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	<title>Kommentare zu: Kultur des Kaltstellens unbequemer Beamter</title>
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		<title>Von: Schlagt den Hessen aufs Haupt! &#124; vtaktuell</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/22/kultur-des-kaltstellens-unbequemer-beamter/comment-page-1/#comment-1760</link>
		<dc:creator>Schlagt den Hessen aufs Haupt! &#124; vtaktuell</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 21:50:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] nach w&#252;nschenswert w&#228;re und das Land Hessen seine Steuerfahnder unterst&#252;tzen sollte statt sie zu behindern, muss nat&#252;rlich gespart werden; und zwar am besten erst mal beim Land Hessen selbst. So schwer es [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] nach w&#252;nschenswert w&#228;re und das Land Hessen seine Steuerfahnder unterst&#252;tzen sollte statt sie zu behindern, muss nat&#252;rlich gespart werden; und zwar am besten erst mal beim Land Hessen selbst. So schwer es [...]</p>
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		<title>Von: Eine Kollegin</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/22/kultur-des-kaltstellens-unbequemer-beamter/comment-page-1/#comment-1058</link>
		<dc:creator>Eine Kollegin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 17:27:41 +0000</pubDate>
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		<description>Frank Frust hat Recht! Die Zust&#228;nde in der Hessischen Finanzverwaltung werden zutreffend beschrieben! Die F&#252;hrungskultur ist -nicht immer, aber vielfach- unertr&#228;glich! Aber der Einzelne ist machtlos! Bitte mehr Kommentare!!

Eine Kollegin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Frust hat Recht! Die Zust&#228;nde in der Hessischen Finanzverwaltung werden zutreffend beschrieben! Die F&#252;hrungskultur ist -nicht immer, aber vielfach- unertr&#228;glich! Aber der Einzelne ist machtlos! Bitte mehr Kommentare!!</p>
<p>Eine Kollegin</p>
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		<title>Von: Hans Dietrich</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/22/kultur-des-kaltstellens-unbequemer-beamter/comment-page-1/#comment-1029</link>
		<dc:creator>Hans Dietrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 20:11:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.whistleblower-net.de/blog/?p=706#comment-1029</guid>
		<description>Den Ausf&#252;hrungen des unter dem Pseudonym &quot;Frank Frust&quot; agierenden E-Mail-Schreibers kann ich in puncto F&#252;hrungsqualit&#228;t vieler Vorgesetzter eigentlich voll und ganz zustimmen. 

Die Einschr&#228;nkung ist eigentlich nur aus dem einen Grund, der vielleicht f&#252;r den Schreiber in gewisser Weise tr&#246;stlich sein mag, doch insgesamt eher traurig zu nennen ist. Die Aussage: &quot;&quot;Jeder Unternehmer in der sog. freien Wirtschaft w&#228;re bei einer derartigen F&#252;hrungskultur des &quot;ich bin alles und du bist nichts&quot; schon lange vorher in die Insolvenz gegangen. Denn ein echter Unternehmer braucht gerade die Kreativit&#228;t, das &quot;revolution&#228;re&quot; und die andere Meinung, um im Wettbewerb der Ideen &#252;berhaupt fortbestehen zu k&#246;nnen.&quot;&quot;, diese Aussage m&#246;chte ich durch die selbstgemachten Erfahrungen erg&#228;nzen. 

Es l&#228;uft in der &quot;sog. freien Wirtschaft&quot; vielfach nicht anders. Nicht nur der Blick auf unsere Homepage &quot;hansdietrich.de&quot; ist ein Beweis daf&#252;r, der Fall der Whistleblowerin Andrea Fuchs und viele andere F&#228;lle weisen in die gleiche Richtung. Wer auch in der freien Wirtschaft seinen Mund zu Missst&#228;nden aufmacht, der l&#228;uft Gefahr, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. 

Nicht auf solidem Fachwissen bauende F&#252;hrungsst&#228;rke, sondern das aalglatte Machtstreben ohne R&#252;cksicht auf Verluste beherrscht heute leider viel zu oft das wirtschaftliche Geschehen - der Autor G&#252;nter Ogger nennt die so Handelnden &quot;Nieten in Nadelstreifen&quot;. Unkenntnis wird nicht selten durch das noch immer sehr dominante &quot;preu&#223;ische Obrigkeitsverhalten&quot; &#252;berspielt. Wer das nicht akzeptieren will, der darf sich oft genug seine Papiere abholen. 

Unsere augenblickliche, wirtschaftliche Misere - davon bin ich &#252;berzeugt - resultiert zum gro&#223;en Teil aus dieser Kombination von absolutem Gehorsam und Angst. Und das f&#246;rdert nicht, sondern verhindert die &#252;beraus notwendige Kreativit&#228;t. 

Wenn grundgesetzlichen Werten mehr Achtung im Wirtschaftsleben geschenkt w&#252;rde, dann h&#228;tten wir mit Sicherheit nicht eine solch desolate Situation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Ausf&#252;hrungen des unter dem Pseudonym &#8220;Frank Frust&#8221; agierenden E-Mail-Schreibers kann ich in puncto F&#252;hrungsqualit&#228;t vieler Vorgesetzter eigentlich voll und ganz zustimmen. </p>
<p>Die Einschr&#228;nkung ist eigentlich nur aus dem einen Grund, der vielleicht f&#252;r den Schreiber in gewisser Weise tr&#246;stlich sein mag, doch insgesamt eher traurig zu nennen ist. Die Aussage: &#8220;&#8221;Jeder Unternehmer in der sog. freien Wirtschaft w&#228;re bei einer derartigen F&#252;hrungskultur des &#8220;ich bin alles und du bist nichts&#8221; schon lange vorher in die Insolvenz gegangen. Denn ein echter Unternehmer braucht gerade die Kreativit&#228;t, das &#8220;revolution&#228;re&#8221; und die andere Meinung, um im Wettbewerb der Ideen &#252;berhaupt fortbestehen zu k&#246;nnen.&#8221;", diese Aussage m&#246;chte ich durch die selbstgemachten Erfahrungen erg&#228;nzen. </p>
<p>Es l&#228;uft in der &#8220;sog. freien Wirtschaft&#8221; vielfach nicht anders. Nicht nur der Blick auf unsere Homepage &#8220;hansdietrich.de&#8221; ist ein Beweis daf&#252;r, der Fall der Whistleblowerin Andrea Fuchs und viele andere F&#228;lle weisen in die gleiche Richtung. Wer auch in der freien Wirtschaft seinen Mund zu Missst&#228;nden aufmacht, der l&#228;uft Gefahr, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. </p>
<p>Nicht auf solidem Fachwissen bauende F&#252;hrungsst&#228;rke, sondern das aalglatte Machtstreben ohne R&#252;cksicht auf Verluste beherrscht heute leider viel zu oft das wirtschaftliche Geschehen &#8211; der Autor G&#252;nter Ogger nennt die so Handelnden &#8220;Nieten in Nadelstreifen&#8221;. Unkenntnis wird nicht selten durch das noch immer sehr dominante &#8220;preu&#223;ische Obrigkeitsverhalten&#8221; &#252;berspielt. Wer das nicht akzeptieren will, der darf sich oft genug seine Papiere abholen. </p>
<p>Unsere augenblickliche, wirtschaftliche Misere &#8211; davon bin ich &#252;berzeugt &#8211; resultiert zum gro&#223;en Teil aus dieser Kombination von absolutem Gehorsam und Angst. Und das f&#246;rdert nicht, sondern verhindert die &#252;beraus notwendige Kreativit&#228;t. </p>
<p>Wenn grundgesetzlichen Werten mehr Achtung im Wirtschaftsleben geschenkt w&#252;rde, dann h&#228;tten wir mit Sicherheit nicht eine solch desolate Situation.</p>
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		<title>Von: Whistler</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/22/kultur-des-kaltstellens-unbequemer-beamter/comment-page-1/#comment-1028</link>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 20:43:22 +0000</pubDate>
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		<description>Nachfolgend wird eine Email wiedergegeben, die uns zum Thema erreicht hat.

