein konnten. ”</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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		<title>Die Whistleblower Bestimmungen im &#246;sterreichischen Ministerialentwurf zur Dienstrechts-Novelle</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/11/24/die-whistleblower-bestimmungen-im-oesterreichischen-ministerialentwurf-zur-dienstrechts-novelle/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 22:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der vom Bundeskanzleramt am 25. Oktober 2011 im Parlame [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der vom Bundeskanzleramt am 25. Oktober 2011 im Parlament eingebrachte Ministerialentwurf zur Dienstrechts-Novelle (326/ME) sieht unter anderem eine &#196;nderung des <em>Beamten-Dienstrechtsgesetzes</em> 1979, des <em>Vertragsbedienstetengesetzes</em> 1948 sowie des <em>Richter- und Staatsanwaltsdienstgesetzes</em> 1961 vor.</p>
<p>Der Entwurf zielt darauf ab, in Hinkunft  Bundesbedienstete, die auf Korruptionsvorg&#228;nge hinweisen, zu sch&#252;tzen. Im <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/10/28_Whistleblowing_in_osterreichischen_Behorden.html">Blogeintrag vom 28. Oktober 2011</a> wurde die entsprechende Ank&#252;ndigung von von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Heinisch-Hosek">Frau Bundesministerin Heinisch-Hosek</a> kurz kommentiert.</p>
<p>Nach Ansicht von <em>Whistleblowing Austria</em> sollten Whistleblower Schutzbestimmungen nicht auf  Hinweise in Korruptionsf&#228;llen beschr&#228;nkt bleiben, vielmehr sollten Whistleblower, die auch auf andere Missst&#228;nde wie beispielsweise Kindesmissbrauch oder Mobbing hinweisen, gesetzlich gesch&#252;tzt werden. Ein ausf&#252;hrlicher Kommentar seitens <em>Whistleblowing Austria</em> zu dem Entwurf wird noch folgen. In jedem Fall sollten Schutzbestimmungen auf f&#252;r <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Whistleblowing_in_Betrieben.html"><em>Whistleblower</em> in der Privatwirtschaft</a> eingef&#252;hrt werden.</p>
<p>Der Text vorgesehenen <em>Whistleblower</em> Schutzbestimmung lautet wie folgt:</p>
<p style="text-align: center">„<strong><em>Schutz vor Benachteiligung</em></strong></p>
<p><em>§ 53a. Die Beamtin oder der Beamte, die oder der im guten Glauben den begr&#252;ndeten Verdacht einer in § 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes &#252;ber die Einrichtung und Organisation des Bundesamts zur Korruptionspr&#228;vention und Korruptionsbek&#228;mpfung, BGBl. I Nr. 72/2009, genannten strafbaren Handlung meldet, darf durch die Vertreterin oder den Vertreter des Dienstgebers als Reaktion auf eine </em></p>
<p><em>solche Meldung nicht benachteiligt werden. Dasselbe gilt, wenn die Beamtin oder der Beamte von ihrem oder seinem Melderecht gem&#228;&#223; § 5 des Bundesgesetzes &#252;ber die Einrichtung und Organisation des Bundesamts zu Korruptionspr&#228;vention und Korruptionsbek&#228;mpfung Gebrauch macht.“</em></p>
<p>Analoge Bestimmung sollen ins Vertragsbedienstetengesetz 1948 sowie durch § 58b des <em>Richter- und Staatsanwaltsdienstgesetzes</em> 1961 eingef&#252;hrt werden.</p>
<p>Die <a href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/ME/ME_00326/fname_233998.pdf">Erl&#228;uterungen</a> zu den im Ministerialentwurf enthaltenen  <em>Whistleblower</em> Schutzbestimmungen Rechtsvorschriften halten folgendes fest:</p>
<p>„Der GRECO-Evaluierungsbericht (s.o.) f&#252;hrt weiters aus, dass &#246;sterreichische Bundesbedienstete gem&#228;&#223; §§ 53 Abs 1 (allenfalls in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VBG) und 109 Abs. 1 BDG 1979 sowie gem&#228;&#223; § 78 StPO verpflichtet sind, gewisse korruptive Handlungen zu melden. Es gebe jedoch „keine speziellen Schutzma&#223;nahmen f&#252;r sogenannte „<em>whistle blower</em>“ …, welche verhindern w&#252;rden, dass diejenigen, die im guten Glauben F&#228;lle anzeigen, Vergeltungsma&#223;nahmen f&#252;rchten m&#252;ssen, welche insbesondere ihre Karriere betreffen.“ Der Bericht empfiehlt daher „die Einf&#252;hrung eines Schutzes f&#252;r sogenannte „<em>whistle blower</em>“ f&#252;r alle Bundesmitarbeiter, das hei&#223;t Beamte und Vertragsbedienstete“ (Empfehlung xvi.).</p>
<p>Die gegenst&#228;ndliche Erweiterung des § 53 Abs. 1 soll in Umsetzung der Empfehlung xvi. des GRECO-Evaluierungsberichts einen wirksamen dienstrechtlichen Schutz f&#252;r Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber (so genannte „<em>whistle blower</em>“) schaffen. Da es sich bei Korruption in der Regel um ein so genanntes „opferloses Verbrechen“ handelt, es also in den seltensten F&#228;llen ein physisches Opfer gibt, sondern vielmehr die Allgemeinheit unter den Folgen korruptiven Verhaltens zu leiden hat, sind Dienstgeber und Strafverfolgungsbeh&#246;rden in ihrem Bem&#252;hen um Aufkl&#228;rung und Verfolgung von korrupten Handlungen verst&#228;rkt auf Hinweise von Personen angewiesen, die solche in ihrem Arbeitsumfeld unmittelbar selbst erleben oder erlebt haben. Um zu verhindern, dass potentielle Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber davor zur&#252;ckschrecken, bei Wahrnehmung korruptiver</p>
<p>Handlungen eine entsprechende Meldung an den Dienstgeber zu erstatten, soll ein wirksamer Rechtsschutz vor Repressalien als Reaktion auf die Erstattung einer Meldung geschaffen werden. In systematischer Hinsicht ist dieser Schutz als besondere Dienstpflicht der Vertreterinnen und Vertreter des Dienstgebers konzipiert, gegen&#252;ber einem von dieser Bestimmung erfassten Hinweisgeber keine repressiven Ma&#223;nahmen zu ergreifen. Die verfahrensgesetzlich gesch&#252;tzten Rechte jener Personen, die von einem solchen Hinweis – als Beschuldigte im weiteren Sinne – betroffen sind, werden dadurch keinesfalls ber&#252;hrt oder geschm&#228;lert.</p>
<p>Eine Abgrenzung jener strafrechtlich relevanten Handlungen, welche als Korruption betrachtet werden,hat der Gesetzgeber bereits mit dem in § 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes &#252;ber die Einrichtung und Organisation des Bundesamtes zur Korruptionspr&#228;vention und Korruptionsbek&#228;mpfung, BGBl. I Nr. 72/2009, kodifizierten Zust&#228;ndigkeitskatalog des genannten Bundesamtes zur Korruptionspr&#228;vention und Korruptionsbek&#228;mpfung (BAK) geschaffen. Nur die Meldung solcher strafbarer Handlungen ist vom Schutzbereich des § 53a BDG 1979 erfasst, dies jedoch unabh&#228;ngig davon, ob die Meldung gem&#228;&#223; § 53 BDG 1979 an die Dienststellenleitung oder an das BAK erfolgt, da <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Whistleblowing_in_Behorden.html">§ 5 des Bundesgesetzes &#252;ber die</a><a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Whistleblowing_in_Behorden.html">Einrichtung und Organisation des Bundesamtes zur Korruptionspr&#228;vention und Korruptionsbek&#228;mpfung</a>bereits ein diesbez&#252;gliches Melderecht f&#252;r Bundesbedienstete vorsieht.</p>
