proCourage in der Schweiz

Margrit Zopfi und Esther Wyler, die Whistleblowerinnen aus dem Sozialamt der Stadt Zürich, die sich nach einem Freispruch in erster Instanz derzeit vor dem Obergericht gegen den Vorwurf des Geheimnisverrats wehren, wollen mehr tun als nur ihren eigenen Prozess gewinnen. Sie wollen dazu beitragen “das Bewusstsein für die Bedeutung ethischer Grundwerte im gesellschaftlichen Zusammenleben in der Bevölkerung zu fördern und zu stärken.” Deshalb haben sie gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern am 6. Februar 2010 in Zürich den Verein proCourage gegründet, der auch schon über eine – noch im Aufbau befindliche – Webseite verfügt.

Zielvorgaben von proCourage sind:

1. Wir beziehen klar Position
2. Wir mischen uns ein
3. Wir treten ein gegen Behördenwillkür und Amtsmissbrauchs
4. Wir setzen uns ein für Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in politisch-sozialen Kontexten
5. Dafür sind wir bereit, nonkonform zu handeln

Whistleblower-Netzwerk e.V. freut sich darüber, dass es nun auch in der Schweiz eine Organisation gibt, die sich für Whistleblowing und Whistleblower und für die Förderung von Zivilcourage einsetzt. Wir wünschen proCourage viel Erfolg und werden uns auch um eine Zusammenarbeit bemühen.

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4 Reaktionen zu “proCourage in der Schweiz”

  1. Whistleblower-Netzwerk » Blog Archiv » FDP fordert besseren Whistleblowerschutz

    [...] Hintergrund ist der Skandal um das Sozialamt und die Whistleblowerinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler denn die hatten Fehlverhalten der SP-Sozialdezernentin aufgedeckt und gewannen so die [...]

  2. Markus Alder

    Leider geschehen auch in der schönen und ehrlichen Schweiz Dinge, wofür ich mich als aufrechter Eidgenosse schäme.
    Entsprechend bin ich stolz auf ehrliche und mutige Menschen wie Margrit Zopfi und Esther Wyler, die unhaltbare Zustände aufdecken.
    Ich weiss, wie unangenehm es ist, von Behörden schikaniert zu werden, weil man nicht wegschauen will.

  3. linder

    hello, can i have your phone number please to discuss some ideas
    kind regards
    linder

  4. Robert Jörg

    Ich bin mächtig stolz auf die beiden senkrechten Frauen und habe auch schon zu früherem Zeitpunkt etwas gespendet. Das werde ich wieder tun, umsomehr als jetzt eine richtige Organisation zu entstehen scheint. Es ist höchste Zeit, dass wir aufstehen und jene entlarven, die sich stets mit SPRACHREGELUNGEN aus der Affäre ziehen wollen, Frau Stocker ist da wirklich nicht die einzige. Lasst uns überparteiliche Politik machen, auch gegen den Willen des sogenannte Main-Streams.
    Robert Jörg

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