Thema verfehlt
oder
Skandal: Ein hessischer Steuerbeamter widerspricht seinen Amtsvorstehern

Entgegnung zur Presseerkl&#228;rung der Vorsteher aller hessischen Finanz&#228;mter mit Steuerfahndungsstellen und zur Presseerkl&#228;rung der Vorsteher der f&#252;nf Frankfurter Finanz&#228;mter, FR-Artikel vom 22.07.2009


von Frank Frust, Finanzamtshausen (Hessen)


Die in der &#220;berschrift genannten Presseerkl&#228;rungen &#252;ber die &quot;Berichterstattung der Medien &#252;ber die Zust&#228;nde in den hessischen Steuerfahndungsstellen&quot; liegen mir im Original vor. Gerade diese Erkl&#228;rungen sind in der lange Ketten der von den Mobbinghandlungen betroffenen (ehemaligen) Kollegen der Steuerfahndungsstelle des Finanzamts FFM V im Rahmen der sog. &quot;Hessischen Steuerfahnder-Aff&#228;re&quot; der letzte Beweis f&#252;r die Unf&#228;higkeit und -mehr noch- die Unwilligkeit der Hessischen Finanzverwaltung und ihrer verantwortlichen Protagonisten, die Ihnen unterstellten Beamten als eigenverantwortliche Menschen mit individueller Pers&#246;nlichkeit zu begreifen. Denn entgegen aller Sonntagsreden, insbesondere des Hessischen Finanzministers Weimar, handelt es sich bei der sog. &quot;modernen hessischen Steuerverwaltung&quot; um eine herrschaftliche Organisationsstruktur mit ausgesprochenem F&#252;hrerkult, die Spitzenposition vornehmlich an ausgewiesene Machtmenschen vergibt und von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angepasstes Ja-Sagertum und unterzust&#228;ndige Nacheiferei als Loyalit&#228;tsbeweis verlangt; und wehe denjenigen, die es wagen, diese selbstherrlichen F&#252;hrungskr&#228;fte und ihre fragw&#252;rdigen Anordnungen oder F&#252;hrungsmethoden auch nur ansatzweise kritisch -n&#228;mlich im Sinne der Sonntagsreden des Ministers bzw. der offiziellen &quot;Verk&#252;ndigungen&quot; &#252;ber die Offenheit und Kollegialit&#228;t in der hessischen Steuerverwaltung gem&#228;&#223; eigener Leitbilddefinition- zu hinterfragen. Diese werden in der Tat &quot;eiskalt abserviert&quot;, wie es der &quot;Stern&quot; im Artikel vom 19.12.2008 zutreffend formuliert hat.

Der Umgang dieser in der modernen Vorgesetztenfunktion oftmals wenig geeigneten &quot;F&#252;rsten&quot; (so die interne Bezeichnung f&#252;r die Finanzamtsvorsteher) wie des ehemaligen Amtsvorstehers Schneider-Ludorff mit ihrem als blo&#223;es &quot;Personal&quot; abgekanzelten hochkompetenten Steuerfahndern ist der eigentlich Skandal dieser Aff&#228;re. Es handelt sich doch gerade um verantwortliche Beamte bzw. Steuerfahnder, die es schlichtweg nicht ertragen konnten, durch eine eindeutig rechtswidrige Amtsverf&#252;gung, die ja nicht umsonst im verschlossenen Umschlag &#252;berreicht wurde, de facto &quot;kaltgestellt&quot; zu werden. Diese mitunter jungen Kollegen hatten, im Gegensatz zu manch anderen in der hessischen Finanzverwaltung, die die innere K&#252;ndigung schon hinter sich haben und den ganzen Tag nur noch &quot;Beamten-Mikado&quot; (&quot;Der Erste, der sich bewegt, hat verloren&quot;) oder bestenfalls &quot;Dienst nach Vorschrift&quot; praktizieren, noch Ideale und wollten ihre Aufgabe gerade &quot;gut&quot; erledigen; allein: es war schlichtweg nicht gewollt. Doch das so gesagt zu bekommen, erzeugt nat&#252;rlich bei jedem Mitarbeiter, egal wo, Frust und geradezu einen &quot;Hass&quot; auf diesen unmittelbaren Vorgesetzten, der einen absichtsvoll daran hindert, der zugewiesenen Aufgaben und dem damit verbundenen eigenen, hohen Anspruch, der ja Gegenstand einer jahrelangen Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt war, nachzukommen; ja, noch schlimmer: dem nachfragenden Mitarbeiter wird sodann noch ohne jeglichen begr&#252;ndeten Anlass per Dekret von &quot;oben&quot; die mit dem Dienstposten &#252;bertragene Kompetenz und Aufgabe schlichtweg entzogen und dieser sodann noch mit Disziplinarma&#223;nahmen &#252;berzogen. Dieser Frust findet dann (nat&#252;rlich) in einem &quot;Racheakt&quot; Ausdruck, hier in Form entsprechenden Hinweise an den &quot;Spiegel&quot; mit dessen urspr&#252;nglichen Artikel die Steuerfahnderaff&#228;re um das Finanzamt FFM IV und seinen Amtsvorsteher begann - n&#228;mlich quasi als ein Akt der &quot;Notwehr&quot; des bis aufs Blut gequ&#228;lten und in seiner Besonderheit ge&#228;chteten Individuums, dem die Anerkennung seines Arbeitgebers von heute auf morgen entzogen wurde ohne das er &#252;berhaupt letztendlich wei&#223; warum; er wollte es doch nur &quot;richtig&quot; machen. Dutzende andere Kollege, die diesen Mut der Verzweifelung innerhalb der hessischen Steuerverwaltung nicht aufbringen, und keinerlei Chance sehen, gegen ihren unmittelbaren Vorgesetzten und die verdeckten Mobbinghandlungen, die einem ganz klar aufzeigen, dass man hier f&#252;r den Rest seiner „Karriere“ keine Chance mehr hat, anzukommen sind bereits der Depression anheim gefallen; Selbstmordgedanken inklusive. Dass dies nicht so unbegr&#252;ndet ist und das „B&#246;se“ immer und &#252;berall zu siegen scheint, zeigte ja der Untersuchungsausschuss zur Steuerfahnderaff&#228;re. Aufgrund des von der hessischen Finanzverwaltung selbst (!) festgestellten durchschnittlichen „Mehrergebnisses“ von 208,00 EUR pro m&#246;glichen Hinterziehungsfall, gab es f&#252;r die Opposition keine Handhabe gegen den Finanzminister. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass diese Hinterziehungsf&#228;lle gerade nicht aufgearbeitet wurden, sondern man allein mit den bisher bekannten Tatsachen (z.B. &#220;berweisung von Kontogeb&#252;hren f&#252;r das Depot in Luxemburg) gerechnet hat. Vielleicht sollte man in der hessischen Regierung zuk&#252;nftig tats&#228;chlich professioneller arbeiten und statt politischer Vorgaben an die Verwaltung ein unabh&#228;ngiges Pr&#252;finstitut beauftragen (wie z.B. bei Siemens, der Deutschen Bank u.a.).