<p>Der Rechtsschutz setzt weiters – in enger Ahnlehnung an <a href="http://www.parlinkom.gv.at/PAKT/VHG/XXII/I/I_01330/index.shtml">Art. 9 des Zivilrechts&#252;bereinkommens gegen</a><a href="http://www.parlinkom.gv.at/PAKT/VHG/XXII/I/I_01330/index.shtml">Korruption, BGBl. III Nr. 155/2006</a> – das kumulative Vorliegen zweier Voraussetzungen voraus: Der Meldung hat ein „begr&#252;ndeter Verdacht“ (im Sinne des § 109 Abs. 1 BDG 1979) zu Grunde zu liegen und sie hat „in gutem Glauben“ zu erfolgen. „Guter Glaube“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die oder der meldende Bedienstete, die von ihr oder ihm gemeldeten Tatsachen aus wahrscheinlichen Gr&#252;nden als korrekt erachten konnte. Bereits leichte Fahrl&#228;ssigkeit, beispielsweise das substanzlose„Anpatzen“ oder „Vernadern“ von Mitbewerberinnen und Mitbewerbern in einem Ausschreibungsverfahren, schlie&#223;t daher die Redlichkeit und damit den Schutz des § 53a BDG 1979 aus.</p>
<p>Das Ausma&#223; des Rechtsschutzes wird in Anlehnung an § 20b B-GlBG definiert, welcher seit dem Jahr2004 Bedienstete vor Benachteiligungen im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Anspr&#252;chen nach dem Bundes-Gleichbehandlungsgesetz sch&#252;tzt. Die vorliegende Neuregelung bewirkt damit in erster Linie den Schutz vor motivm&#228;&#223;ig verp&#246;nten Ma&#223;nahmen wie einer Entlassung oder K&#252;ndigung, Herabstufung oder einer anderen Zwangsma&#223;nahme.</p>
<p>Von diesem Schutz sind nicht nur die oder der meldende Bedienstete, sondern auch andere Bedienstete, die diese Meldung unterst&#252;tzen, umfasst. Unter Unterst&#252;tzung ist eine qualifizierte Unterst&#252;tzung in dem Sinn zu verstehen, dass sich die oder der andere Bedienstete als Zeugin oder Zeuge oder durch ihr oder sein aktives Verhalten gegen&#252;ber dem Dienstgeber oder der oder dem Vorgesetzten einem gewissen Risiko aussetzt. Au&#223;erdem muss ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen der Meldung und der qualifizierten Unterst&#252;tzung einerseits und der Reaktion des Dienstgebers andererseits bestehen.“</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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		<title>Menschen retten, nicht Banken !</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Rudolf Elmer, der ehemalige Manager der Bank Julius B&#228; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Elmer">Rudolf Elmer</a>, der ehemalige Manager der Bank <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_Julius_B%C3%A4r">Julius B&#228;r</a> hielt laut „<a href="http://liberte-info.net/interviews/elmer_speech.html">Liberté Info</a>“ am 22. September 2011 eine Ansprache im Rahmen einer Kundgebung der <a href="http://occupyparadeplatz.ch/index.php?home">Occupy Bewegung</a>. Elmerhatte <a href="http://www.wikileaks.org">Wikileaks</a> mit Informationen versorgt und war deswegen in Untersuchungshaft genommen worden.</p>
<p>In der Ansprache geht es u.a. um  WikiLeaks, soziale Verantwortung und <em>Whistleblowing</em>. Die Webseite „<a href="http://liberte-info.net/interviews/elmer_speech.html">Liberté Info</a>“, auf welcher die Ansprache auch in einer englischsprachigen &#220;bersetzung1 zu lesen ist, fasste diese wie folgt zusammen:</p>
<ul>
<li>Wie Dinge grunds&#228;tzlich an Orten, wo das Bankgeheimnis gilt, funktionieren</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie die Wahrheit unterdr&#252;ckt und Lobbies die Demokratie unterminieren</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie Banken, Medien und die Justiz versuchen, die Glaubw&#252;rdigkeit von jemanden, der Steuerhinterziehungenaufdeckt, zu zerst&#246;ren versuchen</li>
<li>M&#246;gliche L&#246;sungen</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Notwendigkeit nicht nur von Zivilcourage, sonderauch von Standhaftigkeit selbst auf die Gefahr hin, einen</li>
</ul>
<p>jahrelangen Einsatz in Kauf zu nehmen oder ins Gef&#228;ngnis zu landen (essentiell f&#252;r die Occupy Bewegung).</p>
<p>Nachstehend die <a href="http://liberte-info.net/interviews/elmer_speech_german.html">Rede in dem von „Liberté Info“ ver&#246;ffentlichten Wortlaut</a>:</p>
<p>„<em>Menschen retten, nicht Banken!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ohne Zivilcourage kann man keine Menschen retten / und darum geht ohne Zivilcourage nichts! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Leute von Occupy Paradeplatz zeigen nicht nur Zivilcourage / sondern auch Durchhaltewillen und n&#228;hren damit den politischen Willen / „Missbrauch durch die Banken, aber auch Multinationale Konzerne und gewisse Superreiche“, in der Schweiz und auch weltweit zu stoppen!</em></p>
<p><em>Es braucht Zivilcourage und Durchhaltewillen,</em></p>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><em>um insbesondere gegen die Banken, die </em></li>
</ul>
<p><em> Multinationalen Konzerne und auch Superreiche mit ihren </em></p>
<p><em> Geheimen-Offshore-Konstrukten vorzugehen, </em></p>
<p><em>• um mehr Gerechtigkeit und Fairness durchzusetzen, </em></p>
<ul>
<li><em>um die Gesellschaft vor einem Finanz-Schulden-Chaos zu bewahren. </em></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Banktop-Manager wollen alle Fairness im Sport , warum lassen wir zu, dass diese Manager in der Finanzwelt das Wort Fairness nicht kennen wollen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>F&#252;r Fairness und Rettung von Menschen, ist ein explizites, kompetentes Wissen erforderlich zu fordern, z.B. zu verstehen wie der Missbrauch in der Finanzwelt funktioniert und wie nun dieser Missbrauch bek&#228;mpft werden. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ich bin hier, um zu helfen, den Missbrauch zu verstehen und offenzulegen. Ich z&#228;hle mich zu den Experten im Bankgesch&#228;ft und und verf&#252;ge &#252;ber hochqualifizierte Kenntnisse &#252;ber Verdunklungs- und Verschleierungsoasen.</em></p>
<p><em>Missbrauch in diesen „Steueroasen“ ist wahrlich ein globales Problem, das den Banken soviel Macht und Profite zugetragen hat. Macht &#252;ber</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>1.	gewisse Medien</em></p>
<p><em>2.	gewisse Politiker und Parlamentarier</em></p>
<p><em>3.	Justiz</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Alles M&#228;chte und Machtpositionen, welche heute die Demokratie unterwandern. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ein Netzwerk der Lobbying-Gruppen, um lukrativen Gesch&#228;fte der Banken oder besser Ihre Schurkengesch&#228;fte im Dunkel abzuwickeln. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Macht der Bankoligarchien muss dem Volk wieder zur&#252;ckgegeben werden oder besser: das Volk muss sich diese Macht wieder zur&#252;cknehmen. </em></p>
