proCourage in der Schweiz
Margrit Zopfi und Esther Wyler, die Whistleblowerinnen aus dem Sozialamt der Stadt Zürich, die sich nach einem Freispruch in erster Instanz derzeit vor dem Obergericht gegen den Vorwurf des Geheimnisverrats wehren, wollen mehr tun als nur ihren eigenen Prozess gewinnen. Sie wollen dazu beitragen “das Bewusstsein für die Bedeutung ethischer Grundwerte im gesellschaftlichen Zusammenleben in der Bevölkerung zu fördern und zu stärken.” Deshalb haben sie gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern am 6. Februar 2010 in Zürich den Verein proCourage gegründet, der auch schon über eine – noch im Aufbau befindliche – Webseite verfügt.
Zielvorgaben von proCourage sind:
1. Wir beziehen klar Position
2. Wir mischen uns ein
3. Wir treten ein gegen Behördenwillkür und Amtsmissbrauchs
4. Wir setzen uns ein für Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in politisch-sozialen Kontexten
5. Dafür sind wir bereit, nonkonform zu handeln
Whistleblower-Netzwerk e.V. freut sich darüber, dass es nun auch in der Schweiz eine Organisation gibt, die sich für Whistleblowing und Whistleblower und für die Förderung von Zivilcourage einsetzt. Wir wünschen proCourage viel Erfolg und werden uns auch um eine Zusammenarbeit bemühen.
Am 26. Februar 2010 um 01:36 Uhr
[...] Hintergrund ist der Skandal um das Sozialamt und die Whistleblowerinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler denn die hatten Fehlverhalten der SP-Sozialdezernentin aufgedeckt und gewannen so die [...]
Am 13. März 2010 um 18:22 Uhr
Leider geschehen auch in der schönen und ehrlichen Schweiz Dinge, wofür ich mich als aufrechter Eidgenosse schäme.
Entsprechend bin ich stolz auf ehrliche und mutige Menschen wie Margrit Zopfi und Esther Wyler, die unhaltbare Zustände aufdecken.
Ich weiss, wie unangenehm es ist, von Behörden schikaniert zu werden, weil man nicht wegschauen will.
Am 14. März 2010 um 16:01 Uhr
hello, can i have your phone number please to discuss some ideas
kind regards
linder
Am 14. März 2010 um 19:39 Uhr
Ich bin mächtig stolz auf die beiden senkrechten Frauen und habe auch schon zu früherem Zeitpunkt etwas gespendet. Das werde ich wieder tun, umsomehr als jetzt eine richtige Organisation zu entstehen scheint. Es ist höchste Zeit, dass wir aufstehen und jene entlarven, die sich stets mit SPRACHREGELUNGEN aus der Affäre ziehen wollen, Frau Stocker ist da wirklich nicht die einzige. Lasst uns überparteiliche Politik machen, auch gegen den Willen des sogenannte Main-Streams.
Robert Jörg