Ich hege keinerlei Zweifel daran, dass wenn man -als ein Unternehmen das seine Besch&#228;ftigen wirklich in den Mittelpunkt stellt- die Bedenken der motivierten Steuerfahnder und -fahnderinnen ernst genommen und sich mit diesen konstruktiv auseinandergesetzt h&#228;tte, zu einer f&#252;r alle Beteiligten fruchtbaren und gesetzeskonformen Probleml&#246;sung hinsichtlich der Vielzahl der Verdachtsf&#228;lle auf Steuerhinterziehung in Luxemburg, Lichtenstein und der Schweiz gekommen w&#228;re. Stattdessen hat man auf einen allm&#228;chtigen Disziplinarappart gesetzt, getreu dem Motto: Du wirst schon sehen, was du davon hast!

Die Vorsteher aller hessischen Finanz&#228;mter mit Steuerfahndungsstellen bzw. der f&#252;nf Frankfurter Finanz&#228;mter verfehlen somit v&#246;llig das Thema, wenn sie sich in Ihrer Presserkl&#228;rung &#252;ber die in der &#214;ffentlichkeit nunmehr erfolgte Herabw&#252;rdigung ihrer Steuerfahnder als blo&#223;e &quot;BMW-Pr&#252;fer&quot; beklagen. Es ist doch gerade der Skandal, dass hochkompetente Mitarbeiter vors&#228;tzlich daran gehindert wurden, die Ihnen mit dem Dienstposten von Gesetzes wegen (!) &#252;bertragenen Aufgaben nachzukommen bzw. wahrzunehmen. Der Skandal ist, dass in der hessischen Finanzverwaltung mit aller Macht versucht wird , auch noch im 60. Jahr dieser Republik die Verh&#228;ltnisse einer preu&#223;ischen Verwaltungsorganisation aufrecht zu erhalten, deren gr&#246;&#223;te Furcht bekanntlich war, irgendeiner k&#246;nnte irgendwo gl&#252;cklich sein (daher ja auch die sog. &quot;Rotationsrichtlinie&quot; in der hessischen Landesverwaltung: Nachweis einer Besch&#228;ftigung in mindestens vier verschiedenen Arbeitsbereichen auf zwei unterschiedlichen Ebenen &#252;ber einen Zeitraum von jeweils mindestens sechs Monaten). Die nunmehr vorliegende Presseerkl&#228;rung der &quot;betroffenen&quot; hessischen Finanzamtsvorsteher versucht dabei gerade, den vorgenannten Zusammenhang zu negieren und sich selbst als &quot;Opfer&quot; sch&#252;tzend vor die &quot;betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter&quot; zu stellen. Das Gegenteil ist der Fall: Die jeweiligen Amtsleiter der hessischen Finanzverwaltung sind vielfach die T&#228;ter und die Kompetenz ihrer Steuerfahndungsstellen ist gerade nicht betroffen!

