Berliner WhistleblowerInnen treffen SPD

VertreterInnen der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg des Whistleblower-Netzwerks, darunter auch die Altenpflegerin und Whistleblower-Preisträgerin Brigitte Heinisch, treffen sich morgen, Dienstag 25.05.2010, ab 19:30 Uhr mit der Abteilung “Kreuzberg 61″ der Berliner SPD. Das Treffen findet im SPD-Kreisbüro in der Großbeerenstr. 83 statt und steht unter dem Thema: “Zwischen Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber und Informations- und Pressefreiheit”.

Whistleblower-Netzwerk e.V. ist auch bundesweit an Gesprächen mit allen Parteien und gesellschaftlich relevanten Gruppen und Organisationen interessiert – treten Sie bitte mit uns in Kontakt.

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Seminareinladung: Whistleblowing aus Sicht der Whistleblower

Whistleblower-Netzwerk e.V. lädt seine Mitglieder
andere Whistleblower und deren Unterstützer
ein zu einem Wochenendseminar
vom 28. – 30. Mai 2010
ins Seminarhaus Rommerz

Im Mittelpunkt des Seminars sollen jene stehen, die Zivilcourage beweisen und auf Missstände hinweisen: Whistleblower und Whistleblowerinnen

Wir wollen Gleichgesinnte kennen lernen und Erfahrungen austauschen, diskutieren über Fragen wie: Warum wurde gerade ich zum Whistleblower? Welche Erfolge und Rückschläge habe ich erlebt? Was habe ich richtig gemacht, was würde ich heute anders machen? Wie finde ich Unterstützer? Wie sorge ich für mich?

Das gesamte Seminar soll in einem freundschaftlichen und lockeren Rahmen stattfinden. Der Entwurf dieses Programms versteht sich mehr als Vorschlag denn als feste Agenda:

Freitag 28.05.2010:
Bis 16:30: Anreise
17:00 – 18:00 Begrüßung und Kennen lernen, Erwartungen
18:00 – 19:00 Abendessen
19:00 – 21:30 Wechselseitige Vorstellung von Whistleblowing-Erfahrungen

Samstag 29.05.2010:
8:30 – 9:30 Frühstück
9:30 – 11:00 Themenschwerpunkt I: Whistleblowing als Prozess
Einführung von Guido Strack
11:00 – 12:30 Themenschwerpunkt II: Whistleblowing und Recht
Einführung von N.N.
12:30 – 13:30 Mittagessen
14:00 – 17:30 Mitgliederversammlung Whistleblower-Netzwerk e.V.
18:00 – 19:00 Abendessen
19:30 – 21:00 Diareportage Afghanistan von innen (Heiner Tettenborn)

Sonntag 30.05.2010:
8:30 – 9:30 Frühstück
9:30 – 11:00 Themenschwerpunkt III: Whistleblowing und Öffentlichkeit
Einführung von Rudolf Schmenger
11:00 – 12:30 Schlussrunde: Bilanz und Folgerungen
12:30 – 13:30 Mittagessen
ab 13:30 Abreise

Der Teilnahmebeitrag für das gesamte Wochenende inklusive Übernachtung im Zweibettzimmer und Verpflegung beträgt:
- für Vereinsmitglieder: 60,- EUR
- für Nichtmitglieder: 120,- EUR
Sofern ein Einzelzimmer gewünscht wird (bitte bei der Anmeldung angeben) kommen 30,- EUR Einzelzimmerzuschlag hinzu.

Da nur noch eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht wird um Anmeldung bei info[ätt]whistleblower-netz.de bis spätestens 24.05.2010 gebeten.

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Die Philosophie hinter Wikileaks

Auf dem Oslo Freedom Forum 2010 hat Julian Assange von Wikileaks eine bemerkenswerte Rede (2 Videos mit je 9 Minuten z.B. über Miraimist) gehalten. Es geht dabei weniger um die Technik oder die Scoops die Wikileaks bekannt gemacht haben, sondern um die grundlegenden Ideen, die hinter dem Projekt stehen und darum, dass Freiheit von Informationen auch und gerade in der westlichen Welt so wichtig, derzeit aber so bedroht ist.

Assange zeigt auf, dass Mächtige, egal ob im privaten oder im öffentlichen Sektor, immer ein Interesse daran haben, die Pläne mit denen sie sich noch mehr Macht aneignen wollen, geheim zu halten, Flecken auf der eigenen Weste nicht sichtbar werden zu lassen und wo nötig dazu auch die Geschichtsbücher zu bereinigen. Er zeigt auf, dass gerade seit dem Zusammenbruch des Ostblocks der Westen sich nicht mehr durch gelebte Meinungs- und Informationsfreiheit als besseres System darstellen muss, sondern, hier wie überall anders, die Privatisierung Raum ergriffen hat. Private Zensur und Meinungsmonople staatliche Zensur auf das trefflichste ergänzt. Er zeigt auf warum es so etwas wie Wikileaks braucht.