<p><em>Ja, das ist alles sehr abstrakt. Ich weiss, aber es geht am Schluss darum, die Macht, welche die komplexe Finanzwelt verk&#246;rpert mit ihrem Privilegien z.B. „der uneingeschr&#228;nkten Geldsch&#246;pfung“ , zur&#252;ckzugewinnen. Wer wenig Sozialverantwortung tr&#228;gt, hat kein Anrecht auf Macht in einer Demokratie. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Mittel hierzu sind einfach:</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>• Umfassende Transparenz,</em></p>
<ul>
<li><em>Know How &#252;ber die System (Konstrukte) der Bankeninstitute</em></li>
<li><em>die Ver&#228;nderung durch Bewegung der Politik </em></li>
</ul>
<p><em> durchzusetzen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Der Missbrauch basiert auf:</em></p>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><em>Steuerlichen Vorteilen: Verschiebung der Gewinne in</em><em>Offshore Zentren und Offshore-Aufwendung z.B. in die</em><em>Schweiz, um den steuerbaren Gewinn zu reduzieren</em></li>
<li><em>Geheimhaltung der Eigent&#252;msverh&#228;ltnisse in Offshore </em><em>Zentren</em></li>
<li><em>Ungen&#252;gende Regulierung (z.B. Hedge Fonds)</em></li>
<li><em>Schwache Aufsichtsbeh&#246;rden</em></li>
<li><em>Schwache Strafverfolgungsbeh&#246;rden in der Finanzwelt</em></li>
<li><em>der M&#246;glichkeit der uneingeschr&#228;nkten Geldsch&#246;pfung der</em></li>
</ul>
<p><em> Banken.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vieles davon geschieht unter dem Deckmantel der GEHEIMHALTUNG. Nur ein Bankinsider wird deshalb die M&#246;glichkeit haben, hier Licht ins Dunkel zu bringen.</em></p>
<p><em>Ich war &#252;ber 30 Jahre in diesem Gesch&#228;ft und ich habe in acht solcher Verdunklungs- und Verschleierungsoasen gearbeitet. Ich kenne einige Tricks und kenne die Verkn&#252;pfung der Finanzkrise mit Offshore, aber auch das Schattenbankensystem aus der Praxis! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wenn jemand, wie ich es dann wagt, als WHISTLEBLOWER den Missbrauch an die &#214;ffentlichkeit zu bringen, dann ist im Finanzparadise die los. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>“Aus dem N&#228;hkistchen zu plaudern, geziehmt sich nicht“, werden Sie sagen. „Er hat jahrelang selbst davon profitiert“ werden sie anmerken. Und ja, diese Zeit war n&#246;tig, um hinter die Kulissen blicken zu k&#246;nnen, Zusammenh&#228;nge zu verstehen und die globale Problematik zu erkennen. Erst dann war es mir m&#246;glich aufgrund meiner praktischen Erfahrungen im Interesse der &#214;ffentlichkeit offenzulegen, wie die Banken, und mit ihnen, die multinationalen Konzerne und gewisse Superreiche, den Staat missbrauchen.</em></p>
<p><em>Es ist billig, wenn sich nun die F&#252;hrungsspitzen der Banken und Grossunternehmen als „nichtwissend“ und „unschuldig“ darstellen und behaupten alles sei legal usw.! Nein, mit Hilfe ihrer Steueranw&#228;lte, Buchhalter, Revisoren und Banker, werden auch heute noch alle „K&#228;sel&#246;cher“ der Gesetze ausgenutzt, um den Missbrauch z.B. hinter dem Schweizer Bankgeheimnis, oder dem Cayman Confidentiality Law zu verstecken. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong><em>Die Gleichung: </em></strong></p>
<p><strong><em>Schweizer Bankgeheimnis gleich Privatsph&#228;re ist falsch!</em></strong></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ja, ich bin auch f&#252;r Privatsph&#228;renschutz, aber nur f&#252;r Privatph&#228;renschutz einer nat&#252;rlichen Person und ich will nicht, dass Finanzinstitute, Multinationale Konzerne und gewisse Superreiche mit ihren Offshore-Konstrukten mein Recht auf Privatsph&#228;ren-Schutz f&#252;r ihre krummen Gesch&#228;fte verwenden. Das lasse ich nicht mehr zu! Sie wollen dies auch nicht!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Privatsph&#228;re hat seine Grenzen, n&#228;hmlich dort wo </em></p>
<ul>
<li><em>Der Schutz der nat&#252;rliche Person aufh&#246;rt und</em></li>
<li><em>die soziale Verantwortung beginnt!</em></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p><em>Viele Manager der Grossbanken haben Ihre soziales Gewissen und damit ihre Verantwortung gegen&#252;ber dem Staat und der Demokratie verloren! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das zeigte ich bereits vor 8 Jahren auf und darum hat man mich diffamiert, pathologisiert, kriminalisiert und schliesslich zwei Mal insgesamt f&#252;r sieben Monate ins Gef&#228;ngnis gesteckt. Ich wurde unter Druck gesetzt, isoliert, bedroht etc. Das ganze Programm eines Staatsfeindes, einzig um meine Glaubw&#252;rdigkeit zu zerst&#246;ren und um mich zum Schweigen zu bringen! Ein Zeugenschutzprogramm wurde in Z&#252;rich nie in Betracht bezogen!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das Ganze wurde haupts&#228;chlich inszeniert, weil ich Offshore-Konstrukte von m&#246;glichen Steuerbetr&#252;gern, Drogen- und Waffenh&#228;ndlern, Massenm&#246;rdern, Insiderhandel etc der kantonalen und der eidg. Steuerbeh&#246;rde offenlegte! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Was nicht sein darf, kann nicht sein!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Schweizer Justiz, Teile der Schweizer Presse, das Schweizer Staatsfernsehen aber z. T. auch die kapitalorientierte ausl&#228;ndische Presse, haben den Missbrauch totgeschwiegen und lieber mich diffamiert! Warum wohl? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vielleicht um vom Missbrauch und vom Wrongdoing der Banken abzulenken? Ich meint ja!!!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>WIKILEAKS zeigte 2008, was soziale Verantwortung bedeutet! Missbrauch an die &#214;ffentlichkeit zu bringen und mit Informationen und ohne Gewalt Ver&#228;nderungen zu fordern!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Auch die Occupy Bewegung fordert Ver&#228;nderung!</em></p>
<p><em>Die Occupy Bewegung verdeutlich, wie gewisse Topmanager daran sind, inbesondere mit Hilfe der Verdunklungs- und Verschleierungsoasen und dem Schattenbankensystem, die Bev&#246;lkerung in Europa m&#246;glicherweise ins finanzielle Chaos zu st&#252;rzen. Ich wehre mich dagegen und Sie auch! Ich lasse nicht zu, dass die Letzten die Hunde beissen!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die selben Banken, welche die Arroganz hatten, zu behaupten, dass sie „too big to fail“ sind. </em></p>
<p><em>Ich behaupte, dass diese Banken</em></p>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><em>“Too big to rescue” (zu retten)</em></li>
<li><em>“Too political to work“ (zu politisch, um zu </em><em>funktionieren)</em></li>
<li><em>„Too complex to assess“ (zu schwierig, zu beurteilen)</em></li>
<li><em>„Too big to manage“ (zu gross, um zu f&#252;hren)</em></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p><em>sind.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Oder ganz einfach anders gesagt:</em></p>