Gerade auch der im Artikel zitierte Personalratsvorsitzende des Finanzamts FFM I sollte es eigentlich besser wissen. Dieser hatte n&#228;mlich seinen vorherigen Amtsvorsteher, den damaligen Regierungsdirektor Mangold, noch im Jahre 2006 im Rahmen einer internen Feierstunde mit den einleitenden Worten verabschiedet: &quot;Was haben Finanzamtsvorsteher und Pantoffeln gemeinsam? Man mag sie am liebsten, wenn sie abgetreten sind!&quot;. Danach wurde das sowohl fachliche als auch menschliche fragw&#252;rdige Verhalten des Vorgesetzten Mangold durch den Personalratsvorsitzenden beispielhaft vor Augen gef&#252;hrt und dem scheidenden Amtsvorsteher zum Abschied ein Korb verfaulter &#196;pfel &#252;berreicht. Das war seinerzeit wirklich mutig und fast noch zu harmlos angesichts der jahrelangen G&#228;ngelei und ununterbrochener deppischer Hineinpfuscherei in dem Arbeitsalltag eines jeden Bediensteten dieses Finanzamts durch diesen Finanzamtsvorsteher. Jeder Unternehmer in der sog. freien Wirtschaft w&#228;re bei einer derartigen F&#252;hrungskultur des &quot;ich bin alles und du bist nichts&quot; schon lange vorher in die Insolvenz gegangen. Denn ein echter Unternehmer braucht gerade die Kreativit&#228;t, das &quot;revolution&#228;re&quot; und die andere Meinung um im Wettbewerb der Ideen &#252;berhaupt fortbestehen zu k&#246;nnen. Allein, das Land Hessen bzw. die &quot;moderne&quot; Hessische Finanzverwaltung als &quot;Vorreiter&quot; im negativen Sinne g&#246;nnt sich die t&#228;gliche Demotivation ihrer eigentlich motivierten Besch&#228;ftigten durch solche inkompetente F&#252;hrungskr&#228;fte, die alles daran setzen, den einzelnen in seiner menschlichen Individualit&#228;t und dem Anspruch auf Mitteilung seiner Sichtweise der Dinge als &quot;St&#246;rfall&quot; in einer absolutistischen Verwaltungshierarchie abzukanzeln und bestenfalls &quot;einzunorden&quot;, oder -wenn das wie im Fall der Steuerfahnder fehlschlagen sollte, weil sich fachlich gute und selbstbewusste Mitarbeiter nicht wie kleine Kinder erziehen lassen wollen- diese im Zweifelsfall auch &quot;eiskalt abzuservieren&quot;. Das dies nicht ohne Wissen der beteiligten Personalverantwortlichen im Ministerium erfolgt, liegt auf der Hand, denn nat&#252;rlich handelt der loyale Amtsleiter nie ohne entsprechende Anweisung bzw. R&#252;cksprache von &quot;oben&quot;. Ebenso nat&#252;rlich taucht dies in keiner Personalakte auf und wird den betroffenen Mitarbeitern auch nie so gesagt, ja sogar auf entsprechende (zugegebenerma&#223;en naive) Nachfrage rundweg abgestritten, dass man irgendwie in &quot;Ungnade&quot; gefallen sei. Tatsache ist nur, dass man diesen Beteuerungen letztendlich nicht glaubt, denn warum wurde man sonst von seinem vorherigen Dienstposten so pl&#246;tzlich abberufen und einem eine v&#246;llig andere und zudem noch weit weniger anspruchsvolle Aufgabe zugeteilt?! Nur in den internen F&#252;hrungszirkel wird dann &#252;ber den vermeintlichen &quot;Ehrgeiz&quot; des Betroffenen abgel&#228;stert und bei der Nennung des Namens im Zusammenhang mit Personalentwicklung bzw. Bef&#246;rderungsm&#246;glichkeiten abf&#228;llig abgewunken. Hier f&#252;hlen sich offensichtlich macht- und karriereorientierte Selbstoptimierer bedroht von der Tatsache, dass da jemand ist der -h&#246;chst verd&#228;chtig- die bisherige &quot;bew&#228;hrte Verfahrensweise&quot; hinterfragt oder auch nur &#252;berpr&#252;ft haben will. Hoch lebe der Standard!

Dieses hochinzestu&#246;se Ph&#228;nomen von falsch verstandener Loyalit&#228;t hat innerhalb der hessischen Finanzverwaltung weitreichende Folgen: Die Vorgesetzten werden tendenziell immer uniformer, je h&#246;her es sich hierarisch zuspitzt. Es sind Spitzenbeamte im Ministerium bekannt, die nichts entscheiden, ohne nicht vorher die Stimmung des Ministers oder Staatssekret&#228;rs hierzu befragt und am besten schriftlich best&#228;tigt bekommen zu haben. Gerade auch unter den Amtsvorstehern oder den diesen unterstellten Abteilungsleitern (sog. Sachgebietsleiter) verfehlt ein Gro&#223;teil (und gerade auch die J&#252;ngeren, die aus Karrieregr&#252;nden die Spielregeln des Systems hessischen Finanzverwaltung schnell verinnerlichen) Ihre Aufgabe - n&#228;mlich (nur) die Rahmenbedingungen f&#252;r hohe Mitarbeiterleistung zu schaffen. Stattdessen handeln diese jedoch als &quot;Obersachbearbeiter&quot;, die teilweise mit unvorstellbarer akribischer Energie den ihnen unterstellten Mitarbeitern einen Fehler nachweisen wollen, um selber ja keinen zu machen oder als blo&#223;e &quot;Antreiber&quot; ihre Mitarbeiter um ihre Existenz durch Scheinerfolge auf dem R&#252;cken ihrer Mitarbeiter zu rechtfertigen. Allseits herrschen Duckm&#228;usertum und vorauseilender Gehorsam, Angst vor dem Daumen nach unten und Opferhaltung, die jegliche Eigeninitiative und selbstbestimmtes Handeln der Mitarbeiter oder auch engagierter F&#252;hrungskr&#228;fte in der 2. Reihe im Kein ersticken. Auf nichts wird daher in der hessischen Finanzverwaltung soviel Energie verwendet wie auf die Frage &quot;was denkt der Chef&quot; bzw. &quot;was denkt das Ministerium&quot; bzw. &quot;was denkt der Minister&quot;.

Wenn es hingegen im sog. &quot;Leitbild&quot; der hessischen Finanz&#228;mter hei&#223;t, &quot;Kollegialit&#228;t und Teamgeist sind uns wichtig. Jeder ist ein wichtiger Teil des Ganzen. In diesem Bewusstsein gehen wir offen und partnerschaftlich miteinander um. Auf eine verl&#228;ssliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen legen wir Wert“, dann sind dies in einer Vielzahl von F&#228;llen -wie oben beispielhaft dargelegt- lediglich Lippenbekenntnisse, die durch jeden einzelnen Tag in dieser hessischen Finanzverwaltung widerlegt werden und gerade die Schw&#228;che der F&#252;hrungskultur in dieser offenbaren: n&#228;mlich die Differenz von Anspruch und Wirklichkeit, die eine derartige &quot;F&#252;hrung&quot; in den Augen ihrer Mitarbeiter als widerspr&#252;chlich und unwahr erscheinen l&#228;sst und &quot;nat&#252;rliches&quot; Misstrauen erzeugt. W&#252;rde denn sonst der Verfasser dieser Zeile es „n&#246;tig haben“, unter einem Pseudonym zu ver&#246;ffentlichen?! Es gibt ohne Zweifel Ausnahmen unter den sog. F&#252;hrungskr&#228;ften bzw. Vorgesetzten, aber diese k&#246;nnen sich im vom Finanzministerium von oben nach unten durchgesetzten Machtgef&#252;ge von Befehl und Gehorsam letztendlich auch nicht halten und bleiben im Hinblick auf die (politischen) Machtakteure, die in leitender Position das Bild innerhalb der Steuerverwaltung pr&#228;gen, bedeutungslos. Denn aus Sicht des Ministers und seiner Staatssekret&#228;re sind auch die Amtsvorsteher letztendlich blo&#223; bessere &quot;Filialleiter&quot; und bef&#246;rdert wird in diesen Sph&#228;ren eben nicht nach Leistung, Eignung und Bef&#228;higung (wie es eigentlich bereits von Gesetzes wegen so sein sollte) sondern fast ausschlie&#223;lich nach &quot;sozialer &#196;hnlichkeit&quot;, sprich: dem richtigen cw-Wert. Nicht umsonst haben bei diesen ma&#223;geblichen F&#252;hrungspositionen die Personalvertretungen nach der &#196;nderung des hessischen Personalvertretungsgesetztes durch die damalige alleinige CDU-Regierung keinerlei Mitbestimmungsrecht (mehr). So war auch der damalige Amtsvorsteher Schneider-Ludorff auf dem H&#246;hepunkt der Aff&#228;re sich nicht zu d&#228;mlich, gegen&#252;ber dem Ministerium auf seine Vergangenheit bzw. Loyalit&#228;t als &quot;engagierte Beh&#246;rdenleitung&quot; hinzuweisen, und das Ministerium aufzufordern ihm, dem Vorgesetzten (!), gegen&#252;ber seinen eigenen (!) Mitarbeiter (Zitat:) &quot;den R&#252;cken zu st&#228;rken&quot;; wie nunmehr in der Presse nachzulesen war. Das sind die t&#228;glichen Begebenheiten in der hessischen Finanzverwaltung. Nichtgelebte Leitbilder ohne Konsequenzen sind demgegen&#252;ber f&#252;r den Einzelnen oftmals nur &quot;Leid&quot;bilder mit dem die Spitzenkr&#228;fte in der hessischen Finanzverwaltung die Verantwortung gerade f&#252;r ihre Mitarbeiter in skandal&#246;ser Weise an scheinobjektive Instrumente abtreten.