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WBNW-Newsletter Mai 2010

Liebe Freunde und Unterstützer und Mitglieder des Netzwerkes,
Liebe Abonnenten des Newsletters und registrierte Benutzer der Webseite,

Mit diesem Newsletter möchte der Vorstand des Whistleblower-Netzwerk e.V. Sie auf unser bevorstehendes Wochenendseminar  ”Whistleblowing aus Sicht der Whistleblower”  hinweisen, welches vom 28.-30.5.2010 im Seminarhaus Rommerz in der Nähe von Fula stattfinden wird. Derzeit sind noch einige wenige Restplätze frei. Alles weitere dazu finden Sie in der Anlage oder in unsererem Blog (http://whistleblower-net.de/blog). Anmeldung bitte bis spätestens 24.05.2010 an: info@whistleblower-net.de

Anlässlich des Seminars findet am 29.5.2010 auch die Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt. Wer aus diesem Anlass Mitglied bei uns werden will, braucht nur das beigefüllte Formular unterschrieben zurückzusenden. Aber auch Gäste sind auf unserer Mitgliederversammlung willkommen.

Außerdem finden demnächst zwei Veranstaltungen zum Thema Whistleblowing statt. Am 17.5. in München organisiert vom Bayerischen Journalisten Verband und am 24.5. in Köln im Rahmen der SIGINT.

Mein letzter Hinweise bezieht sich auf den Europarat. Dessen Parlamentarische Versammlung hat Ende April eine recht gute Resolution zum Thema Whistleblowing verabschiedet, die wir im Blog dokumentieren.

Mit freundlichem Gruß und vielleicht bis demnächst

Guido Strack
1. Vors. Whistleblower-Netzwerk e.V.
www.whistleblower-netzwerk.de

Allerseelenstr. 1n

51105 Köln

 

 

PS: Unseren Blog gibt es auch im kostenlosen Email-Abo (http://www.feedburner.com/fb/a/emailverifySubmit?feedId=1831548&loc=en_US).

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Veranstaltungstipp: BJV Podiumsdiskussion in München

Der Bayerische Journalisten Verband (BJV) lädt für Montag den 17.5.2010 um 19:30 Uhr ein zu einer Podiumsdiskussion:

“Whistleblower: Hinweisgeber verstehen und schützen”.

Die Veranstaltung findet statt im PresseClub München, Marienplatz 22, 4. Etage (Zugang nur per Lift).

Whistleblowing“ so lautet das Schlagwort, das die Aufdeckung von Missständen in Unternehmen oder Organisationen beschreibt. „Dieses ‚Trillerpfeifen‘ kann man sich wie bei einem englischen Bobby vorstellen. Er ist nicht bewaffnet, macht aber durch den Pfiff in seine Trillerpfeife auf Gefahren aufmerksam und kann damit Hilfe holen“, erklärt Guido Strack vom Whistleblower-Netzwerk den Begriff.

Der spektakulärste Whistleblower der Geschichte war Daniel Ellsberg, der der New York Times Geheimdokumente des Pentagon über den Vietnamkrieg zuspielte. Letztendlich führte die Affäre zum Ende des Krieges. Heute sind typische Beispiele das Aufdecken von Pflegenotstand, Korruption oder Gammelfleischpraktiken. Doch wer die Courage hat, auf solche Probleme hinzuweisen, kann leicht seinen Job verlieren, da ihn das Gesetz nicht effektiv vor Kündigung schützt.

Whistleblower können sich also nur dann an die Presse wenden, wenn Journalistinnen und Journalisten sie vor negativen Konsequenzen schützen!
Um zu zeigen, wie das geht, laden wir Sie herzlich zur Podiumsdiskussion.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

Guido Strack, hat selbst Erfahrungen als Hinweisgeber gesammelt. Heute setzt er sich im Whistleblower-Netzwerk für effektiven Whistleblower-Schutz ein.

Thomas Schuler, schreibt u. a. für Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung und Neue Zürcher Zeitung und an einem Buch über die Bertelsmann Stiftung. Er arbeitet im Vorstand von Netzwerk Recherche mit.

Aus organisatorischen Gründen wird um schriftliche Anmeldung in der BJV-Geschäftsstelle zu Händen Frau Schulz (schulz[ätt]bjv.de) gebeten.

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