<p><em>„Too big to be allowed to exist in the first place“. (d&#252;rfte nicht existieren).</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Denn Sie haben mit Ihren Gesch&#228;ftsmodellen (Investment Banking, Hedge Funds, Offshore Strukturen etc.) die Demokratie unterwandert und die Staaten in Gefahr gebracht. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Politiker, die Regierung das Volk muss nun diesen Banken die Macht entziehen d.h konkret: </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Die ungebremste Geldsch&#246;pfung durch das Schattenbanken-System in den Steueroasen (ein Auswuchs des modernen Geldsystems durch Deregulierung in den 90er Jahren) hat seit Beginn der Finanzkrise dazu gef&#252;hrt, dass das Finanzsystem und viele Banken durch den Steuerzahler gerettet werden mussten. Die uneingeschr&#228;nkte Geldsch&#246;pfung der Banken ist ein grosser Teil Ihrer Macht.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Zweitens: Gewisse Banken m&#252;ssen wieder Diener der Realindustrie werden. Sie d&#252;rfen nur Diener der Wirtschaft, und keine Wirtschaftskapit&#228;ne mehr sein!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Sie verstehen nun, dass mich gewisse schweizerische Medien auf dem Finanzplatz Schweiz zum ENFANT TERRIBLE machten, dass man versuchte mich als Rache s&#252;chtigen und gewaltt&#228;tigen Menschen und Psychopathen darzustellen. Der Occupy Bewegung k&#246;nnte das gleiche Schicksal bl&#252;hen. Denn gel&#228;nge dies, dann k&#246;nnte diese Angelegenheit schnell abgehakt werden und zur&#252;ck zu </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Business as usual“ &#252;bergegangen werden! </em></p>
<p><em>„Business as usual“ das suchen die Banken.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das darf nicht sein. Deshalb investiere ich meine Zeit in die Aufkl&#228;rung des Missbrauch in den Verdunklungs- und Verschleierungsoasen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mit Ausnahme von 99 % der Bev&#246;lkerung n&#252;tzen die Finanzinstitute, multinationalen Konzerne und gewisse Superreiche Steueroase ohne Skrupel aus. Die Gr&#252;nde sind vielf&#228;ltig</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>• Geheimhaltung (Eigent&#252;mer d.h. kein Transparenz)</em></p>
<ul>
<li><em>Rechtlichen Gr&#252;nde (Keine Strafuntersuchungen gegen </em><em>den Finanzplatz, Schattenbuchhaltungen)</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Steuerliche Gr&#252;nde  (z.B. Umgehung der </em><em>Erbschaftssteuern)</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Regulatorische Gr&#252;nde (ungen&#252;gende Regulierung </em><em>weshalb sind ca. 60 % aller Hedge Funds der Welt in den</em><em>Cayman Islands domiziliert)</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>&#220;berwachungsgr&#252;nde (schwache Aufsichtsbeh&#246;rden in</em><em>Jersey, Cayman, Schweiz)</em></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p><em>Sieht man zudem die schweizerische Abgeltungssteuer-Vereinbarung mit Deutschland und England genau an, dann findet man Schlupfl&#246;cher auch f&#252;r schweizerische und insbesondere ausl&#228;ndische Steuerhinterzieher/-betr&#252;ger, die gr&#246;sser sind als ein normales Scheunentor!</em></p>
<p><em> </em><em>Merkw&#252;rdigerweise behauptet die Schweizerische Bankiersvereinigung und einige Politiker, dass nun mit der Abgeltungssteuer alle Schlupfl&#246;cher gestopft seien! Was f&#252;r eine Illusion? Was f&#252;r ein Bl&#246;dsinn? Was f&#252;r ein L&#252;ge sage ich! Und verkaufen diesen Ablasshandel zudem als Fairness damit Steuerbetr&#252;ger und Mithelfer ohne Strafe davonkommen im Dunkel weiter gewirkt werden kann.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Denkt man weiter &#252;ber die Aktionen von Amerika gegen die Schweizer Banken nach und betrachtet die unheimlichen Belohnungen f&#252;r das Offenlegen von Steuerbetr&#252;gern (Birkenfelds Anspruch wird auf USD 560 Mio gesch&#228;tzt), das Anreizprogramm um Steuerbetr&#252;ger oder auch kriminelle Banker auffliegen zu lassen, dann hat Amerika, aber auch Deutschland ein „Business Modell“ ins Leben gerufen, das in meinen Augen heute schnellstens wieder abzuschaffen ist. Einerseits verschafft es dem Staat lange Untersuchungsprozesse aber auch viele Steuereinnahmen, andererseits zerst&#246;rt es aber das Vertrauen in unsere Gesellschaft, den Staat und Mitmenschen. Es erm&#246;glicht, dass z.B. frustrierte Banker zu Datensammlern werden und sich pers&#246;nlich zus&#228;tzlich bereichern k&#246;nnen. Ein neues kriminelles Business Modell ist damit geboren, dass zum Wirtschaftskrieg f&#252;hren k&#246;nnte!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ja, es gibt viele Entscheide durchzusetzen, packen wir es an!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ein anderes Zeichen der Gerechtigkeit w&#228;re, Zivilcourage von Whistleblowern zu sch&#252;tzen. Whistleblower werden heute jedoch durch unsere Richter z.B. unter dem Deckmantel des schweizerischen Bankgeheimnisses, Amtsgeheimnis etc. bestraft! Man sch&#228;tzt zwar den Verr&#228;ter, aber bestraft werden muss der Whistleblower trotzdem. Hierf&#252;r werden die Gesetze gebeugt, gestreckt und gedehnt und Sachverhalte ignoriert wie dies in Seldwyla &#252;blich war, um einfach die wahren Kriminellen der Bankenwelt mittels Zweiklassenjustiz zu sch&#252;tzen!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Es darf offensichtlich nicht sein, dass das Insiderwissen &#252;ber kriminelle Machenschaft der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemacht wird oder eine der grossen Schweizer Banken Strafuntersuchungen ausgesetzt w&#252;rde. Das schadet dem Finanzplatz. Der Finanzplatz wird damit zur Staatspolitik und auch der Schutz der Steuerbetr&#252;ger!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Viele Banker haben enormes Insiderwissen welches den Missbrauch betrifft, aber sie sind zum Schweigen verpflichtet und wenn sie dies nicht tun, dann kommen die Ermessenspielr&#228;ume und Gestaltungsfreir&#228;ume der Strafverfolger, die riesig und willk&#252;rlich (Das Bundesgericht erteilte der Z&#252;rich Justiz in meinem Fall eine „Willk&#252;rr&#252;ge“) sind. Hier kaum auch die kapitalgesteuerten Medienwelt zum Zuge! Strafverfolger und die kapitalgesteuerte Medienwelt zeigen dem Whistleblower, wer der Chef ist! Nat&#252;rlich alles legal, aber nicht legitim! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Der Whistleblower wird verurteilt, die Bank wird gesch&#252;tzt.</em></p>
