Wirtschaftsethiker Homan zu Whistleblowing
Im Portal derWesten der WAZ findet sich aktuell ein Interview mit dem Münchner Wirtschaftsethiker Professor Dr. Karl Homan in welchem dieser auch auf das Thema Whistleblowing eingeht, hier nur ein kleiner Auszug:
Homann: Die Manager müssen erkennen, dass Unternehmensmoral kein Kosten-, sondern ein Produktionsfaktor ist. Durch den Verzicht auf Korruption hätte sich Siemens Ausgaben für Schmiergeld, Strafen und Anwaltskosten in Höhe von rund fünf Milliarden Euro erspart. Angesichts dieser Dimension lohnen sich die Investitionen durchaus, die etwa ein Whistleblower-System kostet. … Das Unternehmen muss solche Mitarbeiter vor der Repression ihrer Kollegen und Vorgesetzten schützen, damit sie ihre Informationen öffentlich machen…. Auch unabhängig von den jeweils leitenden Individuen muss das Unternehmen als Ganzes in der Lage sein, seine moralischen Standards aufrechtzuerhalten. Es ist im vitalen Interesse des Unternehmens, Schutzmechanismen einzurichten.
Am 16. Mai 2010 um 06:54 Uhr
Ich bin der Meinung, daß hier der falsche Faktor aufgefahren wird.
Siemens hat viele Arbeitsplätze behalten durch die in der Welt, aber auch in Deutschland gängige Praxis der Korruption.
Aufträge schmilzen dahin, wenn nicht mit Sponsoring nachgeholfen wird. Da wurden diejenigen bestraft, die selber nur den persönlichen Schaden davongetragen haben, ihrer Firma, ihrer Arbeitsplätze, zuliebe.
Im Kleinen: Ich habe selber 450.000 € Schaden, mein gesamtes, im Leben schwer erarbeitetes Vermögen, verloren, weilich vergaß, einen kleinen Kreisatsangestellten im Bauamt so zu schmieren, wie er das gewohnt war.
Gewinn für meine Arbei twollte ich machen, den darf ich hier gar nicht mehr sehen. – Ich hatte “die Mulde im Schreibtisch” übersehen, wie mir eine Frau aus Sachsen erklärte, als ich ihr von meinen Erlebnissen erzählte.
Ich stelle Behördenanträge, die vermehrt Ablehnung fanden.
Ich habe niemals Vorteile in Anspruch genommen, niemals Geschenke von denen, denen ich unkompliziert und teils eigennützig geholfen hatte.
Aber jetzt weiß ich, viell zu spät, daß die Not dort beginnt, wo der Unterbau unserer Verwaltung sitzt.
Man muß mitheulen, muß bei Golf, Lyons, Rotarier, sein dann bekommen die Kinder auch das nötige Sponsoring für die “Schlagende Verbindung”.
Natürlich ist es denen freigesdtellt, ihre Kinder zu sponsern.
Aber die nötige PUste bekommt man erst, wenn man im Beamtenunterbau die richtigen Leute gefunden hat, die einem helfen, etwas mehr zu erreichen, als nur mit Händearbeit, denn davon ist noch niemand richtig reich geworden.
Jetzt ist es das örtliche Amtsgericht und lLandgericht, was mir den Mund stopfen will und das Gesetz haben die Burschen im Nacken.
Richterliche Freiheit nennt man das, wenn ein “Möchtegern” auf dem Hocker eines Rechtspflegers sitzt und abstraft, wenn man sich gehalten sieht, die Wahrheit zu sagen.
Eine Bananenrepublik ist das hier.
Dennoch – es gibt auch noch mal gute Seiten, wenn man auf die richtige Schiene gesetzt wird.
Wer zum Beispiel eine gute Fürsprache in Ländern des Nahen Osten hat, ist dann auch mal in den Genuß einer freundlichen Aufnahme gelangt.
Frei macht das indessen nicht!