Oder um es mit den Worten des profiliertesten F&#252;hrungsexperten in Deutschland, Dr. Reinhard K. Sprenger zu sagen: &quot;Was wir brauchen, ist nicht mehr oder weniger F&#252;hrung. Wir brauchen eine starke F&#252;hrung, die den Wandel der Zeit, den Zweifel, das Widerspr&#252;chliche begr&#252;&#223;t, die das Individuelle nicht als Bedrohung erlebt, die selbstverantwortliche Menschen sch&#228;tzt und die Unsicherheit als Chance begreift. Wir brauchen F&#252;hrung von Erwachsenen durch Erwachsene, F&#252;hrung, die sich um den Ausgleich von Geben und Nehmen k&#252;mmert, die den anderen ernst nimmt, ihm etwas zumutet und zutraut, Vereinbarungen einfordert und konsequent ist, auf Augenh&#246;he kommuniziert&quot; (Reinhard K. Sprenger, Aufstand des Individuums - Warum wir F&#252;hrung komplett neu denken m&#252;ssen, Campus Verlag 2005).

Regierungsdirektor Mangold wurde &#252;brigens zum Leitenden Regierungsdirektor (A 16Z) bef&#246;rdert und ist nunmehr Amtsvorsteher des Finanzamts Bad Homburg. Fast alle ihm direkt unterstellten F&#252;hrungskr&#228;fte (bis auf  4 von 20) haben seitdem das Amt verlassen. Die &#252;brigen ca. 450 Besch&#228;ftigten m&#252;ssen noch weiter leiden. &#196;hnliche Verh&#228;ltnisse existieren wohl in den hessischen Finanz&#228;mtern Gelnhausen,  Frankfurt V, Kassel II - Hofgeismar, ....