<p><em>Occupy Paradeplatz bedeutet f&#252;r mich heute Hoffnung und auch Zuversicht, dass das Volk die Macht den Banken wegnehmen will und die Justiz in die Schranken gewiesen wird, um kriminelle Banker strafrechtlich zu verfolgen! Occupy Movement verlangt globales Committment und globale Aktionen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Occupy Paradeplatz soll bestrebt sein, alternative Wege aufzuzeigen wie z.B. die Vollgeld-Reform, das Trennbankensystem, die Einschr&#228;nkung des Eigenhandels der Banken und mehr Verantwortung den Revisionstellen, betreffend der Pr&#252;fung von Finanzinstituten und Multinationalen Konzernen zuweisen ist. Die letzteren sind leider mit ihren Steuerberatungsabteilung Teil des Systems und proftieren davon enorm! Ihre Unabh&#228;ngigkeit wage ich deshalb in Frage zu stellen! Weshalb findet man diese Revisionsfirmen insbesondere  in Steueroasen und weshalb haben sie die Probleme im UBS-Risk-Management nicht erkannt?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Abschliessend halte ich fest, dass es hier um die Sachen Missbrauch zu stoppen und um Gerechtigkeit geht und NICHT um den Meldel&#228;ufer „Elmer“, aber der Fall ist ein eindr&#252;ckliches Beispiel wie das System reagiert! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Also: Rettet Menschen und nicht Banken! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Danke sch&#246;n!&#8221;</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>1 </em>&#220;bersetzung Walter Gehr <em>ad personam.</em></p>
<div><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</div>
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		<title>Whistleblower &#8211; In gef&#228;hrlicher Mission  und das Fehlverhalten von UNO Beamten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 07:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 14. Oktober 2011 nahm UN-Generalsekret&#228;r Ban Ki-moo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. Oktober 2011 nahm UN-Generalsekret&#228;r <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ban_Ki-moon">Ban Ki-moon</a> am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York an einer &#246;ffentlichen Vorf&#252;hrung des Filmes „The Whistleblower“ (deutsch: „<a href="http://www.schweizer-illustrierte.ch/kultur/knallharte-realitaet"><em>Whistleblower</em> &#8211; In gef&#228;hrlicher Mission</a>“), der bereits im Juli 2011 auserw&#228;hlten UN Beamten gezeigt worden war  (siehe <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/7/29_Kinostart_fur_The_Whistleblower.html">Blogeintrag vom 29. Juli 2011</a>), teil .</p>
<p>Anschliessend er&#246;ffnete er eine Diskussionsrunde zum Thema “<em>Sexuellle Ausbeutung und Missbrauch w&#228;hrend und nach bewaffneten Konflikten</em>“.</p>
<p>Sechs Tage nach der Urauff&#252;hrung des Filmes in New York am 05. August 2011 hatten die Vereinten Nationen darauf hingewiesen, dass sie 2005 eine <a href="http://daccess-dds-ny.un.org/doc/UNDOC/GEN/N05/651/55/PDF/N0565155.pdf?OpenElement"><em>Whistleblower</em> Regelung</a> erlassen hatten, und 2006 eine <a href="http://daccess-dds-ny.un.org/doc/UNDOC/GEN/N05/668/34/PDF/N0566834.pdf?OpenElement">Ethik B&#252;ro</a> zum Schutz von <em>Whistleblowern</em> vor UN internen Repressalien eingerichtet wurde.</p>
<p>Nun gibt es drei Berichte &#252;ber die Veranstaltung vom 14. Oktober 2011: einen von der <a href="http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=40065&amp;Cr=sexual+abuse&amp;Cr1=">UN Pressestelle</a> vom selben Tag, einen weiteren von einer Mitarbeiterin der UN in New York, der am 21. Oktober verfasst wurde (siehe unten), und der dritte vom 24. Oktober von der Korrespondentin der online Zeitung <a href="http://www.womensenews.org/story/international-policyunited-nations/111023/whistleblower-screening-disturbs-peace-at-un">WeNews</a>, Amy Lieberman.</p>
<p>W&#228;hrend der Bericht der der UN Mitarbeiterin den Eindruck vermittelt, dass die Veranstaltung relativ harmonisch verlief, spricht Lieberman von einer hitzigen Debatte, w&#228;hrend der Mitteilung der UN Pressestelle nichts davon vermeldet. Der vorbereitete Diskussionsbeitra Beitrag von Ban Ki-moon wurde von <a href="http://www.iewy.com/35064-secretary-general-comments-on-film-on-issue-of-sex-trafficking-stressing-need-for-wider-awareness-%E2%80%98zero-tolerance%E2%80%99-policy-response.html">IEWY News ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p>So erkl&#228;rte dieser zufolge die Regisseurin des Filmes „The Whistleblower“, <a href="http://wegotthiscovered.com/movies/interview-larysa-kondracki/">Laryssa Kondracki</a>, die zur Auff&#252;hrung des Filmes im UN Geb&#228;ude gekommen war, dass das Verhalten von UN Beamte ebenso gr&#252;ndlich wie jenes von Soldaten friedenserhaltender Operationen ethisch wie rechtlich &#252;berpr&#252;ft werden sollte. &#8220;<em>Es geht nicht nur um Soldaten friedenserhaltender Operationen. Wir besitzen Videos hochrangiger Diplomaten die in der N&#228;he des New Yorker UN Amtssitzes mit Personen, die sie gekauft haben, herumspazieren</em>“, soll Kondracki gesagt haben.</p>
<p>Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ban_Ki-moon">Ban Ki-moon</a> bemerkte, dass „<em>sehr viele Fortschritte seit der dunklen Zeit, die im Film geschildert wird</em>“ erzielt worden sein, soll ihm Kondracki widersprochen und erkl&#228;rt haben, dass die Situation eskaliert sei, und dass wenn er die heutigen Zeitungen lese, sehr viel mehr Filme gedreht werden m&#252;ssten.</p>
<p>Demgegen&#252;ber lautet der Bericht der obgenannten UN Mitarbeiterin Susannah Maio in einer Arbeits&#252;bersetzung wie folgt:</p>
<p>„<em>Susannah Maio ist Lektorin in der Abteilung f&#252;r die Publikationskontrolle der Sektion f&#252;r Angelegenheiten der Generalversammlung und des Konferenzmanagements. Sie fing 2007 bei den Vereinten Nationen in Wien zu arbeiten an und wurde im J&#228;nner 2011 nach New York versetzt.</em></p>
<p><em><br />
Vergangenen Freitag kamen Bedienstete des UN Hauptsitzes sowie Vertreter von Staaten, Nicht-Regierungsorganisationen und Medien im ECOSOC Saal zusammen, um den Film “</em>The Whistleblower<em>” zu sehen und einer Panel Diskussion &#252;ber sexuelle Ausbeutung und Missbrauch von Frauen und M&#228;dchen in und nach bewaffneten Konflikt zu folgen. </em></p>
<p><em>Das Panel war von der Sektion f&#252;r &#214;ffentlichkeitsarbeit (DPI) organisiert worden, nachdem der UN Generalsekret&#228;r den Wunsch ge&#228;ussert hatte, den Film zeigen und eine Diskussion &#252;ber dessen Problematik &#8211; die Involvierung von friedenserhaltenden Soldaten und UN-Bediensteten in Akte sexueller Ausbeutung und Menschenhandel  -  zu f&#252;hren. F&#252;r die UNO war dies “eine Gelegenheit, diese Probleme beim Schopf zu packen“.</em></p>
<p><em>Mehrere UN Bedienstete begr&#252;ssten die Organisierung des Panels. Richard Bennett, Sonderberater des Assistierenden Generalsekret&#228;rs f&#252;r Menschenrechte (OHCHR), sagte dazu: „Es ist f&#252;r die UNO wichtig, dass man sieht, wie sie &#228;usserst wichtige Probleme wie Menschenhandel sowie sexuelle Ausbeutung und Missbrauch in direkter und transparenter Weise angeht, insbesondere wenn sie beschuldigt wird, selbst darin involviert zu sein“.</em></p>
<p><em>Simone Monasebian, Leiterin der New Yorker Verbindungsb&#252;ros von </em><a href="http://www.unodc.org"><em>UNODC</em></a><em> und 2007 Mitorganisatorin der UN Premiere des Filmes “Trade”, der das Problem des Menschenhandels behandelt, gab an, dass es “sehr mutig von DPI ist, ein solches Panel angesichts grosser Risiken zu organisieren”, vor allem weil eine offene Einladung an die Zivilgesellschaft, Mitgliedstaaten und den Medien ausgesprochen worden sei. Ihrer Einsch&#228;tzung nach war das Pannel “ein Cocktail an Unvorhersehbarkeiten, das aber gut ausgegangen ist”, gewesen. </em></p>
