Oberarzt als Whistleblower im Hochtaunus
FR-Online berichtet über den Fall des Oberarztes der Hochtaunusklink, Hans Martin Kuhlbrodt.
“Kuhlbrodt sagt nun, er habe zunächst versucht, seine Kritik intern vorzubringen, sei damit aber sowohl bei der Geschäftsführung als auch im politisch besetzten Aufsichtsrat gescheitert. Dann erst habe er sich an den CDU-Politiker Haibach gewandt. Für ihn als leitenden Arzt sei die Personalnot am Usinger Krankenhaus so nicht länger tragbar gewesen. “Es sind zahlreiche Patienten zu Schaden gekommen”, sagt er. Die Ärzte seien im Dauereinsatz einfach überlastet. Da sei es eben auch seine Pflicht gewesen, etwas zu unternehmen.”
Hier erinnert doch einiges an den Fall der Altenpflegerin Brigitte Heinisch. Und auch dass die Justiz dem Whistleblower die Beweislast aufbürdet und auf eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses drängt ist typisch:
“Die Richterin möchte nun von Kuhlbrodt aufgelistet bekommen, wann er mit wem intern darüber gesprochen habe. Laut der geltenden Rechtsprechung sei dies ein entscheidendes Kriterium, ob die Kündigung rechtmäßig war oder nicht. Whistleblower, die interne Missstände publik machen, sollen so geschützt werden. Hefty will Kuhlbrodt aber in keinem Fall zurück haben. Die Richterin legt Kuhlbrodt daher die Abfindung nahe. So könne man doch kaum noch zusammen arbeiten. Kuhlbrodt sieht das anders. Die Geschäftsführerin in Bad Homburg sei doch weit weg.”
Am 3. Juni 2009 um 13:48 Uhr
Dass Kuhlbrodt nicht aufgibt, ist stark. Was hätte er aber sonst machen sollen? Gehen, wie die anderen 10 leitende Ärzte in den vergangenen 5 Jahren?
Am 3. September 2009 um 15:05 Uhr
Das ist alles nur lächerlich.
Die Geschäftsführerin hat sich mit all dem nur ins eigene Fleisch geschnitten. Das Usinger Krankenhaus war gerade wieder dabei sich einen guten Ruf zu erarbeiten. Jetzt fällt ein schlechtes licht auf die Klinik in Usingen und in Bad Homburg.
Kuhlbrodt war der beste Arzt seit Jahren, aber das scheint DIE nicht gesehen zu haben.
Am 30. Dezember 2009 um 11:35 Uhr
http://www.fnp.de/tz/region/lokales/rmn01.c.7015651.de.htm
Das hat er nun davon.
Am 11. April 2010 um 20:39 Uhr
Ich finde es toll, das Dr. Kuhlbrodt jetzt seine eigene Praxis hat die noch dazu sehr gut von den Patienten besucht wird. Endlich brauchen wir hier im Hintertaunus nicht immer nach Bad Homburg zu fahren. Er ist ein super guter Arzt und ich wünsche ihm alles gute für die Zukunft.