Radiotipp: DRadio-Wissen über Whistleblower

Unter dem vielleicht nicht ganz passenden Titel “Querulanten im Dienst der Wahrheit” ist seit heute auf DRadio-Wissen in der Rubrik Medien ein 10minütiger Audiobeitrag verfügbar. Nach der etwas reißerischen Aufmachung mit Tonauszügen aus dem Wikileaks Video “Collatoral Murder” werden Parallelen zwischen den Fällen Manning, Ellsberg und Vanunu gezogen. Nach dieser internationalen Einleitung wird dann näher auf die Situation von Whistleblowern in Deutschland ein gegangen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Fall von Brigitte Heinisch und jener der hessischen Steuerfahnder.

Der Beitrag bleibt aber nicht bei der Schilderung von Einzelfällen stehen, sondern schildert auch die grundsätzliche Problematik von Whistleblowing in Deutschland von fehlendem rechtlichen Schutz über fehlende gesellschaftliche Anerkennung bis hin zum Abdrängen in die Anonymität. Schnell wird dabei klar:  Hierzulande muss sich noch viel ändern, damit Whistleblowing seine Kraft als Frühwarnsystem zur Bewahrung des Lebens zukünftig besser entfalten kann.

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Veranstaltungstipp: Whistleblower-Treffen in Berlin

Die Regionalgruppe Berlin/Brandenburg des Whistleblower-Netzwerk trifft sich am Donnerstag den 1. Juli ab 18.00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin. Whistleblower und interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

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Radiotipp: Arbeitgebermobbing mit Anwaltshilfe

“Unrecht des Stärkeren” so lautet der Titel eines 55minütigen Radiofeatures, in dem es darum geht, welcher Mittel sich einige Arbeitgeber und deren Anwälte heute bedienen, um unliebsame Mitarbeiter und darunter sicher auch so manchen Whistleblower, los zu werden.

Solche Kanzleien bewegen sich hart am Rande der Legalität: Detektive werden in Unternehmen eingeschleust, um Gründe für die fristlose Kündigung eigentlich “unkündbarer” Arbeitnehmer zu konstruieren; befreundete Unternehmen werden beauftragt, unliebsame aber nicht kündbare Arbeitnehmer mit der Zahlung höherer Bezüge abzuwerben und ihnen die neue Stelle dann in der Probezeit zu kündigen, selbstbewusste Betriebsräte werden mit zahllosen Klagen und Kündigungen mürbe gemacht. Arbeitgeber-Mobbing nennt man das und es steht derzeit hoch im Kurs. Auf der Strecke bleiben gedemütigte Arbeitnehmer, eingeschüchterte Betriebsräte und Belegschaften – und ein beschädigtes Arbeitsrecht. Aber es gibt auch Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren!

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, 30.06.2010 von 22.05 bis 23.00 Uhr auf SWR2 und auch auf WDR5 nämlich am Sonntag, 4.7.2010 von 11.05 bis 12.00 Uhr und am 5.7.2010 von 20.05 bis 21.00 Uhr.

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Veranstaltungstipp: Regionalgruppengründung NRW in Köln

Whistleblower-Netzwerk lädt alle Mitglieder und Interessierte, Whistleblowerinnen und Whistleblower und auch Menschen die unsere Arbeit aktiv unterstützen oder sich nur informieren wollen ein:  Zur Gründungsversammlung der Regionalgruppe NRW, am Donnerstag den 01.07.2010 um 19:00 Uhr, in die Alte Feuerwache Köln, Melchiorstr. 3, 50670 Köln. Wir treffen uns in Raum 5 (2.Etage im Gebäude Steigeturm - Wegbeschreibung unter: http://www.altefeuerwachekoeln.de/kontakt.html).

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Berlin will Hinweisgeberportal einrichten

Gestern entschied der Rechtsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, dass das Land zukünftig ein elektronisches Portal zur Entgegennahme von Hinweisen auf Korruption einrichten soll. Dabei will Berlin, wie Niedersachsen bereits seit mehreren Jahren, ebenfalls auf den Einsatz des BKMS-Systems setzen, welches anonyme Meldungen ermöglichen und über die Einrichtung eines elektronischen Briefkastens dennoch auch Rückfragen beim Hinweisgeber ermöglichen soll. Daneben wird in der Justizverwaltung auch die Position eines Ombudsmanns geschaffen, der Hinweise persönlich und vertraulich entgegennehmen und auf Stichhaltigkeit überprüfen soll. Über weitere Details, darunter das Berliner 3-Säulen-Modell zur Korruptionsbekämpfung, berichtet z.B. die Berliner Morgenpost.

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