P.S.: Dieser Aufsatz wurde nat&#252;rlich w&#228;hrend der Arbeitszeit geschrieben. Jeder Mitarbeiter r&#228;cht sich eben auf seine Weise.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend wird eine Email wiedergegeben, die uns zum Thema erreicht hat.</p>
<p>Thema verfehlt<br />
oder<br />
Skandal: Ein hessischer Steuerbeamter widerspricht seinen Amtsvorstehern</p>
<p>Entgegnung zur Presseerkl&#228;rung der Vorsteher aller hessischen Finanz&#228;mter mit Steuerfahndungsstellen und zur Presseerkl&#228;rung der Vorsteher der f&#252;nf Frankfurter Finanz&#228;mter, FR-Artikel vom 22.07.2009</p>
<p>von Frank Frust, Finanzamtshausen (Hessen)</p>
<p>Die in der &#220;berschrift genannten Presseerkl&#228;rungen &#252;ber die &#8220;Berichterstattung der Medien &#252;ber die Zust&#228;nde in den hessischen Steuerfahndungsstellen&#8221; liegen mir im Original vor. Gerade diese Erkl&#228;rungen sind in der lange Ketten der von den Mobbinghandlungen betroffenen (ehemaligen) Kollegen der Steuerfahndungsstelle des Finanzamts FFM V im Rahmen der sog. &#8220;Hessischen Steuerfahnder-Aff&#228;re&#8221; der letzte Beweis f&#252;r die Unf&#228;higkeit und -mehr noch- die Unwilligkeit der Hessischen Finanzverwaltung und ihrer verantwortlichen Protagonisten, die Ihnen unterstellten Beamten als eigenverantwortliche Menschen mit individueller Pers&#246;nlichkeit zu begreifen. Denn entgegen aller Sonntagsreden, insbesondere des Hessischen Finanzministers Weimar, handelt es sich bei der sog. &#8220;modernen hessischen Steuerverwaltung&#8221; um eine herrschaftliche Organisationsstruktur mit ausgesprochenem F&#252;hrerkult, die Spitzenposition vornehmlich an ausgewiesene Machtmenschen vergibt und von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angepasstes Ja-Sagertum und unterzust&#228;ndige Nacheiferei als Loyalit&#228;tsbeweis verlangt; und wehe denjenigen, die es wagen, diese selbstherrlichen F&#252;hrungskr&#228;fte und ihre fragw&#252;rdigen Anordnungen oder F&#252;hrungsmethoden auch nur ansatzweise kritisch -n&#228;mlich im Sinne der Sonntagsreden des Ministers bzw. der offiziellen &#8220;Verk&#252;ndigungen&#8221; &#252;ber die Offenheit und Kollegialit&#228;t in der hessischen Steuerverwaltung gem&#228;&#223; eigener Leitbilddefinition- zu hinterfragen. Diese werden in der Tat &#8220;eiskalt abserviert&#8221;, wie es der &#8220;Stern&#8221; im Artikel vom 19.12.2008 zutreffend formuliert hat.</p>
<p>Der Umgang dieser in der modernen Vorgesetztenfunktion oftmals wenig geeigneten &#8220;F&#252;rsten&#8221; (so die interne Bezeichnung f&#252;r die Finanzamtsvorsteher) wie des ehemaligen Amtsvorstehers Schneider-Ludorff mit ihrem als blo&#223;es &#8220;Personal&#8221; abgekanzelten hochkompetenten Steuerfahndern ist der eigentlich Skandal dieser Aff&#228;re. Es handelt sich doch gerade um verantwortliche Beamte bzw. Steuerfahnder, die es schlichtweg nicht ertragen konnten, durch eine eindeutig rechtswidrige Amtsverf&#252;gung, die ja nicht umsonst im verschlossenen Umschlag &#252;berreicht wurde, de facto &#8220;kaltgestellt&#8221; zu werden. Diese mitunter jungen Kollegen hatten, im Gegensatz zu manch anderen in der hessischen Finanzverwaltung, die die innere K&#252;ndigung schon hinter sich haben und den ganzen Tag nur noch &#8220;Beamten-Mikado&#8221; (&#8220;Der Erste, der sich bewegt, hat verloren&#8221;) oder bestenfalls &#8220;Dienst nach Vorschrift&#8221; praktizieren, noch Ideale und wollten ihre Aufgabe gerade &#8220;gut&#8221; erledigen; allein: es war schlichtweg nicht gewollt. Doch das so gesagt zu bekommen, erzeugt nat&#252;rlich bei jedem Mitarbeiter, egal wo, Frust und geradezu einen &#8220;Hass&#8221; auf diesen unmittelbaren Vorgesetzten, der einen absichtsvoll daran hindert, der zugewiesenen Aufgaben und dem damit verbundenen eigenen, hohen Anspruch, der ja Gegenstand einer jahrelangen Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt war, nachzukommen; ja, noch schlimmer: dem nachfragenden Mitarbeiter wird sodann noch ohne jeglichen begr&#252;ndeten Anlass per Dekret von &#8220;oben&#8221; die mit dem Dienstposten &#252;bertragene Kompetenz und Aufgabe schlichtweg entzogen und dieser sodann noch mit Disziplinarma&#223;nahmen &#252;berzogen. Dieser Frust findet dann (nat&#252;rlich) in einem &#8220;Racheakt&#8221; Ausdruck, hier in Form entsprechenden Hinweise an den &#8220;Spiegel&#8221; mit dessen urspr&#252;nglichen Artikel die Steuerfahnderaff&#228;re um das Finanzamt FFM IV und seinen Amtsvorsteher begann &#8211; n&#228;mlich quasi als ein Akt der &#8220;Notwehr&#8221; des bis aufs Blut gequ&#228;lten und in seiner Besonderheit ge&#228;chteten Individuums, dem die Anerkennung seines Arbeitgebers von heute auf morgen entzogen wurde ohne das er &#252;berhaupt letztendlich wei&#223; warum; er wollte es doch nur &#8220;richtig&#8221; machen. Dutzende andere Kollege, die diesen Mut der Verzweifelung innerhalb der hessischen Steuerverwaltung nicht aufbringen, und keinerlei Chance sehen, gegen ihren unmittelbaren Vorgesetzten und die verdeckten Mobbinghandlungen, die einem ganz klar aufzeigen, dass man hier f&#252;r den Rest seiner „Karriere“ keine Chance mehr hat, anzukommen sind bereits der Depression anheim gefallen; Selbstmordgedanken inklusive. Dass dies nicht so unbegr&#252;ndet ist und das „B&#246;se“ immer und &#252;berall zu siegen scheint, zeigte ja der Untersuchungsausschuss zur Steuerfahnderaff&#228;re. Aufgrund des von der hessischen Finanzverwaltung selbst (!) festgestellten durchschnittlichen „Mehrergebnisses“ von 208,00 EUR pro m&#246;glichen Hinterziehungsfall, gab es f&#252;r die Opposition keine Handhabe gegen den Finanzminister. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass diese Hinterziehungsf&#228;lle gerade nicht aufgearbeitet wurden, sondern man allein mit den bisher bekannten Tatsachen (z.B. &#220;berweisung von Kontogeb&#252;hren f&#252;r das Depot in Luxemburg) gerechnet hat. Vielleicht sollte man in der hessischen Regierung zuk&#252;nftig tats&#228;chlich professioneller arbeiten und statt politischer Vorgaben an die Verwaltung ein unabh&#228;ngiges Pr&#252;finstitut beauftragen (wie z.B. bei Siemens, der Deutschen Bank u.a.).</p>
