USA: Whistleblowing sorgt für Transparenz im Fall Toyota
Am heutigen Dienstag beginnt die erste Anhörung im US-Kongress zur Pannenserie von Toyota. Es geht um Sicherheitsprobleme und ungewollte Beschleunigung, die laut US- Straßenverkehrsbehörde mit über 30 Todesfällen in Zusammenhang stehen sollen. Zur Aufklärung tragen jetzt maßgeblich Dokumente bei, die ein Whistleblower – ehemaliger Anwalt des Autokonzerns – zur Verfügung gestellt hat. Das stößt nicht nur auf geschätztes Interesse. Beteiligte sprechen von unfairer Kampagne und Hetzjagd gegen Toyota.
Trotz der fortgeschrittenen Whistleblowing-Kultur in den USA müssen also auch dort Zivilcourage und Transparenz immer wieder aufs Neue verteidigt werden: Whistleblower sind keine Denunzianten, sondern wichtige Impulsgeber!
Mehr dazu z.B. im Handelsblatt, in der Welt und bei Yahoo-News.
Dieses Blog berichtete bereits über die angeblich vorbildliche „Fehlerkultur“ bei Toyota.
Am 1. März 2010 um 17:23 Uhr
http://abcnews.go.com/Blotter/congress-blasts-toyota-withholding-key-evidence-secret-books/story?id=9957579
Am 13. März 2010 um 18:34 Uhr
Toyota hat nicht die starken Bremsen, die wir uns von westlichen Autos gewohnt sind. Das bestreite ich nicht.
Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass auch bei einem in Japan gebauten Toyota (mit Automatikgetriebe) die Bremsen klar stärker als der Motor sind. Menn man zugleich Gas und Bremse voll drückt, hält der Wagen an. Einzige Möglichkeit wäre ein Fehler im ABS, welcher die Bremsleistung reduzieren würde. Das kann ich mir aber nicht recht vorstellen.
Ich habe den Verdacht, dass Toyota als unterdessen weltgrösster und bei weitem kapitalkräftigster Autohersteller von Neider sabotiert wird.
Wie war das vor gut 20 Jahren bei Audi? Angeblich haben die Automatik- Fahrzeuge ohne Zutun des Fahrers beschleunigt. Meist war es jedoch die Verwechslung von Gas und Bremse.
Mit der Handbremse kann ein Fahrzeug mit automatischem Getriebe in der Regel nicht angehalten werden, wenn der Motor mit voller Leistung antreibt. Man kann aber z. B. die Zündung abstellen, wenn das Auto wirklich mit maximaler Motorleistung durchgehen will und die Bremsleistung -aus welchem Grund auch immer- nicht ausreicht, um stehen zu bleiben.
Eine “beschleunigende” Fussmatte habe ich übrigens auch bei einem französischen Luxuswagen erlebt. Das Teil stammte aus einem Baumarkt und war nicht gegen Verrutschen gesichert…..