<p><em>Frau Monasebian wies darauf hin, dass die spontanen Erkl&#228;rungen </em><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13649343/Frauen-werden-nach-dem-Kampf-weggeschickt.html"><em>Margot Wallstr&#246;ms</em></a><em>, Sondervertreterin des Generalsekret&#228;rs f&#252;r Fragen der sexuellen Gewalt in bewaffneten Konflikten, und </em><a href="http://www.un.org/sg/senstaff_details.asp?smgID=132"><em>Susana Malcorras</em></a><em>, Unter-Generalsekret&#228;rin f&#252;r die Unterst&#252;tzung von Feldoperationen, zeigten, dass &#8220;viele UN Beamte mehr tun wollen“. UN Bedienstete reagierten positiv sowohl auf diese offiziellen Erkl&#228;rungen als auch auf die Teilnahme von José </em><a href="http://washdiplomat.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2800:his-excellency-jose-luis-cancela-gomez&amp;catid=196&amp;Itemid=229"><em>Luis Cancela</em></a><em>, St&#228;ndiger Vertreter Uruguays, und von </em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prince_Zeid_bin_Ra'ad"><em>Prinz Seid</em></a><em>, St&#228;ndiger Vertreter Jordaniens, der die Verantwortung der Mitgliedstaaten bei der Verfolgung von Fehlverhalten hervorhob.</em></p>
<p><em>W&#228;hrend UN Bedienstete, einschliesslich hochrangige Manager, dem Panel viel Interesse entgegenbrachten, und die Informationsbeamtin Gail Bindley-Taylor Sainte dieses als &#8220;eine der ehrlichsten Diskussionen, die sie jemals in den Vereinten Nationen geh&#246;rt habe“ beschrieb, meinten einige, dass die in der UN organisierte Veranstaltung mit ihrem Panel und der offener Diskussion viel st&#228;rkere Wirkung gezeigt h&#228;tte, wenn der Generalsekret&#228;r der gesamten Diskussion beigewohnt h&#228;tte. </em></p>
<p><em>In die Zukunft blickend, meinte Herr Bennett, dass &#8220;herauskam, das eine Politik nicht genug ist. Sie muss auch umgesetzt werden, Personen m&#252;ssen zur Rechenschaft gezogen werden, und sowohl Mitgliedsstaaten als auch der Generalsekret&#228;r m&#252;ssen die notwendigen Massnahmen ergreifen“. Ein hochrangiger Politik Berater des UNHCRs, Sivanka Dhanapala, rief ebenfalls dazu auf, &#252;ber die n&#228;chsten Schritte nachzudenken und erkl&#228;rte, dass es &#8220;ein aufeinander abgestimmtes Follow-up geben sollte“ und das „wir sehen sollten, ob Massnahmen zu irgend einem der [w&#228;hrend der Panel Diskussion] aufgeworfenen Schl&#252;sselpunkte gesetzt werden k&#246;nnen.&#8221;</em></p>
<p><em>UN Bedienstete bekundeten ihr Interesse an mehr Panels dieser Art, insbesondere wenn sie eine Mischung von Teilnehmern von innerhalb und ausserhalb der UN zusammenbr&#228;chten. Sie meinten auch, dass der Ablauf durch weniger und k&#252;rzere vorbereitete Erkl&#228;rungen sowie mehr Zeit f&#252;r Fragen und Antworten verbessert werden k&#246;nnten.“</em></p>
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		<title>FIFA errichtet eine Whistleblower Hotline, um sich vor der Fu&#223;ballmafia zu sch&#252;tzen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 14:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie im Blogeintrag vom 16. August 2011 berichtet, hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/8/16_Whistleblowing__Gut_fur_den_Fuball.html">Blogeintrag vom 16. August 2011</a> berichtet, hatte der internationale Fu&#223;ballverband  <a href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/news/newsid=1493341/">FIFA</a> den <a href="http://www.transparency.org/content/download/62590/1002688">Bericht</a> von <a href="http://www.transparency.org/news_room/latest_news/press_releases/2011/2011_08_16_independent_group_fifa_reform">Transparency International</a> (TI) zur Bek&#228;mpfung der Korruption in seinen eigenen Reihen zur Kenntnis genommen.</p>
<p>Darin empfahl<em> </em><a href="http://www.transparency.org/news_room/latest_news/press_releases/2011/2011_08_16_independent_group_fifa_reform">Transparency International</a> eine Reihe von Massnahmen zur St&#228;rkung von Transparenz und Ehrlichkeit sowie zur Verhinderung von Bestechlichkeit, darunter den</p>
<p>Schutz von <em>Whistleblowern</em>, die Bestellung eines unabh&#228;ngigen Ombudsmannes zur Pr&#252;fung von Korruptionshinweisen sowie die Einrichtung von internen und &#8211; vorzugsweise &#8211; externen <em>Whistleblower</em> Hotlines (Seite 6 &#8211; 7).</p>
<p>Rund einen Monat sp&#228;ter <a href="http://blogs.reuters.com/brian-homewood/page/4/">erkl&#228;rte FIFAs Sicherheitschef Chris Eaton gegen&#252;ber dem Reuters Journalisten Brian Homewood</a>, dass kriminelle Banden den Fu&#223;ball infiltrieren, und zwar durch langfristige Investitionen in Spielabsprachen sowie durch die Organisation von Ausbildungskursen f&#252;r Schiedsrichter.</p>
<p>Deshalb wolle die FIFA Zeugenschutzprogramme f&#252;r Fu&#223;ballspieler, die Spielabsprachen oder deren Versuch aufdecken wollen, einrichten. Auch wolle sie jenen Rehabilitierung anbieten, die in jungen Jahren korrumpiert wurden. Schlie&#223;lich wolle man ab J&#228;nner 2012 eine f&#252;r alle erreichbare <em>Whistleblower</em> Hotline zur Meldung von verd&#228;chtigem Verhalten schaffen.</p>
<p>“<em>Wir wollen die Manipulatoren manipulieren und jene einsch&#252;chtern, die andere einsch&#252;chtern; diesen m&#252;sse bewu&#223;t werden, dass die FIFA ihre Leute und den Sport ernsthaft gegen&#252;ber jenen, die gewissenlos handeln, sch&#252;tzen wird</em>”, erkl&#228;rte Eaton. “I<em>nfiltration ist ein starkes Wort, aber meine Einsch&#228;tzung ist, dass die organisierte Kriminalit&#228;t den Fu&#223;ball auf mehreren Ebenen infiltriert hat, um aus den enormen Wettsummen, die derzeit lukriert werden, Kapital zu schlagen.</em>”</p>
<p>Eaton <a href="http://www.smh.com.au/sport/football/fifa-to-introduce-amnesty-for-matchfixers-20111018-1lw5x.html">sch&#228;tzt</a>, dass Fu&#223;ballwetten pro Jahr einen Markt von € 1 Trillion darstellen; € 1 Milliarde k&#246;nnen alleine die Wetten hinsichtlich eines einzigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Premier_League"><em>Premier League</em></a> Spiels ausmachen.</p>
<p>Weiters wies er darauf hin Eaton wies darauf hin, dass der Ankauf von Fu&#223;ballklubs f&#252;r organisierte kriminelle Banden ein Weg sei, den Ausgang von Fu&#223;ballspielen zu kontrollieren. „<em>Wir sehen einen Trend, niederrangige Klubs zu kaufen sowie Spieler zu transferieren und zu verkaufen</em>“. Doch auch in der t&#252;rkischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spor_Toto_S%C3%BCper_Lig"><em>Super Liga</em></a> standen kriminelle Banden im Vorjahr bei 19 Spielen hinter Spielmanipulationen, die  heuer ebenfalls aus Finnland, Griechenland, Israel und Italien bekannt wurden.</p>