<p>Ich hege keinerlei Zweifel daran, dass wenn man -als ein Unternehmen das seine Besch&#228;ftigen wirklich in den Mittelpunkt stellt- die Bedenken der motivierten Steuerfahnder und -fahnderinnen ernst genommen und sich mit diesen konstruktiv auseinandergesetzt h&#228;tte, zu einer f&#252;r alle Beteiligten fruchtbaren und gesetzeskonformen Probleml&#246;sung hinsichtlich der Vielzahl der Verdachtsf&#228;lle auf Steuerhinterziehung in Luxemburg, Lichtenstein und der Schweiz gekommen w&#228;re. Stattdessen hat man auf einen allm&#228;chtigen Disziplinarappart gesetzt, getreu dem Motto: Du wirst schon sehen, was du davon hast!</p>
<p>Die Vorsteher aller hessischen Finanz&#228;mter mit Steuerfahndungsstellen bzw. der f&#252;nf Frankfurter Finanz&#228;mter verfehlen somit v&#246;llig das Thema, wenn sie sich in Ihrer Presserkl&#228;rung &#252;ber die in der &#214;ffentlichkeit nunmehr erfolgte Herabw&#252;rdigung ihrer Steuerfahnder als blo&#223;e &#8220;BMW-Pr&#252;fer&#8221; beklagen. Es ist doch gerade der Skandal, dass hochkompetente Mitarbeiter vors&#228;tzlich daran gehindert wurden, die Ihnen mit dem Dienstposten von Gesetzes wegen (!) &#252;bertragenen Aufgaben nachzukommen bzw. wahrzunehmen. Der Skandal ist, dass in der hessischen Finanzverwaltung mit aller Macht versucht wird , auch noch im 60. Jahr dieser Republik die Verh&#228;ltnisse einer preu&#223;ischen Verwaltungsorganisation aufrecht zu erhalten, deren gr&#246;&#223;te Furcht bekanntlich war, irgendeiner k&#246;nnte irgendwo gl&#252;cklich sein (daher ja auch die sog. &#8220;Rotationsrichtlinie&#8221; in der hessischen Landesverwaltung: Nachweis einer Besch&#228;ftigung in mindestens vier verschiedenen Arbeitsbereichen auf zwei unterschiedlichen Ebenen &#252;ber einen Zeitraum von jeweils mindestens sechs Monaten). Die nunmehr vorliegende Presseerkl&#228;rung der &#8220;betroffenen&#8221; hessischen Finanzamtsvorsteher versucht dabei gerade, den vorgenannten Zusammenhang zu negieren und sich selbst als &#8220;Opfer&#8221; sch&#252;tzend vor die &#8220;betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter&#8221; zu stellen. Das Gegenteil ist der Fall: Die jeweiligen Amtsleiter der hessischen Finanzverwaltung sind vielfach die T&#228;ter und die Kompetenz ihrer Steuerfahndungsstellen ist gerade nicht betroffen!</p>
<p>Gerade auch der im Artikel zitierte Personalratsvorsitzende des Finanzamts FFM I sollte es eigentlich besser wissen. Dieser hatte n&#228;mlich seinen vorherigen Amtsvorsteher, den damaligen Regierungsdirektor Mangold, noch im Jahre 2006 im Rahmen einer internen Feierstunde mit den einleitenden Worten verabschiedet: &#8220;Was haben Finanzamtsvorsteher und Pantoffeln gemeinsam? Man mag sie am liebsten, wenn sie abgetreten sind!&#8221;. Danach wurde das sowohl fachliche als auch menschliche fragw&#252;rdige Verhalten des Vorgesetzten Mangold durch den Personalratsvorsitzenden beispielhaft vor Augen gef&#252;hrt und dem scheidenden Amtsvorsteher zum Abschied ein Korb verfaulter &#196;pfel &#252;berreicht. Das war seinerzeit wirklich mutig und fast noch zu harmlos angesichts der jahrelangen G&#228;ngelei und ununterbrochener deppischer Hineinpfuscherei in dem Arbeitsalltag eines jeden Bediensteten dieses Finanzamts durch diesen Finanzamtsvorsteher. Jeder Unternehmer in der sog. freien Wirtschaft w&#228;re bei einer derartigen F&#252;hrungskultur des &#8220;ich bin alles und du bist nichts&#8221; schon lange vorher in die Insolvenz gegangen. Denn ein echter Unternehmer braucht gerade die Kreativit&#228;t, das &#8220;revolution&#228;re&#8221; und die andere Meinung um im Wettbewerb der Ideen &#252;berhaupt fortbestehen zu k&#246;nnen. Allein, das Land Hessen bzw. die &#8220;moderne&#8221; Hessische Finanzverwaltung als &#8220;Vorreiter&#8221; im negativen Sinne g&#246;nnt sich die t&#228;gliche Demotivation ihrer eigentlich motivierten Besch&#228;ftigten durch solche inkompetente F&#252;hrungskr&#228;fte, die alles daran setzen, den einzelnen in seiner menschlichen Individualit&#228;t und dem Anspruch auf Mitteilung seiner Sichtweise der Dinge als &#8220;St&#246;rfall&#8221; in einer absolutistischen Verwaltungshierarchie abzukanzeln und bestenfalls &#8220;einzunorden&#8221;, oder -wenn das wie im Fall der Steuerfahnder fehlschlagen sollte, weil sich fachlich gute und selbstbewusste Mitarbeiter nicht wie kleine Kinder erziehen lassen wollen- diese im Zweifelsfall auch &#8220;eiskalt abzuservieren&#8221;. Das dies nicht ohne Wissen der beteiligten Personalverantwortlichen im Ministerium erfolgt, liegt auf der Hand, denn nat&#252;rlich handelt der loyale Amtsleiter nie ohne entsprechende Anweisung bzw. R&#252;cksprache von &#8220;oben&#8221;. Ebenso nat&#252;rlich taucht dies in keiner Personalakte auf und wird den betroffenen Mitarbeitern auch nie so gesagt, ja sogar auf entsprechende (zugegebenerma&#223;en naive) Nachfrage rundweg abgestritten, dass man irgendwie in &#8220;Ungnade&#8221; gefallen sei. Tatsache ist nur, dass man diesen Beteuerungen letztendlich nicht glaubt, denn warum wurde man sonst von seinem vorherigen Dienstposten so pl&#246;tzlich abberufen und einem eine v&#246;llig andere und zudem noch weit weniger anspruchsvolle Aufgabe zugeteilt?! Nur in den internen F&#252;hrungszirkel wird dann &#252;ber den vermeintlichen &#8220;Ehrgeiz&#8221; des Betroffenen abgel&#228;stert und bei der Nennung des Namens im Zusammenhang mit Personalentwicklung bzw. Bef&#246;rderungsm&#246;glichkeiten abf&#228;llig abgewunken. Hier f&#252;hlen sich offensichtlich macht- und karriereorientierte Selbstoptimierer bedroht von der Tatsache, dass da jemand ist der -h&#246;chst verd&#228;chtig- die bisherige &#8220;bew&#228;hrte Verfahrensweise&#8221; hinterfragt oder auch nur &#252;berpr&#252;ft haben will. Hoch lebe der Standard!</p>
