Aktuelle Petitionen fordern Freiheit für die Whistleblower Mollath und Manning

Gerne weisen wir an dieser Stelle auf eine aktuelle öffentliche Petition hin, in der Frau Dr. Merk, die bayerische Staatsministerin der Justiz angesichts des Versagens der bayerischen Justiz im Fall von Gustl Mollath zum Rücktritt aufgefordert wird. Zugleich fordert die Petition auch die sofortige Freilassung von Mollath. Die auf der Homepage des Justizministeriums veröffentlichte Stellungnahme, zeugt allerdings insoweit von wenig Einsichtsfähigkeit.

Eine andere Petition, die sich ebenfalls für die Freilassung eines Whistleblowers einsetzt, nimmt die Solidaritätserklärung von drei Friedensnobelpreisträgern, die vom Kollegen Obama die Freilassung Bradley Mannings verlangen, zum Anlass, die Präsidenten der EU-Institutionen aufzufordern, dies anlässlich der Entgegennahme des Friedensnobelpreises am 10.12.2012 ebenfalls zu tun.

 

 

Ein Gedanke zu „Aktuelle Petitionen fordern Freiheit für die Whistleblower Mollath und Manning

  1. Der Fall Mollath steht stellvertretend für viele Täter die einmal ein negatives Psychiatrisches „Gutachten“ erhalten haben. Nahezu jeder der nach §62 oder 63 StGB untergebracht wurde, muss Jahrelang in einer geschlossenen Abteiteilung verbringen und darauf hoffen bei der jährlichen Überprüfung auf einen Gutachter zu treffen, der es sich Traut dem Erstgutachten zu wiedersprechen.
    Hier wird nach dem Motte im Zweifel gegen den Angeklagten verfahren.
    Es ist ebenso Fragwürdig, wenn man sich mit dem Therapieunterbringungsgesetz beschäftigt.
    Täter die im Strafprozess als Gesund nicht Psychisch erkrankt also im Regelvollzug(Gefängnis) ihre Strafe in voller Länge absitzen und dann vor der Anstehenden Entlassung als Gefährlich eingestuft werden.
    Da tränkt sich mir die Frage auf, wurden diese Menschen im Gefängnis erst gefährlich??
    Und zum Schluss noch die Frage, Wer Überwacht die Behandlungsqualität in den Bezirkskrankenhäusern?
    Mein Sohn wurde wegen Mordes zu 9 Jahren Jugendstrafe und Unterbringung nach § 63 StGB verurteilt und ist ebenfalls in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Ich musste in den letzten 6 Jahren feststellen, dass es viele Motivierte Mitarbeiter in den Bezirkskrankenhäusern gibt aber für eine optimale Behandlung die Personaldecke viel zu gering ist.
    Vielleicht sollte man die Politik in die Pflicht nehmen, gerade in diesem nicht Stimmenträchtigen und hoch Sensiblen Thema genauer hinzusehen.
    Als betroffener Vater möchte ich nicht das ein Gefährlicher Täter frei kommt aber es muss alles unternommen werden diesen Menschen eine gute Therapie zukommen zu lassen. Denn nur dann können die Täter auch Verantwortung übernehmen und sich in der Gesellschaft integrieren.
    Möge jeder für sich seine eigenen Schlüsse aus meiner kleinen Geschichte ziehen und dabei bedenken, dass es im Leben nie die Hundertprozentige Sicherheit gibt.

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