<p>„<em>Das Problem der Spielmanipulationen ist global und umfangreich. Sie erstrecken sich &#252;ber alle Kontinente &#8211; und es gibt auch eine signifikante Zahl von Betrugsf&#228;llen speziell in Europa. Wir werden darauf reagieren und unseren Kampf verst&#228;rken. Wir befinden uns in einem Krieg</em>„, sagte der Australier Eaton weiters in einem <a href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/fifa-sicherheitschef-eaton-im-gespraech-wir-befinden-uns-in-einem-krieg-11115086.html">Interview</a>, der von der „Frankfurter Allgemeinen“ am 22. August 2011 ver&#246;ffentlicht wurde. Weiter f&#252;hrte er aus:</p>
<p>„<em>Die Fu&#223;ballfunktion&#228;re haben gedacht, das ist doch Sache der Polizei. Aber die Polizei ist oftmals &#252;berfordert, weil es sich um ein globales „Gesch&#228;ft“ handelt und die Kriminellen sowie die geschmierten Spieler oder Schiedsrichter aus verschiedenen L&#228;ndern kommen und unterschiedliche Nationalit&#228;ten haben. Da sind oftmals die Zust&#228;ndigkeiten unklar. Deshalb braucht der Fu&#223;ball einen eigenen Ansatz. Er muss selbst Nachforschungen anstellen und die Ermittlungsbeh&#246;rden auf dem Laufenden halten. Die wenigsten L&#228;nder haben bisher verstanden, welche Dimension dieses Problem hat. Die Kriminellen k&#246;nnen doch mit Spielmanipulation mehr Geld machen als durch Drogenhandel. Auf jeden Fall ist es einfacher, und auch die Strafen sind wesentlich geringer, wenn man mal erwischt wird</em>“.</p>
<p>Am 17. Oktober 2011, im Zuge einer Pressekonferenz in London, meinte Eaton schlie&#223;lich: &#8220;<em>Ich bef&#252;rchte dass Kriminelle die Natur des Sports ver&#228;ndert haben</em>“.</p>
<p>Da die FIFA zur Zeit keinen allzu guten Ruf geniesst, wurde er gefragt, ob man darauf vertrauen k&#246;nne, dass sie f&#252;r saubere Spiele sorgen werde. Eatons Antwort: „<em>Urteilen Sie nach den Resultaten, nicht nach meinen Worten</em>“.</p>
<p>Bevor er FIFA Sicherheitschef wurde, soll Eaton <a href="http://www.libe.ma/Pour-Chris-Eaton-directeur-de-la-securite-de-la-Fifa-La-mafia-aime-le-football_a21676.html">12 Jahre</a> lang f&#252;r <a href="http://www.interpol.int">INTERPOL</a> gearbeitet haben. Am 11. Mai 2011 <a href="http://www.sportwettenvergleich.net/blog/zusammenarbeit-zwischen-fifa-und-interpol-im-kampf-gegen-korruption-und-spielabsprachen/">spendete die FIFA € 20 Mio. an die INTERPOL</a>, damit diese auf den Fu&#223;ballsport gem&#252;nzte Anti-Korruptionsprogramme durchf&#252;hrt. Noch nie zuvor hatte INTERPOL eine Spende in dieser H&#246;he von einer privaten Institution bekommen.</p>
<p>Das Beispiel der FIFA zeigt, dass, wo viel Geld im Spiel ist, sich leicht kriminelle und zwielichtige Figuren breit machen k&#246;nnen. Wie man weiss, gehen ja mafi&#246;se Strukturen nicht gerade zimperlich mit Leuten um, die sich ihnen &#8211; selbst zum Wohle der Allgemeinheit gegen sie widersetzen.</p>
<p>Umso wichtiger ist es, bereits als Vorbeugungsma&#223;nahme interne Kritik zuzulassen, sichere <em>Whistleblower</em> Hotlines einzurichten und die Kritiker davor zu sch&#252;tzen, Opfer von Repressalien zu werden. Dem Staat kommt dabei durch Erlassung entsprechender <em>Whistleblowing</em> Gesetze eine entscheidende Rolle bei Zur&#252;ckdr&#228;ngung bestechlicher und anderweitig korrupter Elemente zu.</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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		<title>Ein Whistleblowing Gesetz f&#252;r die Mitarbeiter der US Justiz</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2011/10/20/ein-whistleblowing-gesetz-fuer-die-mitarbeiter-der-us-justiz/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 22:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Justizausschuss des US Senates hat vergangenen Donn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://judiciary.senate.gov/">Justizausschuss des US Senates</a> hat vergangenen Donnerstag den Plan eines <a href="http://judiciary.senate.gov/legislation/upload/HEN11750-Grassley.pdf">gesetzlichen Whistleblowerschutzes f&#252;r Mitarbeiter der US Justiz</a> gebilligt.</p>
<p>Der republikanische Senatsabgeordneter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chuck_Grassley">Charles Grassley</a> der einen entsprechenden Gesetzesantrag eingebracht hatte, gab hierzu folgende <a href="http://www.grassley.senate.gov/news/Article.cfm?customel_dataPageID_1502=37420">Erkl&#228;rung</a> ab:</p>
<p>„<em>Verfassungsgem&#228;&#223; obliegt es den Mitgliedern des Kongresses, die Anwendung der Gesetze, die wir verabschieden, zu &#252;berwachen. </em>Whistleblower<em> bilden eine wesentliche Hilfe, um dieser wichtige Aufgabe nachzukommen. Es geht darum, Rechenschaft von jedem  Regierungszweig zu verlangen.</em>“</p>
<p>Grassley geht es darum, dass die Mitarbeiter der Justiz den gleichen Schutz f&#252;r <em>Whistleblowing</em> wie ihre Kollegen in der US-Verwaltung genie&#223;en. Repressalien gegen Untergebene, die auf Missst&#228;nde im Justizwesen oder auf Fehlverhalten von Vorgesetzten wie insbesondere Richter hinweisen, sollen verboten werden, und Opfer von Repressalien entsch&#228;digt werden.</p>
<p>Der Republikaner Grassley beschreibt sich als einen langj&#228;hrigen Anwalt f&#252;r <em>Whistleblower</em>, der nicht nur den <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/International.html"><em>Whistleblower Protection Act</em> </a>1989 f&#252;r &#246;ffentlich Bedienstete in der Verwaltung mit verfasst hatte, sondern auch die Weiterentwicklung des <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/International.html"><em>False Claims Act</em></a> aus 1863 zugunsten von <em>Whistleblowern</em> in der Privatwirtschaft unterst&#252;tzt hatte.</p>
<p>In seiner 1986 abge&#228;nderten Form hat der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/False_Claims_Act">False Claims Act</a> dem US-Fiskus laut Grassley mehr US-$ 27 Milliarden eingebracht und weiteren betr&#252;gerischen Machenschaften Einhalt geboten.</p>
<p>Nachdem die US-Regierung US-$ 180 Milliarden des Versicherungskonzerns <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_International_Group">American International Group</a> aufgewendet hatten, und sich dessen Manager dennoch <a href="http://www.reuters.com/article/2009/03/17/us-aig-grassley-sb-idUSTRE52G3BQ20090317">Boni in H&#246;he von US-$ 165 Millionen genehmigten</a>, war Grassley am 16. M&#228;rz 2009 mit folgendem Aussspruch aufgefallen:</p>
<p>&#8220;<em>Folgen Sie dem japanischen Beispiel: Machen Sie eine Verbeugung – und dann treten Sie entweder zur&#252;ck oder begehen Selbstmord.</em>&#8221;</p>
<p>73 AIG Angestellte hatten 2008 Boni in H&#246;he von US-$ 1 Mio. bis US-$ 6.4 Mio. erhalten.</p>