<p>Dieses hochinzestu&#246;se Ph&#228;nomen von falsch verstandener Loyalit&#228;t hat innerhalb der hessischen Finanzverwaltung weitreichende Folgen: Die Vorgesetzten werden tendenziell immer uniformer, je h&#246;her es sich hierarisch zuspitzt. Es sind Spitzenbeamte im Ministerium bekannt, die nichts entscheiden, ohne nicht vorher die Stimmung des Ministers oder Staatssekret&#228;rs hierzu befragt und am besten schriftlich best&#228;tigt bekommen zu haben. Gerade auch unter den Amtsvorstehern oder den diesen unterstellten Abteilungsleitern (sog. Sachgebietsleiter) verfehlt ein Gro&#223;teil (und gerade auch die J&#252;ngeren, die aus Karrieregr&#252;nden die Spielregeln des Systems hessischen Finanzverwaltung schnell verinnerlichen) Ihre Aufgabe &#8211; n&#228;mlich (nur) die Rahmenbedingungen f&#252;r hohe Mitarbeiterleistung zu schaffen. Stattdessen handeln diese jedoch als &#8220;Obersachbearbeiter&#8221;, die teilweise mit unvorstellbarer akribischer Energie den ihnen unterstellten Mitarbeitern einen Fehler nachweisen wollen, um selber ja keinen zu machen oder als blo&#223;e &#8220;Antreiber&#8221; ihre Mitarbeiter um ihre Existenz durch Scheinerfolge auf dem R&#252;cken ihrer Mitarbeiter zu rechtfertigen. Allseits herrschen Duckm&#228;usertum und vorauseilender Gehorsam, Angst vor dem Daumen nach unten und Opferhaltung, die jegliche Eigeninitiative und selbstbestimmtes Handeln der Mitarbeiter oder auch engagierter F&#252;hrungskr&#228;fte in der 2. Reihe im Kein ersticken. Auf nichts wird daher in der hessischen Finanzverwaltung soviel Energie verwendet wie auf die Frage &#8220;was denkt der Chef&#8221; bzw. &#8220;was denkt das Ministerium&#8221; bzw. &#8220;was denkt der Minister&#8221;.</p>
<p>Wenn es hingegen im sog. &#8220;Leitbild&#8221; der hessischen Finanz&#228;mter hei&#223;t, &#8220;Kollegialit&#228;t und Teamgeist sind uns wichtig. Jeder ist ein wichtiger Teil des Ganzen. In diesem Bewusstsein gehen wir offen und partnerschaftlich miteinander um. Auf eine verl&#228;ssliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen legen wir Wert“, dann sind dies in einer Vielzahl von F&#228;llen -wie oben beispielhaft dargelegt- lediglich Lippenbekenntnisse, die durch jeden einzelnen Tag in dieser hessischen Finanzverwaltung widerlegt werden und gerade die Schw&#228;che der F&#252;hrungskultur in dieser offenbaren: n&#228;mlich die Differenz von Anspruch und Wirklichkeit, die eine derartige &#8220;F&#252;hrung&#8221; in den Augen ihrer Mitarbeiter als widerspr&#252;chlich und unwahr erscheinen l&#228;sst und &#8220;nat&#252;rliches&#8221; Misstrauen erzeugt. W&#252;rde denn sonst der Verfasser dieser Zeile es „n&#246;tig haben“, unter einem Pseudonym zu ver&#246;ffentlichen?! Es gibt ohne Zweifel Ausnahmen unter den sog. F&#252;hrungskr&#228;ften bzw. Vorgesetzten, aber diese k&#246;nnen sich im vom Finanzministerium von oben nach unten durchgesetzten Machtgef&#252;ge von Befehl und Gehorsam letztendlich auch nicht halten und bleiben im Hinblick auf die (politischen) Machtakteure, die in leitender Position das Bild innerhalb der Steuerverwaltung pr&#228;gen, bedeutungslos. Denn aus Sicht des Ministers und seiner Staatssekret&#228;re sind auch die Amtsvorsteher letztendlich blo&#223; bessere &#8220;Filialleiter&#8221; und bef&#246;rdert wird in diesen Sph&#228;ren eben nicht nach Leistung, Eignung und Bef&#228;higung (wie es eigentlich bereits von Gesetzes wegen so sein sollte) sondern fast ausschlie&#223;lich nach &#8220;sozialer &#196;hnlichkeit&#8221;, sprich: dem richtigen cw-Wert. Nicht umsonst haben bei diesen ma&#223;geblichen F&#252;hrungspositionen die Personalvertretungen nach der &#196;nderung des hessischen Personalvertretungsgesetztes durch die damalige alleinige CDU-Regierung keinerlei Mitbestimmungsrecht (mehr). So war auch der damalige Amtsvorsteher Schneider-Ludorff auf dem H&#246;hepunkt der Aff&#228;re sich nicht zu d&#228;mlich, gegen&#252;ber dem Ministerium auf seine Vergangenheit bzw. Loyalit&#228;t als &#8220;engagierte Beh&#246;rdenleitung&#8221; hinzuweisen, und das Ministerium aufzufordern ihm, dem Vorgesetzten (!), gegen&#252;ber seinen eigenen (!) Mitarbeiter (Zitat:) &#8220;den R&#252;cken zu st&#228;rken&#8221;; wie nunmehr in der Presse nachzulesen war. Das sind die t&#228;glichen Begebenheiten in der hessischen Finanzverwaltung. Nichtgelebte Leitbilder ohne Konsequenzen sind demgegen&#252;ber f&#252;r den Einzelnen oftmals nur &#8220;Leid&#8221;bilder mit dem die Spitzenkr&#228;fte in der hessischen Finanzverwaltung die Verantwortung gerade f&#252;r ihre Mitarbeiter in skandal&#246;ser Weise an scheinobjektive Instrumente abtreten.</p>
<p>Oder um es mit den Worten des profiliertesten F&#252;hrungsexperten in Deutschland, Dr. Reinhard K. Sprenger zu sagen: &#8220;Was wir brauchen, ist nicht mehr oder weniger F&#252;hrung. Wir brauchen eine starke F&#252;hrung, die den Wandel der Zeit, den Zweifel, das Widerspr&#252;chliche begr&#252;&#223;t, die das Individuelle nicht als Bedrohung erlebt, die selbstverantwortliche Menschen sch&#228;tzt und die Unsicherheit als Chance begreift. Wir brauchen F&#252;hrung von Erwachsenen durch Erwachsene, F&#252;hrung, die sich um den Ausgleich von Geben und Nehmen k&#252;mmert, die den anderen ernst nimmt, ihm etwas zumutet und zutraut, Vereinbarungen einfordert und konsequent ist, auf Augenh&#246;he kommuniziert&#8221; (Reinhard K. Sprenger, Aufstand des Individuums &#8211; Warum wir F&#252;hrung komplett neu denken m&#252;ssen, Campus Verlag 2005).</p>
<p>Regierungsdirektor Mangold wurde &#252;brigens zum Leitenden Regierungsdirektor (A 16Z) bef&#246;rdert und ist nunmehr Amtsvorsteher des Finanzamts Bad Homburg. Fast alle ihm direkt unterstellten F&#252;hrungskr&#228;fte (bis auf  4 von 20) haben seitdem das Amt verlassen. Die &#252;brigen ca. 450 Besch&#228;ftigten m&#252;ssen noch weiter leiden. &#196;hnliche Verh&#228;ltnisse existieren wohl in den hessischen Finanz&#228;mtern Gelnhausen,  Frankfurt V, Kassel II &#8211; Hofgeismar, &#8230;.</p>
<p>P.S.: Dieser Aufsatz wurde nat&#252;rlich w&#228;hrend der Arbeitszeit geschrieben. Jeder Mitarbeiter r&#228;cht sich eben auf seine Weise.</p>
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		<title>Von: Whistler</title>
		<link>http://www.whistleblower-net.de/blog/2009/07/22/kultur-des-kaltstellens-unbequemer-beamter/comment-page-1/#comment-1027</link>
		<dc:creator>Whistler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 15:50:21 +0000</pubDate>
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		<description>Weiterer TV-Bericht bei Brisant: http://bit.ly/vq2cd</description>
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