<p><a href="http://www.reuters.com/article/2009/03/17/us-aig-grassley-sb-idUSTRE52G3BQ20090317">Grassley stellte am darauf folgenden Tag</a> klar, dass er nicht wolle, dass Leute Selbtsmord begehen, bedauere aber, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass u.a. die AIG Manager verst&#252;nden, dass sie f&#252;r den Bankrott ihrer Firma verantwortlich seien.</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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		<title>Wie kann man systematische Vergewaltigungen in Kinderheimen verhindern ?</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Titelseite des „Kuriers“ widmete sich gestern d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Titelseite des „Kuriers“ widmete sich gestern dem „<a href="http://kurier.at/nachrichten/wien/4306652.php">Kinderheim des Grauens</a>“: Auf dem Wilhelminenberg in Wien mussten Heimkinder &#252;ber Jahre unvorstellbare Gewalt erdulden. Zwei Opfer sprechen von <a href="http://kurier.at/nachrichten/wien/4306652.php">Vergewaltigungen</a> und <a href="http://kurier.at/nachrichten/wien/4306894.php">systematischen Terror</a>. In ihrer Kolumne fragt sich Kurier Journalistin Doris Knecht fragt sich „<a href="http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/4306671.php">Wie kann man das verhindern ?</a>“  Ihr Kollege <a href="http://kurier.at/interaktiv/kommentare/4306911.php">Georg K&#246;nigsberger</a> fordert die Unverj&#228;hrbarkeit von Kindesmissbrauch und Vergewaltigung. Erg&#228;nzend hierzu verfasste <em><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a></em> folgenden Kommentar:</p>
<p>„Erschreckend ist, dass niemand bereit war, diese kriminellen Akte anzuzeigen. Um solch unvorstellbare Taten, wie jene, die sie sich im Schloss Wilhelminenberg zugetragen haben, einen Riegel vorzuschieben, m&#252;ssen die Signale neu gesetzt werden: Der Staat muss daf&#252;r Sorge tragen, dass die Aufdeckung solcher Missst&#228;nde allgemein als Zivilcourage, Aus&#252;bung des Rechtes auf Meinungsfreiheit und B&#252;rgerpflicht begriffen wird. Personen, die Missst&#228;nde aufzeigen, sog. &#8220;<em>Whistleblower</em>&#8220;, m&#252;ssen vor Repressalien durch ihre Arbeitgeber &#8211; Mobbing und Rufmord &#8211; gesch&#252;tzt werden. Insbesonders die Drohung mit dem Verlust des Arbeitsplatzes darf nicht dazu dienen,  Missst&#228;nde zu vertuschen. Regierung und Parlament sind daher aufgerufen, sehr bald ein Gesetz zum Schutz von <em>Whistleblowern</em> zu verabschieden. Bestraft m&#252;ssen jene werden, die sich Repressalien bedienen und nicht jene die sexuellen Missbrauch, Amtsmissbrauch und Korruption zur Anzeige bringen und dadurch abstellen wollen. <a href="http://www.whistleblowing.at">www.whistleblowing.at</a>“</p>
<p>Walter Gehr</p>
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		<title>Whistleblower in der katholischen Kirche, Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 06:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter Gehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Blogeintrag vom 17. August 2011 wurde von Whistleblo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/8/17_Whistleblower_in_der_katholischen_Kirche.html">Blogeintrag vom 17. August 2011</a> wurde von <em>Whistleblowern</em> in der katholischen Kirche Polens erz&#228;hlt. Nun berichtete die Tageszeitung „<a href="http://www.montrealgazette.com/news/Whistleblower+cried+vain+about+students+plight/5541831/story.html">The Gazette</a>“ von einem weiteren Vorfall aus Kanada:</p>
<p>Im Jahre 2007 schrieb Wilson Kennedy, der 20 Jahre lang dem <a href="http://www.holycrossbrothers.org/index.php">Orden des Heilgen Kreuzes</a> angeh&#246;rt hatte, dem Bischof von Montreal  <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anthony_Mancini">Anthony Mancini</a>, dass er den Orden im Juli dieses Jahres habe verlassen m&#252;ssen, weil er keine „<em>Kultur, die Einzelne f&#252;r unangebrachtes Verhalten und Vorgehen belohne, nicht akzeptieren k&#246;nne</em>“. Dieser Missstand habe ihn physisch, emotionell, psychologisch und geistlich derart getroffen, dass er um den Ordensaustritt ersuchen habe m&#252;ssen.</p>
<p>In einem langen Telefonat mit Mancinis Sekret&#228;r habe er den sexuellen Missbrauch von Sch&#252;lern des <a href="http://www.collegenotre-dame.qc.ca/">Notre Dame Gymnasiums</a> und anderer vom Orden verwalteten Institutionen beschrieben.</p>
<p>Kennedys Hinweisen wurde nicht nachgegangen. Die Ordensbr&#252;der taten diese damit ab, dass Kennedy den Orden mit falschen Anschuldigungen einfach erpressen wollte, um nach dem Ordensaustritt mehr Geld zu bekommen.</p>
<p>Da seine Anzeige innerhalb des Ordens auf Taube Ohren stie&#223;, wandte sich Kennedy schlie&#223;lich an die Presse, die im Dezember 2008 einen Bericht &#252;ber die Angelegenheit ver&#246;ffentlichte.Die Zeitung „<a href="http://religiouschildabuse.blogspot.com/2008/12/dark-side-of-chaste-life.html">The Gazette</a>“ schloss aus den ordensinternen Dokumenten, dass selbst Rom &#252;ber die F&#228;lle sexuellen Missbrauch Bescheid gewusst hatte.</p>
<p>Drei Jahre nach dem Pressebericht sowie angesichts der vorliegenden Beweise und einer Sammelklage der Missbrauchsopfer willigte der <a href="http://www.holycrossbrothers.org/index.php">Orden des Heilgen Kreuzes</a> schlussendlich ein, diesen umgerechnet knappe € 13 Mio. an Schadenersatz zu zahlen. Der Orden entschuldigte sich auch f&#252;r „<em>Taten, die niemals h&#228;tten geschehen d&#252;rfen</em>“.</p>
<p>Dessen ungeachtet fragen sich allerdings die Missbrauchsopfer, von denen manche all die Jahre still leiden mussten, warum der Orden keinerlei Sanktionen &#252;ber die T&#228;ter verh&#228;ngt habe. Die meisten leben nun gratis in einem komfortablem Ordens &#8211; Altersheim.</p>
<p>Doch &#196;hnliches ist auch aus Irland bekannt: Am 26. September 2011 hatte „Amnesty International“ einen <a href="http://derstandard.at/1317018561370/Missbrauch-in-der-Kirche-Heftige-Kritik-an-Klasnic-Kommission">Bericht &#252;ber den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche</a> Irlands ver&#246;ffentlicht. Dort wird &#252;ber die Folter missbrauchter Kinder gesprochen, die Frage nach der Mitverantwortung des Staates gestellt, und der falschen Respekt gegen&#252;ber Autorit&#228;ten kritisiert.</p>
<p>Auch zieht der Amnesty Bericht eine Parallele zwischen der Bankern sowie Priestern gew&#228;hrten Straflosigkeit: den einen trotz des kriminellen Umganges mit Geld, den anderen trotz des kriminellen Umgangs mit Kindern.</p>
<p>Die Straflosigkeit der T&#228;ter zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorf&#228;lle in <a href="http://derstandard.at/1317018561370/Missbrauch-in-der-Kirche-Heftige-Kritik-an-Klasnic-Kommission">&#214;sterreich</a>, Irland, Kanada und <a href="http://www.whistleblowing.at/Whistleblowing_Austria/Blog/Eintrage/2011/8/17_Whistleblower_in_der_katholischen_Kirche.html">Polen</a>. Ohne <em>Whistleblower</em> w&#228;re ein gro&#223;er Teil dieser Straftaten f&#252;r immer im Verborgenen geblieben, und die T&#228;ter h&#228;tten bestenfalls versucht, sich mit der Bezahlung von Schweigegeldern an die Opfer endg&#252;ltig aus der Aff&#228;re zu ziehen.</p>
<p><a href="http://www.whistleblowing.at">Whistleblowing Austria</a> / Walter Gehr</p>
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